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Traurig Kind?

Traurig Kind?
 
Die Mutter hört ein Stöhnen leises Gejammer
Sie folgt ihm in die dunkle Kammer
Da ist ihr Schatz voll Kummer
Mit sanfter stimme fragt sie es
Bist du traurig Kind?
 
Sie sieht wie die Tränen fließen
Sich über das kleine Gesicht ergießen
Das schluchzen wird zitternd und immer mehr
So schlägt das Herzens Lebens schwer
Zärtlich wischt sie ihm die feuchte aus dem Gesicht
Und fragt, bist du traurig Kind?
 
Ein kurzes Atmen stockend leer
Erhebt das Kind die Augen zu der Mutter leer
Die erhofft, doch die Hoffnung bleibt leer
Des Kindes Leben ist nicht mehr
Wortlos fragt das traurig Kind
Bist du traurig Mutter?
 
Das leben liebt, steht’s vergibt
Hofft ob es geliebt
Sich von neuem in die Arme gibt
Der Tod es schnell umklammert
Zieht es in die dunkle Kammer
Da bleibt es stöhnend und jammernd.
 
Bist du Traurig Kind?
 
als ich das gelesen hab hab ich erstmal total gänsehaut gehabt....ich komm zwar mit dem reimschema nicht ganz zurecht aber inhalt lässt mich einbissl schaudern
sonst ist es aber echt gut =)
 
Ja, das mit dem Reimen muß ich wohl noch ein bißchen üben.
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Für verbesserungs Vorschläge bin ich ganz ohr
Danke für die Antwort
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grüße aus einem Kellerloch in der Wik
 
Ich meine es mehr als Metapher für das Leben.
Da es trotzt zu hoffen. Ich versuchte es im letzten Teil zu klären. Sollte ein vielschichtiges Gedicht sein und kann natürlich unterschiedlich interpretiert werden.
 
Hallo Mystic
 
Das leben liebt, steht’s vergibt
Hofft ob es geliebt
Sich von neuem in die Arme gibt
Der Tod es schnell umklammert
Zieht es in die dunkle Kammer
Da bleibt es stöhnend und jammernd.
 
Das Leben liebt zum Trotz aller Widrigkeiten die es erduldet und vergibt dem was gegen es spricht.
Immer wieder gebiert es oder versucht es. Immer neu aufflammendeHoffnung wohl wissend des unvermeidlichen Abgrundes der es umklammert. Auf die Frage bist du traurig? muß es was geben um welches zutrauen lohnt. Vielleicht Liebe, Hoffnung, Freude. Was kann den Schmerz besser verdeutlichen als den Verlust der Frucht des Leibes.
Wenn wir genau lauschen, können wir das leiden und die schreie des ungelebten Lebens, des verwelkten Lebens hören. „Da bleibt es stöhnend und jammernd“
Aber in Wahrheit hören wir unser Herz trauern.
Bist du traurig Kind?
 
LG Oleg
 
Verlust der Leibesfrucht? Wie ist das hier zu erkennen?
 
Ich denke, ich bin dazu nicht emphatisch genug es so lesen zu können wie es soll. Ich habe da MEIN Bild, vielleicht traumatisch vor Augen.
 
Tatsache eine Mutter sinnbildlich umgesetzt als was auch immer, sollte das lebenschützen und nicht aus dem Dunklen hervorholen müssen...
 
Mir würde nochmal eine Übersetzung helfen, aber nicht in Reimen.
 
Was ist nun die Mutter, wenn das Kind das Leben ist?
 
mystic
 
Mutter symbolisiert das Leben und das Kind ist der Mensch. Natürlich trägt der Mensch auch das Leben in sich und so entsteht ein Dialog zum Leben mit bezug zum Tod
 
PS: Sorry Frucht des Leibes nehme ich zurück ersetze es einfach durch Kind.
 
es tut mir leid, wenn ich mich jetzt so dreist einmische, aber dieses freche kommentar kann ich mir jetzt nicht mehr nehmen lassen:
 
vielleicht hat da jemand einfach nicht weiter drüber nachgedacht, beim erschaffen des roten fadens und das ganze kann gar nicht gänzlich, logisch aufgeschlüsselt werden...^^
 
ist ja keine schande, ich habe lange gebraucht, bis ich das mit der logik in meinen texten wirklich komplett umsetzen konnte.
 
lg alex
 
Ich glaube nicht Mystic. Eine Mutter sollte für das Kind da sein. Wenn nicht sie wer dann? Aber Mütter die überfordert sind mit dem Leben, die es nicht begreifen können, gibt es leider immer wieder.
 
Hallo Black Raziel
Kein roter Faden? Wo bitte schön siehst du ihn durchbrochen?
 
Lg Oleg
 
Ich misch mich jetzt auch ein!
Man sollte doch schon ein Bisschen Phantasie einsetzten und es sich vorstellen anders geht es doch nicht Gedichte und überhaupt lyrische Texte zu verstehen. Wenn jeder Dichter jetzt seine Gedichte so zerfressen würde ,dann würden sie doch ihre Wirkukung verlieren, schon Mal darüber nachgedacht Leute?
Sieht so aus als ob sich hier viele immer noch nicht von unserem byrokratischen Wesen lösen könnten!!
 
Es ist doch logisch-wenn es schon bei Gedichten mancher Meinung nach, nur um Logik gehen sollte, dann ist die Mutter, wie Oleg es ja auch schon gesagt hat ,das Leben denn dem Leben werden wir immer als Kinder gegenüber stehen da wir es nocht nicht im Ganzen begriffen haben.
So lange es den Menschen gibt, wird das Wissen weiter gegeben, als ob es ein Keim wäre. Dieser Keim ist dann auch ein Lebenskeim oder anders gesagt Lebensenergie......
In Genesisgeschichte Bibel wird das Leben methaporisch erschaffen und Adam und Eva tragen und geben es weiter in dem sie Kinder zeugen und die Kinder Kinder so entsteht eine Lebenskette.....
Da der Tod die Fortführung des Lebens ist, steht er in unmittelbaren Bezug zu ihr. Der Mensch hat es immer noch nicht akzeptiert, dass es denn Tod gibt und hat Angst vor ihm.
Vor allem weil er ihn nicht begreift und auch noch habsüchtig ist ,wie Erich Fromm sagt und ewiges Leben haben will!!( Abgesehen vom Unfall und Mord- was trotzdem mit Eitelkeit zu tun hat aber das ist jetzt ein anderes Thema..)
Woraus ich hinaus will ist, dass es in dem Gedicht um Dialog zwischen dem Leben und Mensch geht....ein Mensch(das kind) begreift den Tod nicht, hat vor ihm Angst und er fragt das Leben (die Mutter)oder besser gesagt das Leben redet mit dem Menschen, sie tröstet ihn wie es auch gewöhnlicherweise eine Mutter mit genug Mutterinstinkten, es bei ihrem Kind tun würde , es aber trotzdem nicht verhindern kann, dass ihr Kind(der Mensch) stirbt. So muss das Leben den Menschen dem Tod hingeben. So geht in diesem Moment das Leben zum Tod über und wird somit der Schluss des Lebens, welcher bis zum Umbruch zum Tod als Hoffnungsfunke in Augen des Kindes( Menschen) bestehen bleibt, falls er gern gelebt hat ,vorausgesetzt!! Aber das tun doch die meisten oder?
 
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