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Schmuddelkind

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Über Schmuddelkind

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  • Geburtstag 18.02.1986

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  1. Kopf. Dein Name ist Anna oder Anne. Das ist alles, was ich von dir weiß, weil ich mir keine weitere Frage anmaßen wollte, bevor der Zug dich für immer von mir wegbrachte. Daher hüte ich dieses Wissen wie einen Schatz in meiner Erinnerung. Nein, ich lasse nicht zu, dass dich eine Nichtigkeit ersetzt. Dein Name ist Anna oder Anne. Das weiß ich. Oder weiß ich mehr? Weiß ich, dass dein Name hinter dir her wehte, wie deine langen, braunen Haare, ohne dass ich Anna oder Anne oder deine Haare begreifen konnte? Weiß ich, dass du der Mensch bist, der Anna oder Anne heißt? Wer ist der Mensch,
  2. Die Trauerweide kühlt ihr Haupt im Fluss, in dem zwei Schwäne treiben. Wer hätt dem Uferweg geglaubt, er würde davor stehen bleiben? Dort ragt ein dunkler Baum empor und taucht dann wieder ins Gewässer. Wie's scheint, hängt ein Panier am Tor; jedoch wir beide wissen's besser. Geheime Offenbarung, sprich aus deinen Lippen, deinen feuchten! In deinen Augen spiegelt sich ein just geschehnes Wetterleuchten. Noch flüstert uns der Wasserlauf mit seinem schelmenhaften Rieseln. Bald richten sich die Halme auf. Auf warmer Haut ein Frühlingsnieseln. (A
  3. Gewaltig thront es oben, des Teufels trutzges Fort. Es steigt ein Geist im Toben der Tausenden empor. Du spürst die Erde beben, sobald der Regen fällt und Stimmen sich erheben, dass durch die Hölle gellt: "Das ist unser Werk auf dem Betzenberg!" (Aus dem Fundus)
  4. Gedanken eines Tellers (von Schmuddi) Man frisst mir aus der Hand und bleibt doch stumm: Kein Dank wird mir je zugewürdigt sein. Im Gegenteil - man hackt auf mir herum und sperrt mich dann in die Vitrine ein. Ach, wenn doch bloß ein Polterabend käme, ein Tellergenozid in tausend Scherben, und mir die Last des langen Lebens nähme! Aus eigenem Entschluss kann ich nicht sterben. tellerdepression (von sofakatze) wie nebel ist mein ganzes sein ich bleibe im vergessen und bin im dunklen schrank allein nach jedem essen b
  5. Lieber gummibaum, liebe Lichtsammlerin, ich danke euch für eure Gedanken zum Gedicht und freue mich zu lesen, dass ihr den Schmerz über die Verschwiegenheit eines nahestehenden Menschen darin gefunden habt. Das ist richtig. Man kann niemandem helfen, der sich nicht helfen lassen möchte. Das kann man bei Fremden vielleicht noch wegstecken, aber Freunden will man ja helfen - das ist ja so ziemlich die Essenz dessen, was Freundschaft bedeutet. Das ist dann nur schwer zu ertragen, doch andererseits gebietet auch die Freunschaft selbst, dass es ertragen werden muss.
  6. Danke auch an euch beide, Buchstabenenergie und Perry! Stimmt natürlich: Der junge Mann mit dem Papier in der Hand könnte ja zu Beginn noch ein Maler sein. Wohl erst allmählich, als der mutmaßliche Maler anfängt, ein Gedicht zu schreiben, tut sich der Verdacht auf, dass "er" das LI selbst ist und dass das Gedicht, das wir lesen können, das Gedicht dieses Künstlers ist. Wenn man also von der Annahme eines fremden Künstlers ausgeht (wozu das Gedicht in der "Er"-Form ja auch verleitet), ist der Überraschungseffekt natürlich viel größer. Freut mich sehr, dass dir das Ge
  7. Schmuddelkind

    Kuss

    Auf deine Lippen sank ein Kuss, sich in dir zu verlieren; den gab ich dir beim wilden Fluss, den Kuss auf allen Vieren. (Aus dem Fundus)
  8. Vielen Dank, Sonja! Ja, das Leben ist für mich kein Grund zum Selbstmord. Aber solche Gedanken sind leider tatsächlich bei jungen Menschen weiter verbreitet, als einem angenehm sein kann. Das ist sicher nicht alles auf die Schule zurückzuführen, aber das Gefühl, den halben Tag an einem Ort eingesperrt zu sein, an dem man kaum als Indiviuum wahrgenommen wird, mag auch dazu beitragen. LG
  9. Vielen Dank für eure Gedanken zum Text, liebe anais und liebe Sonja! Damit kenne ich mich nicht so gut aus, ob das jetzt Borderline oder sonst irgendein Problem ist. Allerdings kenne ich Leute, die sich so verhalten und insofern ist es aus dem Leben gegriffen und vielleicht auch deshalb so lebendig geworden. Dass du es so empfunden hast, freut mich übrigens sehr. Ja, ist natürlich unmöglich, hier die richtigen Antworten zu finden, wenn man mit diesem Denkmuster konfrontiert wird. Manche Leute wollen einfach Bestätigungen für ihre negativen Erwartungen erreichen; dan
  10. Schmuddelkind

    Jugendjahre

    Die zwei, drei Freunde, die wir waren (vielleicht waren wir auch vier; was macht das nach all den Jahren auch schon aus?), wir schrieben traurige Gedichte ("Denn der Schüler ist nur Zier; Lehrer, Lehrer unterrichte!") frei heraus. Ich schaute aus dem Klassenraume fliehend von des Lehrers Drängen; ich wollt draußen an dem Baume mich erhängen. (Aus dem Fundus)
  11. Oh Babsi, dem geheimnisvollen Dunkeln eines Waldes sah ich mich zugeneigt, ganz in der Nähe meines Lagerplatzes. Je tiefer ich in den Wald hinein drang, umso mehr umfing mich eine tiefe Traurigkeit, ein Gefühl der Unvollständigkeit. Als hätte ich stets zu wenig gelebt und als könnte man mit etwas Glück erst dann befinden, man habe das Leben ausgeschöpft, wenn man den Tod vor Augen hat. Dann aber erinnerte ich mich an das Gefühl des wahren Lebens, an das unwirkliche Glück, das einem das Schicksal nur für einen einzigen Augenblick vergönnt und sogleich lichtete sich der Wald. Da sah
  12. Liebe Babsi, ich möchte dich nur wissen lassen, dass ich mich wohl befinde und hoffe, dass es auch dir gut ergangen ist. Alle Habseligkeiten bin ich losgeworden und kann von Glück sprechen, dass es nicht so viele Dinge gibt, die meinen Tag bestimmen und von mir ablenken. Was ich zu Geld machen konnte, habe ich verkauft und alles andere unbesehen weggeworfen. Nur mein Zelt, eine Matratze, einen Schlafsack, ein paar Klamotten, einen Gaskocher und so viele Lebensmittel, wie ich tragen konnte, nahm ich mit. Und meine drei liebsten Gedichtbände. Soweit ich kann, versuche ich allerdings
  13. Lisa: Hallo Impertinentius, schön, dich anzutreffen. Ich wollte dich, sofern du am Samstag nichts Besseres vorhast, zu meiner Geburtstagsparty einladen. Würde mich echt freuen, wenn du kommst. Impertinentius: Was Besseres zu tun? Willst du denn, dass ich was Besseres zu tun habe?! Lisa: Nein... wie gesagt: ich würde mich freuen, wenn du kommst. Impertinentius: Warum sagst du dann: "wenn du nichts Besseres zu tun hast"? Was soll ich denn Besseres zu tun haben? Mich lädt doch niemand ein - das weißt du doch. Lisa: Ich habe dich gerade eingeladen. Impertinentius: Auf dein Mitleid bin ic
  14. Vielen Dank, ihr beiden! Hätte gar nicht gedacht, dass das Gedicht so gut ankommt, freue mich nun aber umso mehr darüber. Oh, schön, dass das deutlich wurde! Tatsächlich habe ich dieses Gedicht geschrieben als ein selbstreferentielles Gedicht, darüber wie ebendieses Gedicht entsteht Ja, ich schätze, so habe ich es auch gemeint, obwohl es natürlich auch immer noch etwas Interpretationsspielraum gibt. Aber ich glaube, die Lesart, dass das LI der Beschriebene ist, gefällt mir am besten. Wow, danke! Beide Alternativen finde ich sehr stark und
  15. Vielen Dank für die zahlreichen Reaktionen, Letreo, Freiform, gummibaum und Sabine! Oh, danke! Deine Version ist noch ein bisschen besser als meine, finde ich. Übernehme ich gerne. Weiß nicht, ob du dich erinnern kannst, aber du hast mir damals schon in einem anderen Forum auf das Gedicht geantwortet, als ich es zum ersten Mal gepostet habe. Damals hast du mir ein kleines Antwortgedicht aus Sicht des LD geschrieben. Um Gottes Willen! Das ist schon sechs Jahre her. Das höre ich gerne. Danke und dir auch ein schönes Wochenende! Den Besen kan
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