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Schicksalsbild Teil 1

Angel

Autor
Mosaike eines Schicksals
fügen sich
nach und nach
ergeben ein Leben
 
Kleine Stücke
Kindheit wächst
Eins sein
Zwei werden
 
Stein für Stein
Leben bilden
scheint perfekt
und stark
 
Zerbrechlich ists
vergänglich und zart
ein ganzes nur
ergibt ein Bild​
 
Moin zusammen,
 
Doch, ich will!
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Zum Inhalt:
Mosaike eines Schicksals
fügen sich
nach und nach
ergeben ein Leben
Bisher war es ja oft so, dass in Texten das Leben als ein Mosaik, das sich aus Teilchen verschiedener Erfahrungen zusammensetzt, dargesellt wird. Du gehst einen Schritt weiter und behauptest, dass ein Schicksal selbst ein Mosaik ist, das Leben also aus vielen Mosaiken besteht. Interessanter Ansatz.
 
Kleine Stücke
Kindheit wächst
Eins sein
Zwei werden
Hier wird klar, worum es im ersten Teil geht. Ums Erwachsenwerden. Die Kindheit bildet also das erste Mosaik im Leben. "Eins sein / zwei werden" - verstehe ich nicht so recht. Geht es um die erste Liebe, oder um die Zweifel an sich selbst, wie sie bei der Pubertät auftreten?
 
 
Stein für Stein
Leben bilden
scheint perfekt
und stark
Warum wiederholst du hier, dass die Steine ein Mosaik, das Leben, bilden? Steht doch schon in der ersten Strophe.
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Wenn ich ein Mosaik betrachte, denke ich eher nicht an "stark". Ein Mosaik ist für mich etwas filigranes. Ich glaube, hier solltest du ein anderes Wort finden, dass die Wirkung besser beschreibt.
 
Zerbrechlich ists
vergänglich und zart
ein ganzes nur
ergibt ein Bild
 
Hier beschreibst du das Leben als zerbrechlich, vergänglich usw. Dem stimme ich mal zu.
Interessant sind die letzten Verse. Da steckt viel Wahrheit drin. Es sind nicht nur die schlechten oder guten Erfahrungen, die uns prägen. Es ist einfach alles, selbst beiläufige Dinge, die manchmal einen Stein setzen können.
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Zur Form kann ich jetzt nicht so viel sagen, da ich mich mit freien Verse nicht so gut auskenne. Aber es hat sich ganz anständig gelesen.
 
Alles in allem finde ich das Gedicht ganz gut. Man könnte sicher hier und da noch etwas verdichten, aber ich habs gerne gelesen und kommentiert.
 
LG,
Bino.
 
Hi Bino, danke für den Kommi :mrgreen:
 
klar könnte man für das zweite Leben bilden auch etwas anderes finden, aber das würde den Sinn ändern
 
"eins sein, zwei werden" bedeutet ein Paar bilden, deshalb in der nächsten Strofe auch nochmal das Leben bilden, neues leben, nur halt jetzt zu zweit
 
Alles Liebe
Angel
 
huhu engel von münchen,
sehr zerbrechlich wirkt dein gedicht.
ich schreibe mal nur was zum inhalt:
"Mosaike eines Schicksals
fügen sich
nach und nach
ergeben ein Leben"
ein mosaik ist bereits vollendet, etwas ganzes.
hast du kein leben, wenn dein schicksal noch
vor dir ist? die zwischenbilder sind dein eigentliches leben.
ich hätte es inhaltlich so geschrieben:
"Splitter aus dem Mosaik
des Schicksals
fügen sich
nach und nach.
In unfertigen Teilbilder
spiegelt sich
dein Ich."
 
"Kleine Stücke
Kindheit wächst
Eins sein
Zwei werden"
eins sein zwei werden, ist eine lustige formulierung, die mir gefällt.
aber ich denke, nicht die kindheit wächst, sondern der mensch an ihr.
 
"Stein für Stein
Leben bilden
scheint perfekt
und stark"
Wie gesagt ich würde es so sehen,
das das Leben das unfertige ist.
 
"Zerbrechlich ists
vergänglich und zart
ein ganzes nur
ergibt ein Bild"
 
und auch ein halbes ergibt ein bild
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lg
onkie
 
Ist das Leben, denn immer vollenedet? liegt das Schicksal nicht immer vor uns und dass bis zu Ende aller?
 
Dank dir Onkie für deinen Kommi :wink:
 
Hallo Angel,
es steckt viel Lebensphilosophie in deinem Text. Nur, dass sich Mosaike zusammenfügen passt nicht so gut, weil ja das Mosaik bereits das Zusammengefügte ist.
LG
Perry
 
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