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Ruhe und Glück

 

Ich ging einmal - gar nicht verlegen

einen Regenwurm entgegen

behutsam wollte ich ihm zeigen

dass auch ich kann sehr gut schweigen

 

Als er aber mich erblickte

wie ich mich grad nach ihm bückte

hätte er sich gern versteckt

und sich auch mit Sand bedeckt

 

Weil das nicht ging auf hartem Grund

machte er sich einfach rund

und wollte mir damit nur sagen:

"Geh doch mal woanders jagen"

 

Ich ließ nicht ab von meinem Denken

wollte ihm nur Ruhe schenken

trotzdem hörte ich sein flehen:

"Kannst Du bitte - bitte gehen"

 

Ich saß jetzt Stunden auf dem Boden

und das ist jetzt nicht gelogen

wurde er ganz plötzlich groß

und kroch nun einfach auf mich los

 

Als er bei mir angekommen

hat er meine Hand genommen

und war nun nicht mehr abgeneigt

von einem der da so schön schweigt

 

Mit Ruhe und Geschick

findest Du zu deinem Glück

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Ruhe und Glück   Ich ging einmal - gar nicht verlegen einen Regenwurm entgegen behutsam wollte ich ihm zeigen dass auch ich kann sehr gut schweigen   Als er aber mic

Hallo @Michael-Haase-120370,   richtig wäre einem Regenwurm. Wem (Dativ) ging ich entgegen? Einem Regenwurm.   Ich wollte hier auch ein wenig vereinheitlichen, was das Versmaß anbe

Hallo an alle,  Das Gedicht ist (jetzt mal unabhängig von Versmaß und Grammatik) wunderschön ❣️❣️❣️ Es ist eine nette Idee über einen Regenwurm zu schreiben. Ich musste beim Lesen schmunzeln

Da Kritik erwünscht, checke ich deine Strophen mit 2 Versionen, einmal mit betonten Verseingängen, einmal mit unbetonten Verseingängen.

 

Ruhe und Glück

 

Neulich ging ich - nicht verlegen

einen Regenwurm entgegen

Achtsam wollte ich ihm zeigen

meine Wenigkeit kann schweigen

 

Als er aber mich erblickte

wie ich mich grad nach ihm bückte

hätte er sich gern versteckt

und sich mit dem Sand bedeckt

 

Dieses ging nicht auf dem hartem Grund

Darum machte er sich einfach rund

Damit wollte er wohl sagen:

"Geh doch mal woanders jagen"

 

Doch, ich ließ nicht ab von meinem Denken

wollte ihm nur Ruhe schenken

trotzdem hörte ich sein flehen:

"Kannst Du bitte - bitte gehen"

 

Stunden saß ich auf dem Boden

und das ist jetzt nicht gelogen:

Wurde er ganz plötzlich groß -

kroch nun einfach auf mich los.

 

Als er bei mir angekommen,

hat er meine Hand genommen.

war nun nicht mehr abgeneigt,

Von dem Typ der so schön schweigt.

 

 

Ruhe und Glück

 

Ich ging einmal - gar nicht verlegen

ein Regenwurm entgegen

behutsam wollte ich ihm zeigen

auch ich kann sehr gut schweigen

 

als er mich nun erblickte

in dem Moment wo ich mich bückte

da hätt er sich so gern versteckt

und sich mit Sand bedeckt

 

Weil das nicht ging auf hartem Grund

da machte er sich einfach rund

und wollte mir damit wohl sagen:

"nun Geh doch mal woanders jagen"

 

Ich ließ nicht ab von meinem Denken

nur Ruhe wollte ich ihm schenken

ich hörte nun sein flehen:

"o bitte - bitte, kannst du gehen"

 

Ich saß jetzt Stunden auf dem Boden

ich schwör, dass ist jetzt nicht gelogen

er wurde plötzlich riesengroß

und kroch nun einfach auf mich los

 

er hatte meine Hand genommen

und war nun nicht mehr abgeneigt

von einem der da so schön schweigt

 

 

Eine wirkliche Verbesserung mag ich meinen beiden Versionen nicht entnehmen, da meine Varianten die Verslängen noch mehr strapazierten. Dennoch meine ich, eine metrische Glättung würde deinen humorvollen Versen sehr gut tun.

Ich wäre eher beim Iambus, also der zweiten Variante. Viele unnötige Füllwörter finden sich in deinen Zeilen, ein Beispiel, S1:

Ich ging einmal - gar nicht verlegen

einen' Regenwurm entgegen

behutsam wollte ich ihm zeigen

dass (auch) ich kann sehr gut schweigen

Die letzten Verse:

Mit Ruhe und Geschick

findest Du zu deinem Glück

passen m.E. nicht ins Konzept.

 

>Der Wurm<  . . von Heinz Erhardt

Am Fuß von einem Aussichtsturm

saß ganz erstarrt ein langer Wurm.

Doch plötzlich kommt die Sonn' herfür,

erwärmt den Turm und auch das Tier.

Da fängt der Wurm an sich zu regen

und heißt jetzt Regenwurm deswegen.

 

 

Das war jetzt viel Textarbeit, die du aber bitte nicht mit zerreißender Kritik verwechseln magst. Ich sehe sehr gute Ansätze in deiner Art der naiven Dichtung und hoffe du nimmst mir meine Ernsthaftigkeit und mein "gut meinen" ab.

Lg

Fietje

 

 

 

 

 

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vor 7 Stunden schrieb Fietje Butenlänner:

Ich ging einmal - gar nicht verlegen

einen' Regenwurm entgegen

behutsam wollte ich ihm zeigen

dass (auch) ich kann sehr gut schweigen

 

Da hatte ich auch selber sehr viel zu knabbern

 

dass (auch) ich kann sehr gut schweigen

 

So hatte ich es auch am Anfang - aber dann habe ich dass geändert 😆

 

Aber bei:

Ich ging einmal - gar nicht verlegen

einen' Regenwurm entgegen

 

habe ich das Maskuline Akkusativ verwendet - weil "wen" bin ich entgegen gegangen "einen Regenwurm"

 

Liege ich da falsch ?  😟

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Hallo @Michael-Haase-120370,

 

richtig wäre einem Regenwurm. Wem (Dativ) ging ich entgegen? Einem Regenwurm.

 

Ich wollte hier auch ein wenig vereinheitlichen, was das Versmaß anbelangt, weil es insgesamt ganz witzig geschrieben ist. Falls du magst, dann lasse es mich gern wissen.

 

Lieben Gruß, Letreo

bearbeitet von Letreo71
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hi michael,

"einen" ist grammatisch korrekt, aber manchmal schleift man sich was zurecht, einfach deswegen, um dem Metrum gerecht zu werden:

ein' Regenwurm

nem' Regenwurm

(dem) Regenwurm

Da muss man dann schauen, wie man es hinbiegen kann. Der Trochäus im ganzem wäre ja auch eine Option, mir pers. gefiele aber der Iambus besser.

Ich meine, solch ein Text darf auch Daktylen im Text haben, aber die Verseingänge würde ich tonal einheitlich gestalten. Da kann man sicherlich andere Meinungen zu haben. 

Dein Text weißt Konstanten auf, eben ein einfüßiges Metrum: (x)XxXxXxXxXxXxXxXxXxXxXx...... und eben identische Reimpaare . Als Leser verlor ich an den Verseingängen die Orientierung, was rein qualitativ diesen Text schwer verdaubar macht. Allerdings vertrete ich nicht das Maß aller Dinge, bin aber der Meinung, mit nur wenig Übung könntest du einer harmonischen Melodie gerechter werden.

Herrjee, bei uns geht gerade die Welt unter: Hagel, Schnnesturm und Gewitter....😮 mfg fieteje

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Hallo an alle, 

Das Gedicht ist (jetzt mal unabhängig von Versmaß und Grammatik) wunderschön ❣️❣️❣️

Es ist eine nette Idee über einen Regenwurm zu schreiben. Ich musste beim Lesen schmunzeln. 😀😀😀

In puncto Grammatik bin ich eine Niete. 🙈 Daktylus, Trochäus, Dativ, Akkusativ und all die anderen Wörter habe ich damals (lang, lang ists her) im Deutsch-Unterricht mal gehört und gekonnt wieder die Bedeutung vergessen 😉. Mega, was ihr alle noch wisst... 👍👍👍

Mir gefällt ein gleichmäßiges Versmaß auch besser. Die erste Variante mit Betonung auf Schlag 1 finde ich die beste. 

Nichts desto trotz : ein absolut gelungenes Gedicht ❣️👍😀

Liebe Grüße 

ConnyS 

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