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Feedback jeder Art Das vierte Reich

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  • S. Athmos Welakis
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17.01.2024
Das vierte Reich
 
Wertschätzung?
 
Blühende Landschaften für schwarze Kassen
Einsparungen bei Sozialausgaben
Steuersenkungen für Unternehmen
Deregulierung des Finanzmarktes
Entfesseltes Kapital
Milliardenkosten für Steuerzahler
 
Solidarität?
 
Privatisierte Sozialwohnungen
Tafeln als Rettungsanker
Vernachlässigte Schulen und Kindergärten
Unsichere Renten
Flüchtlingskrise
Wir schaffen das
 
Wunschziel?
 
Marode Finanzen
Marode Infrastruktur
Pandemie
Sozialsysteme im Kollaps
Klimawandel
Krieg vor der Haustür
 
Perspektive?
 
Kanzler und Minister sagen:
Die Regierung muss endlich was tun
Gefangen im Dickicht ihrer Gesetze
Die Opposition weiß nichts als auszulachen
Parteienstreit unterhält besser als dem Volke zu dienen
Das vierte Reich dämmert
 
Stell Dir vor
 
Parteien seien wie Hundehaufen
In welchen wirst Du treten?
In den braunen?
 
S. Athmos Welakis
 
 
 
@S. Athmos Welakis
 
 
 
Moin.
 
Parteien seien wie Hundehaufen


In welchen wirst Du treten?


 
 
In keinen, der Hundehaufen.
Ich möchte, dass Deutschland wieder, bevor Frau Merkel, mit ihrer "Weitsichtigkeit", an das Ruder kam.
Nichts mehr, nichts weniger.
Aber vielleicht verlieren Politiker, mit ihrem höheren Rang,
den Draht zum Volk
und wollen nur in der Welt glänzen.
 
 
 
 
 
Hallo @horstgrosse2,
 
ich muss mal zum Verständnis nachfragen, ob du deinen zweiten Satz so meinst:
 
"Ich möchte Deutschland wieder so wie es war, bevor Frau Merkel mit ihrer "Weitsichtigkeit" an das Ruder kam."
 
So würde ich den Gedanken besser verstehen.
 
Aber war das verkohlte Deutschland tatsächlich besser? Sicher, Kohls CDU hat sicher deutlich sanfter das Programm aufgeführt,
welches heute die AfD unverblümt als Lösung anbietet: Wer im Schlaf nicht unentwegt "Ich bin ein Teil von Strammdeutschland!" flüstert - und das kann man mit entsprechenden Handy-Apps nachweisen - sollte sich lieber freiwillig aus dem Staub machen. Schmarotzer jeglicher Art sollen nicht mehr geduldet werden ...
Also ehe ich mich verzettele: Ja, damals, also vor Merkel, haben sie es geschafft, das ressentimentslastige Bürgertum immer wieder mit einer Gesellschaft in Harmonie zu versetzen. Wenn man sich trotz der vielen arbeitsscheuen Mitesser aller zwei Jahre einen Neuwagen leisten kann und das Häuschen am Stadtrand finanzierbar bleibt, okay.
Aber ist diese halbe Rollerückwärts vorstellbar? Soll sich Gesellschaft nie, noch dazu in einer komplexen Mehrfach-Krisensituation, progressiv nach vorn entwickeln, in die nächste Moderne?
Viele Nazis träumen davon, wieder in einer Art Biedermeierzeit zu leben, wenn sie das Land erst mit eisernem Besen ausgefegt haben.
Du möchtest sowas, wofür die Kohl-CDU stand. Teile Gib Krümel ab und herrsche!
Das wird nichts. Nicht auf Dauer. Geschichte drängt nach vorn. Mehr Freiheit, mehr Emanzipation. Trotz gelegentlicher Unfälle.
In Momenten, wenn ich selbst nicht mehr dran glauben mag, vergrößere ich den Abstand auf die überschaubare Geschichte, und erkenne
eine unzählbare Masse unfreier, rechtloser Menschen, die nichts haben, fast nichts sind. Je weiter zurück, desto schlimmer. Nein, wir sind in den vielen Tausend Jahren unseres Daseins trotz aller Fehler vorangekommen. Und noch haben wir die Chance zur Weiterentwicklung.
 
 
 
Danke, @S. Athmos Welakis, Geschichte und Politik sind anregende literarische Themen.
 
Parteien seien wie Hundehaufen


In welchen wirst Du treten?


In den braunen?
 
Da muss man
schon mal schau'n beim Laufen,
das sollte man aber auch beim Gehen
und kann man braune Scheiße sehen,
entsorgt man sie, damit keiner reintritt
und den Hund am besten gleich mit,
der kommt dann in ein tierisches Heim,
bis er dann ist stubenrein,
der Durchschnittsprolo ist unbewegt,
wenn Schweinehund mal Gassi geht,
und sagt sich: "Der Hund hat es drauf,
der geht zum scheißen wenigstens raus!"
dann füttert er ihn und streichelt ihn zart,
"Du bist der letzte deiner Art,...
...machst es deinem Herrchen recht,-
das ist gar nicht mal so schlecht,
denn Scheiße spricht für guten Dünger,
das gibt gute Ernte und Gewinner!"
So kommt dann wie es kommen muss,
die Scheiße läuft im Überfluss,
alles ist dann voll gedüngt,
der Durchschnittsprolo
ist mittendrin
und der merkt
dabei noch nicht,
das nur er der Loser ist.
So wird's gescheh'n, meine ich,...
...danke Athmos für das Gedicht.
 
LG Ralf
 
Lieber Athmos,
 
eine Politik-Getöse ist eine Brücke, die nichts verbindet. Der ungewollt allein gelassene Staatsbürger liebt die Freiheit und die Demokratie des Landes, welches von der demokratischen Welt weiterhin als Land der Dichter und Denker bezeichnet wird.
Es gibt zwar keine unfehlbare Politik, aber eine Politik mit falscher Orientierung macht, dass ein Land auseinanderbricht. Im Menschen!
Wenn dein Gedicht meins wäre, sollte es meiner Meinung nach mit dem Vers
Das vierte Reich dämmert
enden, nicht einfach als Leitmotiv des Werks, sondern da nach Jahren einer politischen Lethargie wachrüttelnd wirkt.
 
Liebe Grüße
Fehyla
 
Hallo Athmos, Dir ist es hier sehr gut gelungen, die Situation und Gefahren aufzuzeigen. Schon deine Überschrift lässt mich erschaudern. 
 
In Hundehaufen treten soll ja Glück bringen. Das erwartet sich wohl auch jeder, der sich positioniert. Es ist nicht schwer, das Richtige zu tun, wenn man weiß, was das Richtige ist. Die Geschichte lehrt uns, was richtig und was falsch ist. Aus den damaligen Fehlern sollten wir Lehren ziehen und nicht blind ins Messer laufen. Sich der Stimme zu enthalten oder aus Protest zu wählen, ist meiner Meinung nach der falsche Weg. Schauen wir uns also nach einer vernünftigen Alternative um, wenn wir unzufrieden sind.
 
Deine Zeilen appellieren an den gesunden Menschenverstand. Dabei ist Zorn ein schlechter Ratgeber. Wir sollten uns fragen, wer unsere Interessen am besten vertritt und nicht nur Parolen raushaut, uns bessere Zeiten vorgaukelt oder falsche Versprechen gibt. Jede Stimme zählt und bewirkt etwas, auch eine nicht abgegebene.
 
Es grüßt Juls
 
 
 
 
 
@Vogelflug
 
 
Moin.
 
 


"Ich möchte Deutschland wieder so wie es war, bevor Frau Merkel mit ihrer "Weitsichtigkeit" an das Ruder kam."
 
Ja, ich denke, das trifft es.  Natürlich ist diese Meinung etwas schwammig. Ich meinte mehr den finanziellen Spielraum. Bevor Strom, Benzin und Lebensmittel in die Höhe geschossen sind. Also hat es Gründe wieso, das geschehen ist. Manchmal dachte ich, ich bin im falschen Film. Ich kam mir vor, wie wenn ich in das Land versetzt wurde, wie es im Märchen, des Kaisers neue Kleider ablief. Ohne diesen Sinn jetzt auszuschmücken. 
Du möchtest sowas, wofür die Kohl-CDU stand. Teile Gib Krümel ab und herrsche!
Also, ich kannte auch das System der DDR, ohne jetzt meinen Senf darüber abzugeben, der vermutlich wieder Staub aufwirbeln würde. 
Aber warum schreibst du so viel über die AFD, ich bin kein Mitglied der AFD?  
 
So, ich denke, ich habe halbwegs deine Frage beantwortet.  
 
@Vogelflug


 


 


Moin.


 


 


Ja, ich denke, das trifft es.  Natürlich ist diese Meinung etwas schwammig. Ich meinte mehr den finanziellen Spielraum. Bevor Strom, Benzin und Lebensmittel in die Höhe geschossen sind. Also hat es Gründe wieso, das geschehen ist. Manchmal dachte ich, ich bin im falschen Film. Ich kam mir vor, wie wenn ich in das Land versetzt wurde, wie es im Märchen, des Kaisers neue Kleider ablief. Ohne diesen Sinn jetzt auszuschmücken. 


Also, ich kannte auch das System der DDR, ohne jetzt meinen Senf darüber abzugeben, der vermutlich wieder Staub aufwirbeln würde. 


Aber warum schreibst du so viel über die AFD, ich bin kein Mitglied der AFD?  


 


So, ich denke, ich habe halbwegs deine Frage beantwortet.  
 
 
 
Oh Gott Horst, nein, ich sehe dich auf keinen Fall irgendwo in der Nähe der AfD!
 
Aber da sich gegenwärtig, und leider machen da auch Teile der farbenfrohen Ampel mit,
die CDU immer mehr um Deckunsgleichheit mit den Forderungen und Lösungsansätzen der AfD müht,
wollte ich das Erschreckende aufzeigen: Die einen (CDU und andere eigentlich grundgesetzverpflichtete Parteien)
sind bereit, dem vermeintlichen Kampf gegen politische Verrohung humanitäre Werte zu opfern, indem sie leicht
abgestuft das noch schnell milde umzusetzen versucht, was die anderen (AfD) im Fall ihrer "Machtübernahme"
heftiger machen werden. Darum geht es gerade vor allem. Vielleicht erhoffen viele tatsächlich mit dem sich
vollziehenden Rechtsruck nur ein sich beruhigendes Deutschland, aber es wird ein gesellschaftlicher "Erdrutsch".
Und die CDU tut herzlich wenig dagegen. Rechts extrem und konservativ gehen erschreckend Hand in Hand,
finde ich.
 
Aber ich hätte eher erwartet, dass du mich erstaunt fragst, ob ich dich für ein CDU-Mitglied halte. Aber nein, nicht
einmal das. Und wenn, hätte ich kein Problem damit.
 
 
Liebe Grüße!
V.
 
@Melda-Sabine Fischer @horstgrosse2 @Darkjuls @Ralf T. @Vogelflug @Fehyla
 
Hallo miteinander,
 
vielen Dank für Eure ausführlichen Kommentare. Es gibt ein Bewusstsein für das Richtige, und das ist gut so.
 
Ich hatte zwei Anliegen für mein Thema, dass ich recht spontan verfasst habe, dessen Grundgedanken allerdings schon lange in mir arbeiten:
  1. Die Kommentare zu Vogelflugs Beitrag "Das Drohende". Die Richtung einiger Kritiken in formaler Richtung, ob der ein Gedicht sei oder nicht, und in welche Kategorie er einzuordnen sei, haben mich stark irritiert. Da scheint mir ein Muster erkennbar, eine Diskussion über ein wichtiges Thema in eine Richtung zu lenken, die vom Inhalt wegführt und diesen dadurch marginalisiert. Ich unterstelle zwar keine Absicht, weil ich hier die individuelle Vorgeschichte zwischen Vogelflug und dem Forum nicht kenne, aber dieses Gedicht als Anlass, in eine solche Richtung zu argumentieren, halte ich als unglücklich gewählt.
  2. Der Zulauf zu rechtsextremen Gruppen ist das Resultat einer über Jahrzehnte zu beobachtenden Entwicklung, in der die Wertschätzung und Solidarität des Staates zu seinen Bürgern immer mehr abgenommen hat. Meiner Meinung nach wurde angesichts der gesellschaftlichen und gewerkschaftlichen Erfolge in den 70er Jahren am Anfang der 80er Jahre ein Umsteuerungsprozess eingeleitet, um das Kapital abzusichern. Sichtbares Zeichen war 1982 das Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt, ermöglicht durch die Abkehr der FDP von einer sozialliberalen Orientierung. Der heutige innere Zustand dieses Landes wurzelt in jahrzehntealten Entwicklungen.
Ja, Deutschland ist nach wie vor ein wohlhabendes und gebildetes Land in der Welt. Das ist die Außenwahrnehmung. Für seine Entwicklung ist aber die Innenwahrnehmung auch ein entscheidender Faktor. Ohne Berücksichtigung der Bedürfnisse der Menschen werden Auswirkungen von Entscheidungen unkalkulierbar. Meine Aufzählungen von Entscheidungen und Wirkungen in den einzelnen Strophen sind weder vollständig, noch erheben sie Anspruch darauf objektiv richtig zu sein. Sie sollen vielmehr das subjektive Empfinden vieler Bürger dieses Landes widerspiegeln, dass die Bereitschaft fördert, sich Rattenfängern zu öffnen.
 
Wir wissen bis heute nicht, welchen Preis Helmut Kohl für die Wiedervereinigung unter der Ladentheke gezahlt hat. War es der wirtschaftliche Ausverkauf oder die rigorose Zerschlagung der Wirtschaft der DDR zum Wohle internationaler Konzerne? Wurde ihm das durch schwarze Kassen persönlich versüßt? Der Vorgang und sein Geheimnis darum zeugt von einer Geringschätzung der betroffenen Menschen, dessen Gefühl bis heute nicht überwunden ist.
 
Welches Ziel hat Gerhard Schröder und Hans Eichel zur Durchsetzung der Agenda 2010 bewogen? Wo blieb die soziale Verträglichkeit? Der seither immer wieder verbreitete Hinweis auf "Sozialschmarotzer" verletzt und lenkt von eigentlichen Motiven ab. Vom Vertrauensverlust, der diese Geringschätzung gerade der ärmeren Bürger erbrachte, hat sich die SPD bis heute nicht erholt. Hat sie sich überhaupt bemüht?
 
Natürlich war in der Flüchtlingskrise Angela Merkels Aufruf, "Wir schaffen das!", ein richtiges und wichtiges Signal. Unzählige Menschen haben auch jeden persönlichen Beitrag dazu geleistet. Auch in der Pandemie gab es eine ungebrochene Hilfsbereitschaft. Oder während der Flutkatastrophe. Viele wuchsen über sich hinaus. Das Gefühl unsolidarisch behandelt, ausgenutzt zu werden, während man sich selbst solidarisch verhält, wächst jedoch immer mehr. Reicht ein feuchter Händedruck, ein Applaus, über prekäre Arbeitsbedingungen hinweg? Da passen Politiker, die im Hintergrund witzeln und lachen, ins Bild.
 
Wenn wir "das vierte Reich" abwenden wollen, müssen wir die Hintergründe der Entwicklungen dahin wahrnehmen und kennen. In diesem Sinne habe ich mein Gedicht geschrieben. Die demokratischen Parteien sind aufgefordert im Miteinander unser Land zum Wohle der Menschen zu entwickeln, damit die Anfälligkeit für Rechtsextremismus zurück geht. Dazu gehören Wahrheit, Wahrhaftigkeit und tatsächliche Anerkennung. In Sonntagsreden verbreitete Lippenbekenntnisse verpuffen ohne das zugehörige Handeln. Alle sind an unserem heutigen Zustand beteiligt, keiner hat das Recht, den anderen lächerlich zu machen. Das Wohl der demokratischen Parteien ist abhängig vom Wohl der Menschen. Parolen rechtsextremer Staatsfeinde zu kopieren ist der falsche Weg. Eine Kopie wird den Erfolg des Originals nie erreichen und deshalb auch nicht verhindern.
 
Liebe Grüße,
Athmos
 
Hi Joshua,
 
So habe ich das nicht geschrieben. Ich habe meinen persönlichen Eindruck wiedergegeben, verbunden mit der Einschätzung, dass keine Absicht dahintersteckt. Das will ich mir nicht anmaßen. Wenn mein Eindruck falsch war bitte ich um Entschuldigung. Auch ich bin fehlbar. Schicke mir Deinen Zorn. Ich schicke Euch mein Mea Culpa.
 
Dieser Eindruck ist einfach entstanden, weil in der Politik - und das war ja sein Thema - solche Reaktionsmuster verbreitet sind.
 
Liebe Grüße,
Athmos
 
Hallo zusammen,

habe ich da irgendetwas verpasst, oder nennt sich dieses Forum neuerdings nicht mehr poeten.de - vielleicht sollten wir uns dies ein kleinwenig wieder in Erinnerung rufen?

Die Möglichkeit eines dergestaltigen Austausches sollte doch sicherlich auch wo anders bestehen...

Nachdenkliche Grüße
Uschi
 
Hallo Uschi,


was stört dich denn an den Diskussionen?
Dem kann ich mich nur anschließen. Wir sind Poeten und auch die, gerade die, sollten sich auch politisch äußern können. Warum also nicht in einem Literatur-Forum auch Texte zu politischen Themen veröffentlichen und darüber diskutieren? Wir haben unsere Stimme und als Poeten erheben wir sie nunmal mit dem Wort bzw. der Schrift. Wir leben im Land der Dichter und Denker und ich hoffe, auch der denkenden Dichter bzw. dichtenden Denker.
 
Seid gegrüßt von mir, Juls
 
Flüchtlingskrise
Hallo @S. Athmos Welakis,
vielen Dank für dein kluges wenn auch in Teilen etwas überspitztes Gedicht. Aber das ist als Stilmittel, ähnlich wie bei Satire, ok für mich. Die zitierte Zeile hat mich ein wenig gestört, denn die eigentliche Krise findet ja da statt, wo Flüchtende herkommen. Wenn ein im Vergleich wohlhabendes Land mit recht guten Werten im Demokratie- und Korruptions-Index die Wirklichkeit nicht organisieren kann, so ist dies eine Verwaltungskrise, wie ich es nenne.
 
Stell Dir vor


 


Parteien seien wie Hundehaufen


In welchen wirst Du treten?


In den braunen?
 
Die Pointe ist nicht schlecht, der Vergleich hinkt meiner Meinung nach aber ein wenig. Immerhin machen nicht nur Hunde Haufen und diese sind meist alle braun. Wenn es um Ausscheidungen allgemein geht, dann wähle ich Luft, Der Sauerstoff ist ein Abfallprodukt der Photosynthese, soweit ich weiß. Ob ich dadurch jetzt als Grünen-Wähler gelte, sei dahingestellt.
 
Alles Gute und noch einen schönen Abend. VLG
Peter
 
Da stimme ich Uschi zu. Für mich war das auch genug Politik in einem Lyrik-Forum. Poeten.de nicht Politik.de.
Ich will nix mehr lesen von Helmuts und Angelo Merkos oder ähnliches. Und auch keine Meinungsmache mehr in den Kommentaren. 
 
Hier im Forum gibt es keine Rechtspopulisten und auch keine Nazis, dafür sorgt die Moderation. 
 
Wem das nicht passt, der darf gerne über die böse "Zensur" hier schimpfen und sich dann beleidigt davontrollen. Adieu. 
 
Zurück zu Goethe, Schiller und Rilke ect. 
 
MfG Das Moderationsteam
 
Zurück zu Goethe, Schiller und Rilke ect. 
 
 
 
 
 
Morjen Joshua und wen es sonst noch interessiert.
 
 
Leben Goethe, Schille und Rilke wieder? Usw. ja, größtenteils.
 
 
Und:
Poeten.de nicht Politik.de.
 
Es gibt eine Kategorie bei poeten.de, die heißt "Politisches & Gesellschaftliches".
Wenn man bei "Gedanken, Weisheiten, Philosophisches" oder "Humor und Satire" oder "Melancholisches, Düsteres, Trauriges" usw. frei über Texte diskutieren kann, warum dann nicht bei "Politisches & Gesellschaftliches"? Zumal dann, wenn es in einem völlig akzeptablen Rahmen verläuft? Weil Uschi und wer auch immer die Sphären Dichtung und Politik nicht zusammenkriegt? Politische Dichtung ist ein stehender Begriff - ihr habt dafür eine Kategorie, das ist gut.
Wenn einzelne keine politische Texte mögen oder ihnen daraus erwachende Unterhaltungen zu weit von Poesie weg sind, dann können sie's doch vermeiden draufzuklicken. Zwingt doch niemande jemanden, etwas zu lesen, was sie/er nicht mag. Steht doch drüber: POLITISCHES & GESELLSCHAFTLICHES. Ist das so schwer zu ignorieren, mal eine Tür zuzulassen, weil man eh nicht wissen will, was sich in dem Raum dahinter verbirgt? Ist das Sehnsucht nach einer Poesiediktatur? Was soll das, verehrte Schreibfedernhalter? Mich interessieren gewise ausgelutschte Sinnestänze auch nicht. Mache ich deswegen eine Diskussion auf, dass langweilende Texte hier nichts zu suchen haben? Nein, ich behalte es für mich oder witzele vielleicht mal in einem Privatgespräch darüber. Merkt niemand, niemand wird verletzt, jeder kann sich frei entfalten.
 
Liebe Politiktexteverächter'*innen:
 
Deutschland, Europa und die Welt stehen vor einem kaum mehr für möglich gehaltenen Rechtsrutsch, der viele unserer schönen Gewohnheiten null und nichtig machen kann. Unsere Freiheiten, unsere Entwicklung bunter Gesellschaften, unsere Emanzipation sind in größter Gefahr. Viele Politiker*innen erklären sich für unzuständig, etwas gegen den Klimawandel zu tun. Das irdische Leben in seiner gewohnten Weise kippt gerade ins Nicht-mehr-funktionieren.
Und über solche Themen soll man keine dichterischen Versuche hier einstellen, um darüber zu diskutieren, gerade inhaltlich? Aber bald geht es wieder los mit Frühlingsgedichten, möglichst wie von Goethe, Schiller und Rilke. Sehr schön.
 
 
 
Ihr Lieben!
 
Wenn ich mich nach 'ner Menge Engagement in meinen Tagen - für eine offene demokratische Gesellschaft, gegen mörderische diktatorische Gesellschaftsentwürfe, für den Schutz einer lebensfähigen natürlichen Umwelt ... - mit meinen lyrischen Versuchen etwas entspannen will, indem ich das kaum noch Ertragbare in halbwegs lesbare Verse setze, freut es mich, wenn ich mit völlig Fremden im netten Austausch die Gedanken noch mal reflektieren kann, die ich und andere zu den Themen, die mich beschäftigen, zu sagen haben. Dann stärkt mich das für den nächsten Tag.
Es wäre einfach schön, wenn dieser Spielraum akzeptiert und erhalten bliebe.
 
Einen guten Tag
wünscht Vogelflug.
 
(ich schaue jetzt nicht nach Tippfehlern, sorry)
 
 
 
 
@Vogelflug
 
Das ist deine Meinung und sie ist schön und gut. Nun sage ich dir als Moderator in diesem Forum wie das tatsächlich ablaufen wird:
 
Wir werden hier keine politischen Grundsatzdiskussionen führen und auch nicht darüber diskutieren welcher Gott den längsten hat. Was ist daran so schwer zu verstehen? Wir sind und bleiben ein Gedichteforum. Über Misstände in Themen aufmerksam machen ist eine Sache, über irgendwelche Altkanzler und deren politische Agenda zu schwadronieren eine andere. Das braucht es hier nicht. 
 
Zu deiner Predigt über schlechte Lyrik zählt auch seine Meinung in ein schlechtes Gedicht zu packen, hat nichts mit Lyrik zu tun, gel? 
 
Diese Diskussionsrunde ist beendet.
Ich mache das Thema hier dicht sollte noch etwas derartiges kommen, weil mir das zuwiderläuft wie die Grenzen zwischen der eigenen Meinung und Missachtung moderativer Hinweise hier verschwimmen. 
 
Solltes es noch klärungsbedarf geben dann jederzeit über PN. 
 
Ende der Durchsage. Schönes Wochenende. 
 
 
 
 
 
Hi @Ponorist
 
Deinen Ausführungen stimme ich voll zu. Wie ich jedoch in meinem Kommentar darlegte, machte ich den Versuch die subjektive Stimmungslage, die mir im Alltag immer wieder begegnet, darzulegen. Denn diese bildet m.E. die Grundlage für Empfänglichkeit neonazistischer Ideen.
 
Die zitierte Zeile hat mich ein wenig gestört, denn die eigentliche Krise findet ja da statt, wo Flüchtende herkommen.
Ganz allgemein verstehe ich die Bedeutung des Begriffs "Flüchtlingskrise" als empfundenen und deshalb offensichtlich auch ein Stück weit vorhandenen Mangel an Wertschätzung und Solidarität in unserer Gesellschaft, weshalb ich diese Begriffe als Strophenüberschriften eingeführt habe. Es handelt sich wohl um eine Art Eifersucht gegen Flüchtlinge.
 
Der Schluss ist so eine Sache. Ich schreibe eigentlich ungern (unverblümt) fäkalorientiert. @Fehyla hatte ja bereits empfohlen auf ihn ganz zu verzichten. Dass Hundehaufen nicht das politische Farbenspektrum wiedergeben können, ist mir bewusst. Ich hatte im Sinn in, wie Du beschreibst, pointierter Weise das Gedicht nicht nur als Konsumgut zu erstellen, sondern den Leser auch auf die Notwendigkeit seines überlegten Handelns hinzuweisen.
 
Liebe Grüße,
Athmos
 
--------------- Doppelposting zusammengeführt ---------------
 
Hi @Joshua Coan
 
Auf die Begradigung wilder Flüsse gehe ich hier nicht weiter ein. An ihren Ufern herrscht bunte Vielfalt. Sie treten gerne über ihre Ufer und bringen Fruchtbarkeit dem Land. Aber schiffbar sind sie nicht.
 
Liebe Grüße,
Athmos
 
  • S. Athmos Welakis
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