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Feedback jeder Art So hilf doch, Apoll!

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  • gummibaum
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(Aus dem Fundus, 2017)
 
Zwei Mädchen badeten im Meer,
und plötzlich hörten sie Gesang,
der samten und todtraurig klang,
doch zog kein Sänger dort umher.

Zu ihren nackten Füßen fand
sich nur ein Kopf, ans Land gespült,
die Züge bleich, das Haar zerwühlt,
und eine Leier lag im Sand.

Und als die Saiten, wie vom Tod
berührt, erklangen, sang der Mund,
und Meer und Mädchen bargen wund
in sich des Unbekannten Not…
 
Schaurig-schön und traurig, lieber @gummibaum!
 
Sollte es sich hierbei um eine antike Sage handeln, ist sie mir bislang unbekannt.
Auch mutet mir die Düsternis des Geschehens eher nordisch an.
 
In jedem Fall könnten Deine Zeilen in Stein gehauen, in Rinde geschnitzt oder in Erz gegossen werden. Verdient hätten sie es.
 
Salve, oh Elegie-spendender Gummibaum!
Georg
 
Danke für eure Likes.
 
Lieber Georg,
besten Dank für deine freundlichen und lobenden Worte. Es geht um den mythologischen Sänger Orpheus.
 
Wie Ovid schreibt, stand er dem Gott Apollon nah, nicht aber Dionysos, von dessen berauschten Anhängerinnen, den Mänaden, er in Stücke gerissen wurde. Sein Kopf und die Lyra wurden in einen Fluss geworfen und in Lesbos wieder angespült. Der Kopf sang immer weiter, bis Apoll ihm gebot zu schweigen.
 
Mein Gedicht geht vom Bild "Nymphen finden das Haupt des Orpheus" (1892) von J.W. Waterhouse aus.  
 
Liebe Grüße von gummibaum
 
  • gummibaum
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