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Dionysos von Enno

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Über Dionysos von Enno

  • Geburtstag 03.06.1977

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  1. sing seinen namen
    sing seinen namen

    der wind trägt den gesang der wellen ans land und eine
    warme brise legt sich sanft auf dein gesicht streichelt
    wie einst sie mit zarter hand die wettergegerbte haut

    die möwen auf dem meer haben bereits den sommer
    im schlepptau vielleicht musst auch du bald weiterziehen
    zu jenem lichten ort der hinterm nebel auf dich wartet

    auch wenn das jahr mit himmlischem flimmern endet
    dröhnt das winterliche brausen immer lauter an dein ohr
    du kannst es mit weihnachtschorälen nicht übertönen

     


  2. Ich liebe dich nicht dich
    Ich liebe dich nicht dich

    A                            l                                     gc                               f

               D                    g              d                     b              f               s

    F         f

            F                 f                            f             d                              m v

                                         V           v

    Buchstabenhimmel                    g

     ist es heiss?

                      d                                                     f                                                und die Tinte ist kalt

    die Feder macht meine Härte

                                                                               wieder weich                    f       f                                        s

    d                                    im Tanz vergeht in mir

    keine Zeit

    tanz mit mir

    bevor deine Liebe explodiert          f

    in diesem Gedicht 

    auch

    f                      s                      a                    s

    d

    f                 e                          f

     

    w                       r


  3. Was ist Kunst?
    Was ist Kunst?
    Am 6.9.2021 um 07:48 schrieb Fan:

    Kunst ist Triebbefriedigung mit einer Ware unbestimmbaren Wertes.Wodurch der Trieb selber auch seine Würdigung oder Kritik erfährt

    Da habe ich jetzt spontan so eine hochwertige aufblasbare Gummipuppe vor Augen von unbestimmbarem Wert. Nun, wenn die kunstvoll verarbeitet ist, warum denn nicht?! Früher standen ja mehr die Musen hinter einem Werk, bevor sie in Museen verschwanden. Und nur Gott weiß zu würdigen, ohne ihn zu kritisieren,  wenn sich ein Papst an der Pieta von Michelangelo reibt, oder wie oft ein Leonardo da Vinci über der Mona Lisa seinen dicken Pinsel geschwungen hat. Klar, auch Triebbefriedigung gehört zur Kunst dazu, betrifft ja schließlich Menschen, und die leben nicht in Wolkenkuckucksheimen: 

    Mit unseren Beiträgen sollten wir aus dem Lyrikforum heraus den Kunstbegriff bei Wikipedia ergänzend revolutionieren: 

    Wolken sind die Kunst der Elemente ( Joshua Coan)

    Kunst ist schwer greifbar. ( Buchstabenenergie )

    Ich bin Kunst, und Du bist Kunst (Hase)

    Wir sind Kunstprodukte ( Carlos)

    Kunst ist alles, was nicht ganz echt ist (Amadea )

    Wir sind gleichzeitig Bildhauer unserer Skulptur und Skulptur unter unseren Bildhauerhänden (Dionysos)

    Highlights in einzelnen Haarsträhnen ohne den ganzen Kopfbewuchs zu färben ( Sali)

    Die Kunst ist, nicht über Beuys zu sprechen, wenn man von Kunst spricht ( Arturo)

    Kunst ist Triebbefriedigung mit einer Ware unbestimmbaren Wertes ( ein Fan)

    LG Amadea

     

     

     

     

     

     


  4. ein lebelang wart ich auf dich
    ein lebelang wart ich auf dich

    ein letztes mal durch gras noch laufen

    dem sperling eine krume werfen und

    den feind noch einmal tief verachten

     

    in deinen händen weinen

    einmal noch

    an deinen lippen hängen

     

    mich nach der sonne dreh’n im tanz

     

    drei bettlerinnen lilien schenken

    zwei kindern brausepulver kaufen

    ein glas auf die gesundheit leeren

     

    dann kannst du mich haben


  5. Erwachen
    Erwachen


    Im Glauben schwingt 
    und hämmert der Schmied,
    vor Augen,
    was eins daraus entsteht,
    in Vertrauen,
    während der Hammer aufs Eisen schlägt,
    Funkenschnuppen tanzen über sein Werk,
    sei gesegnet Freund, 
    stimme mit ein das Liebeslied, 
    so mögen die Funken streuen,
    in Zuversicht.

     

    Mensch,
    teile Hab und Gut,
    Adel,
    nicht dem Blut,
    Gleichheit soll heißen unser Bund,
    sogleich wir das Herz ergründet haben,
    werden folgen, segnende Taten,
    so mögen die Funken streuen,
    in Zuversicht.

     

    Es gibt ein Port, 
    da weillt der,
    der gefunden werden will,
    pathetisch flüstert es ein Lied,
    in die Herzen deren,
    die empfänglich geworden sind,
    lasst uns besingen,
    enthusiastisch das Leben, 
    bis die Herzen kochen, 
     Flammen schlagen, 
     und gänzlich sich verwandeln,
    so mögen die Funken streuen,
    in Zuversicht.

     

    Wo einst lockte die Angst, 
    das Vertrauen in dunkle Gassen, 
    erdrosselt der gute Glaube, 
    durch die feigen Hände des Hinterhalts, 
    lernten wir zu vergeben, 
    um aufzugehen, gemeinsam, 
    in schillernder Herrlichkeit, 
    nicht mehr, 
    wollen wir leben in Zorn, 
    der richtet und urteilt, 
    es entsteht ein neuer Geist, 
    dass rettet die Zukunft 
    und vergibt der Vergangenheit, 
    so mögen die Funken streuen, 
    in Zuversicht. 

     

    Es bedarf nicht des Königs Schwert, 
    regieren tut sich nun selbst der Mensch, 
    Feierlich, 
    zur einzigen Währung ausgerufen, 
    das Gewissen, 
    in Pflicht und Recht, 
    so mögen die Funken streuen, 
    in Zuversicht. 

     

    Geduld im Tun  und sublime Tapferkeit, 
    gebärd Heldentum, 
    zu Tartaros soll sich gesellen
     das Antlitz des Wollusts, 
    diejenigen die ihr inneres 
    als die wahre Schönheit erkannt, 
    lasst die Kronen zu Staub verfallen, 
    die Fahnen des Weltenbürgers 
    im Winde flattern, 
    die höchste Freude und Sinn  ergattern, 
    in den Tälern und Wäldern des sehnsüchtigen unbekannten, 
    so mögen die Funken streuen, 
    in Zuversicht. 

     

    Ermüdend und überflüssig 
    wurd uns die Konkurrenz, 
    gemessen an der Tugend
     und des Freundes Glück,
    entsteht in Brüderlichkeit ein
     immer währendes Monument, 
    Kein Rost nagt am nerv, 
    kein Schutt  dringt ins Kern,
    unsere Zeugen, 
    Berge, Bäume, Flüsse, 
    Sinnbilder unserer Würde, 
    sind nicht wir die baldige Erde? 
    Auf der eines Tages tollen werden
     die Kinder des Humans? 
    So mögen die Funken streuen, 
    In Zuversicht. 

     

    Wanderer, 
    der patron der blühenden Wege, 
    Dichter, 
    der Ausdruck der weltenseele, 
    lässt sich nicht täuschen
     vom törrichten Metall, 
    noch verführen vom Ehrgefühl und Glanz, 
    Wiedergeboren, Auferstanden, 
    will ein jeder den blauen Globus tragen, 
    Tränen der erfüllten Hoffnung, 
    zähmen die Kerben des Atlas, 
    warm wieder sein Blut, 
    eines Jünglings gleich, 
    seiner Arbeit getan, 
    seiner Bürde frei, 
    seine Seele in ruhendem heil, 
    so möge ln die Funken streuen, 
    In Zuversicht. 

     

    Vergessen hatten wir deinen Namen, 
    Gaia, 
    Frei sollst du wieder sein Mutter, 
    einst entzogst du dem Menschen
     deine  betörenden Düfte, 
    gekränkt, 
    in Trauer, 
    dass der Mensch deiner
     Schönheit nicht Dankbar, 
    jetzt blühen wieder die Kelche, 
    Offenbaren unseren Augen ihre wohlwollende Pracht, 
    die wir bis jetzt weder mit dem Herzen
     noch mit Verstand gekannt, 
    Jetzt, 
    Ist die Welt umhüllt, 
    vom süßem Fluidium, 
    in wissen dünken wir uns, 
    Für die unersätzlichkeit allen Einheits, 
    so mögen die Funken streuen, 
    In Zuversicht. 

     

    Keine Schrift von nöten, 
    um zwei Seelen zu einen, 
    die am selben Stiel , 
    Zur süßen Frucht wachsen, 
    knistert nicht die Luft? 
    sobald sich die Augen
     der Liebe sich treffen? 
    Besiegelt nicht die feuchte Hand die Treue, 
    In die Ewigkeit? 
    So mögen die Funken streuen, 
    In Zuversicht. 

     

    Kind, 
    stoße an, 
    die Krüge mit Liebe gefüllt, 
    Die Lippen von der Traube geküsst, 
    der einst hohle Leib, 
    mit Golde gefüllt, 
    bis dahin, 
    in Zuversicht


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