Zum Inhalt springen

Melda-Sabine Fischer

Autorin
  • Gesamte Inhalte

    808
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

Alle erstellten Inhalte von Melda-Sabine Fischer

  1. Mir fällt dazu das Zitat ein: "Denn Ihr wisset weder die Stunde, noch den Tag...." Sehr schön dokumentiert 👏 - Melda-Sabine
  2. ...und wieder gekonnt und einfühlsam vorgetragen. Bravo 👏 - Melda-Sabine
  3. Besten Dank lieber @Carlos. Ich bekam den Kick zu diesem Gedicht vor einer Woche durch das Lied der "Ersten Allgemeinen Verunsicherung", welches ich im Autoradio hörte. Da hieß es in einer Strophe: Die alten Säulen und Museen Die hat er leider nie geseh'n Denn ein Wirt, der bracht ihm bei Dass ein Ouzo usus sei und Flaschenweine zwei bis drei Zu Hause sofort notiert und darüber nachgedacht, was alles Usus sei. Erst da fiel mir auf, wie vielfältig Worte in unserem Leben eine Rolle spielen. Fazit: Man sollte sich mehr Gedanken darüber machen, welche Begriffe wir in unserer Sprache verwenden und welchen Hintergrund sie haben. Möge dieses Usus werden - Liebe Grüße von Melda-Sabine Danke auch an meine Liker: @anais, @Feuerfunke, @Pegasus und @Joshua Coan
  4. Abstumpfen, das richtige Wort 👍. Wir verlieren den Blick auf das Wesentliche. Ein Hoch auf Social Media und seine Nebenwirkungen - Liebe Grüße von Melda-Sabine
  5. Melda-Sabine Fischer

    Usus

    Usus Es wusste schon der alte Drusus, was üblich ist, das ist auch Usus. Als Feldherr schickt er die Germanen weil´s Usus ist zu ihren Ahnen. ************** Wenn jemand ein Geschäft betreibt, bei dem kein Euro hängen bleibt, dann ist es Usus ob des Trends, man akzeptiert die Insolvenz. Und es ist Usus man stellt klar, dass nichts mehr ist, wie es mal war. Denn ist kein Geld mehr in den Kassen, dann ruft man nicht mehr: „Hoch die Tassen!“ ************** Man sieht im Mai mit bunten Fackeln im Städtchen eine Horde dackeln, die fröhlich Martinslieder singen, das kann nicht rechten Frohsinn bringen. „Das ist nicht Usus!“ ruft Herr Speer, schreit lauthals nach der Feuerwehr. „Nur im November ist dies möglich, im Frühling ist dies unerträglich!“ ************** Die Braut, sie wurde jäh entführt, was ihren Liebsten sehr pikiert. „Das ist doch Usus!“, schreit die Meute, „das tat man früher, so auch heute.“ Der Bräutigam scheint sehr genervt, doch was die Lage noch verschärft, dass was man trinkt muss er bezahlen, so sind auch Ouzos harte Qualen. ************** Der Lehrling muss den Boden putzen, drin sieht mitnichten er ´nen Nutzen, da er was Rechtes lernen will. Doch hält er lieber erst mal still. „Das ist so Usus“, spricht Klaus Wege, er ist Geselle und Kollege. "Was man im 1. Lehrjahr lernt, ist weit vom Bildungsziel entfernt." ************** Miranda, eine Lebedame, die läuft am Straßenrand Reklame für sich und ihre Profession, sie nutzt dazu ein Megaphon. „Das ist nicht Usus!“, ruft Jolanthe, die auch entlang der Straße rannte. „Man wackelt nur mit seinem Po, das was du suchst, weiß man auch so.“ ************** Nicht Usus war auch das Verhalten von schwarz vermummten Diebsgestalten. Sie stürmten in die Bank hinein, dort zahlte jeder etwas ein. Es meinte der Kassierer Gütlich mit wachem Blick und äußerst friedlich: „Ich kann den Auftritt nicht recht glauben, Ihr wolltet mich doch dreist berauben!?“ ************** Im Stammlokal „Zur Schlammlawine“ sitzt oftmals eine Fummeltrine, die nippt dann stets an einem Sekt, doch heute hat sie mich erschreckt. Sie trinkt jetzt plötzlich fünf bis sieben, wo ist die Contenance geblieben? Das ist nicht Usus, was da läuft, weil sich die Trine nun besäuft. ************** Die Bundesbahn fährt heut´ nach Plan, das kommt bei Pendlern sehr gut an. Nur Otto Schulze, der erblasst, er hat doch glatt den Zug verpasst. „Das ist nicht Usus, mit der Bahn, sie kam bisher nie pünktlich an. Drum ließ ich mir noch etwas Zeit, das Ganze grenzt an Dreistigkeit!“ ************** Im Grab rotiert der alte Drusus, denn vieles scheint auch heut` noch Usus. Auch wenn es aus der Gruft ihn treibt, ist´s Usus, dass er dort verbleibt. @Copyright Melda-Sabine Fischer - Näheres zur Verlagsautorin siehe Profil
  6. Alles nach dem Motto: "Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf Morgen", liebe @SalSeda. Ich kenne dieses Problem. Ein Berg von notwendigen Tätigkeiten, man schiebt ihn vor sich her und er wirkt als erdrückende Last. Seit kurzem mache ich mir einen Zettel mit den zu erledigenden Dingen. Muss ja nicht alles auf einmal sein, aber wenn ich 1-2 Aufgaben pro Tag abhake, dann fühle ich mich auch wohler, allerdings in der Hoffnung, dass nicht 3-4 Aufgaben täglich dazu kommen 🙄. Liebe Grüße von Melda-Sabine
  7. Für mich auch liebe @Gina, schrecklich das gräusliche Geschehen. Ich musste mich einfach mal darüber auslassen. Schade, dass die Kinder immer seltener zu St. Martin vor der Türe stehen, verdrängt durch Halloween. Dir ein schönes Wochenende - Melda-Sabine
  8. Ich kann alles gut nachvollziehen, was du schreibst, liebe @SalSeda. Ich versuchte mir tatsächlich Nerviges mit zwinkerndem Auge von der Seele zu schreiben. Prima, dass ich auch Deinen Nerv getroffen habe. Mit bestem Dank für Deinen herrlichen Kommentar - Melda-Sabine Da hab ich ja laut gelacht, liebe @Amadea. Das muss ich mir merken. Köstlich, Deine Anmerkung! Liebe Grüße von Melda-Sabine
  9. Köstlich, habe herzlich gelacht @alter Wein. Ich denke da direkt auch an meine Ex-Schwiegermutter (eine anerkannte Impfgegnerin), die jetzt bei jedem Gang zum Friseur, zur Maniküre und zur Pediküre einen Schnelltest braucht und ihn teuer bezahlen muss. Wer schön sein will, mag auch manchmal leiden - Melda-Sabine
  10. Ach, ja die Störche. In unserer Gegend sieht man sie leider nicht. Dafür haben wir aber jede Menge Tauben und Raben auf dem Dach, die einen Mordsspektakel veranstalten. Ein solch einfühlsames Gedicht wie Deines, lieber @Carlos, darüber zu schreiben fiele mir jedenfalls schwer. Liebe Grüße von Melda-Sabine
  11. Ja, das ist natürlich ein guter Grund. Da ich aus meinen Zeiten bei der Bank das Telefonieren gewohnt bin, habe ich da keine größeren Ressentiments. Nur wenn ich mit meiner Ex-Schwiegermutter telefonieren muss, bin ich nachher etwas geschlaucht, wenn das Gespräch mal wieder eine Stunde meiner Zeit in Anspruch genommen hat. Und wenn ich mich mal wieder tagelang nicht bei ihr gemeldet habe, dann WhatsApped sie natürlich 😁. Dir auch einen schönen Tag - Melda-Sabine
  12. Liebe @Pegasus, Du hast natürlich recht und ich bewundere Deine Konsequenz. Mit meinen fast 70 gibt mir das Handy aber auch ein Gefühl von Sicherheit, weil ich dann immer und überall jemanden anrufen kann, der mir hilft, wenn es von Nöten ist. Ach ja, man wünschte sich, dass es auch ohne ginge - Melda-Sabine Nee lieber @Carlos, ich bin ja noch dran, alle meine Lieben und ihre Kommentare zu würdigen. Und jetzt bin ich bei Dir angekommen. Natürlich schrieb ich mein Gedicht als Protagonistin, weil ich selber ab und an über mich den Kopf schüttele, so gefangen von den technischen Neuerungen zu sein und das Gefühl zu haben, darin gefangen zu sein. Fluch und Segen liegen da wohl nahe beieinander. Wie könnte ich Dich vergessen, lieber Carlos 😘, da ich doch Deine treffenden Kommentare sehr schätze. Ich grüße Dich von Herzen - Melda-Sabine Ein herzlicher Gruß und ein Dankeschön geht auch an meine anderen, vielleicht auch von WhatsApp u.a. genervten Liker: @anais, @Federtanz, @Emoceanal, @alter Wein, @Josina, @Gina, @Elisabetta Monte, @Margarete, @SalSeda, @Managarm und @Dionysos von Enno.
  13. Besten Dank, lieber @gummibaum. Ja in der Tat hat das Beschriebene auch einen traurigen Anstrich. Egal wo ich hingehe oder verweile, sind 8 von 10 Personen mit ihren Handys zugange. Selbst Abends, wenn ich zum Fernsehen bei meinem Freund sitze, nutzt er sein Handy so intensiv, dass er vom Fernsehprogramm nichts mitbekommt. Aber es ist ja nicht alleine WhatsApp sondern auch die anderen SocialMedia-Funktionen, wie Instagram, YouTube und Facebook, die mittlerweile unser Leben bestimmen. Wer also Sucht sucht hat Sucht gefunden. Liebe Grüße von Melda-Sabine Ein Dankeschön auch an Dich, lieber @Joshua Coan. Auch ich versuche mich hin und wieder selbst zu maßregeln, indem ich das Handy bewusst zu Hause lasse. Aber zu Zeiten von Corona will man ja auch per App seinen Impfnachweis mit sich führen. Einzige Möglichkeit: Stummschalten. Ich weiß nicht warum man dann doch immer wieder nachschaut, ob irgendwer irgendwas von sich gegeben hat. Vielleicht weil man Angst hat, in Vergessenheit zu geraten. Wer weiß, wer weiß - Liebe Grüße von Melda-Sabine
  14. Besten Dank, liebe @Gina, ab einem gewissen Alter ist es aber sicherlich unabdingbar, sich ab und an einmal durchchecken zu lassen. Dann sind solche Besuche unvermeidlich. Ist alles in Ordnung hat man dann wieder ein gutes Gefühl. Bleib auch Du gesund! Melda-Sabine
  15. Melda-Sabine Fischer

    WhatsAppen...

    WhatsAppen… Ich muss wie viele andre Deppen zu jeder Zeit wie blöd WhatsAppen. Und ist mein Akku mal verbraucht, ist es das Nichtstun, was mich schlaucht. Ich könnte mal die Tasten putzen, die leider allzu oft verschmutzen. Zum Fingerwaschen fehlt mir Zeit, bin auch beim Kauen tippbereit. Nach dem Genuss von Seelachs-Brötchen, da wusch ich mir nicht meine Pfötchen, sodass die Tasten übelst litten als fettig sie darüber glitten. Mein Mann schreibt grade aus dem Bad, ob irgendwer sein Shampoo hat: „Ein Manko für die Reinlichkeit, denn fettes Haar birgt Peinlichkeit!“ Auch wenn er per Emoji flucht, hab´ ich das Shampoo nicht gesucht. Per WhatsApp schreibe ich zurück: „Auch fettes Haar hat seinen Schick.“ Die Tochter, 6, die schon WhatsApped, sie hat das Shampoo wohl verschleppt. Sie schreibt vergnügt: „Ich hab´ nix mehr, ich wusch damit den Teddy-Bär.“ Seit unsre Oma WhatsApp nutzt, passiert es öfter, dass sie stutzt, wenn wer per WhatsApp Bilder schickt, auf die sie ungehalten blickt. „Ich kenn den nicht, was will der nur? Doch gab ich jemand in der Kur die Handynummer jüngst in Hessen, nur hab den Namen ich vergessen.“ Als Mitglied von fast 100 Gruppen kann ich nur dann das Chaos wuppen, wenn ständig ich aufs Handy stiere und so den Anschluss nicht verliere. Per WhatsApp fragt Mathilde an, ob ich ihr einmal sagen kann, warum ihr Mann sie stets betrügt und wie sie ihren Frust besiegt. Nur schrieb sie dieses „Im Vertrauen“ in eine Gruppe für die Frauen, die wöchentlich das Kegeln pflegen. Das war natürlich sehr verwegen! In einer Gruppe für Kollegen kann mich der Umstand stets erregen, dass irgendwer ein Filmchen schickt, das man danach mit Smileys spickt. Meist kommt dann solches ungalant, wenn grad das Handy nicht zur Hand. Wenn wer was schickt, dann brummt es tüchtig, man denkt bei sich, vielleicht ist´s wichtig. Das Handy liegt im Nebenraum, was man dort sieht, das glaubt man kaum. Ein Video von Gottfried Spät, das zeigt wie er den Rasen mäht. Man ist von WhatsApp schnell gefangen, so sieht man täglich Menschenschlangen, die wie berauscht aufs Handy spähen und die Gefahren übersehen, … …die auf den Straßen und in Gassen den WhatsApp-Nutzer oft erfassen. Man sieht zum Beispiel plötzlich Sterne beim Rendezvous mit der Laterne, … …die ungeliebt im Wege steht und hindert, dass man weiter geht. Das Handy fliegt, es ist ein Graus, und auch mit WhatsApp ist es aus. Ich denke an die alten Zeiten, kein WhatsApp konnte uns begleiten. Man war durch´s Handy nicht gebunden und konnte frei die Welt erkunden. Drum schalte ich mein Smart-Phone aus und geh´ in die Natur hinaus. Es können nun die andren Deppen per Whats von mir aus weiter Appen. @Copyright Melda-Sabine Fischer für noch nicht erschienenes Buch 7 (BoD-Verlag): "Das Wahre Leben – Bekloppt ist 88"
  16. Das gibt es schon, liebe Pegasus und zwar als Blogeintrag (kleines Filmchen). Für Dich und @alter Wein aber hier auch nochmal zum Durchlesen als Pdf-Datei. Werbung.pdf Liebe Grüße von Melda-Sabine
  17. Boah, lieber @Ralf T., welch großes, gereimtes Lob. Das ist ja fast wie eine Laudatio zur Literaturnobelpreis-Verleihung. Dabei bin ich nur eine kleine Schreiberin, die Spaß am Reimen hat. Besten Dank mein Lieber - Melda-Sabine
  18. Welch herrlich schwarzer Humor. Wunderbar 👏 Melda-Sabine
  19. Lieber @Carlos, danke für Deinen Kommentar. Natürlich hast Du in allem Recht. Gleichwohl ist es für uns Ältere sicherlich schwer, sich an das Verschwinden von Bargeld zu gewöhnen. Da ich nahezu 50 Jahre in diversen Banken tätig war, denke ich natürlich auch an einige Jobs, die dann dort obsolet werden dürften (Kassierer, Organisatoren, die sich um die Bargeldbeschaffung und Wartung der Geldautomaten kümmerten, Geldboten von der Bundesbank zur regionalen Bank), aber auch bei externen Sicherheitstransportfirmen. Nun ja, man wird umdenken müssen und sicherlich wird sich für die vorerwähnten eine andere berufliche Verwendung finden lassen. Die Anzahl der Geldautomaten verringert sich ja derzeit ohnehin schon zusehends. Ach, ich denke da dann auch an die vielen Ansprechpartner, die mir in der Stadt zu Hauf mit dem Spruch über den Weg laufen: "Haste mal etwas Kleingeld?" Ob die sich ein Point-of-Sales-Gerät anschaffen, dürfte sicherlich fraglich sein. Tja, letztendlich kann sich keiner dem Wandel entgegenstellen (der wird ja ohnehin nicht abrupt vollzogen werden können). Liebe Grüße von Melda-Sabine Liebe Grüße auch an meine weiteren Liker: @Arturo, @Josina, @Pegasus, @Gina, @Dionysos von Enno, @Diana Tauhwetter und @anais. Herzlichen Dank und schönen Abend.
  20. In der Bank Kommst du hinein in deine Bank ist alles strukturiert und schlank. Du findest alles schnell, mein Freund, man hilft dir gern am Info-Point. Das hört sich schick an, ist modern, man hört doch Anglizismen gern! Viel schlimmer wär’s, sagt man auf Denglisch: „Welcome you Kunde, we quatsch‘ Englisch.“ Vor Jahren noch ging Opa Walter ganz einfach und direkt zum Schalter. Moderner rief ein Bänker-Wesen: „Ach, kommen Sie doch hier zum Tresen!“ So hat halt vieles sich gewandelt, obwohl es sich noch immer handelt um altbekannte Bankgeschäfte, besorgt durch kompetente Kräfte. In meiner Volksbank auf dem Land, da findet man `ne Info-Wand. Dort steht vermerkt in nettem Ton: „Wir bitten hier um Diskretion!“ Die Wand sehr deutlich zu mir spricht: „Bis hierhin darfst Du, weiter nicht! Der Kunde, der vor Dir am Point, wird, wenn du mithörst, nicht Dein Freund!“ Was nützt die Nachricht, wenn pikiert rechts vor mir lauthals lamentiert die Service-Kraft mit einem Kunden, der dort platziert mit seinen Hunden,… …zwei Dackel auf sehr kleinen Füßen, die sind recht unruhig, weil sie müssen. Mit Beinchen, die schon angewinkelt, wird nun die Info-Wand bepinkelt. Ich bleibe fern mit Augenmaß, sonst pinkeln die mich auch noch nass. Derweil erklärt mein Vordermann, dass er zur Zeit nicht zahlen kann. Er zeigt ein Schreiben -irritiert-, aus dem er wütend rezitiert: „Sie sind mit Ihren Monatsraten zweimal in den Verzug geraten!“ Der Kunde links, ein Johann Maut, ist nicht diskret und auch sehr laut. Er will, was das Geschrei beweist, dass man für ihn was überweist: „Da meine Frau sich kürzlich trennte, da fordert sie jetzt Alimente für unsren Buben, unsren Malte, weil sie das Geld für ihn verwalte. Ich bitte Sie, bezahl‘n Sie schnell vierhundert Euro auf der Stell‘ von meinem Konto ganz versiert, bevor sie mich noch mehr traktiert.“ Die Service-Kraft meint: „Bitte sehr, wie ist die IBAN, lieber Herr? Und geben Sie den BIC-Code an, damit ich’s überweisen kann!“ „Die IBAN-Nummer kenn‘ ich nicht“, verärgert er zur Bankfrau spricht. „Und auch der BIC-Code ist mir fremd, wie von der Queen das Unterhemd.“ Am Info-Point der nächste Kunde bin plötzlich ich; aus diesem Grunde nimmt Service-Kraft Elise Pann sich meiner Sache freundlich an. Ich sage ihr mit breitem Grinsen: „Für’s Festgeld hätt‘ ich gern mehr Zinsen!“ „Verehrter Kunde“, sagt Elise, „das ist schlecht möglich bei der Krise,… …die momentan das Land beschleicht, die Zinsstruktur ist aufgeweicht! Für Ihr Vermögen ist Herr Kater der fachlich bessere Berater. Nur, dass er krank zu Hause weilt, ein Zinsschock hat ihn jäh ereilt.“ Schnell hat sie, wie sie’s mir versprochen, ein Vorstandstreffen abgesprochen. Der Vorstand, ein gewisser Pudrig, empfängt mich prompt, doch wirkt er schludrig, denn auf dem Schreibtisch türmt sich auf ein Akten-Berg und obendrauf… …ein Wirrwarr von diversen Zetteln, die festgeklebt um Durchsicht betteln. „Sie hatten“, sagt er, „eine Frage zu Ihrer festen Geldanlage? Mit Zinsen gibt es ein Problem, das ist für Sie nicht angenehm! Der Markt geht wirklich in die Binsen, es ist die Zeit der Niedrigzinsen. Als Vorstand würd‘ ich mich nicht grämen, wenn Sie ´nen Dispokredit nähmen, denn dann versprech‘ ich frank und frei, Sie sind mit 12 Prozent dabei! Auch können Sie bis Allerheiligen sich an `nem Immo-Fond beteiligen: In Dänemark, am Großen Belt, da werden Luxus-Iglus aufgestellt. Die sind gedacht für Indianer und holländische Caravaner. Das bringt Prozente durch die Miete, in etwa 20 als Rendite.“ Mein Blick ist starr und wirkt entgleist, wobei dies wieder mal beweist: „Die Bank hält uns für dumme Kälber, verarschen können wir uns selber!“ Ein Schaudern zieht durch alle Poren, ich habe schon mal Geld verloren mit Hundehütten in Sizilien, die galten auch als Immobilien. Ich reagiere jetzt sehr prompt, auch wenn’s Herrn Pudrig nicht bekommt. Ich spiele Feuerwehr, denn pronto, da lösche ich mit Frust mein Konto. Von der Geschichte die Moral: „Ein Angebot ist dann fatal, wenn es nur einem Partner nützt, der and’re in die Pleite flitzt.“ @Copyright Melda-Sabine Fischer inkl. Bilder für Buch 2 (BoD-Verlag): "Das Wahre Leben – Der Wahnsinn geht weiter"
  21. Besten Dank, liebe @Uschi R., für Deine gereimte Antwort. Wenn Dein Verweilen dazu einlud, kräftigst zu schmunzeln, dann freut mich das natürlich. Auch Dir, liebe @Gina, ein herzliches Dankschön für Dein immer gern vernommenes Lob. So eine Hochzeit bot natürlich ausreichend Stoff, das Geschehen zu glossieren. Besonders die Tante mit dem Kirschlikör hatte es mir angetan, auch wenn sie nach den 10 genossenen nicht mehr ganz auf der Höhe war. Wie dem auch sei, ich danke Euch für Eure wie immer wohlwollenden Kommentare - Melda-Sabine
×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Community-Regeln
Datenschutzerklärung
Nutzungsbedingungen
Wir haben Cookies auf deinem Gerät platziert, um die Bedienung dieser Website zu verbessern. Du kannst deine Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass du damit einverstanden bist.