Der Preis der Einsamkeit
-Die Abkehr-
Die Sonne sinkt am Firmament
und färbt den Himmel zart in Rot,
auf dass heut' Nacht die Sucht verbrennt,
bevor das Licht des Morgens droht.
Und du, und ich, wir blicken fern,
daheim, im Garten, vor der Tür,
zum abendlichen Dämmerstern,
derweil ich dich zu Tränen rühr'.
Ein kalter Stich ins Sonnenherz,
ich wende dir den Rücken zu,
doch leiden wir den selben Schmerz,
denn du bist ich, und ich bin du.
Es heißt zwar nun Aufwiederseh'n,
für kurze Zeit, bis Morgen früh',
nur widerstrebt sich mir das Geh'n,
aus Angst, dass ich des Nachts verglüh'.
Wie gern' ich dich in Armen hielt,
es bleibt mir dennoch keine Zeit.
Für einen, der zum Abgrund schielt,
verbleibt zum Trost nur Einsamkeit.
So sinkt die Sonne, sinkt mein Herz,
zum Horizont, zum tiefsten Grund,
erlischt am Schluss, verglüht voll Schmerz,
und trennt uns von dem Seelenbund.
© by black, 06.10.2009
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Verweise:
Kalt umfasst (Die Abkehr)
Bei Verweisen in Kommentaren anderer werde ich mich bemühen, diese stets dieser Liste beizufügen.