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Suchergebnisse

  1. S

    Der verhinderte Denker

    Ich glaubte jüngst, ich führt' ein Denkerleben, erdachte manche kühnen Theorien, kaum jemals nachzurechnen – und es schien: ein großer Geist sollt' sich alsbald erheben.   Da stellt die Gattin heut' die leise Frage: Ob es denn da noch jemand and'res gibt ? Ob ich sie eigentlich und je geliebt ...
  2. S

    Ehrensachen

    Der Boden so schwarz wie ein gähnender Rachen die Fremde so grau und der Himmel zu blass Sie reisen zu Fuß und er trägt ihre Koffer am Tag ihrer Ankunft am Morgen der Zukunft die Reise war schwierig es gab nichts zu essen am Tag ihrer Ankunft   Das Haus ist umgeben von schmierigen Straßen die...
  3. S

    Umlaufbahn

    Was hält mich, frage ich mich selbst, noch auf der Bahn, die dich umkreist, da du mir in den Rücken fällst und blindlings jedes Band zerreißt ?   Es ist das Feuer, das dich frisst und mich dir Rücksicht zollen lässt Der Orkus, der tief in dir ist Mein Wegfall gäbe dir den Rest   So variiere ich...
  4. S

    Kein Ludernest

    Kein Ludernest   Grob gesagt lungern Ungarn ungern hungernd im Finstern vor den hintersten Fenstern. Denn Budapest ist keinesfalls ein Ludernest, es ist im besten Augenblick dem Aug' ein Fest. Der Rest der Welt, aus Ost und West, kommt als Tourist - verlässt nur ungern Budapest.   Ach, an der...
  5. S

    Woher und wohin ?

    Ungefähr wähnen wir Herkunft, ungewiss ahnen Bestimmung.   Im Lichtwurf allein gibt uns Gegenwart Wege vor,   beleuchtet zu kurz uns’ren Lebenspfad: Spuren bloß.   Rastlos erobern wir Gipfel ohne den Abgrund zu kennen.
  6. S

    Aus Z macht A

    Ob unter Odins Schätzen Silberlöffel waren, mit denen die Raben die Weisheit fraßen ?   Thors Hammerschlägen ging zuckendes Blendwerk voraus.   Ein zorniger Wind zauste der Wolkendecke Daunen.   Auf Midgards hoffenden Gründen zerplatzten junge Hunde.   Der Weberknechte triefendes Gespinst...
  7. S

    Vergissmeinnicht

    Der leise Wind zupft sanft an den Gardinen Sie schlummert tief und ruht sich endlich aus Und vor dem Hause rosten Eisenschienen Ihr Sohn spielt ganz versunken auf dem Gleise Die Nacht war elend lang, die Arbeit hart Nun klappern Schlüssel in dem Treppenhaus Sie träumt von einer schönen weiten...
  8. S

    Wehrhaft

    Mit tausend Augen die Feinde zu erschrecken schlägt der Pfau sein Rad   03.08.2012
  9. S

    Verhun(d)zt

    Dem Menschen zu gefallen, geschaffen wider die Natur: kupiert, kastriert, gequält und überzüchtet. Wärst Du beizeiten doch vorm Joch geflüchtet, o arme Hundekreatur, Du treueste von allen !   01.08.2012
  10. S

    Juliromanze

    Wer kennt von früher nicht das Treiben: man wirft sich heiße Blicke zu, will weder nah, noch ferne bleiben, findet am Abend keine Ruh'.   Kaum schleichen Worte aus dem Munde, doch, eines Tages, kommt die Zeit, und irgendwann kommt auch die Stunde, da man alleine ist zu zweit.   Liebreiz nestelt...
  11. S

    Sommerliche Impression

    Der Sommer zeigt sich heute   Schlendergang der grünberockten Frau fragt mit Blicken unentschlossen   von seiner besten Seite   Kinder spielen Entenwesen und Schmetterlinge auf der Flucht   Es schwingen durch die milden Lüfte   Fontänen bilden Wasser- spiele Wassermusik von Händel fehlt   edle...
  12. S

    Aus eines toten Mannes Haus

    Der Erdkreis sitzt am Morgen zu Gericht Wie wir der Schlafsucht frönen dürfen, lebt länger kaum, was keine Sprache spricht Das tageweise Immerblau erfreut nicht matte Tauben   Es kümmert Schwäne nicht mein Kummer entfaltet und entzündet Sinn denn Hamster kennen keinen Witz nur bleicher Träume...
  13. S

    Unverdienter Lohn

    Es ist so schwer an manchem Los zu tragen ; man hatte zeitig doch das Glück bestellt. Doch muss man bitterlich sich nun beklagen, warum nur Schlechtes vor die Füße fällt. Wenn alle Übel dieser Welten plagen und Krankheit durch die müden Glieder gellt, wem, fragt man, ist dies Schicksal wohl...
  14. S

    Ruine

    „Gott sieht alles und bestraft“ so sprachen ihre Alten.   Trunkene Götter, mit wankelnder Gunst erzeugten einen demütigen Geist, sie in Ketten zu halten.   Schlagende Argumente, für sie nicht neu, blieben ihr auch in der Ehe treu.   Im Prügelhagel eines Abends erstarb das Kindergreinen.   Als...
  15. S

    Ursprünglich

    Wir sind doch alle königlich geboren, von edlem Blut und unschuldig und rein Die große Welt voll Wunder, wir so klein Und Wunder sind wir auch mit allen Poren   Im Lauf der Zeit geht Reinheit uns verloren und Unschuld geben wir samt Kindheit drein So wie die Engel könnten wir nicht sein denn wir...
  16. S

    Schnauze voll / In Nöten

    Ich hab' die Schnauze voll von biologischen Funktionen ! Ich bin sie leid, die Tausenden von Ejakulationen ! Ich bin verdrossen vom Geschlabber und von dem Zehengeknabber. Auch von unseren so heißen Küssen würde ich derzeit nichts vermissen. Ich brauche, wenn ich komm' nach Hause von dem...
  17. S

    Bedenke wer wir waren

    Erst neulich hab' ich drüber nachgesonnen wie uns geschah vor langer, ferner Zeit Ich sah dich an in deinem Sommerkleid Mit einem schlichten Kuss hat es begonnen   Doch lagen erst wir endlos uns in Armen, versiegte bald der wilde Liebesquell Die zarte Minne wich dem Wutgebell Entliebt kannten...
  18. S

    Gebrauchsgegenstand VI

    Groß prangt er an manchen Wänden, Bauern einst erdachten ihn. Alltäglich benennt er mir was man kennen muss und wissen.   Zuverlässig, oft geändert in der alten Zeiten Lauf ; jeder braucht und jeder hat ihn in irgendwelchen Formen.   Fehlt er, ist man aufgeschmissen, es sei denn, man hat's im...
  19. S

    Wie man nicht denken soll

    Einst wusste ich, wie man dachte. Wer weiß wie ich es machte ; doch heute: zu meinem brennenden Entsetzen kommen Gedanken in Fetzen.   Wölfische Gedanken mit sabbernden Lefzen. Kindergedanken mit Sabberlätzchen. Altersgedanken – ich weiß sie zu schätzen. Gedanken, die die Norm verletzen.   Bin...
  20. S

    Der euch umwirbt

    Der Mond grüßt bleich vom Himmel hell Die Waffen spielen mit dem Tod Die Sonne kreischt von oben grell   Der Gockel seinen Schwarm umwirbt Die Affen seh'n ins Abendrot Ich weiß nicht, wer als letzter stirbt   Die hellen Sterne überall Vor Spiegeln kämmt sich manche Frau Ich lebte vor dem...
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