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Feedback jeder Art Tod und Sein verträgt sich nicht

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  • susischreib
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Es wäre unrichtig zu behaupten, jemand würde Dinge auf diese oder jene Weise tun oder wollen, nachdem jemand nicht mehr ist, denn mit dem Leben endet jegliches Tun und Wollen.
Es wäre unaufrichtig zu behaupten, Jemandes Wünsche zu berücksichtigen, der nicht mehr wünschen kann, nur weil man eine Rechtfertigung seiner eigenen Wünsche sucht.
Es wäre unsinnig, nach dem Ende meines Lebens in meinem Namen zu agieren in der Annahme, es hätte mich gefreut, wenn ich noch am Leben wäre. Diese Behauptung ist unüberprüfbar oder wird es nicht sein.
Es gibt keine Überschneidungen zwischen der Welt der Lebenden und der Toten, sofern die Welt der Toten überhaupt anderswo existiert als in unserer Vorstellung, und selbst diese Vorstellung besteht nur darin, dass die Existenz nach dem Tod nicht konkret vorstellbar ist, was schlicht daran liegt, dass mit dem Ende unseres Lebens unsere Existenz, so wie wir sie begreifen, endet.
Vielleicht liegt unser Unvermögen über den Tod hinaus zu denken einfach daran, dass mit unserem Leben auch unsere Konzepte von Zeit und Raum enden.
Wie können wir eine Existenz nach der Existenz denken, wenn sowohl Existieren als auch Denken ohne Zeit und Raum nicht möglich sind? 
Dazu gibt es unendlich viel und nichts zu sagen.
In jedem Fall wäre es unsinnig zu behaupten, nach meinem Ableben würde ich dieses oder jenes wollen, denn das würde ich nicht. Selbst diese Aussage stimmt nicht, denn mit dem Nichtwollen verhält es sich genauso wie mit dem Wollen.
Macht es also Sinn, seine Wünsche und Handlungen mit den Wünschen von Menschen zu rechtfertigen, die nicht mehr wünschen oder urteilen können, weil sie nicht mehr leben?
Macht es Sinn und ist es verantwortlich, Wünsche zu äußern und Tun von den Lebenden einzufordern für die Zeit nach unserem Ableben?
 
Gedanken, Gedanken. Jede Begegnung mit dem Tod ruft uns in Erinnerung, dass das Leben endlich ist.
 
  • susischreib
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