Jump to content

Schmuddelkind

Autor
  • Gesamte Inhalte

    1.139
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

  • Beliebteste Themen des Tages

    10

15 Benutzer folgen diesem Benutzer

Zeige alle Follower an

Über Schmuddelkind

  • Rang
    Poet
  • Geburtstag 18.02.1986

Letzte Besucher des Profils

10.588 Profilaufrufe
  1. Folge 1: Wie werden die Gummibärchen gemacht? Emily aus Recklinghausen hat uns gefragt, wie eigentlich die Gummibärchen gemacht werden. Das haben wir uns auch gefragt und wollten der Sache mal nachgehen. Dazu sind wir nach Bremen gefahren. Da gibt es eine große Gummibärchenfabrik. Und das erste, was man sieht, wenn man in die Fabrik reinkommt, sind ganz viele Käfige mit Bären drin. Und was das Besondere an diesen Bären ist, das zeigt uns Frau Schulz mit dem Ultraschall-Gerät. Mit diesem - ich nenn das mal - Griff streift sie über den Bauch der Bärin und was
  2. 4. Februar 1856 Trotz meines Schleiers sind meine Haare voller Sand, fast als sei die Wüste nichts Äußeres, als entstünde sie aus mir heraus; an meinem Körper klebt der Sand; in meinem Mund ständig Sand! Gelingt es mir abends, mich noch eben vom Sande zu befreien, hat er am Mittag wieder Besitz von mir ergriffen. Überhaupt führt alles hier immer wieder zum selben Punkte zurück. Kaum trinke ich einen Schluck, bin ich wieder durstig. Kaum gelange ich 10 Kilometer voran, wähne ich mich doch wieder am gleichen Ort, mitten in der Wüste. Ich versuche meinen Geist von dieser Trostlosig
  3. Woche 3 "Ich kann die binomischen Formeln auswendig. Ist mir relativ leicht gefallen, weil ich mich noch ganz gut erinnern konnte." Béla erwartet mit selbstzufriedener Miene die Aufforderung des alten Mathematikers: "Dann lass mal hören!" "(a+b)² = a²+2ab+b² - das ist die erste binomische Formel. Die zweite lautet: (a-b)² = a²-2ab+b² und die dritte: (a+b)*(a-b) = a²-b²" Der Alte nickt mit gespitzten Lippen: "Und warum ist das so?" "Das stand so im Internet", entgegnet Béla mit verspielt frechem Unterton. "Da hat das Internet sogar nicht unrecht. Aber warum sind die Formeln richtig?
  4. 3. Februar 1856 Meine erste Nacht in der Wüste war schlaflos. Wusste ich zwar vorher schon, dass die Nächte hier mitunter sehr kalt werden können, doch kann man sich eine solch frostige Kälte nicht vorstellen, wenn es am Tage derart heiß ist. Auch musste ich dabei einsehen, dass ich mich viel zu schlecht vorbereitet hatte. Eine wärmere Decke wäre vonnöten. Nun gut, ich werde in dieser Wüste nicht erfrieren. Länger als ein paar Wochen wird meine Durchreise ohnehin nicht dauern. Noch in der Dunkelheit ritt ich auf die Berge zu, die sich als Silhouetten vor dem klaren Sternenhimmel
  5. Schmuddelkind

    Wüstenregen

    2. Februar 1856 Als der Händler, dem ich dieses prächtige Kamel abkaufen wollte, mich fragte, warum ich die Wüste alleine durchquere, nur um einen fremden Mann zu suchen, der vermutlich schon längst tot sei, antwortete ich recht zielbewusst: "Auch wenn wir uns nicht kannten, hätte er für mich dasselbe getan." Wohl stehen dem alten Mann Weisheit und Verständnis eines Lebens am Rande der Wüste ins Gesicht geschrieben, doch auf eine solche Torheit wusste er sich keinen Rat, als mir zu versichern, dass die Wüste keine Leichtfertigkeit verzeihe, besonders nicht den Europäern. Daraufhin vertraute
  6. Woche 2 "Ich habe mir Gedanken über Ihre Frage gemacht." Der Alte macht ein merkwürdig angestrengtes Gesicht mit Blick nach oben, ein zusammengekniffenes, ein weit aufgerissenes Auge, den Mund schräg verzogen, als er sich zu erinnern versucht: "Welche Frage denn? Ach ja, du kannst mich übrigens duzen." Béla ist ein wenig überrascht, lässt sich jedoch nichts anmerken: "Also, warum man nicht durch null teilen darf." Diese Frage hat ihn in der vergangenen Woche sehr beschäftigt, denn es war ihm fast unangenehm, dass er von dieser Regel wusste, ohne jemals wirklich die Frage zu stel
  7. Vielen Dank für die ansprechenden Kommentare, liebe Sali und lieber Gaukel! Das beruhigt mich, denn ich habe noch zwei, drei Kapitel geschrieben und habe ja nun wieder Blut geleckt und mir vorgenommen, das Projekt wieder aufzugreifen. Ich denke, in fast jedem steckt ein Béla. Die meisten bilden sich ein, dass sie Mathe hassen, weil sie so schlechte Erfahrungen damit in der Schule machen mussten. Aber im Grunde stecken diese mathematischen Fragen in uns, weil sie doch tatsächlich Fragen sind, deren Antworten auch bereits in uns schlummern. Die meisten lassen diese Fr
  8. Woche 1 Der alte Mann nickt verständnisvoll, als Béla resigniert zusammenfasst: "Mathe ist so schwer. Ich verstehe gar nichts davon, was mein Lehrer da immer erzählt. Ich sehe da immer nur irgendwelche komischen Zeichen und ich verstehe nicht, was das bedeuten soll - oder wofür es gut ist. Und wenn ich mal meinen Mut zusammennehme und den Lehrer danach frage, schlägt er nur die Hand auf die Stirn und sagt: "Das ist doch aus der 8. Klasse bekannt."" Tiefe Falten legen sich um das Lächeln des Alten, das nach all den Jahren des Unterrichts noch immer die Zuversicht einer unbekümmerten Jugen
  9. Ich hatte eigentlich immer eher die Assoziation eines plattgefahrenen Maulwurfs. Das hast du im Original gelesen? Solche Fraktale erweitern unser Verständnis der Realität schon ungemein, besonders da klar wird, dass mit ganz einfachen Regeln sehr komplexe Strukturen geschaffen werden können, was dabei hilft, die Komplexität der Natur zu verstehen. Es ist schade, dass nur wenige Menschen den Zugang dazu finden und das liegt wohl zum Einen am Bildungswesen (Schulmathematik hat ja im Grunde so gut wie nichts mit Mathematik zu tun), zum Anderen wohl auch daran, dass
  10. Liebe Sali, als alter Freund von Fraktalen und komplexen Strukturen in einfachen Iterationen kann ich dir nur danken, dass du mit diesem Gedicht etwas Licht auf die Schönheit der Mathematik wirfst. Besonders gefällt mir die Formulierung: "Der letzte Punkt wird nicht erreicht." Wenn man sich tiefer und tiefer in die Mandelbrot-Menge hinein begibt, reift sowohl das Verständnis, dass es kein Ende gibt, als auch das Gefühl, dass das Ende doch bald erreicht werden muss. In diesem Widerspruch zwischen Verstand und Intuition liegt aus meiner Sicht die eigentliche Schönheit von
  11. Schmuddelkind

    Small Talk

    "Hey, na?" "Na?" "Ach, naja." "Ach?" "Tja." "Eieiei!" "Aber geht." "Ja?" "Ja ja." "Na dann!" "Muss." "Jepp." "So." "Oh ja!" "Zack zack!" "Also, ne." "Jo!"
  12. Nach etlichen langen Nachmittagen in unzähligen Archiven ist es mir gelungen, die Urfassungen einiger der bedeutendsten deutschsprachigen Gedichte zu rekonstruieren: Aus Willkommen und Abschied (Goethe) Du gingst, ich stand und sah zur Erden, wo alles noch wie vorher ist. Das wär ein Glück, geliebt zu werden. Doch lieben, Götter, welch ein Mist! Wünschelrute (Eichendorff) Schläft ein Spott in allen Sachen, die da lauern fort und fort. Und die Welt fängt an zu lachen, triffst du nur das falsche Wort.
×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Wir haben Cookies auf Ihrem Gerät platziert, um die Bedinung dieser Website zu verbessern. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass Sie damit einverstanden sind.