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Die Macht der Gedanken

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Nein! Nein! Ich lass‘ das nicht zu!
Geht weg von mir! Lasst mich alle in Ruh‘!
Verschwindet! Sofort! G’rad war Alles so schön!
Ihr apokalyptischen Reiter! Ich will euch nicht seh’n!
 
Das Tagwerk hab‘ ich noch eben verfolgt.
Es war ruhig und mild, der Himmel in Gold.
In der Ferne dann, ich hab’s kaum vernommen,
künd’te sich an, ihr verheerendes Kommen.
 
Nichts war mir neu. Durch ihren letzten Besuch
wusst‘ ich noch gut von diesem listigen Fluch.
Diese Reiter vernichten! Sie ernähr’ n sich von Furcht.
Ignoriere sich sie, so steh‘ ich das durch.
 
Und ich hab‘ es versucht! Wahrlich, ich kämpfte!
Der Galopp wurde lauter doch ich hielt meine Ängste
in Schach.
 
Dann ward es dunkel.
 
Jetzt ist es Nacht.
 
Mein Herz schlägt panisch
 
hab‘ einen Fehler gemacht.
 
Ich hob den Blick und, oh, welche Not!,
so bedrohlich das Bild, das der Himmel mir bot:
Da war’n sie.
Die Reiter.
Schwarz.
Derer vier.
Sie bringen den Tod.
Sie bring’n ihn zu mir.
 
Die sind nicht echt! Doch sie schein‘ so real
und, GÜTIGER GOTT, sie sind VIEL ZU NAH!
MACH SCHON! STARR NICHT! GLEICH SIND SIE DA!
LAUF! LAUF SCHNELLER! VORSICHT! DER PFAHL!
STEH AUF! KOMM SCHON! BITTE TU’S NICHT!
BLEIB BITTE NICHT LIEGEN! LAUF WEITER! FÜR MICH!
 
-
 
Doch gefesselt ist er, von den Gewalten;
allein durch den Anblick der vier mächt‘ gen Gestalten.
Sie galoppieren hinüber, ohne zu halten
und ihr schwarzes Tuch wirft bleischwere Falten.
 
Es legt sich auf alles und drückt es darnieder.
Das Leben, das Licht, sie sind ihm zuwider.
Der Mann schlägt, er tritt, doch bleibt er Verlierer.
Es ist schon zu spät – das Dunkel ist Sieger.
 
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Anmerkung:
 
Mir ist bewusst, dass die Reiter der Apokalypse im biblischen Sinn keineswegs in irgendeiner Art schwarz sind. Abgesehen von einem Pferd, das ist tatsächlich schwarz...
 
Meiner Meinung nach, passt diese Ungenauigkeit aber besser zur Grundstimmung, die ausgedrückt werden soll.
 
Gruß
 
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