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Feedback jeder Art Sein Weg zu sich

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  • Paul Kah
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Sein Weg zu sich

Du warst der, den er wollte
Unbedingt, kompromisslos
Er gab sich auf

Raubte Dir den Mond
Fraß ihn um Dir zu gefallen
All das ohne Sinn...

Schwamm durch ein tiefes Meer
Trotzte dem Wind
Den Wellen

Er war determiniert
Wieder aufzutauchen
An Deiner Seite

Im Auge der Gefahr wähnte er sich
Einen glücklichen Mann
Auf dem Weg zum Ziel

(Wer warst Du für mich?
Objekt der Begierde,
Der Sehnsucht
Geliebter und Gewollter
Du warst alles, das ich nie war,
Doch immer sein wollte
Mein Ich war pulverisiert
Ich sah , ich atmete
 ... Dich)


Das Wunder geschah
Er wurde erhört
Zögerlich zwar, und doch...

Ob aus Liebe oder aus Freundschaft:
Du hast ihm Glück gebracht
Und zeigtest ihm, was Selbstliebe heißt

Warst ihm nah, ohne ihn zu zerstören
Du bist Freund und Geliebter
Ehrenmann, Ehrenmensch
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Paul,
liest sich für mich wie eine Art Selbstgespräch, könnte aber auch eine Beziehungsgeschichte sein, bei der die Protagonisten eher unklar bleiben.
"Liebe aushalten" klingt irgendwie gezwungen, so wie früher Zwangsehen in bestimmten Kreisen angesagt waren.
Gern Refelektiert und LG
Perry
 
Hallo Paul Kah,

der Aufbau des Gedichtes ist verwirrend.

Ich habe mich aktuell für die Lesart entschieden,
dass es sich um drei Menschen handelt.

Der, der eine Liebesgeschichte zwischen zwei Männern von außen beobachtet.

Liebe aushalten liest sich für mich im Zusammenhang mit der letzten Zeile:

Jemanden nah sein, ohne ihn zu zerstören .... -
das gelingt oft nicht.
Einen Menschen zu lieben, ohne ihn einzuengen, Vorschriften zu machen, zurechtzustutzen, zu manipulieren etc. pp. - ist vermutlich eines der schwierigsten "Übungen" für Menschen.

Viele Menschen halten es nicht aus, geliebt zu werden .

Viele Grüße
Sternenherz
 
Hallo @Perry, hallo @Sternenherz,

danke für Eure Kommentare! Das Gedicht war zunächst in der Ich-Form (nicht der Er-Form) geschrieben. Also der lyrischen Ich-Form. Aber die Distanz des Ich zu sich selbst, das Verlieren oder gar nicht Haben des Selbst, kam dann so besser raus.

Vielleicht ist es die Geschichte von jemandem, der über das Du umwegweise zu sich findet. Das ist natürlich auch ziemlich psychologisch irgendwie. In der Urform war auch von "Krankheit" und "gesund werden" die Rede. Aber vielleicht sind das ja auch gewöhnliche psychische Vorgänge, wenn man, wie das lyrische Ich, gezwungen ist, erst zu werden...

Mit Pindar und Nietzsche: Werde, der Du bist!

Liebe Grüße Paul

PS: Ich habe den Titel nochmal geändert. Auch wenn Liebe die Energie ist, die ihn zu sich bringt und er sie deshalb "aushalten" muss, wie eine Knospe schmerzhaft aufspringt nach all der Spannung, geht es darum (noch) nicht in dem Gedicht. Da bräuchte man vielleicht Teil II. Und dazu ist es noch zu früh. Danke fürs Lesen!
 
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