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Amadea

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  1. Amadea

    Tödliche Liebe

    Herrschaften! Claudi hat ganz recht! Es geht nicht ums Fliegen! Bei Sturm fallen Bäume, jedoch heben keine Flugeuge ab, geschweige Libellen oder Konzertflügel. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es humorvolle Gedichte gibt, die trotz ihres humorigen Ansatzes einen problematischen Hintergrund beleuchten. Ist ja zunächst auch kein Widerspruch, denn Humor verharmlost nicht das dahinterstehende Problem. Das Werben ist leicht, spaßig und spielerisch. Erst die Interpretation fördert die Gedanken des Betrachters zutage, und es kommt zum Bruch. Wird es aber zu einem misslungenen Gedicht, wenn dadurch Themen ansprechbar werden. Warum sollen die Grenzen von Humor und Satire dort definiert werden, wo Probleme anfangen. Nur wenn die gesamte Glaubwürdigkeit eines Kritikers plötzlich auf dem Spiel steht, besteht die Gefahr, dass die eigene Begrenztheit des Humors, und die persönliche Befindlichkeit zum eigentlichen Thema seiner stürmischen Auseinandersetzung gerät.grmpff Ist sein Stempel erst mal drauf, gilt es ihn, mit Klauen zu verteidigen, auch wenn es sich im weiteren Verlauf um geistige Windstille dreht. Was wäre der Tod ohne Humor? - nur dieser lässt ihn erträglich werden und es tut der Pietät und der Trauer keinen Abbruch. Wenn dennoch estgestellt wurde, dass dieses Gedicht in Wirklichkeit die rücksichtslose Vergewaltigung verharmlosen könnte, sollte diese Geschmacklosigkeit schleunigst dem Betreiber des Forums gemeldet und geprüft werden, ob der Tatbestand einer sexualisierten Gewaltverherrlichung vorliegt. In Kassel musste auch ein Bild abgehängt werden. Andereseits wurde lediglich über Sturm geschrieben - haben die aber früher alle, besonders in der Sturm und Drangzeit. Habe dazu auch einen Klassiker im meinem übersichtlichen Regal gefunden. Wie heißt es da in Goethes Heideröslein so lapidar?: "muss es eben leiden" ( Kontext Röslein wehrte sich und stach, Half [ihr]1 doch kein Weh und Ach, Mußt' es eben leiden. Röslein, Röslein, Röslein roth, Röslein auf der Heiden.). Hallo Herr Geheimrat Goethe?! gehts noch? - muss es eben leiden? Sind Sie noch ganz bei Troste? Bin dafür, dass wir die Sturm und Drangzeit auf den Index setzen, und fortan Klaviere und Flügel an uns vorbeirauschen lassen. LG Amadea
  2. Hi L.A.F. deutsch oder südostasiatisch? mit der jungen "Deutschen" hatte ich ein Verständnisproblem. Man möchte meinen, dass in deinem Gedicht eine junge Thai oder Vietnamesin gemeint ist, die da vor den Augen einer gleichgültigen Polizei verschwunden ist. Oder ist das junge Mädchen / Frau schon mit einem Deutschen verheiratet worden? Ergänzend gehört Gerhard Polt mit seiner Mai Ling erwähnt - immer noch zeitlos bissig, leider. lG Amadea
  3. Amadea

    Tödliche Liebe

    Nun, ich würde nicht sagen, dass du das unbedingt hineingelegt haben musst, aber nach dem Gedicht werden zumindest solche Gedanken bei mir angestoßen, wissenschaftlich ist das nicht. Ist alles ein bischen ausführlicher geworden, aber "hrmpf" hat sich bei mir einen redlichen Kontrapunkt erarbeitet. Ansonsten mag ich natürlich den feinen Witz deiner Zeilen, auf welchen ich nicht weiter eingegangen bin, andernfalls wäre ich auch nicht dabei. LG Amadea
  4. Amadea

    Tödliche Liebe

    Lieber Sid, hrmpf? Es seien mehrere Anmerkungen zu deinem bemerkenswerten Gedicht erlaubt: S4Z4 Rein ist mein Herz XxxX mein Herz ist rein xXxX Vermutlich unterstreicht der Ausbruch aus den streng jambisch geführten Zeilen die fast schon bis zur Empörung gesteigerte Unschuldsbeteuerung in dieser umwerfenden Bedrängungsszenerie. Es stellt für mich gleichzeitig die Kernaussage deiner Zeilen dar: "Rein ist mein Herz!" Das fehlende und fast schon kindlich anmutende Unrechtsbewußtsein des stürmischen Gesellen vor seinem Scherbenhaufen ist ja schon der Hammer. Das metaphorisch angedeutete Verhalten findet sich oftmals in der Gefühlsabspaltung einer sexualisierten Gewalt wieder, die auf Macht setzt und den Pfad der Empathie verlässt. Schon Goethe lässt den Erlkönig in seiner offenen Gewaltandrohung sagen: " und bist du nicht willig, dann brauch ich Gewalt!" Nur ein Machtmensch kann soetwas brutales sagen. Reflexartig verharren die Täter nach ihren Gewaltexzessen in einer fehlenden Schuldeinsicht, da die Last der angerichteten Zerstörung einfach viel zu groß ist. Ihr unschuldiges Herz muss in der Selbstbetrachtung und im Selbstverständnis kindlich "rein" bleiben, da es sonst eine Zerstörung ihrer Selbst bedeuteten würde. Neben der Zerstörung bleiben offene Fragen, die in die Tiefe gestellt werden können. Moralisch (und vllt. auch juristisch) stellt sich vordergründig die Frage und Forderung nach der Kultivierung der Triebe. Was nicht sein darf das nicht sein kann - gehört weggesperrt. Oder sind es realexistierende Triebe, die zu uns gehören? Und ganz realistisch stellt sich weiterhin die Frage ihrer grundsätzlichen Kultivierbarkeit, - ist ja nicht nur eine stets zu beantwortende Frage zwischen Mann und Frau in diversen Me Too Debatten, sondern ist auch aktuell in der Kirche zu beantworten mit ihren Missbrauchsskandalen, oder in der pädophilen Szene... Wie umgehen mit dem Sturm der Triebe, der Verantwortung und Zurechnungsfähigkeit? (Auch der Krieg mit seinen ausgelebten Allmachtsphantasien und dem gleichzeitigen Anspruch auf moralische Integrität ließe sich in diese Überlegungen einbinden ...) Jedem Sturm nehmen wir die Reinheit ab, hat nichts mit uns zu tun. Klimatisch müssen wir uns jedoch der Frage stellen, ob wir die Stürme hinnehmen müssen, oder ob wir persönlich z.B. etwas gegen den Klimawandel ausrichten können? Ob wir sogar an der Verursachung beteiligt sind, ob wir ständig Wind sähen... und forstwirtschaftlich stellt sich die Frage, ob die Monokultur des Fichtenanbau nicht ohnehin zu einer stabileren Neuaufforstung führen muss. Die "reinigenden Stürme" haben doch im Herbst ihre volle Berechtigung. Aber um auf der metaphorischen Ebene zu bleiben: Darf eine Gesellschaft es zulassen, den Täter zum unschuldigen Retter oder gar Opfer werden zu lassen, oder ist es ihr Untergang, wenn sie einer zynisch anmutenden Zerstörungsrhetorik folgt. Brauchen wir die Inclusion der potentiellen Täter, die "reine" Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute schafft? Müssen wir den Sturm mit offenen Armen empfangen, weil er nunmal ein Sturm ist, und als Sturm agieren muss, in der vollen Kraft und Reinheit seines Herzens? Tun sich beim Sturm im Wasserglas unsere eigenen Abgründe auf, weil wir reflexartig auf Gutmensch setzen und uns moralisch distanzieren, wenn wir den eigenen Abgrund mit einem blinden Fleck versehen. Anders gefragt: sollen wir Windmühlen bauen oder wehrhafte Anlagen, um den Sturm einzufangen? Brauchen wir einen realistischeren Umgang mit uns selbst? Danke für deine stürmischen und anregenden Zeilen, LG Amadea
  5. Lieber @Andreas, darfste! LG Amadea Lieber @horstgrosse2, habs dankend übernommen. Vielleicht hast du auch noch einen Tip gegen Mückenstiche, LG Amadea
  6. Ich möchte so gern wie ein Schmetterling sein: leicht flatternd durch diese Welt. So bunt wäre dieses schwebende Sein.- Ich täte nur, was mir gefällt. Und nachts wär ich gern eine richtige Sau und ließe mich täglich heraus, mit Sonne im Herzen, schon mal mit Schabau im Pelz keine einzige Laus. Ich schlenkerte dort, und ich schlackerte da, die Fühler im Licht und im Ruhme, ein Baumeln und Pendeln und Kippeln, fürwahr - ein Schaukelspiel auf jeder Blume. So träum ich den Traum am offenen Fenster, hör Stimmen und höre sie ficken, die Motten umschwirrn mich wie Nachtgespenster, und mich? - tja, mich stechen nur Mücken.
  7. Amadea

    Karl Heinrich

    Wonnig in der Mittagssonne regte in der Regentonne sich der Wetterfrosch Karl Heinrich - seine Kahlheit war ihm peinlich. Bald schon prasselte der Regen und des Oberwassers wegen musste Karl schnell auf die Leiter, immer weiter - dann wurds heiter für den Regenwurm am Boden. Und der stichelte nach oben. "Schau, ein Nacktfrosch, du machst Sachen!", - dabei krümmt' er sich vor Lachen. ,,Sei kein Frosch, nun spring, komm runter, sieh, die Sonne scheint schon munter!" Schnell sprang Karl in seine Tonne - war se wieder weg, die Sonne. Zudem platzte auf dem Platze Regen ihm auf seine Glatze. Zwar tat ihm das Stänkern stinken, doch der Wurm - der musst' ertrinken.
  8. Liebe @Ostseemoewe, schön, dass du lebst, Lieber @Herbert Kaiser, schön, dass du mit Mutter Erde lebst. Klar, dem Dichtervolk brauche ich nichts zu erzählen, da lebt alles , Achtsamkeit ist schließlich Programm, und tote Materie gibt es nicht, weil eh alles mit Worten belebt werden kann... Ich meine vielmehr den abgestumpften Ignoranten mit diesem Gedicht ansprechen zu müssen, der die Erde ausbeutet, weil sie nunmal aus totem Material besteht, was nicht wiederbelebt werden kann, ich meine denjenigen, der Bäume abholzt, weil es genug davon gibt und es nicht so schlimm sein kann, weil Bäume nicht schreien und zur genüge anstandslos nachwachsen. Ich meine diejenigen, für die es keine Abgasprobleme gibt, weil sie schnell genug dem Abgas davonfahren, und sie eh an der frischen Luft sind. Ich meine diejenigen die einen festen und unerschütterlichen Glauben besitzen, dass der Mensch ewiger Gast auf Erden sein wird. Danke fürs Reinschauen & Kommentieren, l.G.Amadea
  9. Wenn die Erde leben würde, sie würde sich ausgelassen drehen und tanzen. Sie würde jeden Tag feiern, ein Feuerwerk in die Luft spucken und zu jeder Jahreszeit ein neues Kleid für uns tragen. Wenn Wasser reden könnte, es behielte seine Gedanken nicht für sich. Sie plätscherten pausenlos dahin, und durchflutteten uns mit neuen Ideen. Wenn Wasser lebte, würde es ganze Meere bewegen. Wir hörten im Regen seine Musik, und im Pulsschlag einer jeder Welle lauschten wir Dramen. Wasser würde sogar tote Steinen beleben. Wenn der Stein leben würde, er würde uns mit jedem Schritt murmelnd grüßen, und mit seinem Grollen und Donnern würde er ganze Berge erwecken und zittern lassen. Wenn zudem der Wind leben würde, würde der heulen, fauchen und mit Blättern um die Wette laufen. Er bespräche sich mit den Steinen dem Wasser, dem Wald und den Tieren. Er trüge ganze Wolkenmassen auf seinem Rücken. Wenn der Mensch leben würde, er würde in Würde ehrfürchtig hören, riechen und schmecken, sehen und verstehen, - wie die Amsel, der drei Töne ausreichen, um das Leben der ganzen Welt täglich neu zu beschreiben und zu besingen.
  10. Amadea

    Schwarze Löcher

    Lieber @WF Heiko Thiele, Männer und Löcher sind immer zwei Welten. Was passiert, wenn jemand in eines hineinstolpert? Interessant ist, wenn Einstein und Hawking in schwarze Löcher gucken. da kommt die Lyrik nicht mehr mit. Danke fürs Reinschauen, LG Amadea
  11. Amadea

    Schwarze Löcher

    Alzheimer mit schwarzen Löchern, schnell vergessen ist das Sein, Wissen stirbt und muss verknöchern, große Riesen werden klein. Bunte Vögel auf der Stange vorm Ereignishorizont. Jeder fragt sich noch wie lange, ob, und wie er wiederkommt. Mit der Zeit krümmt sich ihr Rücken und die Zeit krümmt sich im Raum, wächst nach unten, muss sich bücken, relativ zum wachen Traum. Ein Stein fällt in tiefe Tiefen mit dem Barbecuebesteck. Welch ein Duft, man kann es riechen, höllisch gut! -dann ist er weg. Das ,,Gehirn" liebt die Spaghetti, nudelt sich durch Raum und Zeit augenzwinkernd ganz paletti, dünn und lang in Ewigkeit.
  12. Amadea

    Alternder Rockstar

    Lb. @Hera Klit, wer ohne Wissen drauflos marschiert, ist gewiss ein junger, ungestümer Wilder. Wer zudem Talent besitzt, vllt. noch ausgestattet mit einer netten Stimme oder sportlicher Virtuosität, kann mit seinem Genius wachsen, angetriggert und begossen von ständigem Applaus, Erfolg und Sex. Die Schablone, welche eine Identifikationsfigur erfüllen muss ist noch stimmig: Jung, erfolgreich, sexy, mit kraftlosem Ansatz. Leidenschaft pur, und nur so funktioniert die Illusion eines "wahren", ausgefüllten Lebens. Hier braucht man in der Tat kein Wissen über mixolydisch und dorisch. Intuition zählt, learning by doing, Probleme sind klein, denn der augenscheinliche Erfolg ist größer und gibt recht. Erfolg und kindlich anmutende Kreativität steht schließlich über hart erworbenem Wissen. Was für Amadeus galt, gilt für den Rest der Welt. Außerdem hat das Suchtfaktor, und die scheinbar mühelose Unbekümmertheit pusht den Popstar hoch, zu ungeahnten Höhenflügen. Ich bin ein Riff, ein Akkord, eine Punchline, wie anders sonst sollte sich das übergroße Selbstbewusstsein speisen. Tausende reißen ihre Arme in die Luft und pimpern im Gleichtakt. Daneben nimmt sich der vergeistigte Organist der benachbarten Ortsgemeinde greisenhaft aus, obwohl ( oder gerade weil? ) er musikalisch bis drei zählen kann, weil er drei mal "Jugend Musiziert" gewonnen hat. Die Nagelprobe entsteht, wenn der Erfolg des Popstars ausbleibt. Dann sind nur wenige für ein zweites Comeback und eine Karriere geschaffen. Für die meisten braucht es als Nabelschnur den ständigen Enthusiasmus seiner Anhängerschaft, der den unwiderstehlichen Glauben an sich am Leben hält. Und die Sternchen fallen über diese Schnur wie über ihre eigenen Fallstricken, landen oft trunken bei peinlichen Einkaufszentrum- Autogramm- Aktionen, auf dem harten Boden der Tatsachen, weil die Persönlichkeit und die Musikalität nunmal nicht automatisch mitgewachsen ist. Den Zusammenhang von hart erworbenem Wissen über dorische mixolydische Skalen , welches angeblich die Kreativität lähmen soll, halte ich für einen absurden Denk- Irrtum. Der junge Musikgenius von einst ist nicht mehr vermittelbar, weil es für ihn keine Marketingkonzepte gibt, das ist alles. Die junge Masse will mit dem peinlichen Opa nicht mehr gesehen und in Verbindung gebracht werden. Dadurch ist die Musik alternder Fettsäcke nur noch in der eigenen Erlebnisgeneration en vogue. Nur selten lassen sich Rockstars über fünfzig für jüngere Zielgruppen auffrischen. Cohen darf vllt. noch mal sein Hallelujah hauchen, und Mick zappelt sich auf dem Stairways to Heaven in seine Unsterblichkeit und folgt den Spuren des alte Heesters ... aber das sind absolute Ausnahmen. Auch wenn Altstars mittlerweile dorisch können und Musik von Feinstem machen, in dem sie kunstvolle klassische Klanggebilde einzuweben wissen, so müssen sie immer wieder ihre abgegriffenen drei Akkord- Folgen zum Besten geben, unter welchen ganze Generationen wabbernd und elektrisiert gezeugt wurden, Marmor Stein und Eisen bis zum Erbrechen, und die Liebe von einst ist längst erloschen und festgefahren in einer musikalischen Idee, die Geschichte geschrieben hat Die blasse Erinnerung an erfolgreichen Sex und eine unbeschwerte Jugend verhilft auch dem Song der plumpesten Bauart zur Unsterblichkeit. Mit musikalischer Kreativität hat das mEa. überhaupt nichts zu tun. Es ist nur die richtige Musik mit dem richtigen Sexappeal zur richtigen Zeit. Bei vielen Rezipienten ist die akkustische Bibliothek überhaupt nicht angelegt worden, welche Kreativität erkennen könnte. Hinzukommt, dass dem alternden Fan zunehmend die Hörkraft schwindet, um Feinheiten differenzierter Klänge und Kreativität neu entdecken zu können. Hier reichen Symathy with the devil und Smoke on the Water, um ihm in seiner senilen Bettflucht ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Aber warum nicht, hat ja alles seine Berechtigung. hyper hyper Amadea
  13. Die Überlegung gefällt mir, lb. @Ponorist, In einem anderen Gedicht wäre dasselbe ganz anders beschrieben worden es wäre noch nicht einmal dasgleiche LG Amadea
  14. Interessante Gedanken, lb @eve, eine offene Überlegung, mit offenen Fragen, die zum Weiterspinnen anregen. Tote können nunmal nichts aus dem Jenseits erzählen. Oder doch? Weil die Fragen wirklich nicht zu beantworten sind, können mEa. nur einzelne Gedanken und Vorstellungen zusammengebracht werden, die Licht ins Dunkel bringen. Alles ist wahr, alles ist richtig, solange, bis wir mehr wissen. Wenn wir theoretisch alle unendlich lange leben würden, ohne den Tod quasi, dann wären alle, die noch kommen wollten schon von vornherein tot; ist ja kein Platz mehr da, denn die Erde ist nunmal irgendwann der begrenzende Faktor : für nachfolgende Generationen wäre keine Luft zum Atmen, kein Brot zum Essen etc. Leben in der Vermehrung wäre nicht vorstellbar. Das Leben bedingt den Tod. Für mich ist daher Tod gleichzusetzen mit Leben in einer anderen Form. Das was unsterblich ist mag Seele heißen, die sich zufällig oder vorherbestimmt, jedoch regelmäßig in ihrer neuen Form einfindet. Aus Tod entsteht immer wieder Leben. Von daher freue ich mich auf andere Formen, weiß aber nicht, ob ich dann das Bewusstsein bzw. die Erinnerung für meine alte Form noch haben werde. Bin ein natürliches Recycling Produkt. Aus dem toten Körper werden Würmer werden Fliegen werden Pflanzen werden Menschen wird Staub, werden Steine wird Erde, wachsen Bäume etc. in einem unendlichen Zyclus. Luft , Wasser , Erde und Licht sind Katalysatoren und Bausteine gleichzeitig. Mit Nichts und Stille hätte es vllt. ab und zu was zu tun, wenns mal nichts zu tun gibt, weil eine Übergangszeit zu Überbrücken gilt, wie z.B. der Verwesungsprozess. Nun, ich weiß es wirklich erst sicher, wenn ich tot bin, dann werde ich dir genaueres berichten. dann habe ich vllt. kein Gehirn mehr für solche Gedanken. Aber vielleicht habe ich hier auch nur etwas vom Pferd erzählt, zu was ich irgendwann einmal werden werde l.G. Amadea
  15. Solch eine Kunst- Heilerein, die eine Herzenswunde auf wundersame Weise heilt, sie nahezu ungeschehen macht, narben- und nebenwirkungsfrei, ist sicherlich die Liebe, keine Frage. Ihr zur Seite stehen die Zeit und Geduld, die man für einen Wandlungs- und Reifungsprozess braucht, aber auch die Erfahrung, das Verzeihen und Vergeben, die Zuversicht, Achtsamkeit, der Mut zum Loslassen und die üblichen restlichen Tools. Wenn das Ganze zum Prinzip wird, ist es der rote Faden, der eingesponnen wird, der das gesamte Leben mit einer wunderbaren Haltung durchziehen kann. Sehr schön und nahezu schamanenhaft beschrieben, lieber @Dionysos von Enno. Und eigentlich liegen die Dinge so einfach auf der Hand. Theoretisch wissen wir das alles und können es trotzdem nicht sogleich anwenden und umsetzen, weil uns der Weg zunächst kryptisch erscheint wie der Text. Viel naheliegender kennt das arme geschundene Herz die reflexartige Rache, Stolz, Finsternis, Bitterkeit, verletzte Eitelkeit, Wut etc, die es einer Kunstheilerin äußerst schwer machen können. Die selbstzerstörende Kraft greift nunmal lieber zur Bombe und zum Schwert und sucht die Lösung im Selbstmitleid und Schmerz. gerne gelesen, Amadea
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