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gummibaum

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  1. Liebe Darkjuls, du hast dich wieder klar gegen die einengende Verklärung in der Liebe ausgesprochen. Die schöne Variation im Reimschema (mwmw/wmwm/mwmw) belebt dein Gedicht. Sehr gern gelesen. Grüße von gummibaum In der ersten Strophe dachte ich zunächst, das LI spricht, aber es ist das LD. Metrisch könntest du den Text noch optimieren. Vorschlag: All mein Begehren wirst du immer sein, sprichst du, ich schmachte, sehne und erflehe, du bist die Göttin einzig und allein, und keiner sieht dich so, wie ich dich sehe. Auf einen Sockel hast du mich gehoben, damit ich unerreicht dir bleib und bin, mein Bildnis in die Träume dir gewoben, schon ein Gedanke zieht dich zu mir hin. Doch Phantasie alleine macht dich blind, dir meine Schwächen ehrlich zu gestehen. Wir sollten uns so lieben, wie wir sind, drum öffne deine Augen, wahr zu sehen.
  2. gummibaum

    Operiert

    Lieber Carlos, danke für dein Lob. Liebe SalSeda, danke die Kurzinterpretation und den Hinweis auf Fehlendes. Euch einen schöne Tag. Beste Grüße von gummibaum
  3. gummibaum

    Operiert

    Mein Teddy ging durch viele Hände, auch meine Kinder liebten ihn, er schenkte sich der Enkelin, und fühlte dann sein nahes Ende. Nicht mehr für Spiel und Spaß geboren fand er sich, denn sein Fell ging aus, ein Auge hatte er verloren und tastete sich müd durchs Haus. Ich gab ihm lächelnd eine Spritze, versprach, er schliefe friedlich ein und würde bald im Himmel sein, doch machte ich nur fromme Witze. Er wachte auf aus der Narkose, und neue Augen zierten ihn, die Haut war nicht mehr nackt und lose, so dass er neu geboren schien. Und doch, ein Schmerz in seinen Blicken verklagte mich ob meiner Tat, ein Wesen, das um Ruhe bat, ins Kinderreich zurückzuschicken…
  4. Ein sehr schönes Sonett, liebe Diana. Mit Freude gelesen. Grüße von gummibaum Ein paar Vorschläge, damit die erste Strophe gemäß abba reimt und am Anfang von Vers 8 das Metrum stimmt (Auftakt zum Jambus). Außerdem ließe sich das Füllwort „stets“ und das zweimalige verkürzte „wollte“ zu wollt‘ vermeiden, wenn ein anderes Verb, das den Infinitiv verlangt, verwendet wird. und Liebessaft durch meine Adern floss, erregte mich ein sehnliches/sinnliches Verlangen. verlangte ich zu spüren, und die Kanten durch sanfte Gesten sorgsam abzurunden, zu schleifen zu dem schönen Edelstein,
  5. Danke für die Likes. Euch, liebe SalSeda, lieber Carlos und liebe Miserabelle danke ich für die schönen Kommentare, SalSeda auch für die besonders intensive Beschäftigung mit Gedicht und Gemälde. SalSeda, deine Verwirrung ist völlig berechtigt, denn die dritte Person ist, wie Carlos richtig sagt, der Ruderer. Ich war von der Eifersucht, die Interpreten in der gelben Farbe des Bootes sehen, verleitet, eine andere Geschichte als das bevorstehende Ablegen des Bootes zu erzählen. Auch dein Einwand, Miserabelle, gegen „vorne“ macht Sinn, zumal es kein „hinten“ im Gedicht gibt. Man könnte gut „am Ufer kauert“ oder so schreiben. Liebe Grüße von gummibaum
  6. gummibaum

    Melancholie (nach Munch)

    Der Strand verschattet langsam. Abendröte umspielt das ferne Haus mit ihrer Glut. Ein Steg schwankt über blauer Meeresflut und hält ein Boot, das Platz zum Fliehen böte. Auf diesem Steg ein Paar und noch ein Dritter, der seine Frau, die ihn nicht länger liebt, behalten will und keinem andern gibt und drohend näherkommt wie ein Gewitter. Und vorne kauert, stumm in sich vergraben, von tiefem Weh vergrößert, seelenwund der Liebende im Wissen, nie zu haben, was er ersehnt, und wie ein schwarzer Hund legt sich der ganze Strand zu seinen Füßen, und unter ihm weicht jeder feste Grund.
  7. Lieber Dio, gut geschrieben! Dein Text schmückt die geschichtliche Überlieferung aus, aber verfälscht sie nicht. Grüße von gummibaum https://de.wikipedia.org/wiki/Totila
  8. Lustig und gut gestrickt, lieber Walther. Die erste Strophe reiht die Fehldiagnosen, die zweite und dritte spielen damit und am Ende wird der Umgang mit Träumen (vgl. erster Vers) wieder aufgenommen. Anschauliche Worte (sternbestreuselt, gerebelt, abgesäbelt), ein Neologismen (Alleis=All-Eis) und eine Geschlechtsumwandlung (Frau Sonnenwind) lockern den Text auf. Das Reimschema, das die zweiten Verse der Strophen verbindet, ist auch recht originell. Vergnügt gelesen. Grüße von gummibaum
  9. gummibaum

    Laufen lassen?

    Gut, liebe SalSeda. Solange man sich über materiellen Zuwachs definiert, bleiben Vorsilben zur Senkung (das Ent, die Enten) aufs Wörterbuch beschränkt. Schuhmetapher und Sprache gefallen mir, und die längeren Verse in ein- und ausleitender Strophe setzen einen schöne Rahmung. Sehr gern gelesen. LG g (evtl.: es quellen über alle Truhen//und fassen nicht die...)
  10. Heißen Dank für die Likes! Liebe Pegasus, lieber Carlos, liebe SalSeda, liebe Darkjuls, freut mich, dass es euch gefällt. Habt Dank für eure schönen Kommentare. Es Ist schon ein paar Jahre her, dass ich Grimms Märchen eine zeitlang für meine Gedichte wiederentdeckte. Das machte richtig Spaß. Liebe Grüße von gummibaum
  11. Liebe SalSeda, dein Gefühl hat gewiss Gründe. Ob sie im Gedicht liegen, weiß ich nicht. Aber dieses stimmt den Leser schon mit der Frage am Anfang etwas introvertiert, der Jambus unterstützt das Moll, und auch das Indefinitpronomen „manches“ gibt der positiven Aussage am Schluss einen Zug ins Vage. Aussage statt Frage, Trochäus statt Jambus (nur mal die erste Strophe) zum Vergleich: Fort des Herbstes graue Kühle und der Himmel, lichtgetränkt rührt an Moribundes, schenkt ihm den Aufwind der Gefühle… LG g
  12. Der Spruch ist im Titel gut umgemünzt, und das Gedicht zeigt, dass sich außer dem LI niemand mehr mit dem gesehenen Leid befassen will. Gern gelesen, liebe Darkjuls. Grüße von gummibaum
  13. gummibaum

    Aufgerollt

    Das gefällt mir, liebe Pegasus. Ich sehe die Strohrollen zwischen den Stoppeln, den Wald ohne Vogelstimmen im Sturm ächzen, und Gott ("er") überlässt sein Gästehaus und die Zeit den feinen Nebeln. Sehr gern gelesen. Grüße von gummibaum
  14. Hans hat geschuftet sieben Jahr, und weil er bienenfleißig war, so gibt der Meister ihm als Sold zum Abschied einen Klumpen Gold. Hans wandert heimwärts, doch er hat den schweren Klumpen bald schon satt. Da trabt ein Reiter unbeschwert: Hans tauscht sein Gold und nimmt das Pferd. Das Pferd trägt ihn zunächst, doch dann setzt es zum Galoppieren an. Hans fliegt davon, schlägt auf und faucht im Graben, jämmerlich gestaucht. Ein Bauer zieht mit seiner Kuh des Wegs, der fängt den Gaul im Nu. Hans tauscht ihn gern. Er nimmt das Rind, weil Milch und Butter sichrer sind. Die Sonne glüht. Vor Durst verrückt melkt Hans die Kuh, doch ungeschickt, so dass das Tier ihm vor die Stirn, gekitzelt, tritt. Hans brummt sein Hirn. Da schenkt ein Metzger, der ein Schwein an seiner Seite hat, ihm ein und sagt, erfrisch dich, gönn dir Ruh und nimm das Schwein, ich schlacht die Kuh. Das macht der Hans. Er fühlt sich gut, das Glück ist mit mir, gut beschuht, so singt er, was mich auch beschwert, es endet gut. Ich bin es wert. Da nähert sich mit einer Gans ein Junge, spricht, der Schweineschwanz ist mir bekannt. Im Dorf, dem Schulz stahl man dies Schwein. Hans rast der Puls. So nimm es, spricht er angsterblasst, sonst lande ich als Dieb im Knast. Er zieht nun mit der Gans zum Markt, wo grad ein Scherenschleifer parkt. Der fragt den Hans, wie ihm geschehn, lässt ihn erzählend rückwärts gehn von Gans zu Schwein, zu Rind und Ross und sieht, wie Gold zu Gans zerfloss. Und schlau spricht er, nimm einen Stein, so kannst du Scherenschleifer sein und Geld verdienen, so wie ich, um deine Gans hier kümmr’ ich mich. Hans nimmt den Stein sofort zur Hand, und trägt ihn fort. Am Brunnenrand legt er ihn ab, und als er trinkt, fällt der ins Wasser, plumps, versinkt. Da ist Hans endlich wieder frei von aller Last. Ein Freudenschrei entfährt ihm, und er dankt dem Herrn im Himmel. - Ja, du hast mich gern! (aus dem Fundus)
  15. Danke für die neuen Likes! Vielen Dank, liebe Pegasus. Das freut mich (ist kein Sonett). Dir einen schönen Tag. LG g
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