Zum Inhalt springen

Flamme

Autor
  • Gesamte Inhalte

    134
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

Alle erstellten Inhalte von Flamme

  1. Flamme

    Antworte nicht

    Sag mir... deine Lieblingszahl, ist es die Sieben? Sieben Betten stehen hier, sie spielen mit verschlafenen Würfeln. Sieben Lämpchen hier sind rot, sie singen eine unendlich leise Melodie. Du hörst sie, wenn du schläfst. Was ist deine Lieblingsstimme, ist es die Runde dort? Die runde Uhr, die mit den Zeigern klackert und, wenn sie runterfällt, die Wand zum lachen bringt? Oder die Verbrannte, die verfemte Lady mit dem Aschenbecher dort und mit den dunklen Augen? Deine Lieblingswimper, ist es die, die eine, die vom Halbmond nascht und schwarzgeschwungen durch die Blicke geistert, die in sie gedrungen? Wollte sie nicht gerade dein verhaltenes Lächeln akquirieren und mit dir, als du dich räuspertest, ein wenig schwadronieren? Wenn du mich hörst, dann sag kein Wort, ich weiß dann bescheid, dann rede ich weiter...
  2. Das passiert mir öfters, wie styx schon sagte; macht nichts. Danke euch beiden für Kommentar(e) und Lob. liebe Grüße flamme
  3. Hallo Onkie, fast hätte ich deinen Beitrag vergessen, aber besser spät als nie... Im Titel eines Gedichtes will ich meistens gar nicht so viel verraten oder den Leser gar vorschreiben, wie er das Gedicht zu sehen hat. Diesen hier habe ich mir lange überlegt und es steckt auch einiges an Bedeutung dahinter, auch wenn er im Bezug zu diesem Gedicht vielleicht etwas schwer ist; ich werde ihn vermutlich nochmal irgendwo verwenden, um das Thema anders darzustellen. Sprache und Form sind vielleicht *räusper* etwas "gewöhnungsbedürftig", der Text ist auch relativ experimentell, schon allein wegen der an vielen Stellen seltsamen Metrik und manchen Formulierungen, was hier, wenn es nach mir geht, alles mehr oder weniger inhaltliche Sachen unterstreichen soll. (Wie Kari schon geschrieben hat: "so hat das Ganze eine etwas schroffe, abgehackte, stammelnde Atmosphäre, die sehr gut zum Inhalt passt.") Mir wurde aber auch schon gesagt, dass ich es etwas übertrieben habe. (Besonders die letzte Zeile) Ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel, wenn ich (fast) nichts verändere - das tue ich nur sehr ungern in Gedichten. Aber deine Kritik kann ich nachvollziehen, auch wenn man sich über die Wortwahl an manchen Stellen wohl streiten könnte. Höchstens das "an" statt "zu" werde ich wohl übernehmen, da es sinngemäßer ist, danke. (: So, ich danke dir für deinen Kommentar; falls ich irgendwas vergessen habe, sag bitte bescheid. liebe Grüße flamme
  4. Hallo nochmal, die "totgeglaubte Macht", da weiß ich selbst nicht mehr, was ich mir dabei gedacht habe... vielleicht könnte man das wirklich herauslesen, aber gut, das ist ja jetzt geklärt. :mrgreen: Danke nochmal für deine Mühe und dein Lob. (: liebe Grüße flamme
  5. hallo, ich danke euch allen für eure Kommentare und besonders dir, Kügelchen, für deine ausführliche Interpretation. Was ich beobachtet habe, ist dass du manches genauer und wörtlicher genommen hast, als ich es dachte - aber dennoch halte ich die Interpretation für gelungen und naheliegend, wenn sie auch manchmal ein wenig abweicht... aber ich will mich etwas genauer äußern: Was die erste Strophe betrifft, so habe ich eigentlich kaum etwas zu ergänzen. Vielleicht noch die Binnenreime: winde, -finde und zünde, die möchte ich noch erwähnen. :mrgreen: Die sollten die Aussage "erfinde Klang" verdeutlichen. Du hast den Spleen, das "Herzblut" und das "Ritual" und die Höllenpforte des Dichters, welche die Art dieser Beschwörung beschreiben sollte. (Der Speen ließ es ja bereits erahnen...) Besonders gefällt mir das Wort "heidnisch" in diesem Zusammenhang, (ich weiß gar nicht, warum, ich mag das Wort). Die 2. Strophe sollte dann das Geschöpf beschreiben, welches beschworen wird. Ich freue mich sehr, das zwiespaltige Verhältnis zu lesen. Ebenso der spöttische Unterton, es sollte alles ein bisschen Überschwenglich werden. Vers 3 soll maßlos übertreiben, den meinte ich mit "wörtlicher nehmen, als es gedacht war." Er hat keine dringende Bedeutung, er soll lediglich noch etwas ins Detail gehen mit der Beschreibung und den Klimax weiter treiben bis zum "Spöttischen" im Vers 4. Vielleicht ist er einfach übertrieben... ich mag die Assoziation rot-Wüste. :mrgreen: Die Terzette sollten dann noch weiter gehen. Im Grunde soll sich das gesamte Gedicht zuspitzen, sowohl formal als auch inhaltlich. Unter anderem deshalb ufert das Metrum hier etwas aus, mit dem Höhepunkt zur letzten Zeile, wo auch noch der Reim wegbleibt. Du hast richtig gesagt, dass nun das LI weitergeht und dem Dämon erstmals Befehle erteilt und ihn präsentiert. (Stadt, die Wildnis sollte den gegensatz dazu darstellen, Natur-Stadt) Wie ich auf die Geländer gekommen bin weiß ich selbst nicht, ich mag ds Bild... :mrgreen: Das LI hat den Dämon beschworen und schenkt ihm Kraft, nutzt ihn für seine Zwecke. Der Dämon sollte also Abhängig vom LI sein und handelt in seinem Namen, aber ist das eine "Abhängigkeit"? (des LI) Eigentlich wollte ich das LI als unnahbare, wenn auch etwas fanatische und auch etwas "machthungrige" Person darstellen, die aber souverän über ihr "Werk" verfügt. Wenn man das anders herausliest, habe ich was falsch gemacht in dieser Angelegenheit. Das letzte Terzett spitzt sich noch mehr zu, denn den Größenwahnsinn wollte ich vor allem beschreiben. Es war auch so gedacht, dass das LI in seiner Rage die Ideale der anderen vernichten will durch seinem Dämon (Mond und Sterne, das romantische), die schützend über ihnen wachen (Palisadenwacht) Der Zweifel in der letzten Strophe ist allerdings weniger eine Schwäche des LI. Denn es spricht ja gewissermaßen über eine "Belohnung" für den Dämon, das ist also eher arrogant gemeint und verdeutlicht nochmal die Position des LDs als Handlanger, wenn auch als sehr mächtigen. Die Kritik sich selbst gegenüber könnte jedoch auch ein Motiv sein, wenn ich es mir recht überlege, und diese Distanz ist ein interessanter Punkt :roll: Jedenfalls sollte ja ein Dichter (oder Künstler) gemeint sein und der Dämon soll sein Werk sein, nicht etwa seine Muse oder so. (s. erste Strophe) Sein Werk, welches er -vielleicht- noch etwas verziehrt, um seinem schrecklichen, reißerischen Äußeren doch noch etwas Schönheit zu verleihen. (schmunzel) Aber gut, das geht sehr weit. Ich habe immer mehr das Gefühl, dass ich nur noch mehr Verwirrung reinbringe, aber dass man einiges herauslesen kann und viele (verborgene) Feinheiten entdecken kann, das hast du bewiesen und dafür danke ich dir. Hm, außerdem habe ich bei so langen Kommentaren immer das Gefühl, irgendwas vergessen zu haben. Aber das würde ich dann noch nachtragen. Ich habe mich außerdem (wie unschwer zu erkennen ist) dazu entschlossen, nahezu alles an meinen gedanken zu verraten. Damit habe ich kein problem, da du ja das meiste eh selbst erkannt hast. Danke nochmal für deine Mühe. : ) liebe Grüße flamme
  6. Flamme

    An Einige

    Liebe Madame K., es erfreut mich zu lesen, dass euch mein Meisterwerk der Dichtkunst zu gefallen weiß, hatte ich doch schon fast vergessen, dieses Kleinod überhaupt in die Welt gesetzt zu haben mitten in meiner kreatiefen Phase. Doch die Struktur schien sich mal eben so verselbstständigt zu haben, dass sich Alexandriner gleich wankenden Skeletten erhoben aus ihrer barocken Gruft, ich -Medium; geisterhafter Notar- sie nur in ihrer weltlichen Form auf das Pergament zu bannen brauchte.... :mrgreen: liebe Grüße flamme
  7. Flamme

    An Einige

    Hallo Angel, entschuldige, aber ich hatte ganz vergessen, dass jemand geantwortet hat (und fast auch, dass das Gedicht üpberhaupt existiert :mrgreen: ) Es freut mich, dass du es lustig fandest, normalerweise schreibe ich ja sowas nicht, aber den Spaß hab ich mir mal erlaubt. :mrgreen: (nicht wundern: ich hab gerade ein paar kleine Sachen geändert, aber nicht viel un d nichts weltbewegendes) liebe Grüße flamme
  8. Verständigungsproblem? Vielleicht. Mir wurde hier schon vorgeworfen, "überladen" zu schreiben, und dagegen habe ich ja auch nichts - teils ist das thematisiert und teils vielleicht tatsächlich übertrieben. Aber dass man das Gedicht in seiner Gänze nicht versteht, dass glaube ich immer noch niemanden, das geht doch gar nicht?! Ich meine, ich habe doch nicht etwa wirres Zeug geschrieben - dieser Text hat viel mehr (inhaltliche) Struktur, als auf dem ersten Blick ersichtlich (grob vielleicht so: Beschwörung - Dämon - 'Jagd'). Es mag sein, dass meine Meinung zu diesem von mir geschriebenen Text nicht gerade objektiv ist, aber mir ist noch kein auch nur halbwegs durchdachtes Gedicht untergekommen, mit den ich gar nichts anfangen konnte - und sei es nur ein kleiner Ansatz und ein paar Assoziationen, die da angeflogen sind. Ich möchte noch nichts verraten, weil vielleicht noch ein User mal schreibt, was er dazu denkt, eine Interpretation oder ein Ansatz. Dann wäre für mich wenigstens mal nachvollziehbar, was genau nicht verstanden wird. Mit verstehen meine ich hier ja auch nicht das zu erfassen, was ich ausdrücken wollte, sondern einfach mal irgendetwas zu erfassen. @ vokalchemist: Ich weiß (vermutlich!) was du meinst, aber eine Begründung hast du nicht, und du hattest auch nie eine. Und wenn, dann habe ich sie wohl überlesen - wo steht sie? Genau das ist mein Problem; da kannst du deinen Standpunkt noch so toll beschreiben, was du ja auch machst. Aber deiner Kritik habe ich einfach nur widersprochen, und das dann begründet. Man wird ja noch sein Werk verteidigen dürfen? Besonders gegen Kritik, die unbegründet und m. E. unüberlegt daherkommt. Überzeuge mich vom Gegenteil oder zeige mir meine 'Blindheit' gegenüber deinen bisherigen Kommentaren - das kann man mit Worten, denn ich akzeptiere Kritik, wenn sie fundiert ist... liebe Grüße flamme
  9. Also wenn ich mir seinen ersten Beitrag hier ansehe, dann bin ich eigentlich überzeugt, dass er das Gedicht nicht mag. Und wenn nicht, dann ist es halt nicht so... Jedenfalls ist es leicht zu sagen "Ich verstehe das Gedicht nicht", aber so, wie das da steht, glaube ich es keinen. Man wird doch als Leser bestimmte Assoziazionen haben und zumindest einen Ansatz entwickeln können, egal ob der nun mit meiner Intension übereinstimmt oder nicht. Vielleicht könnte man mir als Verfasser auch etwas genaueres sagen als "versteh ich nicht", zum Beispiel "Wenn das so ist und das so, warum steht dann das so da und das wiederum so?" :mrgreen: Aber mal im Ernst: Das würde mir wesentlich mehr helfen. Ich hatte gerade hier einen solchen kleinen Ansatz, eine Grundstruktur aufgeschrieben. Aber dann wieder gelöscht, weil ich mich kurzerhand dazu entscghlossen habe, noch nichts zu verraten. Ich bin aber nach wie vor der Meinung, dass man das Gedicht verstehen kann - und falls es Unklarheiten gibt, kann man das ja anmerken, aber möglichst nicht nur mit den Worten 'Ich versteh das nicht'. :roll: liebe Grüße flamme
  10. Die Diamanten sind nicht das Hauptbild und außerdem würde ich rote Augen nicht unbedingt als Symbol der Reinheit ansehen. (Ein Blick wie roter Diamanten Wüstentanz) Du etwa? Dem widerspreche ich aber. Damit würdest du ja grunssätzlich jede Art von Pointe ausschließen mit der Begründung, man hätte sie doch in die vorangegangenen Verse mit einbauen können. Das macht keinen Sinn. Außerdem kann es ein sehr wirkungsvolles Stilmitttel sein, die Sprache und/oder andere Sachen zu verändern (hier ist es ja auch das Reimschema und die Verslänge), um der Beziehung zwischen dem LI und dem grellen Dämon nochmal ein neues Licht zu geben. Dass du das Gedicht nicht magst, habe ich mittlerweile mitbekommen, aber da du das, für meine Begriffe, nicht begründest, sondern mehr oder weniger oberflächlich herumkritisierst, kann ich das nicht so nachvollziehen. liebe Grüße flamme
  11. Widerspruch Wildnis contra Schaffenskraft? - Wird hier denn nicht ganz offensichtlich gerade diese Wildnis, der Dämon, erschaffen, oder besser gesagt, im Hinblick auf die "Höllenpforte", beschwört? (Erhebe dich, Wildnis) Und weißt du eigentlich, was ich mit "Spleen" meine? - Das ist gar nicht mal so unwichtig. Elementares Unverständnis, als Qualität dargestellt?? - Übrigens ist dieses Gedicht selbstkritisch, ja selbstironisch gedacht, zum Beispiel: "... und Flügeln, die in grauer Würde Schwingen heißen.", aber vor allem das Ende, der letzte Vers, der formal noch weiter ausbricht als die anderen Verse in den Terzinen und einen Aspekt enthüllt, den du anscheinend ignorierst. - Anders kann ich mir deinen Kommentar nicht erklären... liebe Grüße flamme
  12. Hallo Angel, ich weiß nicht recht, warum der Text im Labor steht - er erscheint mir noch relativ "normal". :mrgreen: Das liegt wohl hauptsächlich am Bild des Engels, das schon extrem oft verwendet wurde ("stumme Schreie" übrigens auch). Deine heftigen Gedankensprünge halte ich nicht für experimentell, sondern für originell. Aber leider führen sie zu nichts, was den Leser klar leiten könnte - das finde ich schade. Denn bis zur letzten Strophe komme ich zwar noch halbwegs mit, aber das Ende kann ich nicht nachvollziehen. Das erste Nichts ist allerdings auch irgendwie störend. Wie wärs mit einem "als" dahinter? Das letzte kann ich nicht als Art "Pointe" sehen, da absolut der Zusammenhang fehlt. Das ist nicht experimentell, sondern eher nachlässig, finde ich. Was ich aber schätze, ist dein Versuch, die Dinge mal "anders" zu beschreiben (Der auch insgesamt geglückt ist) und das viele Verborgene, was man dahinter vermutet. Aber vielleicht könntest du uns das nächste mal etwas mehr davon preisgeben... liebe grüße flamme
  13. Danke, schön dass es dir gefällt.
  14. Wenn du Kritik auf Lager hast, dann formuliere und begründe sie mal ordentlich. Denn so, wie das da steht, muss ich davon ausgehen, dass du das Gedicht nicht mal ansatzweise verstanden hast.
  15. Flamme

    An Einige

    An Einige Betreff: Ein bisschen Kunst, mal düster und mal heiter Verehrend jetzt mein Gruß, der hiermit oben steht. - Das wäre dann die Form. Bevor ihr jedoch geht, die ihr die "Freien" seid, lest bitte etwas weiter. Das Teil ist zwar recht starr, (Ein Reim muss her, Gefreiter!) doch ich finds lustig, wie, wenn ihr so Dinger seht, ihr eure Brauen hebt, die Äugelchen verdreht, und fragt: "Was soll der Scheiß?" - Ich weiß es selbst nicht, leider. Doch weiß ich, was ich will: Ich will noch etwas bleiben, euch nerven - mit Struktur. Das ist ein Spaß von Welt! Ihr seid noch da? Gut, gut, ich weiß, was euch noch hält: Das Ding hier ist nicht ernst, man darf mal sowas schreiben. - Doch gültig ist es schon, auch wenns euch nicht gefällt, denn dieses Schreiben wur/de maschinell erstellt. :mrgreen:
  16. Flamme

    Beschwörung

    Beschwörung Ich winde meinen Spleen durch rote Tintenschwärze. Erfinde Klang und zünde tote Widerworte. - Beschwöre durch die Blicke einer weißen Kerze noch Funkenflut heraus aus meiner Höllenpforte: Ein greller Dämon, von gewisser Eleganz, - und Klauen, die die Sehnsucht mir in Fetzen reißen! - Ein Blick wie roter Diamanten Wüstentanz, und Flügeln, die in grauer Würde Schwingen heißen. Erhebe dich, Wildnis, schweife durch die Nacht, - schwing brüllend dich über die Geländer der Stadt! - Ich schenke dir Kraft aus totgeglaubter Macht. Zerfahre den Mond und die Sterne, die wie Perlen matt den Himmel wanken, gleich einer Palisadenwacht! Dann werde ich - vielleicht - dein abscheuliches Haupt fein verzieren.
  17. Flamme

    Vorstadt

    Ähm, eine "Übersetzung"? Kommt darauf an, was du damit meinst. Falls es das ist, was ich vermute - das überlasse ich den Leser.
  18. Flamme

    Auschwitz

    Hallo, um mich mal einzumischen: Ich muss ganz ehrlich sein - wenn die Überschrift nicht wäre, würde ich es gar nicht mit einem Konzentrationslager assoziieren, sondern eher allgemein sehen. Vielleicht als unmenschliche Situation in einem Gefängnis oder Kerker. Kriegsgefangene (s. erste Strophe). Vielleicht gerade deshalb kann ich die Aufregung nicht verstehen, aber streiten will ich darüber auch nicht. Ich gebe nur zu bedenken, dass es hier im Grunde nicht mehr "nur" um die Poesie geht, sondern eher um die Kunst im Allgemeinen. Man kann einen Film (Form der Kunst) über die Nazizeit oder die Zustände in einem KZ drehen, und es gibt viele sehr gute ("Nackt unter Wölfen", "Napola", etc.), wobei Nackt unter Wölfen ja auch ein Roman ist, bei Napola bin ich mir nicht sicher. Es gibt auch bestimmt schlechte Filme darüber. Auch wenn ein Gedicht sich als Kunstform von einem Film sehr unterscheidet, sollte man auch dort solche Themen bearbeiten können, sei es nun als Mahnung (s. Kugels Reihe in "Gesellschaft") oder was auch immer. Natürlich können diese Gedichte auch schlecht sein oder sehr gut - darüber sollte man lieber diskutieren als über sowas hier... aber ich muss gerade reden, ich beteilige mich ja gerade selbst daran. :mrgreen: Damit würdest du bedeutende Anteile der Literatur (besonders des Expressionismus, aber auch noch viel mehr als das) in Frage stellen... und außerdem die entsprechende Rubrik hier im Forum. Ich denke schon, dass das geht. Die "Ästhetik des Hässlichen" - Wenn es sowas nicht gäbe, dann würde ich heute keine Gedichte schreiben und erst recht nicht hier im Forum meine Anwesenheit schreibenderweise kundgeben. (Was für ein Ausdruck! :mrgreen: ) Und auch wenn das jetzt vielleicht halbherzig wirkt: Zum Gedicht sage ich noch schnell, dass es mir gefällt. Zwar unruhig in gewissen sprachlichen Aspekten, die ich nur ungern als Stilmittel der "inneren Zerissenheit" oder Ähnlichem heranziehen würde - denn manchmal muss man meines Erachtens auch mal das Wort "Stilmittel" in der Schublade lassen, besonders als Autor - aber dennoch ein gelungenes Flair, finde ich. liebe Grüße flamme PS: Wie gesagt, streiten will ich nicht, das war nur meine Meinung.
  19. Das ist schwer zu sagen, denn wenn du willst, kannst du ruhig weiter über das System herziehen. Nur die Art und Weise ist nicht so recht mein Fall, und die Schreibweise deiner gesellschaftskritischen Texte ähnelt sich untereinander ja sehr, zumindest in meinen Augen. Deshalb hatte ich geschrieben, dass ich mir mal etwas Abwechslung wünschen würde. Dein Text endet überspitzt (sicher gewollt) mit dem Ausspruch, dass sich ein Einwand nicht lohnt und dass man einfach im System weiterleben und sich anpassen soll, dass man resignieren soll. Das ist sicherlich eine sehr naheliegende und auch ganz gut umgesetzte Conclusio deiner Darstellung des Systems und der Leute, die dort wohnen. Das habe ich auch schon woanders gelesen, diese Resignation vor den vorher beschriebenen Problemen. - Aber vielleicht geht es auch anders, die Gesellschaftskritik. Wenn mir etwas Konkretes einfällt zu diesem Text, dann mache ich noch Vorschläge. Naja, ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen. liebe Grüße flamme
  20. Flamme

    Mehr bedarf es nicht

    Hallo Kügelchen, eigige haben sich schon gemeldet, aber wie gesagt möchte ich auch noch ganz gerne etwas dazu schreiben. Eine längere Analyse krieg ich jetzt nicht hin, aber Kommentare hat der Text hier definitiv noch verdient. (: Denn trotz der Tatsache (wie hattest du es noch formuliert?) dass dir die Verse mittlerweile selbst schon etwas fremd sind, spürt man dennoch in ihnen eine hohe Ausdruckskraft. Der Inhalt ist schon sehr verkryptet - du machst es einem nicht leicht: Auf dem ersten Blick wirkt es zum Beispiel gar nicht so düster, wie die meisten anderen Gedichte in dieser Rubrik. Irgendwie hatte ich schon nach dem ersten paar Versen die Idee, dass das lyr Du die Muse des Künstlers, des Lyr Ichs ist. Und das ist auch Ausgangspunkt meiner Interpretation, ich hoffe, es ist nicht ganz falsch. :mrgreen: In der ersten Strophe verfällt das LI seiner Muse und verliert sich schon fast in den Weiten (hinter deinen Lidern / wiegen sich noch Horizonte) ihrer Inspiration. Es denkt an nichts anderes mehr, es vergisst alles um sich herum. (entsage meinen Augen / die große Schwere /leere mich / ...) Jetzt bekomme ich ein paar Probleme, weil es immer kryptischer wird. :oops: Als Narr der Gestrigen - ich musste ein wenig an den Übermenschen von Nietzsche denken, wenn auch nicht im selben Sinne. Das lyr Ich hebt sich gewissermaßen von der Masse ab, weil es ein hoffnungsloser Träumer ist, der für die anderen, die "normal" sind, ein Narr ist. Das letzte Kapitel /über die Geschichte / der Menschwerdung - vor allem das hat mich zum Übermenschen gebracht - das lyr Ich sieht diese Kreativität als das "letzte Kapitel" der Menschwerdung. Der schweigende Verstand ist für mich noch ein weiterer Hinweis auf den Künstler. :mrgreen: Nun kommt allerdings die Ernüchterung: Die Inspiration lässt nach, und das lyr Ich konnte sein Kunstwerk nicht vollenden (...ich warte, es passiert /nichts...) Doch selbst bloßgestellt und auf dem Boden der Tatsachen zurück bleibt es ein "fiebriger Träumer" - die Stelle finde ich am besten: (: Aber der Schlaf bleibt weg - ich sah die ganze Szene in der Nacht und auch wenn die Inspiration letztendlich nur von kurzer Dauer war, fragt sich das LI, wo der Schlaf bleibt - wahrscheinlich schon frühs um 3 oder um 4. (-Schmunzel) Das waren so meine Gedanken; vielleicht war ja das ein oder andere richtig - aber es hat mir jedenfalls Spaß gemacht, mich mit dem Gedicht zu beschäftigen. liebe Grüße flamme
  21. Hallo Onkie, du brauchst schnell einen Kommentar, weil... es auf die Schulzeit bezogen ist? Versteh ich nicht. :mrgreen: Was mich hier tatsächlich überrascht, ist das Metrum, was diesmal nicht regelmäßig ist. Vom Inhalt allerdings hätte ich mir etwas mehr erwartet. Es wird wieder über das System hergezogen, über Anpassung, Integration - Assimilation. Ein sarkastischer Unterton, der im Stillen auf mich wirkt wie ein Apell, seine Stimme zu erheben. Das Übliche irgendwie, onkie. Gesellschaftskritik bedeutet für mich persönlich aber etwas mehr, auch wenn das "mal" ganz gut und akzeptabel ist, zumal du wieder eine gewisse Sicherheit in Punkto Sprache unter Beweis stellst. Aber auf Dauer könnten gesellschaftskritische Texte noch viel mehr Facetten abdecken, als man vielleicht annimmt. - Das nur als kurzer Kommentar in Senf-Form. liebe Grüße flamme
  22. Flamme

    Metrik und Silbenanalyse

    Ich denke schon, dass diese Dinger ein Daktylus sind, Anna. (: Jedenfalls ist eine unbetonte Anfangssilbe bei urteilen und mitteilen unnatürlich in meinen Ohren. Da ich neulich einen interessanten Text von Max Brod darüber gelesen habe, mal ein anderes Beispiel - Holzklotzpflock: Da er leider noch nicht über 70 Jahre tot ist, kann ich nicht den ganzen text hier posten, aber das hier dürfte noch als Zitat durchgehen, es muss also nicht editiert werden. Wer interessiert ist, fragt mich per PN. Der Text geht darum (wie größtenteils an diesem Ausschnitt zu erkennen ist), dass auch andere Faktoren, die wir bei den berühmten x-en einfach unter den Tisch kehren, eine wichtige Rolle spielen, und dass es zwischen betonten und unbetonten Silben noch feine Nuencen gibt, die ebenfalls nicht beachtet werden. liebe Grüße flamme
  23. Hallo, also ich finde Karis Kommentar auch sehr gut und freue mich sehr, dass endlich mal jemand das erste Terzett zu würdigen weiß. Das soll nicht heißen, dass ich eitel bin, aber ich muss zugeben, dass ich auf diesen Vergleich sehr stolz bin... :mrgreen: Wie ich darauf komme, weiß ich selbst nicht mehr; vielleicht waren es die Drogen, vielleicht auch nur irgendeine Eingebung. Wer weiß... :mrgreen: Übrigens finde ich die Version mit legt sehr passend. Zwar nimmt es dem Vers etwas an Schwung (da das schwämmt etwas ungestümer daherkam) , aber es passt eigentlich sehr gut in die Atmosphäre, finde ich. Deshalb übernehme ich es so.
  24. Och, und dabei finde ich den Einstieg und das Wort 'schwämmt' in diesem Zusammenhang noch am besten an diesem Gedicht. (Neben dem ersten Terzett vielleicht...) Etwa nicht? Warum muss ich da was machen? Naja, danke fürs gutfinden. liebe grüße flamme
  25. Flamme

    Ein Haiku

    Hallo UnicoRn, Unikum~UnicoRn? Ist zwar etwas verwirrend, aber ich werde versuchen, euch beide auseinanderzuhalten. Selbst mit meiner sehr beschränkten Erfahrung in Sachen Haiku kann ich dir sagen: Dies hier ist keines, sondern ein Senryû. Ein Haiku, selbst im unklassischen Sinne, beschäftigt sich mit der Natur und ein Senryû mit den Menschen und seinen Emotionen. Und da du hier sowohl ein lyr Ich als auch ein lyr Du benutzt, ist es definitiv ein Senryû. Das 5-7-5 Schema bleibt allerdings dasselbe, und dabei fällt mir auf, dass du es brichst im mittleren Vers - da sind nur 6 Silben. Solch kleine Abweichungen sind zwar nicht schlimm, aber hier kann es mich nicht überzeugen. Die ersten beiden Verse sind sehr gewöhnlich, fast schon kitschig, und hinterlassen daher kaum den für ein solch kurzes Gedicht sehr wichtigen Nachhall beim Leser, zumindest bei mir nicht. Den letzten Vers finde ich zwar ganz gelungen, aber der kanns dann auch nicht mehr herumreißen. Satzzeichen sind meines Wissens nach auch sehr unüblich bei Haikus/Senryûs. Nur ein Bindestrich an der richtigen Stelle habe ich häufig gesehen, das würde dann so aussehen: In Deiner Wärme möchte ich verweilen - Schatten stehlen mich Aber ich bin mir nicht sicher, ob Punkte oder Kommas heutzutage auch 'in Ordnung' sind. Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen. liebe Grüße flamme
×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Community-Regeln
Datenschutzerklärung
Nutzungsbedingungen
Wir haben Cookies auf deinem Gerät platziert, um die Bedienung dieser Website zu verbessern. Du kannst deine Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass du damit einverstanden bist.