Der Krieg
Ein Abgesang an alle, die vollkommen verrückt geworden sind.
Prolog
Adieu, mein Held! Wirst deine Kinder nie erwachsen sehen. An die Seite deiner Frau gesellt sich ein anderer Mann. Er genießt mit ihr die Freuden der Liebe, die einst Dir vorbehalten waren. Denn deine Braut wurde der Krieg. Und der Krieg hat dich um dein Leben gebracht. Vage erinnert man sich deiner. Dass du auf dem Felde der Ehre dein Leben gelassen hast.
1. Strophe
Der Krieg ist ein grässliches Scheusal.
Ohne Gnade ist, wer ihn betreibt.
Und er darbt im finsteren Tal,
bleibt ein Verdammter für alle Zeit.
Es sind nicht die Verführten,
nicht die jungen Engagierten.
Es sind nicht die, die agieren,
greise Köpfe manipulieren.
Des Krieges geistige Väter,
sind die wahren Täter,
Verräter am eigenen Volk.
Und ich kann es nicht glauben,
dass sie sich des einzigen Leben,
in der Lust am Kriege berauben!
2. Strophe
Die ausgedummten Alten,
sollten ihre Köpfe hinhalten.
Wenn vom Kriege sie schwärmen,
gärt es in ihren Gedärmen.
Sie behängen sich mit sinnlosen Orden,
verbergen dahinter das Morden.
In ihrem Denken vollkommen irre,
geifern sie wie tollkranke Tiere.
Ruft ihnen zu, den Gestörten,
alle, die ihr Geplärre hörten:
Geht doch selber hin und sterbt!
Auf dem Felde der Ehre verderbt!.
Ohne Sinn und ohne Zweck,
der Tod ist ein eitler Geck.
3. Strophe
Geht in die Gärten der Kinder.
Seht zu, wie sie spielen,
ihr Unerwachsenen, ihr Sünder!
Lernt von den Kleinsten das Fühlen.
Euch bleibt, was Ihr könnt,
stolze und schamlose Thoren.
Wer Kinder verbrennt,
hat jeden Anstand verloren.
Dass das Gift der Väter
die Kinder zerstöre.
Kein Schöpfer hat sowas gewollt!
Steht auf, Ihr Retter!
Tilgt die Geschwüre!
Die Täter am eigenen Volk.
4. Strophe
Wie Ratten in Löcher,
Fliehen die Krieger,
verstecken die Memmen
sich, hinter Frau und Kind.
Tötliche Pfeile in ihrem Köcher,
Preisen sich als Gottessieger,
Ihr schändliches Tun verbrämen
sie, im Wahne schier blind.
Schneidet ab die alten Zöpfe,
der sturrstarren Tröpfe.
Was sie sich ersinnen,
bringt nur Tumbe zum Spinnen.
Es genügt nicht Arme abschlagen.
Man muss Köpfe abtragen.
5. Strophe
Welch Arroganz seid ihr verfallen,
dem Grauen jeden Preis zu zahlen.
Will Recht von Unrecht sich nicht scheiden,
der höchste Fall führt tief ins Leiden.
Die Schlacht ist keine gute Mutter,
verführt mit Lärm und Kampfgetöse,
macht Kinder zu Kanonenfutter.
Am lauen Geist nährt sich das Böse.
Macht mit Euch, was ihr wollt,
Schafft Euch selber ins Grab,
schaut zur Hölle hinab.
Tut was ihr nicht sollt.
Aber lasst Kindern das Sein,
ihre Seelen sind rein.
6. Strophe
Kriegstölpel blasen wieder ins Horn,
rotgesichtet, maßlos im Zorn,
brüllen sie wie verrückte Affen:
Greift doch endlich zu den Waffen!
Welchen Feind wollt Ihr bekriegen,
will der Thor den Thor besiegen!
Lernt vom Weisen Frieden halten,
helft Vernunft sich zu entfalten.
Nichts versteht der Ignorant,
Erkenntnis ist ihm unbekannt,
das Haus der Klugheit bleibt vakant.
Ist zum Krieger er erkoren,
ward zum Sterben er geboren,
daran geht der Mensch verloren.
7. Strophe
Es sind die hohen Quoten,
gewaltbereiter Idioten,
wieder heben sie die Pfoten,
sich ins Unglück zu loten.
Das Denken liegt brav ungenutzt,
brach, vom Massengeist beschmutzt.
Am Ende lässt das Elend grüßen,
Verzicht auf Denken fordert Büßen.
Der Krieg umwirbt junge Soldaten,
die gerne ins Nirwana geraten.
Er bringt Menschenblut zum wallen.
Das Morden scheint’s ist ohne Ende.
Einer reibt sich schon die Hände.
Gevater Tod tut’s gut gefallen.
8. Strophe
Tief ist des Menschen Fall,
wird er sich selbst zum Graus.
Der Schnitter lädt zum großen Ball,
zum Totentanz in seinem Haus.
Die Krieger ziehen in die Schlacht,
noch hängen sie am Menschensein.
Bald sind sie alle tot gemacht,
vom Leben bleibt am Grab ein Stein.
Ich stehe ich da und seh hinab,
im Trübsal dieser Tage.
Blumen schmücken dir das Grab.
Mein Herz ist voll der Klage.
Zerbrochen liegt des Hirten Stab.
Gib Gott, dass ich es trage.
9. Strophe
Alles was der Krieg uns will,
ist Menschen feind und Darben.
Er macht alles Leben still,
es bleiben Leid und Narben.
Stimmen die einst fröhlich sangen,
Gesichter tragen graue Last.
Stolze Leiber die da rangen,
winden sich jetzt im Morast.
Der Buchhalter schreibt ins Journal:
Der Abräumer hat gut getan,
es sind genug gegangen.
Viele waren noch nicht dran,
die werden wir noch fangen.
Wir sehen uns beim nächsten Mal.
Epilog
Mahnung an die Täter.
Es geht nicht um Rache und es geht nicht um Vergeltung. Wo andere sich laben, dauert lange noch ihr Darben. Die Mörder kriechen im Niederen, elend und beschmutzt, von ihrem ehrlosen Tun. Die Eltern wollen ihr Kind nicht kennen. Der Vater wird die Mutter schelten: "Was hast du mir da geboren? Ein Bastard wurde mir in die Wiege gelegt! Das kann nicht Fleisch vom Fleisch und Blut vom Blut des meinen sein. Solange es Menschen gibt, wird seine Schande unser Geschlecht entehren." Die Täter hoffen auf Vergebung derer, denen sie großes Leid zugefügt haben. Der König kniet vor dem Bettler nieder: "Kannst du nicht ein Gutes an mir finden?" Er hat dem König längst verziehen. Der König selbst trägt schwer an seinen Sünden. So wird es sein, in der Zeit danach. Im nächsten Sein ist nichts vergessen und nichts vergeben. Der Höchstgerechte fordert alles ein.
Ein Abgesang an alle, die vollkommen verrückt geworden sind.
Prolog
Adieu, mein Held! Wirst deine Kinder nie erwachsen sehen. An die Seite deiner Frau gesellt sich ein anderer Mann. Er genießt mit ihr die Freuden der Liebe, die einst Dir vorbehalten waren. Denn deine Braut wurde der Krieg. Und der Krieg hat dich um dein Leben gebracht. Vage erinnert man sich deiner. Dass du auf dem Felde der Ehre dein Leben gelassen hast.
1. Strophe
Der Krieg ist ein grässliches Scheusal.
Ohne Gnade ist, wer ihn betreibt.
Und er darbt im finsteren Tal,
bleibt ein Verdammter für alle Zeit.
Es sind nicht die Verführten,
nicht die jungen Engagierten.
Es sind nicht die, die agieren,
greise Köpfe manipulieren.
Des Krieges geistige Väter,
sind die wahren Täter,
Verräter am eigenen Volk.
Und ich kann es nicht glauben,
dass sie sich des einzigen Leben,
in der Lust am Kriege berauben!
2. Strophe
Die ausgedummten Alten,
sollten ihre Köpfe hinhalten.
Wenn vom Kriege sie schwärmen,
gärt es in ihren Gedärmen.
Sie behängen sich mit sinnlosen Orden,
verbergen dahinter das Morden.
In ihrem Denken vollkommen irre,
geifern sie wie tollkranke Tiere.
Ruft ihnen zu, den Gestörten,
alle, die ihr Geplärre hörten:
Geht doch selber hin und sterbt!
Auf dem Felde der Ehre verderbt!.
Ohne Sinn und ohne Zweck,
der Tod ist ein eitler Geck.
3. Strophe
Geht in die Gärten der Kinder.
Seht zu, wie sie spielen,
ihr Unerwachsenen, ihr Sünder!
Lernt von den Kleinsten das Fühlen.
Euch bleibt, was Ihr könnt,
stolze und schamlose Thoren.
Wer Kinder verbrennt,
hat jeden Anstand verloren.
Dass das Gift der Väter
die Kinder zerstöre.
Kein Schöpfer hat sowas gewollt!
Steht auf, Ihr Retter!
Tilgt die Geschwüre!
Die Täter am eigenen Volk.
4. Strophe
Wie Ratten in Löcher,
Fliehen die Krieger,
verstecken die Memmen
sich, hinter Frau und Kind.
Tötliche Pfeile in ihrem Köcher,
Preisen sich als Gottessieger,
Ihr schändliches Tun verbrämen
sie, im Wahne schier blind.
Schneidet ab die alten Zöpfe,
der sturrstarren Tröpfe.
Was sie sich ersinnen,
bringt nur Tumbe zum Spinnen.
Es genügt nicht Arme abschlagen.
Man muss Köpfe abtragen.
5. Strophe
Welch Arroganz seid ihr verfallen,
dem Grauen jeden Preis zu zahlen.
Will Recht von Unrecht sich nicht scheiden,
der höchste Fall führt tief ins Leiden.
Die Schlacht ist keine gute Mutter,
verführt mit Lärm und Kampfgetöse,
macht Kinder zu Kanonenfutter.
Am lauen Geist nährt sich das Böse.
Macht mit Euch, was ihr wollt,
Schafft Euch selber ins Grab,
schaut zur Hölle hinab.
Tut was ihr nicht sollt.
Aber lasst Kindern das Sein,
ihre Seelen sind rein.
6. Strophe
Kriegstölpel blasen wieder ins Horn,
rotgesichtet, maßlos im Zorn,
brüllen sie wie verrückte Affen:
Greift doch endlich zu den Waffen!
Welchen Feind wollt Ihr bekriegen,
will der Thor den Thor besiegen!
Lernt vom Weisen Frieden halten,
helft Vernunft sich zu entfalten.
Nichts versteht der Ignorant,
Erkenntnis ist ihm unbekannt,
das Haus der Klugheit bleibt vakant.
Ist zum Krieger er erkoren,
ward zum Sterben er geboren,
daran geht der Mensch verloren.
7. Strophe
Es sind die hohen Quoten,
gewaltbereiter Idioten,
wieder heben sie die Pfoten,
sich ins Unglück zu loten.
Das Denken liegt brav ungenutzt,
brach, vom Massengeist beschmutzt.
Am Ende lässt das Elend grüßen,
Verzicht auf Denken fordert Büßen.
Der Krieg umwirbt junge Soldaten,
die gerne ins Nirwana geraten.
Er bringt Menschenblut zum wallen.
Das Morden scheint’s ist ohne Ende.
Einer reibt sich schon die Hände.
Gevater Tod tut’s gut gefallen.
8. Strophe
Tief ist des Menschen Fall,
wird er sich selbst zum Graus.
Der Schnitter lädt zum großen Ball,
zum Totentanz in seinem Haus.
Die Krieger ziehen in die Schlacht,
noch hängen sie am Menschensein.
Bald sind sie alle tot gemacht,
vom Leben bleibt am Grab ein Stein.
Ich stehe ich da und seh hinab,
im Trübsal dieser Tage.
Blumen schmücken dir das Grab.
Mein Herz ist voll der Klage.
Zerbrochen liegt des Hirten Stab.
Gib Gott, dass ich es trage.
9. Strophe
Alles was der Krieg uns will,
ist Menschen feind und Darben.
Er macht alles Leben still,
es bleiben Leid und Narben.
Stimmen die einst fröhlich sangen,
Gesichter tragen graue Last.
Stolze Leiber die da rangen,
winden sich jetzt im Morast.
Der Buchhalter schreibt ins Journal:
Der Abräumer hat gut getan,
es sind genug gegangen.
Viele waren noch nicht dran,
die werden wir noch fangen.
Wir sehen uns beim nächsten Mal.
Epilog
Mahnung an die Täter.
Es geht nicht um Rache und es geht nicht um Vergeltung. Wo andere sich laben, dauert lange noch ihr Darben. Die Mörder kriechen im Niederen, elend und beschmutzt, von ihrem ehrlosen Tun. Die Eltern wollen ihr Kind nicht kennen. Der Vater wird die Mutter schelten: "Was hast du mir da geboren? Ein Bastard wurde mir in die Wiege gelegt! Das kann nicht Fleisch vom Fleisch und Blut vom Blut des meinen sein. Solange es Menschen gibt, wird seine Schande unser Geschlecht entehren." Die Täter hoffen auf Vergebung derer, denen sie großes Leid zugefügt haben. Der König kniet vor dem Bettler nieder: "Kannst du nicht ein Gutes an mir finden?" Er hat dem König längst verziehen. Der König selbst trägt schwer an seinen Sünden. So wird es sein, in der Zeit danach. Im nächsten Sein ist nichts vergessen und nichts vergeben. Der Höchstgerechte fordert alles ein.