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Feedback jeder Art Mitternacht

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  • Rudolf Junginger
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Langsam bewegt sich die die Umwelt und tief in die Nacht hinein fährt die Bahn mit mir aus dem Tag hinaus.
Meine Kopfhörer spielen Musik und ich habe mich auf den Viererplätzen breit gemacht. Ich bin wieder alleine. Gerade noch war sie bei mir und wir spazierten durch die Straßen dieses vorbeiziehenden Ortes. In diesem Moment fühle ich mich endlich wieder gut,
so wie ein Mann es sollte.
Nicht nur die Musik erweckt glücklichste Gefühle in mir, sondern auch besonders der Moment noch vor ein paar Minuten.
Ich stand mit ihr am Bahnsteig und küsste sie. Endlich wieder mal. So lange habe ich es vermisst.
Jetzt gehen wir wieder unseren Wegen nach, sind alleine, doch das Kribbeln im Bauch, der magischste aller Momente, bleibt.
Lange fährt die Bahn. Einen Schritt nach vorne habe ich heute getan, einen wichtigen um endlich loszulassen.
Die Bahn hält an meiner Station und ich Steige aus, hinaus die dunkle Nachteskälte. Jetzt nur noch auf den Bus. 
Dieses omnipresente Gefühl des Erfolgs, des Angetanseins, und der Hoffnung, spiegelt sich in allem wider was ich sehe.
Unbemerkt schlägt die Kirchturmglocke dieses Ortes die Mitternacht an. Dieser Ton diese Abfolge, verbindet man mit diesem Dorf, dieses Dorf verbindet man mit anderen Dingen...
Ich fange an schneller zu gehen. Obwohl die Zeit nicht rennt, renne ich, rennt mein Herz und meine Seele wieder davon.
Ich versuche sie wieder einzufangen, doch kann sie einfach nicht einholen.
"Was habe ich getan?", schluchzte und frage ich mich selbst.
Um mich herum sind alle Spiegel wieder zerbrochen.
Tränen kommen und ich kann sie kaum unterdrücken. 
Wieso hab ich das getan?
 
Hallo Sentimentalist,
 
das ist ein sehr schöner Text,  der sich liest, als hättest du ihn nicht auf der Tastatur deines Computers getippt, sondern auf dem Klavier deiner Gefühle gespielt, weshalb es mich wundert, dass dein Werk hier fast sang- und klanglos untergehen will.
Die Schönheit und die Flüchtigkeit der magischen Momente hast du mit dem Bild der fahrenden Bahn sehr treffend eingefangen und umschrieben. Man fühlt die zarten Schmetterlingflügel förmlich die Innenwände des Bauches streicheln und man sieht geradezu das Bild des funkelden Lichts in den Kronen der Bäume, die in deiner Geschichte in den Himmel der Liebe wachsen durften. Ein Licht dessen Hoffnungsschimmer selbst noch von den Scherben des zerbrochenen Spiegelt reflektiert wird. Sehr gerne gelesen und nebenbei auch angehört.
 
Liebe Grüße
Rudolf
 
  • Rudolf Junginger
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