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Feedback jeder Art Der Wert des Dichtens

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Dichten scheint sich nicht zu lohnen
so als Quelle für sein Geld,
erst wenn wir in Gräbern wohnen,
fällt wem auf, dass doch gefällt,
 
was zu Lebzeit wir geschrieben,
kaum beachtet, selbst verschenkt.
Plötzlich wollens alle lieben.
Schelm ist, wer nun böses denkt.
 
Ist der Dichter erst verstorben,
wird sein Werk gar int'ressant.
Ist nicht weiter drum verdorben,
dass man ihn noch atmend fand.
 
Herzensblut schrieb er in Zeilen -
wertlos, wenn es weiterfließt!
Menschen wolln beim Drama weilen,
tragens in sich, wie du siehst.
 
Gibts drum nichts zu kritisieren,
so bedarf es der Kritik,
denn statt Schönes zu verzieren,
wählt der Mensch so gern den Krieg;
 
in den Herzen, in den Köpfen,
auf dem Schlachtfeld, infernal.
Lieber aus dem Chaos schöpfen,
als auch nur ein zweites Mal
 
sich den Künsten hinzugeben,
die so schön und reflexiv
spiegeln unser Seelenleben ...
mancher Abgrund ist wohl tief.
 
Denn sich selber zu erkennen,
sich und seinen Januskopf,
das bedeutet zu verbrennen
an der Wahrheit bittrem Tropf.
 
Reine Kunst zeigt uns den Spiegel,
streut Salz aufs verletzte Kind,
bricht die sieben Seelensiegel,
zeigt uns, wer wir wirklich sind!
 
 
Guten Morgen Uwe,
 
sehr schön gesprochen!
Der Spruch gefällt mir, den werde ich mir merken 🤗👌
 
Hab vielen Dank!
 
*ok ich glaube das möchte ich nicht weglassen, deshalb erzähle ich es dir noch 😄
Der Gedanke des Anfangs,
Keiner interessiert sich heute sonderlich für Lyrik, du kannst noch so gut sein, außer natürlich du hast lottolike Gesellschaftsglück 😄
Sonst wird das Reimen nie mehr ein ein persönliche Beschäftigung, monetär gesehen.
Aber wenn du stirbst, kommt irgendwann wer beim durchschauen deiner Werke drauf, die sind ja doch gut und verdient sich dann von ernst bis lustig damit
(Rilke war zu Lebzeit kaum geschätzt und Goethe mit seinen wahrlich großen Gedichten, hat seinen Ruhm doch für den Werther und andere Novellen bekommen)
hab ich vor Längerem gelesen in einem anderen Forum von der dortIgen ForumsLeitung, also Keine Ahnung, ist schon lAng her, aber sollte genannt sein, denke ich ...
 
Liebe Grüße
Delf
 
Meine Zeilen sind für eure Federn
all die Bereiche, in die ihr fühlt.
Vom Schaft zum Kiel zu kleinsten ädern,
mit dem Wortgewand den Geist umspült.
 
Jene Schrift ist für eure Gedanken,
so voller Tiefe und sinnbehaftet.
Lasst ihr manch ein Weltbild schwanken,
denn Unterschiede sind belastet.
 
Diese Botschaft ist für euer Schaffen,
so kreativ, doch meist ungesehen.
Streckt, so meine Bitte, nie die Waffen
und lasst das Herzblut neu entstehen.
 
Solcherlei Worte sind für dich Mensch,
ein kleiner Dank in schnellen Zeiten.
Zu wenig gelesen, doch ich hoffe, du erkennst.
Es reicht, eine Seele zu erreichen.
 
Hallo und einen schönen Sonntag 🙏
 
Meine Zeilen sind für eure Federn
all die Bereiche, in die ihr fühlt.
Vom Schaft zum Kiel zu kleinsten ädern,
mit dem Wortgewand den Geist umspült.


 
Jene Schrift ist für eure Gedanken,
so voller Tiefe und sinnbehaftet.
Lasst ihr manch ein Weltbild schwanken,
denn Unterschiede sind belastet.


 
Diese Botschaft ist für euer Schaffen,
so kreativ, doch meist ungesehen.
Streckt, so meine Bitte, nie die Waffen
und lasst das Herzblut neu entstehen.


 
Solcherlei Worte sind für dich Mensch,
ein kleiner Dank in schnellen Zeiten.
Zu wenig gelesen, doch ich hoffe, du erkennst.
Es reicht, eine Seele zu erreichen.
 
Hab großen Dank für deine Zeilen, Buchstabenenergie. Ich finde deine Zeilen sehr angenehm ansprechend im Gesamtbild.
Ich tue mich ein wenig schwer damit, vorbeizukommen, ohne einzutauchen.
 
Das macht es ein kleines Stück schwer, für mich seh ich vieles darin, dem ich am liebsten erstmal Beachtung schenken möchte.
 
Ehrlich gesagt, eigentlich möchte ich erst antworten, wenn ich fertig bin, die Zeilen von Endeavour einbegriffen und andere Antworten und ich ungerne behandle, bevor hier nicht nen Impuls von ich scheiß nicht drauf steht und eigentlich hab ich kein bock im Kreis zu sabbern
 
Ich hätte dein Gedich unglaublich gerne mit der Tiefe behandelt, die es glaube ich verdient hat und ich hoffe, dass ich das noch tue!
 
 
Die Zeilen der Feder sie sind den Gefühlen 
gewidmet. In Tinte wie sie durch mich floss,
geschrieben; von Wogen, die Meere umwühlen
und weit in der Tiefe das finstere Schloss

 
die Hallen bewohnen ertrunkene Gäste
im Schimmer von biolumineszem Glanz
in eisiger Kälte die ewigen Feste
die Kraft der Gezeiten, sie taktet den Tanz


 
 


Auf indes die Dornenkronen


Und gebissen die Zitronen!


Rausgerückt die Silberlinge!


Dichten muss sich wieder


                                            lohnen.


 


 
 
Nun, es scheint in meinem Namen
sehr geeignet dieser Rahmen
für die Worte ""Derzlich Danke"
darauf geb ich dir mein
                                            Amen!
 
 
Hallo Endeavour,
 
erst einmal moin, und danke! 🤗
 
Ich hätte dazu eine Frage, interessehalber.
Diese Form, die ich hier augenscheinlich möglicherweise irgendwie entsprechend plagiiert habe, was hat es damit genau auf sich?
 
Du benutzt sie ja öfters, meistens,
Bestimmt hast du irgendwo auch mal etwas geschrieben, oder vielleicht.
 
Es interessiert mich, weil mir die Form so sonst noch nicht begegnet ist - das sagt tendenziell zwar eher nichts aus, egal ..
ob nun die Form die ich nicht kenne, 
du, der sie nutzt, dem ich die Ahnung zuspreche, es nicht grundlos zu tun
oder das wie,
oder ~
 
Ich entschuldige mich für mein forsches Fragen, aber:
was genau umrahmt die Zeilen
wer hat so angeordnet geschrieben
was wurde darin geschrieben
warum darin
 
was ist das mit Zeile drei 😅
 
Gibt es für dich einen Grund für dieses Schema?
Emotional oder kausal?
 
 
Wiegesagt, ich entschuldige
nein, ich hoffe du entschuldigst 😅
Das würde mich ehrlich interessieren 
 
Liebe Grüße
Delf
 
 
Hallo Delf,
 
vermute, das erste D (V3) sollte ein H werden. Ansonsten hast Du die Form nicht plagiiert, sondern genutzt, gebraucht, verwendet, wie auch immer.
 
Das Rubāʿī (Vierer, Vierzeiler) ist wohl seit 1859, also seit Fitzgerald seine Übersetzung (ins Englische) der Rubāʿīyāt (pl.) des Omar Chayyām veröffentlichte, die weltweit bekannteste Form arabisch/persischen Ursprungs. Im Grunde findet sich die Form aber in jedem Diwan orientalischer Dichter. Vielleicht könnte man das Rubāʿī (aaba) als Kopf der drei wichtigsten Formen der arabisch/persischen Poesie verstehen, während der/die/das (?) Quita (cada usw.) als der Schwanz der Schlange verstanden werden kann; zusammen ergibt das die wichtigste Form der immer gleich gegliederten arabisch/persischen Gedichtsammlungen: das Ghasel bzw. die Ghasele.
 
In deutscher Sprache sind vorzüglich Rückert und Platen zu nennen, wenns um diese Formen geht.
 
Überdies ist das Rubāʿī so etwas wie die arabisch/persische Antwort auf das griechisch/lateinische Distichon, denke ich; interessant in erster Linie für Epigrammatiker.
 
Gruß
 
E.
 
 
 
Hallo Endeavour,
 
 


Hallo Delf,


 


vermute, das erste D (V3) sollte ein H werden. Ansonsten hast Du die Form nicht plagiiert, sondern genutzt, gebraucht, verwendet, wie auch immer.


 


Das Rubāʿī ich (Vierer, Vierzeiler) ist wohl seit 1859, also seit Fitzgerald seine Übersetzung (ins Englische) der Rubāʿīyāt (pl.) des Omar Chayyām veröffentlichte, die weltweit bekannteste Form arabisch/persischen Ursprungs. Im Grunde findet sich die Form aber in jedem Diwan orientalischer Dichter. Vielleicht könnte man das Rubāʿī (aaba) als Kopf der drei wichtigsten Formen der arabisch/persischen Poesie verstehen, während der/die/das (?) Quita (cada usw.) als der Schwanz der Schlange verstanden werden kann; zusammen ergibt das die wichtigste Form der immer gleich gegliederten arabisch/persischen Gedichtsammlungen: das Ghasel bzw. die Ghasele.


 


In deutscher Sprache sind vorzüglich Rückert und Platen zu nennen, wenns um diese Formen geht.


 


Überdies ist das Rubāʿī so etwas wie die arabisch/persische Antwort auf das griechisch/lateinische Distichon, denke ich; interessant in erster Linie für Epigrammatiker.


 


Gruß


 


E.


 


 
 
Oh, ja natürlich, das hätte ich H sein sollen.
Ok, cool. Ich hatte bewusst plagiiert geschrieben, weil ich eigentlich darauf vorbereitet war, dass beispielsweise der dritten Zeile nochmal eine besondere Bedeutung zukommt.
 
Rubāʿī, ich erinnere mich, dass ich den Namen bei dir schonmal gelesen habe. An sonsten sind mir glaube ich, zumindest bewusst, beide noch nirgendwo anders begegnet. 
Danke für die Nebeneinanderstellung mit der Ghaseele wie Quit. Während mir die Zweite so auch noch nicht bekannt war, sagt mir Ghaseele natürlich etwas.
Mit der Einordnung in die persisch/arabische Dichtung finde ich die Wahl der Form auf jeden Fall schön!
 
Zu der Ghaseele hab ich selber bisher einfach nicht meinen Bezug gefunden, das liegt wohl viel auch daran, dass die Übersetzungen von Rumi und Hafiz, die ich dazu bisher gelesen habe, oft lyrisch nicht dem entsprechen, was ich mir erhofft hätte, bzw dem Ursprung angemessen wäre, finde ich. Aber wirklich urteilen werde ich hoffentlich erst, wenn ich gute Beispiele vor Augen hatte 😄
 
Das Rubāʿī muss ich aber wirklich sagen, finde ich interessant, kurz und prägnant, die dritte Zeile hat einen Reiz und der Ursprung ist ein Adelsschlag.
 
In die Welt der Diwane bin ich leider noch nicht tief genug eingetaucht, um wirklich sprechen zu können, aber nicht nur lyrisch hat die persisch/arabische Literatur, für den Moment wäre ich geneigt das Persisch darin groß zu schreiben, in dieser Zeit / im Rahmen der Sufi Mystik, unglaubliches geschafft.
 
Lieben Gruß
Delf
 
 
Hallo Delf,
 
den Buchmarkt betreffend, hast Du, fürchte ich, recht:
 
Nicht überall, wo Hafis draufsteht,
Ist Hafis drin, und zum Verkauf steht
So bitter wenig neben Schwachsinn
Und Schund, der überall zuhauf steht,

Dass Poesie, nun, in Gesellschaft
Wie die geraten, lieber aufsteht.
 
Empfehle also:
 
1. Rückert
2. Rückert
3. Rückert
4. Rolf-Dietrich Keil
 
Gruß
 
E.
 
 
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