Zuversicht verblasst.
Getrübt von der Stille
so sehr wird er gehasst
zu grausam war sein Wille
Warten aufs Hohe Gericht
auf die gerechte Strafe.
Nervösität verbreitet sich
ohne jegliche Chance,
Gibt man sich hin
der ungewissen Zeit
Nur Rache im Sinn
Wann ist es so weit?
Zuviel hat er ihr getan
Er hätte es verdient
Jedes Urteil, zu human
er ist so unbeliebt!
Was hat er ihr nur zugefügt
Für diesen einen Augenblick
Ihre Hoffnung ist getrübt
Ihre Seele hängt am Strick
Monster, geh doch sterben
In der Hölle sollst du Schmornn
Deine Tat war ihr Verderben
Hast umgebracht, was noch nicht geboren!
Wie konntest du berühren
ihre Jungfräulichkeit
Nur um das zu spüren
was dich jetzt zu Boden reisst.
Hoffst auf Gnade der Justiz
Doch ich will dich sterben seh'n
so wie du es verdienst
sollst du winselnd zu Boden geh'n
So das du nie wieder entehren kannst
was dir nicht gebührt
Kein junges Mädchen hat mehr Angst
die Jungfräulichkeit bleibt unberührt.
Editiert nach Kritik von "der SeelenDichter" 09.01.2012 DK-
Wow, das ist echt ein krasses Gedicht.
Eines vorweg: Ich finde es in jeder Hinsicht falsch, jemanden ermorden zu wollen und bin ein absoluter Gegner der Todesstrafe.
Keinem Unrecht der Welt sollte mit solch zügellosem Hass begegnet werden, dass man jemanden aus Rache tötet.
Das klingt leicht dahingesagt, aber denke mal über folgendes nach:
Was ist so ein Mörder/Vergewaltiger anderes als ein offensichtlich gestörter Mensch? Gestört im Sinne davon,
dass er nicht "funktioniert" und die Gesellschaft beeinträchtigt. Letzten Endes können Menschen nichts dafür, wie sie sind, denn wir alle sind die Summe unserer Erfahrungen.
Man
muss solche Leute aus dem Verkehr ziehen, damit die Sicherheit der Gesellschaft gewährt werden kann. Aber um jemanden aus dem Verkehr zu ziehen, um ihn selbst
und andere zu schützen, reicht es da nicht, ihn einzusperren und für seine Erbärmlichkeit zu bemitleiden?
Ich gehe davon aus, dass alle Funktionen und Eigenarten des Menschen auch einen Nutzen haben oder hatten, der diesen Menschen einen Vorteil gegenüber ihren Artgenossen verschaffen
hat und sich daraufhin in einer langwierigen Entwicklung als Bestandteil des menschlichen Wesens festgesetzt hat. Interessant ist also doch die Frage: "Was ist der Nutzen des Rachedursts"?
Man stelle sich eine urmenschliche Gesellschaft vor, in der ein Mörder einen ganzen Stamm nacheinander ausrottet, da er gestört ist. Stellen wir uns vor, das geschieht in zehn getrennten Stämmen gleichzeitig.
Nur in einem der zehn Stämme möchte sich jemand dafür rächen, was der Mörder angerichtet hat und bringt ihn zur Strecke, bevor er weiteren Schaden anrichtet. Der Nutzen der Rache ist also,
Schaden von der Gesellschaft durch "Prävention" fernzuhalten.
Diese primitive Form einer "Prävention" wäre zweifelsohne nötig, wenn wir keine bessere und gerechtere Möglichkeit hätten, diesen Gräueltaten zu begegnen. Die haben wir aber und genau deshalb ist es falsch, einen Menschen aus Rache umbringen zu wollen.
Nun zum Gedicht selbst:
Ich finde das Gedicht im groben wirklich sehr gelungen!
An einigen Stellen aber hakt das Metrum
Zu VIEl hat ER geTAN wäre zum Beispiel günstig, allerdings müsste man hier vielleicht noch das "ihr" unterbringen, damit es inhaltlich klar bleibt.
Vielleicht "So viel ihr angetan" oder "Zu viel ward ihr getan"
Passt zwar vom Metrum her, ich finde aber "unbeliebt" ist in diesem Kontext zu milde, fast sogar ein Euphemismus.
Gerade mit
(finde ich übrigens ist ein sehr schöner Vers) gefiele mir so etwas wie
Jeder Hass zu sehr geliebt
. Das heißt jeder Hass, den man gegen ihn aufbringt, ist noch zu viel Liebe.
Hast umgebracht, was noch nicht geboren!
Wie wär's mit
Hast umgebracht, was ungeboren!
Dann könnte man den Vers weiblich ausklingen lassen (boren anstatt born) und hätte ein Metrum.
Wie konntest du berühren
ihre Jungfräulichkeit
Nur um das zu spüren
was dich jetzt zu Boden reisst.
Ich fände besser:
Wie konntest du berühren
die Jungfernfräulichkeit
Nur um das zu spüren,
was nach Vergeltung schreit
Oder Bestrafung.
Jungfernfräulichkeit ist zwar kein Wort aus dem Duden, aber ein schönes.
So wie du's verdienst.
Hoffe, ich konnte helfen.
MfG,
Feuerherz
PS: Ach ja, schreiben hier eigentlich alle immer im Versmaß? Ich sehe irgendwie, dass bei jedem Satzzeichen eine neue Zeile angefangen wird.