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Was ich an der Schulung in Hohenlehen sehr hilfreich finde, ist der Rautek-Griff, den uns dessen Erfinder, Herr Rautek, persönlich beibringt: Einfach die Füße des Kranken zu einem Angelpunkt übereinander schlagen, seine Arme verschränken, mit beiden Händen unter den Achseln durchgreifen und dort anfassen, um so den Patienten alleine von einem Sessel in den anderen zu heben. Ich stelle mir das als sehr hilfreich bei der Krankenbetreuung vor.
Beim Federballspielen engagiere ich mich besonders, kann ich dabei doch zeigen, wie fit und fesch ich bin. Einen Einsatz anderer Art stelle ich beim Essen von Marillenknödeln unter Beweis. Zu dritt starten wir einen Wettbewerb im Knödelessen. Meine zwei Kollegen geben nach geraumer Zeit auf, sodass nur mehr ich überbleibe. Um zu zeigen, dass ich nicht am Ende meiner Kräfte angelangt bin, mache ich noch weiter und höre erst – erschöpft – beim Rekordwert von 42 Stück auf.
Nach drei Wochen einschlägiger Schulungen und begeisterter Gemeinsamkeit verabschieden wir uns gerührt voneinander mit dem Versprechen, in Kontakt zu bleiben. Nach weiteren drei Wochen wird am 13. August 1961 die Berliner Mauer hochgezogen, was uns im Westen mit großer Betroffenheit erfüllt, da wir die JRK-Kollegen aus Ostdeutschland kennengelernt haben. Einer von ihnen schreibt uns sogar drei Wochen danach eine detaillierte Schilderung unseres Treffens für die Stimme der Jugend.
Zurück in Innsbruck wohne ich wieder im Kloster und besuche das Gymnasium. Unsere Jugendrotkreuzgruppe hier verlangt meinen persönlichen Einsatz. Das beflügelt mich in meinen Bestrebungen und bewirkt, dass wir anschließend für die Stimme der Jugend 56 Seiten brauchen und neben unseren eigenen Redakteuren zwanzig Gastautoren haben. Darunter sind Lehrpersonen für praktische Rot-Kreuz-Arbeit, sodass wir jetzt auch mit einschlägiger Literatur zu konventioneller Schulung für willige und lernbereite Mitglieder des JRK aufwarten können. Die angesprochenen Gastautoren sind nicht nur aus Österreich, sondern auch aus der Schweiz, Westdeutschland und sogar – wie bereits erwähnt – aus Ostdeutschland. Das ist in der Situation der Berlin-Krise besonders eindrucksvoll. Unser Engagement, das wir auf die Jugend der Tat und die Stimme der Jugend verwendet haben, wird spürbar.
Anhang anzeigen Schulungen.mp4
Was ich an der Schulung in Hohenlehen sehr hilfreich finde, ist der Rautek-Griff, den uns dessen Erfinder, Herr Rautek, persönlich beibringt: Einfach die Füße des Kranken zu einem Angelpunkt übereinander schlagen, seine Arme verschränken, mit beiden Händen unter den Achseln durchgreifen und dort anfassen, um so den Patienten alleine von einem Sessel in den anderen zu heben. Ich stelle mir das als sehr hilfreich bei der Krankenbetreuung vor.
Beim Federballspielen engagiere ich mich besonders, kann ich dabei doch zeigen, wie fit und fesch ich bin. Einen Einsatz anderer Art stelle ich beim Essen von Marillenknödeln unter Beweis. Zu dritt starten wir einen Wettbewerb im Knödelessen. Meine zwei Kollegen geben nach geraumer Zeit auf, sodass nur mehr ich überbleibe. Um zu zeigen, dass ich nicht am Ende meiner Kräfte angelangt bin, mache ich noch weiter und höre erst – erschöpft – beim Rekordwert von 42 Stück auf.
Nach drei Wochen einschlägiger Schulungen und begeisterter Gemeinsamkeit verabschieden wir uns gerührt voneinander mit dem Versprechen, in Kontakt zu bleiben. Nach weiteren drei Wochen wird am 13. August 1961 die Berliner Mauer hochgezogen, was uns im Westen mit großer Betroffenheit erfüllt, da wir die JRK-Kollegen aus Ostdeutschland kennengelernt haben. Einer von ihnen schreibt uns sogar drei Wochen danach eine detaillierte Schilderung unseres Treffens für die Stimme der Jugend.
Zurück in Innsbruck wohne ich wieder im Kloster und besuche das Gymnasium. Unsere Jugendrotkreuzgruppe hier verlangt meinen persönlichen Einsatz. Das beflügelt mich in meinen Bestrebungen und bewirkt, dass wir anschließend für die Stimme der Jugend 56 Seiten brauchen und neben unseren eigenen Redakteuren zwanzig Gastautoren haben. Darunter sind Lehrpersonen für praktische Rot-Kreuz-Arbeit, sodass wir jetzt auch mit einschlägiger Literatur zu konventioneller Schulung für willige und lernbereite Mitglieder des JRK aufwarten können. Die angesprochenen Gastautoren sind nicht nur aus Österreich, sondern auch aus der Schweiz, Westdeutschland und sogar – wie bereits erwähnt – aus Ostdeutschland. Das ist in der Situation der Berlin-Krise besonders eindrucksvoll. Unser Engagement, das wir auf die Jugend der Tat und die Stimme der Jugend verwendet haben, wird spürbar.
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