Das Warten
an den Ruinenresten mit dem Eisenfenster
dessen Glas längst zerbrochen ist
die alten Flügel sind weit geöffnet
es knarzt das rostige Scharnier.
Das einsame Warten
mit weißer Lilie in der Hand
die abgelegt auf den zerfallenden Stein
ist ein Warten vor vielen Jahren
mit sehnsuchtsvoller Ungeduld
in dämmriger Heimlichkeit.
Doch vergeblich
warte ich am alten Fenster
der auffrischende Wind trägt die Lilie fort
zurückgeblieben ist ihr Duft und die Erinnerung
an eine wundervolle Zeit.
© Monolith