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Was lohnt sich noch?

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So, ursprünglich sehr frei, nun ein Werk, das vielleicht sogar Torsul ansprechen könnte (da jetzt im nachhinein doch eine sehr feste Form entstanden ist)
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naja was soll man lange schwadronieren:
 
(nun eine neuere Version)
 
 
Was lohnt sich noch?
 
Der Horizont ist am Ertrinken;
von ihm zeugt kaum mehr noch ein Schimmer,
denn der Himmel ist zerbrochen.
Im Schatten muss das Licht versinken,
wo die Nacht noch harmlos ruht;
doch mit jeder Stunde wird es schlimmer.
 
Hat gerade noch der Wolkenkeil
das viel zu schöne Abendrot mit wilder Wut
und gnadenlos zerstochen,
muss sich die Welt nun düster färben
und so endet diese Schlacht,
denn Schwaden und die Sonne sterben.
 
Der Baum wird stärker, groß – erwacht;
das Dickicht ist wie eine Mauer.
Im Wald beginnt der Wind zu toben,
Sternlein liegen auf der Lauer,
denn der Dunst ist fast zerstoben.
 
Trotzig kniend um zu küssen
beugt sich die Macht in späten Stunden,
beugt sich voll Zorn zur Erde nieder
und leckt im Dunkeln ihre Wunden;
Wer sonst darf diesen Himmel so vermissen?
 
Wenn Sterne plötzlich alles rauben,
schwimmt einer noch im Dunkellicht,
der Mond singt einsam seine Lieder
und er alleine muss es glauben:
Grausam? Nein, das sind sie nicht.
 
Das Gedicht ist ziemlich eindrucksvoll, vorallem durch die Personifikationen und Metaphern,
die starke Bilder vor dem geistigen Auge erzeugen. (Wobei mir der 'lachende Baum' und die 'trotzig zum küssen kniende Macht' nicht ganz klar sind)
Es lässt sich auch sehr flüssig lesen, wobei mir das Reimschema recht willkürlich erscheint und ich auf "Wolkenkeil" keinen Reim finden kann.
Allerdings empfinde ich es als wenig störend und da ich es auch einmal probiert habe, weiß ich, wie schwer es ist, weit auseinanderliegende Reime zu schreiben.
 
So gesehen kann ich das Gedicht, von den erwähnten Schönheitsfehlern abgesehn, nur loben.
 
danke für deinen kommentar
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ich hatte noch eine kleine überarbeite version aufm rechner, weil mir auch schon paa stellen nicht gefallen haben
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zu deinen ausführungen:
der lachende baum hat mir ja auch nicht gefallen
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die macht soll eine art gesamtheit der eindrücke darstellen, die bei nacht vom himmel auf die erde gebannt werden bzw verschwinden. als da wären zum beispiel der wolkenkeil, das abendrot etc.
diese macht hat aber keine wahl, muss sich dem schicksal beugen - was sie jedoch nur ungern macht. das soll das trotzige knien aussagen, bzw der kuss (den man als kuss auf die hand/den schuh wenn mans extremer will eines herrschers deuten kann)
 
die reime sind nicht ganz willkürlich, so sind zum beispiel die letzten beiden strophen symmetrisch aufgebaut und durch den mittelvers verknüpft; die ersten 3 strophen sind etwas 'chaotischer' jedoch auch immer mit einem reim untereinander verknüpft.
 
Wolkenkeil ist die einzige waise und wird dadurch betont - weil ich finde, dass das die destruktivität des wortes nochmal besonders hervorhebt.
 
ich hoffe ich konnte deine fragen einigermaßen befriedigend beantworten
 
liebe grüße
 
PS: ich glaube in deiner Signatur müsste es Leeres Herz heißen
 
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