Ich bedaure es so sehr
Damals, so weit von Daheim
wollte ich nicht mehr weiter geh'n,
war so oft mutlos und allein,
konnt' nicht mehr nach Vorne seh'n.
Als ich ganz weit unten war
hast du mir deine Kraft gegeben.
Du warst immer für mich da
und brachtest mich zurück ins Leben.
Du warst für mich ein großes Glück
weit weg von meinen Lieben.
Jetzt sind wir schon so lang zurück
Erinnerung ist noch geblieben.
Heut klopf ich laut an deine Tür
nach langen Reisetagen,
weil ich den großen Wunsch verspür'
dir endlich Dank zu sagen.
Doch leider bleibt die Türe dicht,
ich klopfe also nebenan.
Mein Freund antwortet mir nicht,
sag ich dem alten Mann.
Arndt ist leider krank gewesen
und dann schnell schwach geworden,
Er ist davon nicht mehr genesen,
und einsam dann verstorben.
Wie mit einem breiten Schwert
durchsticht es meine Glieder.
Ich bin zu spät zurück gekehrt,
ich seh ihn nie mehr wieder.
„Du warst da in schwerer Zeit,
doch ich war nicht bei dir.
Stand nicht am Sterbebett bereit,
ich schäme mich dafür.“
- Zögernd geh ich an dein Grab
die Beine woll'n nicht mehr -
„Ich hab dich leider nie umarmt
und das bedaure ich heut sehr“.