(aus dem Fundus, 2014)
Ein Lorbeerzweig, von deiner Hand
gerissen, kränzt mein Haupt,
seit ich dich suchend nicht mehr fand
im Rindenkleid, belaubt.
Von kaltem Holz dein Körper jetzt,
verästelt das Gesicht,
die Zehen bloß im Stein, zersetzt
zu Fäden, fern von Licht.
Und doch, es war wohl gut für dich,
in dieses Sein zu fliehn,
und draußen, frei und ohne mich,
im Frühling weiß zu blühn…
Ein Lorbeerzweig, von deiner Hand
gerissen, kränzt mein Haupt,
seit ich dich suchend nicht mehr fand
im Rindenkleid, belaubt.
Von kaltem Holz dein Körper jetzt,
verästelt das Gesicht,
die Zehen bloß im Stein, zersetzt
zu Fäden, fern von Licht.
Und doch, es war wohl gut für dich,
in dieses Sein zu fliehn,
und draußen, frei und ohne mich,
im Frühling weiß zu blühn…