Zum Inhalt springen

Carlolus

Autor
  • Gesamte Inhalte

    156
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

3 Benutzer folgen diesem Benutzer

Über Carlolus

Autorenleben

  • Wohnort
    Baiersbronn
  • Lieblings Autoren / Dichter
    Heine, Büchner, Kafka, Tucholsky, Brecht, Celan, Domin

Letzte Besucher des Profils

604 Profilaufrufe
  1. Carlolus

    Schlagwetter der Seele

    Guten Abend, Oilenspiegel, herzlichen Dank für deine lobende Zuschrift. Ich hab mich sehr gefreut, zumal ich Zweifel hatte, ob dieser Gedanke einer Bedingtheit und Wechselwirkung von Wetter und Menschen nach der Maxime "Außen wie innen" überhaupt akzeptiert wird. Nach meiner Ansicht laufen hier parallele Prozesse ab, da "Alles mit Allem" verbunden ist. Lieben Gruß Carolus
  2. Hallo Fan, zufällig bin ich noch auf Empfang. Danke dir für deinen Beitrag. Allerdings habe ich noch Schwierigkeiten mit dem Verstehen. Worin bestehen "klare Ansagen" und hier speziell die den Textinhalt betreffenden? Worin besteht hier "Unverstellter, reiner Purismus? (Ist reiner Purismus nicht ein "Hendiadyoin"?) Könntest du mir den Satz erklären: "Purismus im Mantel der ewig lauernden Selbsttäuschung über Sinn und Zweck des Ganzen sich noch Mühe gebens." ? Liegt hier ein grammatikalisches Versehen vor? Freundlichen Gruß Carolus
  3. Carlolus

    Wunderlich blaue Blume

    Wunderlich blaue Blume fielst mir zu Füßen, als ich das Gras zu Haufen fügte. Dein Blütenkopf mit seinen hellen blauen Spitzen neigte zur Erde sich. Dein Stiel zerfetzt von einer Motorsense. Ich hob dich auf, trug dich ins Haus und stellte dich in ein Glas Wasser. Zwar weiß ich, deine Zeit zu Ende geht, noch weckt dein Farbenkleid Erinnerungen, an meinen Sommerhimmel, doch schmerzt mich zu erleben, wie du verwelkst und stirbst und dennoch mich erfreust mit deinem zauberhaften Blau. Mir scheint, als hättest du gewartet, um mir „Leb wohl!“ zu sagen.
  4. Carlolus

    Schlagwetter der Seele

    Schlagwetter der Seele Tage gibt`s, da treibt dich Unfassbares um. Ratlos stehst du vor den Rätseln deiner Existenz. Ungewohnte Stärke fühlst du in den Armen, die zu Schwingen wachsen, und du erhebst dich vogelgleich in deinen blauen Himmel. Stolz schwebst du über allem. Mag sein, dir droht statt sanfter Landung ein harter Aufschlag. Du kannst es nicht wissen. Tage gibt`s, da wachst du auf. Der Körper scheint beschwert, als ob er Bleigewichte schleppen müsste. Vielleicht verursacht durch Nachricht, die auf deiner Seele lastet. Du fragst, woher, warum, wozu, versuchst Bedrückendes zu deuten. Extreme Wetter häufen sich in letzter Zeit vermehrt, sogar im Menscheninnern, spiegeln wieder, was erfreut, bedrängt und immer mehr erschüttert. Unfähig, in Freundschaft mit der Schöpfung zu leben, missachten viele weiterhin Natur und Artgenossen, beuten aus, ruinieren und zerstören, ohne sich Gedanken über die Zukunft ihrer Kinder zu machen. Du kämpfst und hoffst und hoffst... Was bleibt dir sonst?
  5. Carlolus

    Der Tag versickert

    Der Tag versickert in den Wipfeln, ein letztes Sonnenband als Gnadenfrist. Schon dunkeln Schatten tiefer am Waldrand. Stumpf verwittert Grünes im Wiesengrund. Erste Lichter in Häusern. Straßenlampen laden zum Stelldichein. Über den Asphalt tanzen Autos mit glühenden Augen. Nein! Danke! Keine Nachrichten, keine Mails, keine Telephonate! Nur noch Ruhe, Stille, Einsamkeit. Jetzt Teil des Dunklen werden, schweigen wie die Nacht, die ihren schwarzen Mantel über alles legt und im Schlaf die wunde Seele tröstet.
  6. Liebe Margarete, über deine lobende Zuschrift habe ich mich sehr gefreut und danke dir von Herzen. Mit zunehmendem Alter wachsen auch bei mir Verständnis und Wertschätzung der schönen Seiten des Lebensherbstes. Hierzu gehören auch die Erinnerungen an tief empfundene Begegnungen und Erlebnisse in Laufe der Jahrzehnte. Diese sind unser ureigener Schatz, dessen Licht und Glanz noch immer in unser derzeitiges Dasein strahlen, ein Schatz, den man nicht wie Materielles verlieren kann. Einen lieben Gruß und eine freundliche Woche für Dich! Carolus
  7. Der Alte mit dem Akkordeon saß auf einer Kiste, spielte - das Instrument gewohnt zwischen den Händen - leisen Musette vor gläsernen Wänden. Passanten schoben wie scheu sich vorbei. Unrasierte, Gutsituierte, Auf- und Abgeblühte, müßig wie getrieben, einige mit Groschenmitleid. Mit lächelnder Miene blieb eine Alte stehen, verlor wiegend sich in Wellen von hellen und dunklen Klängen aus längst versunkenen Tagen. Vielleicht im Frühling ersten Glücks mit Blütenduft und Bienensummen, mit heiterem Mädchenlachen. Der Alte sieht ihr zu. Unverhofft begegnen sich zwei Augenblicke. Sekundenlang im Lächeln gebannt, erschrickt sie - läuft hastig davon. Hinter den Runzeln hat er ein Mädchengesicht wahr genommen. Aufseufzend spielte er den Walzer hauchzart verklingend … zu Ende.
  8. Carlolus

    Irland

    Guten Abend, Darkjuls überzeugende, tief empfundene und nachklingende Naturbilder von der grünen Insel, die auch sehr Menschliches mit einbeziehen von Sehnsucht, Träumen bis hin zum entspannten Atem bei Genuss eines Guinness`. Mit mitfühlender Anteilnahme gelesen. Danke! Lieben Gruß Carolus
  9. Guten Abend, Edo, "Aber liegt es nicht auch in unserer Bestimmung, dass wir es schwerer haben?" Ich weiß nicht, ob es unserer Bestimmung entspricht, wenn wir zum Himmel aufsehend hier in Zeit und Raum die von Menschen gemachte Hölle durchqueren. Kriege oder große Umwälzungen haben zu allen Zeiten Not und Elend, aber auch Fortschritte für die Betroffenen gebracht. Der Homo sapiens erscheint im Gegensatz zu Tieren und Pflanzen durch sein Denken eine unausgereifte Schöpfungsvariante zu sein, die ständig ihre Defizite vor Augen sieht, zur Zeit in besonderem Maße. Danke für deinen anregenden Gedanken! Lieben Gruß Carolus Hallo Arturo, danke für die hehren Worte, über die ich ins Grübeln kam. "Stirb und werde...", Geburt und Tod sind zentrale Antriebskräfte der Natur wie auch der materiellen Existenz des Menschen. An ihnen führt kein Weg vorbei, aber wohin? Die Antwort bleibt nach wie vor offen. Vielen Dank für deinen bedeutsamen Beitrag. Freundlichen Gruß Carolus
  10. Carlolus

    Teilweise romantisch

    Teilweise romantisch Tief verschleiert tritt am frühen Morgen die Schöne des Tages in Erscheinung, als wolle sie zuerst das Blaue prüfen, das ihr der Himmel versprochen. Doch als die Freundin sich mit strahlend warmen Lächeln nähert, wird ihr so seltsam warm ums Herz. Mit sanfter Hand zieht sie den Schleier fort und lässt ihr Kleid bewundern, darauf taufrische Perlen in bunten Farben glitzern. Ohren durchbohrend fegt ein Krankenwagen, über die Bundesstraße, gefolgt von Polizei mit Warnsignalen.
  11. Carlolus

    Hinfälliger Sommer

    Hinfälliger Sommer Trotzig kämpft im Garten die letzte Sonnenblume gegen kalte Nächte, unterstützt von dunkelroten Malvenblüten. Erste Winde schweifen suchend am Rain von Feld und Wiesen lang, necken welke Blätter, animieren sie zu kurzem Reigen. Gräser nicken beifällig. Längst haben Spinnenfischer ihre Netze ausgebreitet. Unermüdlich schwirren Mücken durch ihren einen Tag. Jetzt scheint jene Zeit gekommen, die durch Wandel sanftes Fallen, stilles Wiederkehren möglich macht. Schon signalisieren Blätter in Zwischentönen Wehmut und Abschied, von Gelb und Rot, von Braun bis Schwarz. Fester umhüllen Baumknospen ihre Hoffnungen auf Frühling. Sobald die Sonnenstrahlen Erinnerungen an einen ausgefallenen Sommer und seine Kühle wecken, werde ich ihnen Tür und Fenster öffnen.
  12. Carlolus

    Ansichten einer Aster

    Ansichten einer Aster Meine Heimat ist die Erde, In ihrem Schoß bin ich zu Haus. Dort gründen meine Wurzeln, dort keime, werde, wachse, blühe ich, bilde Samen und Früchte. Im späten Herbst, wenn meine Zeit abgelaufen, welke ich, kehre kraftlos in meine Heimat zurück, wie es Gesetz und Bestimmung meines Lebens verlangen. Menschen müssen Gesetz und Bestimmung ihres Lebens erst mühsam erkennen. Ihre Fehler dabei können tödlich sein - auch für uns Pflanzen!
  13. Carlolus

    Unterwegs

    Unterwegs Wandernd durch Zeiten voller Wechsel. Flüchtig die Erinnerungen an Kinderjahre, als Blumen, Bäume, Bach,. Katze und Hund meine Freunde. Die gleiche Sonne damals über den Ruinen der Stadt. Blicke in verrauchte Fensterhöhlen. Überall Trümmer, Staub und Sand. Zerlumpt zog das Leben weiter. Hunger im Magen, Hoffnung im Beutel, schaufelte Äußeres vom Kriege weg, im Glauben an ein profitables Aufwärts. Lange das Brot der frühen Jahre gekaut. Fleisch einst kostbar wie Reliquien. Auf dem Weg zum eigenen Heil stets bedroht vom Schlagabtausch der Mächtigen. Hoffen! Glauben! Lieben! Was wiegen Worte, wenn hinter ihnen keine erlebte Wirklichkeit? Rom, Jerusalem, Mekka - Ziele meiner Wanderung? Der letzte Ort, wo sich des Lebens Rätsel löst, liegt tief in mir. Hin und wieder spür ich dankbar Hilfe von den Unsichtbaren. Sie zu benennen, brächte mich auf meinem Weg keinen Schritt weiter.
  14. Oilenspiegel. eine wunderbare Idee: "ein hübsches Kinderbuch" mit "ein paar romantischen Bildern" zu schaffen. Darauf bin ich beim Schreiben dieses Textes nicht gekommen. Ich saß bei Dämmerung vor einer Waldhütte. Allmählich bildeten die Fichten eine dunkle Mauer. Nur die Sterne und der aufziehende Mond gaben etwas Licht. Da dachte ich, wie gerade das geheime Leben des Waldes die Fantasie von Generationen beflügelt hat, und aus der Begegnung mit dem Dunkel und Geheimnisvollen Waldsagen entstanden sind, die noch heute eine gewisse Faszination ausstrahlen. Unverhofft kam ich ins Träumen und stellte ich mir vor Augen, was ich zu Hause im Text niederschrieb. Vielen Dank für deine Wertschätzung! Herzlichen Gruß Carolus Liebe Carry, aufrichtigen Dank für deinen Beitrag einschließlich des Lobes ("dieser Text gefällt mir außerordentlich gut.). Apropos "Kinderbuch" Toni Ungerer hätte sicher dazu wunderbare Bilder gemalt. Dank dir für deinen Beitrag! Lieben Gruß Carolus
  15. Liebe Freunde des Gedichts über so viel Lob habe ich mich sehr gefreut und danke euch von ganzem Herzen. Es hilft weiter, das eigene Schreiben kritisch zu sehen und angemessen zu verbessern. Oilenspiegel, abgesehen von "stimmungsvoll und romantisch" hast du einen tieferliegenden Gedanken mit sicherem Gespür herausgestellt "weit über den Jahreskreis hinaus", denn in Zukunft könnten die gewohnten Jahreszeiten sich dramatisch verändern. Natürlich leben wir von der Hoffnung, dass es nicht so schlimm kommen könnte. Herzlichen Dank für deinen nachdenklichen Beitrag! Hallo Vagabund, wenn du schreibst "Du erfrischt stets mein Gemüt und ich lerne dabei sehr viel.", so trifft der Inhalt in gleicher Weise auch auf mich zu, wenn ich mich über gelungene Gedichte von einzelnen Teilnehmern freue. Danke! Liebe SalSeda, "Ach, Carolus, ist das schön." Das ist wie ein kräftiger Sonnenstrahl, der den Herbstnebel durchbricht und direkt ins Innerste leuchtet. Ein dickes Dankeschön dafür. Hallo Fan, Dank für deine einfühlenden Zeilen: " hat es echt Rosen verdient die mit ihrem Duft das malen was hier steht." Das ist reine Synästhesie und verwebt die unterschiedlichsten Sinnesempfindungen zu einem Ganzen. Hier bietet sich die ungewohnte Verwendung des Genetivs geradezu an. Liebe Carry, was will ich mehr erreichen mit meinem Text, wenn du lobend formulierst "...bin gedanklich mit dir und deinen Zeilen durch Wald und Flur gewandert und ich hatte große Freude daran."? Wenn ein Gedicht im Leser etwas bewegt und bewirkt, wie auch immer, hat es seinen Zweck und Sinn erfüllt. Auch dir ein herzliches Dankeschön. Mein Dank an alle! Carolus
×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Community-Regeln
Datenschutzerklärung
Nutzungsbedingungen
Wir haben Cookies auf deinem Gerät platziert, um die Bedienung dieser Website zu verbessern. Du kannst deine Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass du damit einverstanden bist.