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Feedback jeder Art Schreiende Leere

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  • Darkjuls
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Wände bebildert, sie lachen mir entgegen
umrahmt vom Grün aus dem Blumentopf
die Lesebrille dort auf dem Tisch gelegen
die Zeitung fehlt, hallt es in meinem Kopf
 
Der Himmel weint, es wird nicht richtig hell
der stete Tropfen, welcher die Stille bricht
hämmert ein Muster in mein Trommelfell
die Fensterscheibe spiegelt mein Gesicht
 
Der Moment, er sickert ins Bewusstsein
was ich gewahr, sollte im Gestern enden
wie unerträglich wird das Ohne-dich-sein
ich eile fort, ohne den Blick zu wenden
 
 
Guten Morgen Darkjuls,
 
ein trauriges "Morgengedicht", aber auch ein sprachlich sehr schönes. Jeder Vers malt mit zartem und ins Herz treffenden Pinselstrich die Situation, wenn durch den Verlust eines geliebten Menschen der Alltag plötzlich zum Ausnahmezustand wird.
 
Was die poetische Qualität angeht, für mich ein anthologiewürdiges Gedicht.
 
Gruß
Cornelius
 
Ich danke euch für die anerkennenden Worte, lieber Cornelius und liebe Sternwanderer.
Die Likes freuen mich ebenfalls sehr. 
 
Es ist traurig zu realisieren, dass Leere herrscht, wo eben noch Leben war.
 
Liebe Grüße Juls
 
Liebe Juls,
 
wieder einmal ein tieftrauriges, ergreifendes Gedicht von dir!
 
Es beschreibt sehr gut, wie die trüben Tage die Stimmung beeinflussen, wie die Zeit still zu stehen scheint, die Gedanken an Einzelheiten hängen bleiben, schwer wie Blei werden und doch sehr scharf erkennen:
 
die Zeitung fehlt, hallt es in meinem Kopf
 
All das "sollte "im Gestern enden" und kommt doch immer wieder und muss verarbeitet werden. Auch der Titel ist gut gewählt, eben, weil das Gedicht in eine tiefe Stille eingebettet zu sein scheint.
 
Gelungene Zeilen, sie gefallen mir sehr gut!
 
LG Nesselröschen
 
  • Darkjuls
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