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Zu leben bereit?

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Zu leben bereit?
 
Tote Eltern,
die da nagen,
an den Beinen,
an den Armen,
todbringend scheinen.
 
Die Vergangenheit schreit,
durch leere Seelenhallen,
tief in mir und tief in dir,
hören wir das lockende Echo.
 
Die Spur verläuft im Sand,
spurlos schleichend,
durch die Nacht,
in der Sterne sterben.
 
Ungewolltes Geschenk,
glitzernd verpackt,
Überraschung,
Hier ist meine Geburt!
 
Ein Gottesfunke,
blendet das Auge,
ungesehene Welt
und irgendwie gelebt.
 
Ein Brief von mir,
er ist an mich,
ungelesen weggeworfen,
nichts als Worte.
 
Geküsste Scham,
in Leidenschaft
und wieder sterben Engel,
durch ein Zungenspiel.
 
Erloschen,
tu aus das Licht,
die Krieger sind müde,
doch es gibt Krieg!
 
Reicht die Klinge,
kenne keinen Schlaf,
des Schlafes bruder ergoss sich,
in meiner Nabelschnur.
 
Ein trauriger Wolf,
singt sein Lied,
in meinen Traum,
der durch die Nacht zieht.
 
Der Clown,
stirbt auf der Bühne,
seinen Tod,
in der Groteske, Applaus!
 
Fallen die Masken,
erst wenn wir sie aufsetzen,
oder danach?
Wer weiß.
 
Ich geh ins Theater,
das Stück heißt Leben,
ich gehe ins Leben,
sehe dasTheater.
 
Blut zeigt den Weg,
in die vielen Irrgärten,
doch nicht hinaus,
eine lange Wanderschaft beginnt.
 
Wehen in der Brust,
ich will geboren werden,
in jeder erfahrung,
schmerzhaft aufs neue.
 
Bin ich denn bereit
und wenn "ja",
denn zu was?
Zu leben?
 
Bin beeindruckt von der Länge des Gedichtes. Man verfällt ja ab einer gewissen Länge in Doppelungen aber dir ist es sehr gut gelungen!
Lieblingsstrophe ist eindeutig Strophe 13 (Glaube ich
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) "ich gehe ins Theater..."
Das gefällt mir!
Neo
 
Hi Neo,
 
danke für Dein positives Statement. Hätte eher gedacht, dass es zerrissen wird, weil es so verworren ist, wie das Leben manchmal selbst. Wollte aber auch keine Klarheit reinbringen.
 
Gruß
Jens
 
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