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Ponorist

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Alle erstellten Inhalte von Ponorist

  1. Ponorist

    Zu Grausamkeiten

    Den Begriff "human" empfinde ich in diesem Zusammenhang als recht zynisch. Vielleicht ist es die Fähigkeit zur Phantasie, die Menschen in ihren unbewussten Rachegelüsten, gegen wen auch immer, all die scheußlichen Taten begehen lässt. Vielleicht sind es all die grausamen religiösen Traditionen, auf denen unsere angebliche Kultur fußt, die wahlweise als Moralkeule, Rechtfertigung, Gewohnheit oder im Zuge einer abgestumpften Verklärtheit für alle Arten von Gräultaten herangezogen wurden. Vielleicht ist es die angeborene Schadenfreude oder die Vorfreude darauf... Ich kannte einmal einen pensonierten Marine-Offizier, der der festen Überzeugung war, dass Menschen am kreativsten sind, wenn es darum geht, anderen eins auszuwischen oder ihm irgendwie zu schaden. Vielen Dank für dein wertvolles Gedicht, VLG Peter
  2. Ponorist

    Kopfgeld

    Passt super zu deinem Musikbeitrag von Primus 🐎🌵
  3. Ponorist

    Zum Raubbau

    Deutliche Worte, denen ich sehr zustimme, lieber @Ralf T.. Eine der erstaunlichsten Erkenntnisse, die ich in jüngster Zeit gewonnen habe, ist die, dass Bäume erst nach etwa 10 Jahren eine positive CO2-Bilanz haben. Schließlich benötigen sie auch viel Energie, um groß zu werden - letztlich wie wir auch in vielerlei Hinsicht. So sind die vielen Baumpflanzungsaktionen zwar hilfreich und gut (gemeint), doch braucht man dafür schon einen langen Atem. Besser ist es, immer auch die ursprüngliche Natur, vor allem die Wälder, zu erhalten und zu schützen. Der Blick über den Rand geht letztlich vom Teller aus, die meiste Fläche wird heute für Nutztierfutter und zunehmend auch für Energie-Pflanzen verbraucht - was für eine unachtsame Verschwendung. Doch ich bin guter Hoffnung, es gibt durchaus Trends zu mehr ökologischem Bewusstsein. Bleibt nur zu hoffen, dass diese lange genug anhalten und die Schönheit der Natur in der inneren und äußeren Wahrnehmung zur Normalität wird. Vielen Dank für dein Gedicht. VLG Peter
  4. War bestimmt ein Zerrspiegel, ... nein, ein Zerrauge... Zerrluft mit Brechungsindex, ...Brechoptik .. Zerrhirn mit visuellem Zerrzentrum... verzerrtem Brechauge. Egal, die Verzerrung liegt immer im Auge des Betrachters, oder? Gern gelesen und köstlich amüsiert - VLG Peter
  5. Wow, so maximal abstrakt und mit so viel verworrenem Subtext. Da steckt echt vieles drin, vor allem viele Weltanschauungen von quantenmechanischer Viele-Welten-Theorie über Evolution bis zu alten Religions-Versionen über das Sein der Welt. Gerne mehr davon. VLG Peter
  6. Ponorist

    Ö

    Ö Lass sie ihre Runden drehen setz dich zu mir und entspanne was sie Außenseiter nennen da stehen wir darüber nicht daneben sind Genießer werden wir einmal erkannt ruft man – Ö – empört zum Schein doch das allerbeste ist wir sind nie allein (Serie „Achtsamkeitsalphabet“ -> Das U -> kleines i)
  7. Ponorist

    Komposita-Sammlung

    Verkunststalten Etwas bis zur Unkenntlichkeit künstlerisch bearbeiten oder neu zusammenstellen - z.B. mit Wortkombinationen wie diesen
  8. Ponorist

    Die Tuba – ein Tischgebet

    Die Tuba – ein Tischgebet Vater unser, der Tubist droben im Himmel vernommen sei deine donnernde Stimme herab von oben dröhnt allerorten den Ebenbildern ohne Worte gesprochen zu uns auf eine Weise gesegnet sei auch deine Speise Prost Mahlzeit
  9. Gedanken, die uns früher vor Erstaunen sprudeln ließen, liegen auf dem Stapel des Lebens irgendwann nicht mehr oben auf - im schlimmsten Fall landen sie in der früher-war-alles-besser-Schublade. Aber, hey, Schubladen sind manchmal auch prima Brennholz, oder? Hab einen schönen Start ins Jahr. VLG Peter
  10. Ponorist

    Was bleibt

    Dann wird es die Titankapsel aus der Hüfte oder die goldene Zahnkrone sein. Doch auch das kann in uns stecken... Unverdauliche Reste Alien-Schleim im Krematorium? 🖖 VLG Peter
  11. Der Titel ist ein prima Wortspiel. Stern - Superstar - Tod/Ende eines Superstars... je größer, umso gewaltiger die Explosion am Ende. Astronomisch betrachtet hat so eine Supernova die Eigenschaft, dass sich im Universum nur so bestimmte schwere Elemente bilden können, darunter auch Gold und andere Edelmetalle. Am Ende bleibt (häufig) ein schwarzes Loch, das Materie um sich scharrt und zum Leuchten bringt, bevor es alles in sich aufsaugt. Ob Legendenbildung oder Karriereende im ewigen Schatten... Schön geschrieben und ein interessantes Gedankenspiel. VLG Peter
  12. Schlechte Nachsätze vom alten Jahr Vorgenommenheitserfüllungs- aktionismusfrustration Vorhabenwiederaufwärmung Ungekonntheitsperfektion Wiederaufbereitungslüge Träumereieinbildungsstress Stauabkürzungsplangefüge Jahresendscheiterungsfest [… bitte weiterspinnen …]
  13. Ponorist

    Assoziationsspiel

    Eisschwimmen
  14. Ponorist

    Kindheit

    Alle Gefühle sind es wert, betrachtet und wahrgenommen zu werden, auch Hass. Erst der unterdrückte Hass bahnt sich den Weg nach Außen gegen Dritte oder sich selbst. Im Außen ist jedoch nichts zu holen, es bringt die Kindheit nicht zurück. Alles ist da, jetzt in diesem Augenblick, als wäre keine Zeit verstrichen. Auch das Loslösen von allen Lasten, die noch als falsche Glaubenssätze in jedem von uns sind. Heilung geschieht nicht durch Zutun, sondern allein die bedingungslose Wahrnehmung: ich sehe dich, Gefühl, höre dir jetzt zu, wie lange es auch dauert, was immer du zu sagen hast. Danke, lieber Herbert, für deinen Mut, die Klarheit und das Mitgefühl, das ich gerade annehme. VLG Peter
  15. Ponorist

    In der Ferne

    Ich deute dein Gedicht als Ausdruck von Trauer über Tod und Trennung und der pessimistischen Gewissheit über ein endgültiges Ende. Die Pointe finde ich wirklich gut gelungen. Das Licht aus den Augen erloschen - in der Trauer bin auch ich abgetrennt von allem, irgendwo da draußen. Schön erzählt und auf seine Weise klar wie eine kalte Sternennacht. VLG Peter
  16. Ein wunderschöner Tintenfleck voller korrespondierender Emotionen in Form einer abstrakt verlaufenen Blume. Herrlich und bei jedem Lesen auf eine andere Weise rätselhaft, daher gerne öfter gelesen. VLG Peter
  17. Vielen Dank, lieber @Ralf T. für deine lobenden Verse. Tatsächlich habe ich diese kirchliche Vermischung von Leben-Tod nie nachvollziehen können. Es scheint irgendein Spiel mit der Angst zu sein, bei dem jenen, die von der Angst-Bindung profitieren, jedes Mittel recht zu sein scheint. So bleibt mir bis heute die Bezeichnung "Christuskind" recht rätselhaft. Nachvollziehbar wäre für mich eine allgemeine Deutung dieser Geschichte, nach der jedes Neugeborene ein (potentieller) König/Heiland/Sanktus-Irgendwas von Natur aus sein kann, so unbeeinflusst wie sein Leben an dieser Stelle ist (das Wort Reinheit ist an der Stelle in diesem Kontext bereits zu belastet). Doch dazu bedarf es keiner Religion, das wissen alle Eltern ganz intuitiv vom ersten Moment an, ja gerade in dieser ganz frühen Phase. Vielleicht ist die Weihnachtslegende ein älteres Märchen über genau diese Gefühle, nur eben in diesen Kirchen-Mischmasch verheddert, sodass am Ende alles passend gemacht wird, was irgendwie dienlich erscheint. Der große Rundumschlag vom Alpha zum Omega soll schon vorher klar sein. Die Axt neben dem Keimling steht in diesem Sinne da, um den einstigen Baum, der daraus erwächst, zu einem Kreuz zu verarbeiten. Die vegetarische Alternative zum Lamm Gottes.. Ich mag deine Wortschöpfung "Himmels-Open-Air". Das lässt sich wunderbar steigern über Open-Sky zu Open-Heaven. Vielleicht komme ich irgendwann darauf zurück. Hab noch einen schönen Abend und VLG Peter
  18. Danke, Ralf, du hast mir das Fest gerettet. b.t.w... ich habe dieses Jahr tatsächlich ein Geweihstück geschenkt bekommen... Bemerkenswert VLG Peter
  19. Christuskind gesalbt bist du mit einem Namen kaum blickst du in die Welt angehängt, dieses Erbarmen die Axt neben den Keim gestellt in Geschichten schon gerichtet doch die frohe Botschaft ist von jedem etwas hinzugedichtet dass du noch nicht gestorben bist
  20. So ist das vielleicht, wenn man von flüssiger Gestalt ist. Alle Tropfen werden eins. Ein sehr interessantes Gedankenspiel, bei dem Nähe ein wenig unheimlich wird. Wie immer gern gelesen, VLG Peter
  21. Ein Meisterstück über die Lagrange-Punkte zwischenmenschlicher Nähe, nicht wahr? Manche Gleichgewichte entstehen eben erst an absurden Orten. Ein wenig besorgt bin ich allerdings über die politische Prognose. Ok, mit ein wenig Training kann man auch mit 60 noch entkommen. Habe ich eigentlich schonmal erwähnt, dass ich ein Grundstück auf dem Mond besitze? Mit garantiertem Erdblick. Ich schicke dir beizeiten die Koordinaten.
  22. Hallo @Corazon De Piedra vielen Dank für Deinen Kommentar. Verbundenheit kann vieles sein, auch Selbstverbundenheit. Es kommt vielleicht nur auf die Erwartung an. Ich glaube, dass jede(r) mit vielem verbunden ist, aber die meisten Verbindungen nicht wahrnimmt. Gäbe es keine Verbindung, hätten wir vermutlich keine Gefühle, kein Gedächtnis und keine sozialen Kontakte. VLG Peter
  23. Ponorist

    Am Südpol

    So hat alles auch seine positiven Seiten... sogar Osnabrück... Köstlich zu lesen, regt die Phantasie an. Ich stimme Carlos in jedem Fall zu. VLG Peter
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