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Claudi

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Alle erstellten Inhalte von Claudi

  1. Danke, liebe Josina, das freut mich! LG Claudi
  2. Das muss man hier sogar, und das wurde von den großen Hexametristen oft und gerne gemacht, besonders von Voß, der ja der Nachbildung des altgriechischen Verses sehr nah kommen wollte. Anders ginge es hier nicht, weil lichtduftend die Hauptbetonung auf der ersten Silbe hat, die nach "ten" von Nächten die nächste Hebung bilden würde. Die Zäsur wäre also falsch. Als geschleifter Spondeus mit der stärker betonten Silbe in der Senkung, klappt es jedoch prima. So ist es eine beliebte Verwendungsmöglichkeit für die sonst unliebsamen Pfingstochsen. Ja, das gefiele mir besser! Noch krasser, obwohl es keine Worttrennung ist, finde ich immer die Trennung von Artikel und zugehörigem Wort und an zweiter Stelle die Trennung von einsilbiger Präposition und zugehörigem Wort. LG Claudi
  3. Liebe Mi, schön, dass ich deine Verse hier nochmal im Ganzen lesen kann. Die Idee finde ich toll! Das Lesen macht Spaß, weil ich anschaulich durch die Handlung geführt werde und mich ganz der Versbewegung hingeben kann. Ich zeichne mal die Hebungen und Zäsuren ein und füge ein paar unverbindliche Verbesserungsvorschläge in Blau ein: Schleicht wer im Dunkeln gebückt || von Baum zu Baum, wen beglückt das? Unermüdlich, nicht achtend || der Schwärme an lästigen Plage- geistern, die ohne zu fragen || mit stechenden Mundwerkzeugen Suchenden folgen, | sie elend traktieren, || sag wen beglückt das? Freunde der Fleur de Coco || beglückt das, sie lieben die Schönheits- Königin leuchtender Pilze, die sich || den Sinnen verbirgt am Tage und erst in der Neumondnacht || lichtduftend sich zeigt den achtsamen Blicken. Nicht ganz ideal finde ich die häufige Trennung der Wortfüße an den Versenden, wobei das Auseinanderfallen von Satz- und Versende natürlich gut ist, nur halt nicht so extrem, dass einzelne Wortfüße dabei zerschnitten werden. In V3 habe ich eine Lösung dafür vorgeschlagen. Vielleicht findest du noch ein, zwei weitere? Auf jeden Fall sind das schöne Verse geworden und ich habe mich sehr gerne nochmal damit beschäftigt. LG Claudi
  4. Liebe Ines, sei herzlich willkommen auf dem Hexameter-Spielplatz! Du hast ja gleich einen Vers als Einstand mitgebracht. Hast du schon vorher Hexameter geschrieben oder ist das dein erster Versuch? Wandelt heut`/ Morgen | auf / ländlichen / Pfaden || der / Sonne ent- / gegen... Das ist auf jeden Fall ein korrekt gebauter durchgehend daktylischer Hexameter! In deinem nächsten Vers könntest du vielleicht ein, zwei Daktylen durch Trochäen ersetzen. Probiere gerne mehrere Möglichkeiten aus und stelle uns Fragen! Liebe Mi, ja, so funzt es! LG Claudi
  5. Hallo Oilenspiegel, wenn du mich fragst: Ich möchte gerne auf jede Art von Fehlern in meinen Werken hingewiesen werden und mach das auch bei anderen Autoren. Allerdings nur in den eingestellten Gedichten bzw. Prosatexten, in Kommentaren fände ich es unhöflich. LG Claudi
  6. Hallo @Miserabelle, die gesuchte Formel wäre wohl eher: Xx(x) / X | x(x) / Xx(x) / Xx(x) || Xx(x)/ Xx die 2w (weibliche Zäsur im 2. Fuß) ginge vorne zwar auch, aber dann hätten wir da nochmal den Adoneus, der ja schon hinten steht. Dein dritter Vers erfüllt die Bedingungen etwa im gleichen Maß wie Fietjes: Unermüdlich, nicht achtend || der Schwärme an lästigen Plage- geistern, die ohne zu fragen || mit stechenden Mundwerkzeug den Suchenden folgen | und elend traktieren, || (bD) sag, wen beglückt das? Pausiert man beim Lesen nach "elend" ein bisschen zu lange, wird die 3w hörbar, auch wenn es nur eine Wortgrenze ist: Suchenden folgen | und elend || traktieren, | sag, wen beglückt das? Ich würde sagen, die eigentliche Verszäsur ist die 3w, auch wenn sie schwächer als die beiden Nebenzäsuren ist. Beim Lesen ließe sie sich aber leicht überspielen. Ich probiere mal einen Vers, bei dem im dritten Fuß keine Zäsur möglich ist: Reichlich beschwipst, "La Paloma" singend, torkelte Hartmut Bin gespannt, was euch noch dazu einfällt! LG Claudi
  7. Dies ist ein Fall, wo man schon ein Auge zudrücken muss. Es geht sicher noch deutlicher, indem man eine Zäsur im dritten Fuß ganz vermeidet. Hier könnte man ja auch lesen: Zisch- und ich weiß | -zisch,- Kraft || der Erkenntnis | seid ihr jetzt Menschen, und schwupps ist die bD nur noch Nebenzäsur. Wir könnten ja mal im Sandkasten ein paar bessere bauen. Nur zum Spaß. Eigentlich ist das ein Sonderfall, der nur selten vorkommt.
  8. Jepp, das ginge mit der bD, weil die Nebenzäsur im 2. Fuß kräftig und im 3. Fuß nur die schwächere Wortgrenze vorhanden ist.
  9. Claudi

    Hyderabad

    Wenn Heide verreist, kann sie meilenweit laufen, um irgendwo irgendwas Geiles zu kaufen, das außer der Heide noch nirgendwer hat, doch leider: Kein Händler gibt Heide Rabatt. Im Urlaub in Hyderabad war das besser, da war sie mal scharf auf Kartoffelschälmesser und kriegte Rabatt für das ganze Paket. Jetzt denkt sie, dass das immer wieder so geht. Ich glaube, der Heiderabattwürdigfinder in Hyderabad war gebürtiger Inder, doch sollte sie einmal nach Pakistan fahren, da könnte die Heide genauso viel sparen. Erste Veröffentlichung Sept. 2000 in der Sächsischen Zeitung
  10. Claudi

    Der Naturmaler

    Hallo zusammen, es gibt ja zahlreiche Wörter, die sowohl einsilbig, als auch zweisilbig gesprochen werden können. Warum sollte man diesen Vorteil in der Dichtung nicht nutzen? Wenn dem Gedicht ein gleichmäßiges Metrum zugrunde liegt, wie hier bereits in den vorangegangenen Strophen eindeutig zu erkennen ist: xXxXxXxX xXxXxXx xXxXxXxX xXxXxXx ist es doch offensichtlich, dass das Wort "ruhiges" hier Xx gelesen werden soll. Ich sehe keinen Grund, die Sache unnötig zu verkomplizieren. LG Claudi
  11. Hallo zusammen, nochmal kurz zu diesen beiden Versen. Liebe Mi, @Miserabelle, die hast du richtig geixt. Das sind zwei sehr gebräuchliche Auflockerungen im jambischen Vers, auch metrische Lizenzen genannt, die die Grundordnung ja auch nicht sonderlich stören. Den Emporkömmling lasst aber mal beiseite. Solche harten Abweichungen von der metrischen Ordnung gibt es zwar, aber dafür sollte dann auch inhaltlich ein triftiger Grund vorliegen. Ich sag mal, das ist was für Könner. Zurück zu den immer betonten Präfixen! Liebe Sali, @SalSeda, wenn du Lust hast, kannst du ja nochmal die zweite Kategorie rausschreiben. Dann gab es ja noch die Sonderfälle mit den kombinierten Präfixen. Mir fällt auf Anhieb ein Beispiel mit beiden Betonungsvarianten ein: 1. Wir sollten einen Fachmann hinzuziehen. 2. Das Warten schien sich endlos hinzuziehen. Vielleicht wollt ihr mal weitere Kombinationspräfixe sammeln? Ansonsten böte sich ja immer wieder an, eure Gedichte, die ihr ins Forum stellt, gegenseitig zu ixen und die Ergebnisse gleich in den entsprechenden Fäden zu diskutieren? Ich möchte sie nicht ungefragt hierherzerren, aber wer mag, kann seine neuesten Werke gerne hier verlinken oder einzelne Verse/Strophen, bei denen ihr unsicher seid, hier besprechen. Liebe @Josina, wir treffen uns dann sicherlich bei den Gedichten! LG Claudi
  12. Hallo Lé, was ich schrieb, soll kein Ausschlusskriterium, sondern eine Ermutigung sein. Das Anschauliche, sinnlich Erfahrbare wird m.E. dem Vers am allerbesten gerecht, und das probieren viele Autoren leider erst an letzter Stelle aus, mich eingeschlossen. Ganz ohne Metaphern und Gedankenspiele auszukommen, fände ich 1. im Hexa allgemein und 2. besonders bei diesem sinnlichen Thema halt ideal. Jein, einerseits ist es ein gutes Rezept für jedes Gedicht, andererseits gibt es ja auch gelungene Gedankenlyrik und rhetorische Gedichte. Die sind aber in einfachen, liedähnlichen Rhythmen besser aufgehoben. Da summe ich das Metrum im Kopf mit und bin frei, mich auf die Gedankenarbeit zu konzentrieren. Wenn du mir als Leserin viel zu denken und interpretieren geben willst, nimm lieber ein Reimgedicht oder Prosa. Wenn ich Hexameter lese, möchte ich nicht denken müssen, sondern mich entspannt zurücklehnen und die abwechslungsreiche Versbewegung genießen. 😄 Ja, das habe ich schon verstanden. Zeitbezüge sind nur eben nicht sehr günstig, weil gedankenorientiert. Besser fände ich es hier, einfach in der Gegenwart zu bleiben. Was genau riecht denn das LI? Mir fiele so schnell auch nichts ein. Der Morgentau kann es wohl nicht sein? Vielleicht öffnen die Rosen ihre Blüten? Nimm es bitte nicht als Aufforderung, das jetzt ändern zu müssen. Es sollte mehr ein Wink fürs nächste Mal sein. Die Phrase, die mir überhaupt nicht gefällt, ist: Fülle in leere Gläser: Die Fülle als Substantiv wäre auch vermeidbar, indem ihr den Abend die Gläser (aber bitte nicht die leeren!) z.B. mit Wein füllen lasst. Und wenn es denn ein Adjektiv sein soll, könnten es bauchige Gläser sein. Die Rundung wäre von einem Blinden ja gut zu ertasten. Dies nur mal so dahergesponnen. LG Claudi
  13. Hallo ihr beiden, schöne Hexameter habt ihr da gezaubert! Ihr habt euch ein sinnliches Thema ausgesucht. Eine kluge Wahl, denn dafür ist der Hexa bestens geeignet! Ein Mensch, der erblindet ist, schildert seine sinnlichen Wahrnehmungen über das Gehör, den Geruchs-, Geschmackssinn und das Tastempfinden und verbindet seine Eindrücke mit Gefühlen und Erinnerungen. Interessant, dass der beschriebene Tagesablauf mit dem Abend beginnt und mit dem Morgen aufhört, sich also vorwiegend über die dunkle Tageszeit erstreckt. Was der Hexa nicht so gerne mag, sind Metaphern, abstrakte Begriffe, bewertende Kommentare und "lyrische Luftblasen" die der Leser gedanklich aufbereiten soll. An einigen Stellen könnte der Text noch etwas konkreter, gegenständlicher werden. Ich habe sie mal blau eingefärbt: Wie ich den Abend liebe! Er sammelt im Krug die Momente, schenkt uns später daraus die besten Stunden des Lebens, Fülle in leere Gläser: die frohen und traurigen Töne, Düfte aus fernen Ländern, Geschmack auf der Zunge von reifen Früchten, den Wind auf der Haut, und nie vergessen - die Küsse! Zärtlich flüstert die Nacht und knistern die glücklichen Stunden, Salz auf der Haut erinnert uns lang noch an rauschende Wellen, laue Gedanken, die nackten Füsse umspült von den Fluten, Zeitensand an den Zehen von Nächten, die wir so liebten. Liebling, der Tag erwacht, ich kann es riechen und schmecken. Hörst du die hungrigen Küken? Sie rufen leis' aus den Nestern, seidigen Flaum auf den jungen Köpfchen. Ich spüre das Leben. Als könnte ich heute noch sehen. Der letzte "Aufklärungsvers" lässt für mich keinen Zweifel aufkommen, worum es hier geht. Dadurch, dass er nur dreihebig ist und alleine steht - er könnte die zweite Hälfte eines Hexameters sein - bekommt er besondere Aufmerksamkeit. Das gefällt mir ganz gut. Schwer zu sagen, ob ein vollständiger letzter Vers hier noch schöner gewesen wäre. Ich nehme an, ihr wolltet euch hier ganz bewusst von der Form lösen? Auffällig finde ich die Leichtbauweise der Verse, sowohl in den Doppel-, als auch in den Einfachsenkungen. Ich entdecke keine einzige schwere Senkungssilbe und die Verse schließen allesamt mit einer sehr leichten Silbe. Das finde ich etwas schade, glaube aber verstanden zu haben, dass ihr vor allem folgendes erreichen wolltet: Für meinen Geschmack hätte er ruhig etwas griffiger sein dürfen. Nächstes Mal nehmt ihr vielleicht Wildseide? Aber ich will nicht zu viel meckern. Tatsächlich gefallen mir eure Verse! Saubere Arbeit! LG Claudi
  14. Hallo @Darkjuls, du wünschst dir Hilfe, und ich schau mir mal das Handwerkliche an. Wie du dir die Hilfe genau vorstellst, ob du es dann alleine versuchen oder konkrete Vorschläge haben möchtest, kannst du ja noch sagen. Das Metrum ist teilweise noch ziemlich ruckelig. Ich mach mal die betonten Silben fett, dann siehst du, dass sich die betonten und unbetonten Silben nicht immer regelmäßig abwechseln (Nebenbetonungen sind unterstrichen): Komm, Meister und errette mich xXxXxXxX passt du bist der Richtige - denke ich xXxXxxXxX ginge zur Not, ist aber nicht ideal ("du bist ein Könner" würde z.B. passen) am Vormittag, da brauch ich dich xXxXxXxX passt die Rechnung geht direkt an mich xXxXxXxX passt Ich brauche einen richt'gen Mann xXxXxXxX passt der handwerklich zupacken kann xXxxXxxX passt nicht der bohrt, nagelt, die Schrauben dreht xXXxxXxX passt nicht allein der Gedanke mich freudig erregt xXxxXxxXxxX passt nicht Beeile dich, gleich kommt mein Mann xXxXxXxX passt er soll und darf doch nichts erfahrn xXxXxXxX passt du hast mehr als deine Pflicht getan xXxXxXxX ginge, wenn du "du" streichst wenn nötig, ruf ich dich wieder an xXxXxXxX ginge, wenn du "dich" streichst Die Reime: In S1 hast du einen Haufenreim, allerdings wiederholt sich "mich". S2 ist etwas abwechslungsreicher durch den Paarreim. Leider ist der Reim dreht-regt unrein. S3 sieht wieder wie ein Haufentreim aus, wobei aber nur V1 und V4 (mit kurzem Vokal) reimen. V2 und V4 (mit langem Vokal) bilden einen unreinen Reim. Das ließe sich also auch noch verbessern. Verdrehte Sätze wie: "allein der Gedanke mich freudig erregt" würde ich unbedingt vermeiden. Hättest du ein passendes Reimwort, z.B. "sägt", könntest du ihn als Ausruf scheiben: wie der Gedanke mich erregt! und so würde der Vers auch metrisch passen. Vielleicht magst du ja noch ein paar passendere Reimwörter sammeln? Das wäre für mich der erste Schritt, wenn es mein Gedicht wäre. LG Claudi
  15. Hi Fietje, fein, dann wünsche ich dir guten Appetit und viel Lesevergnügen! LG Claudi
  16. Hi Sali, gut, lass uns mal schauen: Wie du siehst, sind die allermeisten dieser betonten Präfixe Präpositionen. Wenn man eine einsilbige Präposition entdeckt, die als Vorsilbe vor ein anderes Wort gestellt ist, kann man schon mal darauf gefasst sein, dass sie höchstwahrscheinlich den Wortakzent trägt. Bei den Zweisilbern gibt es fast nie Probleme, da die meisten ja auf der ersten Silbe betont werden und die Gefahr einer Kollision mit der ersten Silbe des zweiten Wortes gar nicht gegeben ist. Das zweisilbige Präfix, bei dem man aufpassen muss, ist empor Nach "empor" darf keine betonte Silbe stehen! Zum Ixen: Ich glaube, du schreibst rein intuitiv mit 90%iger Sicherheit metrisch sauber. Es darf nur kein "blödes" Wort dazwischenrutschen. Unsicher wirst du erst, wenn du anfängst über das Metrum nachzudenken. Du müsstest dich also rein theoretisch gar nicht mit Ixen rumquälen und könntest die paar seltenen Ausrutscher einfach riskieren. Andererseits ist es ja kein Wunder, dass du das Ixen hasst. Das geht ja jedem so bei Dingen, die einem schwerfallen und bei denen man sich unsicher fühlt. Das ändert sich aber meist mit wachsendem Erfolg. Sobald du das Gefühl bekommst, die Kontrolle zu haben, wird es dir höchstwahrscheinlich sogar Spaß machen. Das habe ich schon häufig von Metrikschülern gehört. Schau mal Fietje an, wie er das "Silbenschlecken" liebt. Wie ist es denn für dich, wenn andere deine Verse ixen? Magst du das auch nicht? LG Claudi
  17. Liebe Sali, so machen es die Schweizer, glaube ich, auch. Frängisch ist es aber eher nicht? Deine letzten beiden Gedichte, die ich gelesen habe, waren metrisch vollkommen sauber. Hattest du die geixt? Da würde man jedenfalls nicht auf die Idee kommen, dass du die Betonungen manchmal anders hörst. Liebe Josina, schön, dass du dich um die unbetonten Suffixe gekümmert hast: Wunderbar, in euren Beispielen konnte ich keine Fehler entdecken. Möchtet ihr mal wieder eine Strophe schreiben? Oder gleich mit den betonten Prä- und Suffixen weitermachen? Da Josina gerade Pause macht, könntest du, Sali, evtl. schon mal anfangen, die betonten Präfixe rauszusuchen? LG Claudi
  18. Liebe Josina, danke für deine positive Rückmeldung! Freut mich sehr, dass dir die Leseprobe gefallen hat und du dir das Buch gleich runtergeladen hast. Mein Gedicht steht auf Seite 180 und ist eigentlich eine Liebeserklärung, die nur am Rande mit Essen zu tun hat. Aber wie hätte ich nein sagen können bei der Aussicht, gemeinsam mit Heinrich Heine, Robert Gernhardt und Jan Wagner zwischen zwei Buchdeckeln zu erscheinen? Danke für eure Likes, @Josina, @Liara, @Miserabelle und @anais! LG Claudi
  19. In dieser komischen kulinarischen Anthologie treffen sich F.W. Bernstein, Heinrich Heine, Matthias Politycki, Robert Gernhardt, Bertolt Brecht, Katja Lange-Müller, Ror Wolf, Wilhelm Busch, Wiglaf Droste, Hans Magnus Enzensberger, Jan Wagner, Thomas Gsella und viele andere. Zu Ihrem und unserem Vergnügen. Christian Maintz hat diese fröhliche Tafelrunde zusammengestellt, und Sie sind herzlich eingeladen, denn: »Draußen hängt die Welt in Fetzen, lasst uns drinnen Speck ansetzen!« (Fritz Eckenga). Vom Knödel wollen wir singen ist 2018 im Kunstmann-Verlag erschienen und ich freue mich immer noch, dass ich in dieser erlesenen Runde mit einem Gedicht dabei sein darf.
  20. Claudi

    Anfangsreime

    Hallo Ferdi, ja, das scheint mir auch so. In dieser konzentrierten Form wirkt das Gereime für mich schon sehr gekünstelt. Wahnsinn, was du alles zum Anfangsreim ausgräbst! Was ist eigentlich mit dem Verserzähler? Den vermisse ich sehr! LG Claudi
  21. Ja, liebe Josina, an "verhältnismäßig" habe ich auch gedacht. 😆 Sali, wollen wir mal ein paar Zweisilber mit Betonung auf der zweiten Silbe sammeln? Die kann man ja oft gut gebrauchen. Wir wollen uns ja hier möglichst nicht vom Gehör abhängig machen. Möglicherweise hörst du aber den Unterschied zu Konto, wenn du die Wörter: Büro Niveau Plateau mal laut sprichst? Wer möchte die Liste erweitern? LG Claudi
  22. Hi Sali, ich hab mir die Aussprache von Konto auch angehört und kann deinen Eindruck nicht bestätigen. Zwar ist das erste o kurz und das zweite lang, aber der Sprecher legt mehr Power in die erste Silbe. Es stimmt allerdings, dass lange Vokale eher betont und kurze eher unbetont sind. Das ist aber nur eine Beobachtung, aus der sich keine zuverlässigen Schlüsse ziehen lassen, genauso wenig wie aus Fietjes Beobachtung zu den o-Silben mit vielen Konsonanten. Was sind denn viele? Mehr als zwei? Das würde dann aber auch für alle anderen Vokale gelten. Anonymus muss man wissen oder nachschlagen. Geläufiger ist ja das Adjektiv anonym. Ich glaube aber nicht, dass ihr solche schwierigen Wörter allzu häufig in Gedichten verwenden werdet. Also konzentrieren wir uns doch lieber auf die voraussagbaren Dinge, z.B. aus den Wortlisten. Wollt ihr nach den immer unbetonten Präfixen jetzt mal die immer unbetonten Suffixe rausschreiben? Ein paar, zum Teil aus den letzten Aufgaben, fallen mir sofort ein: -ig, -lich, -nis, -sam, -ung LG Claudi
  23. Hallo zusammen, schöne Diskussion! Konto steht im Duden mit einen Punkt unter dem ersten o. Ihr müsst immer ganz nach unten scrollen, da sind die Betonungen durch Punkte oder Striche unter dem betonten Vokal gekennzeichnet. Gehaltskonto ist also ein Krawallochse xXXx, Baukonto ist Pfingstochse Schön begründet, Sali. Außerdem ist -nis in der Liste der unbetonten Suffixe zu finden. Die Verse zur Dreierregel, die ihr favorisiert, gefallen mir von meinen Vorschlägen übrigens am wenigsten. Diese sind leider sachlich falsch: weil XxX klappt ja prima. LG Claudi
  24. Liebe Sali, ich merke schon, ich habe mich wohl missverständlich ausgedrückt. Ihr sollt als Hauptaufgabe die Wortliste (wie immer) abarbeiten und anhand des bisher Gelernten begründen, warum die Wörter ins alternierende Metrum passen bzw. nicht passen. Wer möchte, kann als Zusatzaufgabe einen eigenen Merksatz zu unserer Dreierregel verreimen. Auf gar keinen Fall sollt ihr Wörter, die ihr bereits als Pfingstochsen erkannt habt, in euren Versen verarbeiten! Sinn der Übungen ist es ja gerade, die ungeeigneten Wörter im Vers vermeiden zu lernen. Wer möchte, kann gerne die Dreierregel auch nochmal in einem Prosa-Merksatz formulieren. Zum Schluss wählen wir den Spruch, der sich am besten einprägt, und jeder hämmert ihn sich so lange in seinen Schädel, bis ich die Regel nie mehr wiederholen muss. 😁 Noch ein Vorschlag: Zwei Gleichbetonte sollst du lassen, drei Gleichbetonte aber passen! LG Claudi
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