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Feedback jeder Art Fallobst

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  • Alexander
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Fallobst
 

Es fällt in die Körbe ein Lichtlein hinein
und schenkt jedem Kern ein versüßtes Verbot. 
Die Äpfel erstrahlen in glänzendem Rot
und blenden die Blicke, um schmackhaft zu sein. 
 
Gesammelte Früchte, im Garten gewachsen, 
erliegen dem Hunger in gierigen Stunden. 
Sie gären und laufen in drehenden Runden, 
in eigene Himmel und brechen die Achsen. 
 
Noch trunken vom Schimmer, vereist sie der Frost.
Verfallen in Starre, erliegen dem Rost
und wirken am Boden für immer verloren.
 
Dann blüht eine Zeit, in der Sonne sie findet. 
Wenn Wasser und Erde, von Neuem, sich bindet. 
Sie treiben dann wieder, weit über den Ohren.
 
Salve Alexander! 
Eben habe ich die erste Strophe deines Gedichts gelesen, schon dafür kriegst du die beste Note. 
Ich lese jetzt weiter.
"Dann blüht eine Zeit in der Sonne sie findet" ....
Fehlt vielleicht da etwas?
Egal, das weiter lesen hat mich nicht enttäuscht.
Der Titel ist perfekt. 
Liebe Grüße
Carlos
 
Salve Alexander! 


Eben habe ich die erste Strophe deines Gedichts gelesen, schon dafür kriegst du die beste Note. 


Ich lese jetzt weiter.


"Dann blüht eine Zeit in der Sonne sie findet" ....


Fehlt vielleicht da etwas?


Egal, das weiter lesen hat mich nicht enttäuscht.


Der Titel ist perfekt. 


Liebe Grüße


Carlos
Hi Carlos 
Danke für dein Lob
Nein in der Zeile fehlt wahrscheinlich nur ein Komma. Versuch sie so zu lesen.... Dann blüht eine Zeit, in der, Sonne „sie" findet. Weiß ehrlich gesagt nicht wie ich sie schreiben soll. Denn je mehr ich darüber nachdenke desto unsicherer werde ich mir
 
Jetzt sehe ich es, dein Gedanke ist ganz klar, aber doch etwas umständlich ausgedrückt, es bremst irgendwie die bis dahin und danach wunderbar fließende lyrische Strömung. 
Und wenn du den ganzen Vers anders schreibst, so dass auch ohne Kommata sofort verstanden würde?
 
Das wäre eine Alternative gewesen, die ich noch geschrieben habe... 
 
In helleren Zeiten verbindet die Sonne
sanft, Erde und Wasser, von Neuem, mit Wonne.
Sie treiben dann wieder, weit über den Ohren. 
 
Lieber Alex,
 
dein Gedicht erweckt so wunderbar die Äpfel zum Leben! Ich habe jede einzelne Zeile genossen - auch die besprochene ist mit dem Komma gut verständlich.
 
Bei den neuen Versen muss hinter "sanft" das Komma weg. Am Ende kann es, muss aber nicht (mir passt es hier: eine kleine Verschnaufpause vor der fantasievollen Formulierung)
 
In helleren Zeiten verbindet die Sonne
sanft Erde und Wasser, von Neuem, mit Wonne.
Sie treiben dann wieder, weit über den Ohren. 

 
Sehr gerne gelesen! Selten werden Äpfel so gut auch "aus ihrer Sicht" beschrieben - ich staune!
 
Und hier: 
Sie gären und laufen in drehenden Runden 
in eigene Himmel und brechen die Achsen. 
 
herrlich, die "drehenden Runden"! Nur bei den Achsen sitze ich mir auf der Leitung ...
 
LG Nesselröschen
 
Lieber Alex,


 


dein Gedicht erweckt so wunderbar die Äpfel zum Leben! Ich habe jede einzelne Zeile genossen - auch die besprochene ist mit dem Komma gut verständlich.


 


Bei den neuen Versen muss hinter "sanft" das Komma weg. Am Ende kann es, muss aber nicht (mir passt es hier: eine kleine Verschnaufpause vor der fantasievollen Formulierung)


 


In helleren Zeiten verbindet die Sonne
sanft Erde und Wasser, von Neuem, mit Wonne.
Sie treiben dann wieder, weit über den Ohren. 



 


Sehr gerne gelesen! Selten werden Äpfel so gut auch "aus ihrer Sicht" beschrieben - ich staune!


 


Und hier: 


 


herrlich, die "drehenden Runden"! Nur bei den Achsen sitze ich mir auf der Leitung ...


 


LG Nesselröschen
Hi Nesselröschen 
 
mit Achsen meine ich den „Halt", das was uns trägt und in der Spur hält. 
Danke für deine lieben Worte. Habe mich sehr darüber gefreut. 
 
LG Alex 
 
Lieber Alexander,
das Sonett ist rhythmisch sehr schön, logisch scheint mir aber einiges nicht stimmig oder (zumindest für mich) unverständlich.
Zunächst mein Verständnis des Inhalts (vielleicht missverstehe ich ihn ja):
 
In den Quartetten geht es rote  Äpfel und gärende Früchte, die im Garten aufgelesen und in Körben gesammelt wurden, um dann von Hungrigen gegessen zu werden. Die  Terzette handeln von den nicht aufgelesenen Äpfeln/Früchten, die faulen, gefrieren, und deren Kerne im Frühjahr keimen.
 
Nun einige Fragen:
Was für ein Lichtlein ist das und worin besteht das Verbot?
Handelt es sich um ein Blenden durch Helligkeit oder durch Vorspiegeln falscher Tatsachen?
Wieso drehen sich die Runden?
Worin besteht der eigene Himmel der Früchte?
Was für Ohren besitzen Kerne?
 
(Es gibt verschiedene Redewendungen mit Ohren, z.B. „verliebt bis über beide Ohren“, was so viel bedeutet wie mehr verliebt als Kopf und Herz fassen.)
 
Vielleicht kannst du mir ja darauf antworten.
Liebe Grüße von gummibaum
 
Lieber Alexander,


das Sonett ist rhythmisch sehr schön, logisch scheint mir aber einiges nicht stimmig oder (zumindest für mich) unverständlich.


Zunächst mein Verständnis des Inhalts (vielleicht missverstehe ich ihn ja):


 


In den Quartetten geht es rote  Äpfel und gärende Früchte, die im Garten aufgelesen und in Körben gesammelt wurden, um dann von Hungrigen gegessen zu werden. Die  Terzette handeln von den nicht aufgelesenen Äpfeln/Früchten, die faulen, gefrieren, und deren Kerne im Frühjahr keimen.


 


Nun einige Fragen:


Was für ein Lichtlein ist das und worin besteht das Verbot?


Handelt es sich um ein Blenden durch Helligkeit oder durch Vorspiegeln falscher Tatsachen?


Wieso drehen sich die Runden?


Worin besteht der eigene Himmel der Früchte?


Was für Ohren besitzen Kerne?


 


(Es gibt verschiedene Redewendungen mit Ohren, z.B. „verliebt bis über beide Ohren“, was so viel wie bedeutet wie mehr verliebt als Kopf und Herz fassen.)


 


Vielleicht kannst du mir ja darauf antworten.


Liebe Grüße von gummibaum
Hi Gummibaum 
 
das ganze Sonett ist sowohl auf die Äpfel (Früchte) als auch auf die Liebe bezogen. Das Lichtlein ist die Erkenntnis der Liebe - das Gefühl. Das Verbot ist die Sehnsucht nach verwehrter Liebe, das Verbotene selbst und das Gute (Sprichwort: mhh das ist verboten gut,  bzw. das gehört verboten, weil es so gut ist) 
Das blenden der Blicke - Da ja mit den Äpfeln hier ebenfalls die Augen gemeint sind, habe ich hier versucht das Verliebt sein zu umschreiben. Wenn man alles durch die sogenannte „Rosarote Brille“ sieht. Auch Äpfel selbst strahlen verführerisch in ihrem Rot wie ich finde und verleiten zum Genuss. 
Das mit den drehenden Runden ist dem Gärungsprozess gewidmet - dem Hochprozentigem, der uns in immer wiederkehrenden Runden in einen Rausch (eigener Himmel = der Verstand, Vorstellung, eines jeden Einzelnen) versetzt und uns den Boden unter den Füßen wegzieht (Achsen = Boden der Tatsachen, Halt, die Achse zwischen Kontrolle und Wahnsinn). 
Mit den Ohren meinte ich tatsächlich, das verliebt sein über beide Ohren. Auch hängen die Früchte ja oben am Baum, deswegen kam mir der Vergleich ganz passend vor. 
 
Allgemein ist es, zugegebenermaßen, ein Kunterbuntes Mischgedicht, zwischen den Früchten die, die Liebe tragen und den Früchten die man einfach isst. Ich habe hier auf eine sinnvolle Trennung zwischen den Quartetten und Terzetten bewusst verzichtet. Habe viel hin und her probiert und fand es zum Schluss besser ohne strikte Trennung. Da ja jeder selbst interpretieren soll und darf, ist meine Aussage hier nur das, was ich mir beim schreiben dachte. Ob es jeder so nachvollziehen kann, steht auf einem anderen Blatt Papier. 
 
Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen Klarheit geben über mein Wirrwarr
 
Danke fürs kommentieren. Freut mich. 
 
LG Alex 
 
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