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Kurt Knecht

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Alle erstellten Inhalte von Kurt Knecht

  1. Kurt Knecht

    Das Wasser bis zum Nabel reicht

    Das Wasser bis zum Nabel reicht, sitz in der Wanne, fühl mich leicht; denn ich hab gerade, so mal eben, einen Badezusatz rein gegeben. Der soll beleben, nur nicht lachen, auch dunkle Stimmung heller machen; und straffen soll er so wieso, den Bauch, die Beine und den Po. Beim Po, den Beinen kann er es tunen, jedoch beim Bauch kann er gern ruhen; den straff ich selbst, mit all den Sachen, die mir das Leben bunter machen. Beim Kuchen und bei Sahnetorte, ich weiß, da fehlen dir die Worte; strafft sich das Bäuchlein ganz allein, wird rund wie eine Kugel sein. Und wer da will kein Süßer sein, der schüttet Bier halt in sich rein; erreicht mit diesem tun dann auch, dass er hat einen straffen Bauch.
  2. Kurt Knecht

    Ich sehe Euch

    Ich sehe Euch, mir wird ganz schlecht, habt ihr doch mit so vielem Recht; ich hör Euch zu und möchte schrei‘n, wollt selber einst auch anders sein. Die Umwelt gab‘s als Thema nicht, da hatte anderes noch Gewicht; da ging’s um Freiheit in den Tagen, aufhören nur noch Ja zu sagen. Als äußeres Zeichen hatte man, Jeanskombi und den Parka an; die Levi’s selbst oftmals verschlissen, wurden darob nicht weggeschmissen. Man trug sie da noch voller Stolz, war selber noch anderem Holz; hat einfach nur nicht anerkannt, den korrumpierten Bürgerstand. Hat einfach seinem Leben, den Sound des Beats gegeben; da fühlte man sich pudelwohl, mit Alkohol und Rocken Roll. Der Staat war einem einerlei, nebst Arbeit und der Polizei; für diese wollte man nichts tuen, außer sie gehörig auszubuhen. Mit einem neuen Staatsprogramm, erkaufte man den kleinen Mann, wirkte gemeinsam auf ihn ein, da war’s zu Ende mit dem Schrein. Das ging fast vierzig Jahre gut, dann nahm der Häuptling seinen Hut; hat einfach alles hin geschmissen, wollte von Allem nichts mehr wissen. Da haben wir dann stark gehofft, doch kam es eben, wie so oft; jetzt waren andere am Schreien, zunächst mal lullten die uns ein. Es würde hier bald besser gehen, blühende Landschaften entstehen; doch ging man es wie früher an, Teilen und Herrschen neu begann. Der Osten mit Millionenheer, hinkt stets dem Westen hinterher; der Westen heimst Rosinen ein, im Osten sind die Brötchen klein. Nur die Verwaltung hält stets Schritt, die kamen damals ja schon mit; und wer von denen heut noch thront, wird für die Treue satt belohnt. Dem Michel bleibt die Marktwirtschaft, die hat nach vorne er gebracht; hat man ihn einstmals, auch hofiert, so wird er heut nur noch negiert. Nur Steuern und Abgaben, will man von ihm noch haben; ansonsten soll er weiter tun, soll schuften ohne auszuruhen. Dann wird es wohl gelingen, das Land voran zu bringen; der Lohn fällt nicht mal ins Gewicht, das Pferd kriegt seinen Hafer nicht. Die Leader werden selbst sich preisen, mit lauter Stimme darauf hinweisen; den Fortschritt den wir heute sehen, kann nur mit ihrer Macht bestehen. Und weil sie halt nicht anders sind, umarmen sie dich, mein liebes Kind; betonen deine Wichtigkeit, darum tust du mir jetzt schon leid. Mit dir wird es genau so gehen, als Teil vom großen Zeitgeschehen; wird man dich turmhoch erst erheben, dann später zu den Haien geben. Und alle werden dann weggesehen, so wie es vormals schon geschehen; denn groß wird nur, wer nicht vergißt, dass ihm sein Hemd am nächsten ist. Das war schon so zu Kaisers Zeiten, die Zeit danach, da mag man streiten; bei Honnie waren nicht alle froh; vereint jetzt, scheint es wieder so. Kommt es nun anders, was wird bleiben, wer kann da heut noch unterscheiden; fast alle tuen euch den Gefallen, oberstes Gebot, nicht aufzufallen. Wer arbeitet, gibt sich opportun, die Rentner üben sich im Ruhn; der Nachwuchs wird stets angehalten, die alten Werte hoch zu halten. Nur nicht dem Freiheitsdrang erliegen, womöglich anderswo hinfliegen; sie mögen sich doch hier entfalten; Hauptsache doch, leicht zu verwalten.
  3. Kurt Knecht

    An offenen Fenstern

    An offenen Fenster, Bleierner Himmel, gelbfahles Licht, das müde am Morgen die Wolken durchbricht; die Sonne verschlafen, steigt bedächtig empor, der Dunst löst sich auf, der noch eben davor.
  4. Kurt Knecht

    Worte

    Worte; nasse Federn, liegen schwer auf Zedern; blau grüne Nadeln sagen stumm; ein irdisch Dasein ist nun um. Worte; in Zypressen, gegen das Vergessen; neigen sich im Winterwind, dass ich Trost und Heilung find. Worte; in den Birken, lass ich auf mich wirken; blattlose Zweiglein schwingen, wollen Zuversicht bringen. Worte; in den Linden, lassen das Gestern mich finden; bringen die Erinnerung, an die Zeit, als wir noch jung. Worte; in den Eichen, die mich nun erreichen; geben mir in dieser Zeit. Ruhe und Beständigkeit.
  5. Hallo Ostseemoeve, hallo Hera habe mich sehr über Eure Kommentare und Bewertungen gefreut. Der Einwand bezüglich des Kiwi pellens geht auch in Ordnung. Vielleicht ja so. Heute früh beim Kiwi schneiden, mocht ich das Tür schellen nicht leiden. Mit Löffel essen, klingt auch nicht. Also pellen. ( ich schäle sie wie einen Apfel, für den Obstsalat werden dann, je nach Größe, Scheiben oder Würfel geschnitten mit Bananenscheiben, Apfelstücken und Nüssen vermengt, Limettensaft oder frische Pfefferminzblätter drüber und guten Appetit) Euch ein schönes Wochenende. Kurt
  6. Kurt Knecht

    Heute früh beim Kiwi pellen

    Heute früh beim Kiwi pellen, tat es an der Türe schellen; der Postmann brachte was von dir Nachricht auf rosa Briefpapier. Darinnen stand es kurz und knapp, Du hast genug und haust jetzt ab; ich hab zwar Sorgen mir gemacht, doch weiter nicht mehr dran gedacht. Am Mittag gab‘s Rührei und Lauch, schmeckte nicht, lag schwer im Bauch; da dachte ich, ruf doch mal an, war aber nur die Mailbox dran. Die gab mir einfach zu verstehen, Du wolltest mich vorerst nicht sehen; das hat mich ziemlich hart getroffen, war ich doch auf Versöhnung hoffen. Den Zahn hast du mir ungelogen, beim nächsten Treffen dann gezogen; Du sagtest es mir ins Gesicht, nur immer Eintopf schmeckt dir nicht. Es muß nicht vegetarisch sein, du liebst die Haxe auch vom Schwein; auch kernig Rindfleisch, tut dir gut, verleite dich zum Übermut. Da hab ich nicht lang überlegt, hab das Gemüse weggefegt; nahm reichlich mir vom Rind und Schwein, in Hoffnung auf ein Stelldichein.
  7. Kurt Knecht

    Lausch in mich rein

    Lausch in mir rein, doch hab ihn nicht, den Einfall, der so zündend spricht; der mich erlöst aus meiner Not, von selber alles bringt ins Lot. Verstrickungen von selbst entstanden, die mich für immer an sich banden; die machen mir das Herz so schwer, darum muß jetzt eine Lösung her. So mach ich mir erneut Gedanken, beweg mich außerhalb der Schranken; die mir seid Kindheit vorgegeben, den freien Sinn lass ich nun schweben. Kühn wag ich, jetzt das zu bedenken, was Anstand, Sitte mir verbot; nicht länger da mich zu verrenken, Freiheit ist oberstes Gebot. Es ist die Freiheit der Gedanken, kaum einer nutzt die wirklich noch; sie bringt bestehendes ins Wanken, ist Ursache und Wirkung doch. So denkt der Mensch, für sich doch immer, dass alles bleibt, was für ihn gut; Veränderung, will er doch nimmer, der Ansatz reizt ja schon sein Blut. Dabei hat er nicht wahrgenommen, dass er nunmehr ein Standbild ist; das gestern selber noch geschwommen, und heute nur noch Staudamm ist. Drum sag ich den Antiken allen, sie mögen nicht im Wege stehen; den Wilden, die heut nicht gefallen, die werden neue Wege gehen.
  8. Kurt Knecht

    Ich heiße Urg

    Ich heiße Urg, bin der Dramaturg; fange neu an, jeder folgt sodann. Zeige allen das Licht, mancher sieht es nicht; meine Stücke sind neu, Weizen getrennt vom Spreu. Will ganz groß raus kommen, hab mir so viel vorgenommen; will Euch die Zukunft zeigen, mit Euch neue Gipfel ersteigen. Ich will leuchten voran, das bestens ich kann; sollt Euch mir zuwenden, Dramatik soll nie enden. Mensch namens Urg, bekannt als Dramaturg; fing gestern an, andere folgten sodann.
  9. Kurt Knecht

    Dies Land

    Dies Land 1921 Ich seh Frauen die mondän, selbstbewusst im Leben steh‘n; höre Singen in den Hallen, Korken bis Walhalla knallen. Schmecke Salz auf feuchter Haut, rieche Düfte ganz vertraut; und als Krönung Mann oh Mann, rührt mich eine Göttin an. Dies Land 2021 Ich seh Männer ganz verklemmt, verzagt stehend im Unterhemd; hör Zurufe laut erschallen, wie sie gelten den Vasallen. Schmecke Ängste in der Luft, atme ein der Feigheit Duft; und als Krönung Frau ach Frau, wird im Magen mir ganz flau. Dies Land irgendwann Jungs und Mädels kann ich sehen, die fest umarmt zusammenstehen; hör sie wie in alten Tagen, Gedichte von der Zukunft sagen. Schmeck die Gleichheit, die da ruft, atme schon der Freiheit Duft; doch die Krönung Kinderlein, das Alte wird dann nicht mehr sein.
  10. Geschichten, die das Leben schrieb, die waren mir manchmal nicht so lieb; sie haben oftmals das gebracht, was vom mir so nicht war gedacht. Sie hauten gnadenlos oft rein, waren unberechenbar gemein; haben Harmonie ganz zerstört, Gnadenrufe bewusst überhört. Haben willkürlich und verkommen, menschliches Wesen gar genommen; brachten alles Schlechte auf die Welt, haben Eigennutz stets vorangestellt. Nur niedrigste Werte ließen sie gelten, entfernen sich von humanen Welten; was dabei geschieht ist so unfassbar, ich wünschte gar oft, es wäre nicht wahr. Doch gibt es andere, die rühren mich an, ihrer Magie ich mich nicht entziehen kann; haben schlussendlich sich vorangestellt, Ausgleich zu schaffen, auf diese Welt. Ihre heren Werte machen uns Mut und das Bewusstsein, alles wird gut; verbreiten die Liebe und Zuversicht, geben unserem Dasein das nötige Licht. Das sind Geschichten, wie ich sie liebe, auch wenn mir nur eine davon bliebe; würd ich sie schützen, ließ sie walten, auf dass, die Hoffnung bliebe erhalten.
  11. In warmen Daunen gut versteckt, bis hoch zur Nase zu zugedeckt; lieg ich in Träumen wunderbar, vom Urlaub einst in Afrika. Giraffen kann ich äsend sehen, graziös gestreckt an Bäumen stehen; den Elefanten Trompeten Ton, den höre ich aus der Ferne schon. Schnattern und Rufen in der Luft, genau wie der Wildtiere Duft; der dumpfen Trommel tiefer Klang, mischt sich mit endlosen Gesang. Ängstlich Geschreie und Geschwirr, auffliegende Vögel in dem Gewirr; Brüllen von Löwen, so unfassbar nah, alles ist aufregend und wieder da. Nashörner dicht am Ufer stehen, misstrauisch in die Kamera sehen; Flusspferde, die ins Wasser tauchen, wozu sie etwas länger brauchen. Büffel, die stampfen um mich herum und Kudus bilden das Publikum; da sind Affen in den Bäumen oben, die unser Tuen laut keckernd loben. All diese Bilder und noch mehr, trag ich schon lange vor mir her; ein Traum ließ sie sich wieder ausbreiten, um mir im Schlaf Vergnügen zu bereiten.
  12. Danke Euch Allen herzlich, Carlos, Ostseemoewe, Angie und Melda fürs Kommentieren und Ralf T., anais, Pegasus und Anika KJ für das Bewerten. Euch Allen ein wunderschönes, gesundes Jahr und möge uns die Liebe zur Lyrik zusammenschweißen und noch ein gutes Stück Weg gemeinsam gehen lassen. Euer Kurt
  13. Kurt Knecht

    Der Neujahrsmorgen

    Der Neujahrsmorgen, leis und friedlich, kein Autolärm zersetzt die Ruh; ich liege wach und hör genüßlich, der absoluten Stille zu. Es dringt zu mir das große Schweigen, wie manchmal es die Welt befällt; wie ich es schon erleben durfte, beim Wandern unterm Sternenzelt. Beim Klettern hoch am Felsgehänge, beim rasten tief in Waldesdicht; und auch weit auf dem Meere draußen, hört man die Gicht der Brandung nicht. Doch ist das Jahr schon in Bewegung, die Zeit schiebt gnadenlos es an; mit diesem Vorgang kommen Töne, die man nicht überhören kann. Oh, mögen diese lieblich klingen, melodisch mir in meinem Ohr; mag sich das Jahr so frei entfalten, wie das, das gerade ich verlor.
  14. Kurt Knecht

    Das Jahr hinfort

    Das Jahr hinfort, doch was es brachte, schwingt hell in Farben noch in mir; für all die schönen frohen Stunden, vergangenes, da dank ich dir. Auch für die schweren lass mich danken, haben die Demut aufgewühlt; und im hitzigen Sonnentanze, die Fieberstirn mir gut gekühlt. Das Band zerreißt du bist am gehen, ein bisschen Wehmut ist dabei; willst du ein letztes Tänzchen drehen, bis Mitternacht steht es dir frei.
  15. Ich seh dich schon in weiter Ferne, obwohl ich deinen Atem spür; sonnst dich im fernen Licht der Sterne, nur deine Hülle ist noch hier. Dein ganzes Sein, weilt schon in Sphären, die ewig mir verschlossen sind; mir bleibt nur eins, den Stimmen lauschen, die zu mir trägt, der treue Wind. Auch lausch ich dem Gesang der Vögel, die nun in Schwärmen kehren heim; ob sie von dir mir nicht berichten, als gleißend Licht im Sonnenschein. Wenn ich in Sehnsucht mich verzehre, dabei nichts anderes denken kann; quält mich auch heute hier die Frage, wann fing denn unsere Trennung an.
  16. Hallo ihr Lieben, es ist für mich äußerst erfrischend zu lesen, wie Ihr meine, dem Blues der Erinnerung geschuldeten Zeilen, kommentiert. Heiko ich stehe oft, wie Deine zitierte Kuh, vorm Tor, aber stets dabei bereit, mich den Herausforderungen meiner Enkelkinder zu stellen. Bin dabei zuweilen, wie Du es nennst, Carlos, überfordert, denke dann liebe Melda an meine Eltern und daran, wie tapfer sie sich den, von Anonyma aufgezeigten, schon vor unser Zeitrechnung, präsenten Herausforderungen, durch mich in Persona und meiner Generation im Besonderen gestellt haben. An einer Freitagsdemo habe ich bisher noch nicht teilgenommen, weil ich befürchte, dass das schöne Bild das vor meinen geistigen Auge erscheint, wann immer ich von diesen Aktivitäten höre, durch das pure Erscheinungsbild der streitenden Personen selber, Schaden nehmen könnte. Vorurteil läßt grüßen. Es grüßt euch ganz herzlich und Euch allen einen gesunden und glücklichen Jahreswechsel wünschend Kurt. P.S. es interessiert mich genauso wie Carlos, hier gehört eigentlich schon, ein breit und dumm grinsender Smiley hin, aber ich kann nicht aus meiner Haut, ob es sich beim Homo imaginarius, um eine Neuentdeckung handelt. Der Rechtschreibhilfe ist sie zumindest noch unbekannt aber das will, wie wir ja wissen, nichts heißen. Gespannt auf die nächste Herausforderung in Gestalt einer Wortschöpfung wartest der Homo… Kurt. Ein herzliches Dankeschön fürs Lesen und Bewerten an Mario, Ginsky und Dionysos
  17. Ich leb noch nicht in dieser Zeit obwohl die andere schon weit, so fern, so schnell vergangen, bin ich in ihr gefangen. Komm einfach nicht im heute an, vom gestern ich nicht lassen kann; kann nur die alten Dinge sehen, verdräng das neuzeitlich Geschehen. Man spricht die alte Sprache nicht, die Dinge haben kein Gewicht; kein gestern wird erhalten, man ist am neu gestalten. Dem Alten macht man den Garaus, sticht noch ein hehrer Wert heraus; wird der bewusst zerschlagen, darf man dazu nichts sagen. Man fordert ein, die Toleranz, doch wie bei einem Hexentanz; will sie selbst keiner geben, zum Lebensziel erheben. Am Ende wird wohl diese Welt, endgültig auf den Kopf gestellt; doch ist dies nicht mein Streben, lasst mich im gestern leben.
  18. Kurt Knecht

    Harmonisch

    hallo carlos, gottlob stellt man die, welche köpfe rollen ließen, noch nicht in die ecke, ansonsten würde sich wohl die kuschelrepublik selbst in eine solche stellen müssen. auf das die kleinen und großen bewegungen immer ihre tänzer*rinnen finden mögen. der zeit ist es übrigens auch total egal. kurt
  19. hallo heiko, großartig, gelesen und für sehr gut befunden. kurt p.s. sollten noch mehr schätze schlummern, versteck sie bitte nicht weiter
  20. Kurt Knecht

    Grau der Raureif auf dem Feld

    Grau der Raureif auf dem Feld, still erstarrt scheint jetzt die Welt; dick gefroren Bach und See, klare Luft riecht schon nach Schnee. Kinder stehen schon startbereit, warten auf die Winterzeit; wollen endlich Schlitten fahr‘n, auf der glatten Rodelbahn. Skier stehen an der Wand, bereit zum Wandern übers Land; Snowboards, die direkt daneben, wollen den Hang hinunter schweben. Still ist es in Wald und Flur, gemäß dem Kreislauf der Natur; hat sich das so laute Leben, in den langen Schlaf begeben. Bald wird es hier wohl anders sein, wenn ausgelassen groß und klein; voller Spaß, gar lustig toben, Flocken, dick fallen von oben. Alles jauchzet, alles schreit, begrüßt so die kalte Zeit, die der Winter uns gebracht; samt dem Schneefall über Nacht.
  21. Kurt Knecht

    Weihnachten mal ganz verquer

    Weihnachten mal ganz verquer, da geh‘s entsetzlich anders her; da trägt der Alte huckepack, den Lehrer fort im Jutesack. Ob er da strampelt oder nicht, Leinen läßt hindurch kein Licht; wird eins für ihn nur übrig sein, er fügt sich in sein Schicksal ein. Erst tief im Wald der erste Halt, der Sack hart auf den Boden knallt; er darf hinaus, muß Stille Stehen, dabei den Weihnachtsmann ansehen. Der teilt ihm mit, was auf der Welt, sprich an der Schule ihm mißfällt; die Stundenzahl sei viel zu hoch, die Hälfte davon reichte doch. Nur dieses Pensum noch zulassen; und sich mit Wichtigeren befassen, zum Beispiel Sport und wer dabei, bekommt am Montags dafür frei. Dienstag, Mittwoch bis zwölf Uhr, am Donnerstag passt Wandern nur; am Freitag hat dann wieder frei, wer bei der Demo ist dabei. Da ist der Name schon Programm, fängt dieser doch mit frei vorn an; am Samstag wird dann Gas gegeben, man muß ja etwas tuen für‘s Leben. Die Disko geht bis Sonntag Morgen, dann geht man Schlafen ohne Sorgen; denn, egal wie auch das Wetter sei, wer Sport macht, hat am Montag frei. Dies alles nun der Santa spricht, dem Lehrer behagt dieses nicht; er will nur schnell zur Schule gehen, so tuen, als sei hier nichts geschehen. Und weitermachen wie bisher, dem Alten missfällt dieses sehr; er steckt ihn wieder in den Sack, trägt ihn zur Schule huckepack. Da ist der Lehrer aufgewacht, hat nur ein Nickerchen gemacht; hat dabei auch nicht viel versäumt, denn er hat das alles nur geträumt. Nun steht er auf und rüttelt sich, streckt aus die Glieder, schüttelt sich; geht in der Klasse auf und ab, doziert, und hält uns schön auf Trab. Von ganzen Herzen wünsche ich Allen, eine frohe und besinnliche Weihnacht und möge nicht zu viel verquer gehen. Kurt
  22. Kurt Knecht

    An Weihnachten 2

    An Weihnachten kommt ein alter Mann, schwer beladen mit seinen Rentieren an; Glöckchen erklingen, er hält vor dem Haus, steigt laut ho ho rufend, aus dem Schlitten aus. Mit weit ausholende Schritten, naht er heran, die Last auf den Schultern, klopft er bei uns an; hält dabei schon lässig den Sack in der Hand, während die andere, fest eine Rute umspannt. Er kommt in die Stube und bleibt vor mir stehen, doch kann ich nicht ihn, nur die Rute ansehen; so stehe ich vor ihm, kein Gedicht fällt mir ein, dabei wollte ich grad heute, so artig doch sein. Der Alte sagt gütig, keine Angst kleiner Mann, beruhig dich erst mal, fang dann langsam an; es grenzt an ein Wunder, denn als er so spricht, ist es wieder ganz da, das erlernte Gedicht. Ich trage es laut vor, schaue ihn dabei an, da lächelt er milde, der sonst grimmige Mann; als ich dann geendet, hat er mich gedrückt, ganz tolle Geschenke aus dem Sack rausgerückt. Auch den Eltern, die lieb sind, hat er dann eben, mit Freuden, auch noch kleine Gaben gegeben; er schultert den Sack, verläßt polternd das Haus, stampft durch den Schnee, die Geschichte ist aus.
  23. Hab von dir gelesen, großer Mann, so viele Fragen, wo fang ich bloß an; kann dich im Geiste vor mir sehen, über den Fluß in die Wälder gehen. In Spanien beim Stierkampf, bist du oft hängen geblieben; hast das dort Erlebte gekonnt, im Buch Fiesta beschrieben. Dein Stil, der einfach und markant, hat eine Leserschaft gebannt; warst nicht zu Hause nur bekannt auch In einem anderen Land. Berichte über Safari Trips, machten uns froh; bestaunten wir doch, den Schnee am Kilimandscharo. Ob Kurzgeschichte oder Gedicht, dich Freund, toppt man einfach nicht; du kamst stets aufgeräumt daher, Nobelpreiswürdig Der alte Mann und das Meer.
  24. Kurt Knecht

    Im Kopf dumpf bräsig

    Im Kopf dumpf bräsig, neben der Spur, Erinnerungsfetzen, was war gestern nur; noch fünf Minuten, ist eh gleich sieben, die Frage quält, was hast du getrieben. Vorm geistigen Auge, erscheint eine Frau, auch das macht dich nicht wirklich schlau; nachhallende Klänge schwingen leise in dir, siehst Tulpengläser mit zapf frischem Bier. Da sind auch noch Gläser, mit Whisky drin, Geschmack auf der Zunge von Wodka und Gin; der Rachen voll trocken, vom gestrigen Rauch, waren‘s nur Zigaretten oder gab es Joints auch Dann dieses Gerangel, dein Knöchel tut weh, tastest dich ab, scheinst ansonsten o.k.; da war dieser Kerl, hast du dich gehauen, mal vor dem Spiegel gründlich nachschauen. Jetzt wechselnde Szenen ins flackernde Blau, war denn Polizei da, der Nebel bleibt grau; mal Ernie anrufen, war der denn dabei, oder den Boss erst, ich mach heut mal frei. Da ist was zu klären, muß ganz sicher gehen, will Licht reinbringen, in das diffuse Geschehen, dann Dampf ablassen, auf ganz heißem Tripp; und wer jetzt noch Lust hat, den nehme ich mit.
  25. Schleppt sich schwer beladen, aus dem Walde heran, strafft sich, seinen Körper; und klopft bei uns an. Ein lautes ho, ho, vor dem Hause erschallt; das bis zu uns hinein, in die Stube noch hallt. Selbst unser Vater, schaut nicht mutig drein; aber Mutter lächelt, bittet den Alten herein. Als sie dann ganz leis und liebevoll spricht; erscheint ein Lächeln, auf seinem Gesicht. Und als es dann Plätzchen und heiße Milch gibt; scheint der grimmige Alte, gar ein bisschen vergnügt. Er kommt in die Stube; und tief brummig er spricht; doch mit gütigem Lächeln, auf dem bärtigen Gesicht. Wer von euch Kinderlein, mag es wohl wagen; mir als Erster heut hier, sein Gedicht vorzutragen. Es ist kaum zu glauben, doch die Amelie spricht; vor‘m Christkinde stehend, ihr schönstes Gedicht. Die kleinste von uns, hat sich soeben getraut; hat sich, wie ein Löwe, vor ihm aufgebaut. Davon tief beeindruckend, hat er ihr mal eben; etwas wunderbar Cooles, als Geschenk mit gegeben. Was es war, wollt ihr wissen, dann stellt euch vorn an; sprecht auch ihr, als Erster, vor dem Weihnachtsmann.
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