Hallo Rhoberta,
ich bin ja froh, dass mein Flüsschen noch reichlich Wasser führt, ohne Abkühlung wäre die Hitze kaum zu ertragen.
Aber die dahinter stehende Problematik ist sehr ernst.
Ob der Sommer sich selbst verbrannt hat.. oder war es der Mensch? Der sich die eigenen Finger an seiner Gier verbrannt hat, und nun nicht einsehen mag, dass er die eigene Lebensgrundlage zerstört? Tja, wir sind auf diesen Ort angewiesen, umgekehrt gilt das nicht.
Tendenziell werden die Sommer auch hier spürbar heißer und trockener. Dieses Jahr ging es vergleichsweise noch.. bisher.
Die Dramatik wird sich noch zeigen, wie sie sich heute schon vielerorts zeigt, in weit ernsterer Lage als bei uns in Deutschland.
kein Leben wird auf Sand gebaut
Diesen Vers finde ich sehr stark, weil das Bild einen tiefen Eindruck hinterlässt. Jeder kann sich sofort vorstellen, wie vergeblich die Mühe ist, etwas Standfestes auf Sand zu errichten. Zugleich verschluckt der Sand alles, was uns Leben ermöglicht, Wasser. Und Pflanzen finden keinen Halt.
Darin liegt auch die zunehmede Desertifikation, von der versiegten Quelle zur nahenden Wüste.
die Erde tobt mit großer Wut
Mmh. Diese Zuschreibung würde ich vielleicht überdenken. Es ist etwas seltsam, der Erde ein Fühlen und Gefühlsreaktionen menschlicher Art zuzuweisen. Für uns mag es sich anfühlen wie ein Toben vor Wut, aber die Erde, die Natur "reaigert" nur um ein neues Gleichgewicht zu finden, Mechanismen die von uns ausgelöst werden und Veränderungen bewirken. Ursache - Wirkung, so einfach letztlich. Dahinter steht keine bewusste Entscheidung "der Erde".
Anders natürlich, wenn diese Erde in einem göttlichen Sinne betrachtet werden soll und ihr ein Bewusstsein zugeschrieben wird, dann wäre die Zuschreibung entweder zutreffend oder anmaßende Gotteslästerung ,-) kleiner Spaß!
Nein, aber das vermute ich hier nicht, es passt nicht recht in den Kontext.
Naja, vielleicht kannst du etwas damit anfangen, sonst ist auch ok und es bleibt ein starkes Werk!
Liebe Grüße, Lichtsammlerin