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Sommerwind

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Er liegt im Gras, Sommerwind im Haar.
Der Duft der Blumen, die Luft ist so klar.
Dort oben im Blau, die Wölkchen sie ziehn.
Ein Käfer versucht überstürzt zu fliehen.
 
Lächelnd hilft er ihm auf die Sprünge.
Wenn doch alles so leicht gelinge!
Die Stimmung sie trübt sich, ein Schatten fällt
auf seine kleine, heile Welt.
 
Unbehagen kriecht am Rückgrat empor.
Nebel steigt aus dem nahen Moor.
Er schaut sich um, was ist das nur?
Von Sommeridylle keine Spur!
 
Es ist kalt, das Gras verdorrt.
Die Luft verpestet, die Blumen sind fort.
Wo eben noch ein bunter Falter saß,
liegt nun ein toter Vogel im Gras.
 
Er reibt sich die Augen, ist aufgewacht
Die Wahrheit überfällt ihn mit grausamer Macht.
Er würde so gerne weiter träumen,
von Wiesen, Blumen und von Bäumen.
 
Er steht auf und schaut schwankend umher,
All das Schöne und Leichte, das gibt es nicht mehr.
Bis zum Horizont nur Öde und Leere
Ein schneidender Wind streift heulend die Erde.
 
Der Schmerz seiner Seele übertrifft den seiner Glieder.
Erneut sinkt er auf die Erde nieder.
Ein Schrei der Verzweiflung steigt zum Himmel empor.
Er weint um alles was er verlor.
 
Was er sucht, wird er niemals mehr finden.
Straft Gott ihn so für seine Sünden?
Da steht der vor ihm, mit weissem Bart,
sein Lachen erklingt, grausam und hart.
 
„Du hast mich selber erschaffen

und schlugst dich mit eigenen Waffen.“

Unendliche Trauer, namenlose Pein.
Das kann es doch nicht gewesen sein?
 
Er verdiente Milliarden mit Waffen und Drogen.
Hat sich die Gesetze zurecht gebogen.
Sein Streben galt stets nur Macht und Geld,
- nun ist er der letzte Mensch auf der Welt.
 
Dein gedicht - das mir sehr zusagt - nimmt aber echt eine heftige Wendung,
es knallt so richtig rein,
nachdem man erst meint, man befinde sich in einer anderen "Abteilung" als die "Politisch/Gesellschaftliche"...
trotzdem, Du traust Dich was !
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