Die Leiden sind nicht wegzudenken,
zu lindern sind sie sehr gewiss,
mit Trost uns alle zu beschenken
und Tatkraft, was den Sinn bewies,
da ohne dies uns bald verlies
die Demut für des Jammerns Enden.
Die Leiden sind auch anzunehmen,
hindurchzugehen bei ihrem Druck
und nicht, aufgrund von Leid, zu schämen,
doch aufrecht sein mit frischem Schluck
der Liebe zu sich selbst, mit Ruck,
der auch wird frei zu ihr sich sehnen.
Die Leiden sind das eitle Wort,
der Mangel an der heiteren Welt,
die Hybris eines Denkens Ort,
das strebt nur immer nach dem Geld
und zelebriert sich als der Held
in einem Egosinne fort.
Wer mag erschauen der Wesen Fragen?
Wer mag verstehen den Irrtum schon?
Wer will schon eine Antwort wagen?
Wem ist im Herzen schon der Ton
für einen Sang der Seele Lohn
und wird nicht an den Leiden nagen?
Das Leiden ist nicht das Problem,
es ist die Haltung zu ihm mehr,
der Drang, der will es nur bequem
und macht dem Nachbarn Leben schwer,
da er nicht weiß genau woher
er nimmt die Haltung, die genehm.
Das Leiden ist zuweilen sehr,
kann uns das Tröstliche erschwern,
es wird geprüft das Leben schwer:
Welch Rat und Taten sind zu ehrn? --
Wer dann sich selbst nicht wird verwehrn,
der wird durch Liebe wieder wer!