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  1. Flutterby

    Spaßvögel

    Eines Abends... Als ich wieder nach Hause ging, hatte ich sie mitgenommen. Eingewickelt in meinem Schal hielt ich sie in den Armen. Sie war durchnässt und am Zittern. Ich schloss die Tür auf und die wohlige Wärme meines Appartements hüllte uns ein. Auf dem Weg ins Badezimmer schob sie ihren Kopf aus dem Schal und schaute sich mit geweiteten Pupillen um. Ich ließ sie sanft zu Boden, holte ein Handtuch und rubbelte die Katz, bis sie halbwegs trocken war. Sie war noch so klein. Wie ein Fellknäuel stand sie nun vor mir. Skeptisch beäugte sie mich. Wahrscheinlich hatte sie Angst, weil ihr alles fremd war. Und noch mehr davor, wieder zurück auf die Straße zu müssen. Ich ging in die Küche und bereitete ihr etwas Putenbrust vom Mittag zu. Ralf beobachtete alles von seiner Sitzecke aus. Als ich in seine Richtung sah, drehte er mir den Rücken zu. „Hey Ralf, alles klar bei dir? Tut mir leid, dass ich Besuch mitbringe, es war nicht geplant.“ Ralf zupfte weiter mit dem Schnabel in seinem Gefieder herum. „Ich war einkaufen und hab dir was mitgebracht, was ganz Feines, wird dir bestimmt schmecken“ Ich knisterte mit der Tüte voller Leckerlis. Ralf äugte kurz über seine Schulter und fuhr dann mit seinem Pseudo-Gesäubere fort. „Okay, okay, dann störe ich eure Herrschaft vorerst nicht weiter. Schließlich haben wir einen Gast.“ Ralf sah mich mit zugekniffenen Augen an. „Entschuldige.. Ich habe einen Gast.“ Meine Gast-Mieze tapste derweil miauend in Richtung Küche. Ich stellte ihr das Fresschen hin, sie tunkte ihren Kopf hinein, schnappte sich einen Bissen, rann aus der Küche, schlitterte um die Kurve und verschwand wieder im Badezimmer. Gut, dachte ich, im Badezimmer scheint es fresstechnisch stimmiger zu sein. Ich nahm den Napf und folgte ihr. Miezi war nicht zu sehen. Allerdings eine neue Ausbuchtung des Duschvorhangs. Da sie scheinbar Privatsphäre brauchte, stellte ich den Napf auf den Teppich ab und machte mich wieder auf in die Küche, von der aus ich ein seltsames Ticken hörte. Das Ticken erwies sich als Picken. Ralf saß auf dem Schneidebrett und ergötzte sich an den Putenbrustresten. Kannibalismus scheint auch bei Vögeln nicht Halt zu machen. Ich nutzte die Gelegenheit und schlich mich an. „MIAU!“ Er schoss in die Höhe, knallte an die Decke, verlor kurz das Gleichgewicht und schmetterte weiter Richtung Deckenlampe. Als das Pendeln der Lampe nachließ und er sich in den Griff bekam, sah er mich gekrümmt auf dem Boden hin- und her wälzend. Ich musste mir den Bauch halten. Ich konnte nicht mehr. Ich lag direkt unter der Lampe. Er drehte sich mit seinem Hinterteil in Position. Sein Geschoss steuerte direkt auf mich zu. Glücklicherweise sah ich es noch kommen und konnte meine Stirn rechtzeitig abwenden. Ralf flog zurück auf seinen Platz, streckte seine Brust raus, umklammerte die Stange fester mit seinen Krallen und starrte mich von oben herab an. Mein Lachanfall hatte sich in Luft aufgelöst und wich einer nun etwas negativ angehauchten, geradezu feindseligen Atmosphäre. Zeit um nach Miezi zu schauen. Der Duschvorhang hing nun nicht mehr an der Stange, sondern waagerecht auf der Badewanne. Praktisch, wenn man sich beim Baden nicht selbst sehen möchte. Auch wenn ich nicht denke, dass dies Miezis Intention war. Ebenso die neuen Löcher machten da keinen Sinn. Neben der Toilette hatten wir nun auch einen Schneemann. Auf der Seite liegend. Mit flauschigen Ohren und süßen Pfötchen. Bei näherer Betrachtung sah es wie eine Miezenmumie aus, auch passte das Toilettenpapier da besser ins Bilde, mit welchem sich Miezi akribisch eingewickelt hatte. Da Miezi noch leicht nass war, klebte es praktischerweise von selbst an ihr. Was eine schlaue Miezi. War mir nun auch sicher, dass es eine Miezi, und nicht ein Miezerich ist. Erstmal die neue Wohnung umdekorieren und sich selbst noch einen neuen Look verpassen. Miezi war Zuhause angekommen. Damit ich Miezi nicht weiter bei ihrer Mumifizierung störte, nahm ich kurzerhand den Napf und marschierte in die Küche Richtung Spüle. Mich ergriff ein Deja-Vu. Ich lag wieder auf dem Küchenboden, direkt unter der Lampe. Auch krümmte ich mich erneut. Verdammte Kacke. Ralf hing in der Ecke nun kopfüber an seiner Stange, flatterte und krächzte wie wild herum. Musste wohl unglaublich komisch sein. „Ja ja, ist gut Ralf, jetzt mach mal halblang und beruhige dich wieder. Wir hatten nun alle unseren Spaß. Haha.“ Ich stand stöhnend auf und hielt mir den Rücken. Ich hob den Napf auf und stellte ihn in die Spüle. Durch das Fenster über ihr sah ich, dass es schon dunkel geworden war. Ich spiegelte mich in dem Glas, und erschrak. In meinem Gesicht waren einzelne bräunliche Flecken. Oh Scheiße! (Nebengedanke: Darmentleerung ist wohl das Topic heute). Was sind denn das? Pusteln? Als ich sie jedoch berührte, fielen sie wie Schuppen von mir ab, direkt in die Spüle hinein. Hatte mich lange nicht so dämlich gefühlt. Minimalst würdebeladen warf ich die restlichen Fleischbrocken in den Müll. Na super, läuft ja heute. Dummheit und Naivität lassen auch im Alter nicht nach. Dies dennoch zu denken und zu behaupten, ist einfach nur dumm und naiv (Beweisführung noch nicht abgeschlossen...). Da ich nochmal ordentlich Holz ins Feuer geworfen hatte, konnte Ralf natürlich noch immer nicht an sich halten. Ich hatte keine Lust mir das noch weiter zu geben und stapfte zurück ins Badezimmer. Miezi war wieder verschwunden. Zumindest auf den ersten Blick. Auf den zweiten fiel mir ein plüschiger Schwanz auf, der zwischen den Handtüchern im Regal baumelte. Verziert mit individuell zuzerkratzten Designtoilettenpapierschnipseln. Beim Hinabsehen sah ich zudem aus dem Augenwinkel hinter mir, dass Ralfs Kacke mich weiterhin verfolgte. Ihr Muster glich sehr der meiner Schuhsohlen. Na wundervoll. Never-ending-Dämlich zog sich die Schuhe aus, ging einen Lappen holen und wischte den Mist auf. Danach knipste ich das Licht im Badezimmer aus, damit Miezi in ihrem neuen Schlafgemach ruhen konnte, ging zurück in die Küche und warf Ralf den Lappen ins Gesicht. Karma Ende.
  2. Ms. April

    Mein Schatz

    Deine Augen sind treu, du bist mein Lieblingsboy, dein Charakter ist so stark, ein Grund, warum ich dich mag. Dein Humor ist fantastisch, du bist wirklich bombastisch, wir verstehen uns ziemlich gut, machen uns stets einander Mut. Ich weiß ich bin das Chaos, ich mach dich manchmal sprachlos, du hast die Gelassenheit und Ruhe abonniert, von Geduld hast du jedoch noch nie profitiert. Ich weiß, ich bin zu oft zu spät, ich weiß, dass das so gar nicht geht, du weißt, dass ich`s nicht böse mein, doch machst du mich meist dennoch klein. Du suchst im Duden nach Flexibilität, es tut mir leid, aber dafür ist es zu spät, beim Planen bist du wahrhaftig sehr verklemmt, da hast du das Wort Flexibel voll verpennt. Du bist kein Schaf und lebst wie ein prachtvoller Wolf, du fragst dich warum ausgerechnet der Sport Golf. Während andere den materiellen Wohlstand wahren, versuchst du stets dein Geld für sinnhafte Dinge zu sparen. Du brauchst keinen BMW um etwas zu sein, denn all das ist meist selbst erkaufter Schein. Du bist wunderbar sowie du bist, doch die anderen sind meist sehr trist. Du bist mein Benz, mein BMW und meine Rolex, wir haben unseren eigenen Moral-Codex, wir müssen uns nicht immer besprechen, wir sehen einander an und lächeln. Du bist schlau wie ein Fuchs, du bist flink wie ein Luchs, du bist so lieb, das liebe ich, du bist so lieb, ich liebe dich. Ich weiß, du suchst das Abenteuer, du speist sonst gerne Drachenfeuer, ich weiß, du suchst meist Ungeheuer, du scheust jedoch die Börsensteuer. Allein erleben willst du das Abenteuer nicht, erleb es doch mit deinem kleinen süßen Wicht. Wir sind so gleich und doch so verschieden, da können wir uns einfach nur lieben.
  3. Der Bär und der Bär Es war einmal ein Bär, der kam nun von weit her und der wunderte sich sehr, denn er sah schließlich vielmehr, zu Fuß kam auch noch ein anderer Bär, aber der kam von ganz wonaders her,... ...und den fragte dann der Bär: "Hey du Bär, wo kommst du denn her?" Und der: "Das weiß ich gar nicht mehr,... ...doch komm mit mir, du Bär! Ja, genau das entgegnete er, also der andere Bär. Ja,... und die Moral von der Geschicht': Ob du nun ein Bär bist oder auch nicht, und triffst du auch mal auf einen Bären dann wird dich seine Antwort lehren, vorausgesetzt du fragst ihn was, weil dazu eine Antwort passt,... ...ob die verbal ist oder nicht,- das nimmst du wahr dann, sicherlich, und das hier auch nur als Hinweis eben, denn dann wirst du keinen Schreck erleben. R. Trefflich am 9. Mai 2021
  4. Das Leben ist kein... (Wunschkonzert und andere Erkenntnisse) Du kaufst dir einen Lottoschein und hoffst, du wirst bald reicher sein. Das Pech an deinen Nerven zerrt, das Leben ist kein Wunschkonzert! Zum Wiegenfest, da wünschst du dir ein nagelneues Jazz-Klavier. Doch gab´s ´ne Tuba, das ist doof, das Leben ist kein Ponyhof! Wir zelten tagelang im Regen, für die Natur ist das ein Segen. Doch ist´s nicht schön, im Schlamm zu stecken, das Leben ist kein Zuckerschlecken! Du wolltest gern zum Schwimmen gehen, kein Wasser ist im See zu sehen! Die Hitze, sie soff alles aus, das Leben ist kein Freudenhaus! Der Baukredit war uns zu teuer, auch Grunderwerb mit seiner Steuer. Die Zahllast wäre viel zu viel, das Leben ist kein Pappenstiel! Es steht ´ne Kuh auf Bahngeleisen, du wolltest eigentlich verreisen. Kein Zug läuft ein, du musst jetzt warten, das Leben ist kein Palmengarten! Der Blinddarm wurde dir entfernt von einer Hilfskraft, die noch lernt. Als Kassen-Mensch bist du nichts wert, das Leben ist kein Wunschkonzert! Im Zoo gibt es ein Freigehege, es sitzt ein Strauß auf dem Gelege. Doch stahl das Ei die Rothalsgans, das Leben ist kein Myrtenkranz! Das Lieblingsrestaurant Sirtaki gehört jetzt dem Afghanen Maki. Er will mit Eintopf uns erschrecken, das Leben ist kein Zuckerschlecken! Du willst ins Opernhaus hinein und dich an Johann Strauss erfreu´n. Doch fällt die "Fledermaus" heut aus, das Leben ist kein Freudenhaus! Ein Mensch, der dir die Treu versprochen, hat lieblos jetzt dein Herz gebrochen. Das Glück es hat sich umgekehrt, das Leben ist kein Wunschkonzert! Du schreibst ein XXL-Gedicht, ein kurzes, denkst du, liest man nicht. Doch kannst du kein Int´resse wecken, das Leben ist kein Zuckerschlecken! Den Fleiß, den soll dein Chef ruhig sehen, um dir den Lohn mal zu erhöhen, doch ist der Boss kein Wohlstandsretter, das Leben ist kein Sommerwetter! Du wolltest heute ins Café, wie jeden Tag zum 5-Uhr-Tee. Doch dank Corona ist dort zu, das Leben ist kein Barbecue! Dir fehlt das Geld um zu verreisen, der Urlaub blockt mit hohen Preisen. Du musst auf bessre Zeiten warten, das Leben ist kein Palmengarten! Du siehst im Reisebus Chinesen, die grinsend durch die Landschaft pesen und Urlaubssehnsucht in dir wecken, das Leben ist kein Zuckerschlecken! Schlussendlich legst du dich zur Ruh, machst müde deine Augen zu. Jetzt siehst du Licht und hörst Gebimmel, dein Leben ist bei Gott im Himmel! @Copyright Melda-Sabine Fischer – Näheres zu ihrem Autorenleben siehe Profil
  5. Melda-Sabine Fischer

    Bauernregeln

    Bauernregeln Wenn schon im März Herr Oskar Precht mit Stolz gepaart zeigt sein Gemächt, dann wird der Sommer wie man weiß, in diesem Jahr wohl teuflisch heiß. Schwitzt auf dem Hof der Hund unsäglich, dann wird der Sommer unerträglich. Doch lässt er dabei einen Furz, dann wird der heiße Sommer kurz. Wenn unter Eichen wie auch Birken die Liebespaare lüstern wirken und Du von Oma plötzlich erbst, dann weißt auch Du, es naht der Herbst. Gibt es zu Ostern wenig Hasen und kacken Möpse auf den Rasen, wenn Du im Juli Eier färbst, dann fällt der Schnee auch schon im Herbst. Bezahlt man Dir Schlechtwetter-Geld, kann’s sein, dass starker Regen fällt! Meint Bauers Sau, sie sei ein Eber, erwarte starkes Schneegestöber! Steigt die Giraffe auf das Gnu, dann mache schnell die Fenster zu. Denn Hagel droht mit Donnerkeil, dadurch wird die Giraffe geil. Wenn im Oktober Liebesdamen, beim Liebesspiel abrupt erlahmen, wenn Opa ist auf Sex ganz wild, dann wird der nächste Winter mild! Wenn Nik’laus, unser heil’ger Mann, statt Stiefel hatte Rollschuh‘ an, lacht deshalb amüsiert der Zeisig, dann wird der Winter kalt und eisig. Hofft Ilse, unsre dicke Kröte, dass sich im Teich ein Eisloch böte, sitzt starr der Uhu im Geäst, dann wird es kalt zum Weihnachtsfest. Wenn Vater für die heil´ge Nacht uns freudig den Kamin anmacht und Mutter ihm Püree aufbrät, dann kommt der nächste Frühling spät. @Copyright Melda-Sabine Fischer – Näheres zu ihrem Autorenleben siehe Profil
  6. Weihnachtslieder verfälscht Wenn etwas weihnachtlich erklingt und es Dir in die Ohren dringt, kann es akustisch Dich frustrieren und auch der Text kann Dich pikieren. Doch wenn Ihr jetzt vielleicht auch flucht, so hab´ ich trotzdem es versucht, die Weihnachtstexte zu entstellen. Das Ganze stammt aus eignen Quellen. Oh Tannenbaum, mein Tannenbaum, Du bist so grün, man glaubt es kaum, Du bist aus Plastik, das ist Fakt. So bleibst Du grün und wirst nicht nackt. Mir hat es stets viel Freud´ gemacht, sang Oma von der Stille Nacht. Nur Opa schlief stets dabei ein, nach fünf, sechs Gläsern Moselwein. Lasst uns froh und munter sein, sang leicht beschwipst der Onkel Hein. Der Glühwein machte ihn recht heiter, drum säuft er noch bis Ostern weiter. Auch Fröhliche Weihnacht überall ist gern besungen nicht mein Fall. Denn die Verwandtschaft hat mit Macht sich jedes Jahr zum Fest verkracht. Zumeist nach gutem Weihnachtsessen, da tat sich die Bagage stressen. Es fährt ein Schreck in meine Glieder, der Mob kommt Alle Jahre wieder! Wer Oh du Fröhliche besingt und röchelnd schwer um Atem ringt, vergaß beim Singen sehr verwegen die Zigarette wegzulegen. Es wird scho glei dumpa versteht hier kein Schwein, das muss wohl ein Lied fern aus Österreich sein. Man versteht nicht den Sinn, weil es ausländisch klingt und der Ösi dabei meist die Silben verschlingt. Was fang ich mit der Weisheit an: Morgen kommt der Weihnachtsmann!? Es gibt solche Kerle verschiedener Klassen, von einem hab´ ich mich grad scheiden lassen. Schneeflöckchen weiß Röckchen, noch weiß sind die Söckchen. Doch latschst Du mit denen durch rutschigen Matsch, kriegt die Kleidung am Ende ´nen schmutzigen Touch. Morgen Kinder wird´s was geben, das sang ich sehr oft, nur möcht´ ich erleben, was gibt es denn wohl, ich warte bis heute und mit mir ja da warten noch andere Leute. Süßer die Glocken nie klingen, so werden wir bald wieder singen. Manche klingen nur laut, mit meist schrägem Geläut, was mitnichten im Strohbett das Jesuskind freut. Auch Kling Glöckchen klingelingeling, ist wirklich nicht so ganz mein Ding. Das Bimmeln ist wahrlich nicht angenehm und nervt mit dem Krach meine Ohren extrem. Vom Himmel hoch da komm ich her, ich muss Euch sagen: „Ich kann nicht mehr!“ Ich bin zwar bestückt mit 2 hartweißen Flügeln, doch müsst ich diese in Bälde mal bügeln. Ich finde es wirklich nicht sehr gelungen, das Lied Es ist ein Ros´ entsprungen. Man sollte doch schnell, ganz im Vertrauen, dem Gaul endlich mal eine Stallung erbauen. Ihr Kinderlein kommet singt man Jahr um Jahr, drum wächst auch bei Schmitzens die Kinderschar. „10 Kinder sind´s schon“, ruft Herr Schmitz etwas heiser, „zur Weihnacht dies Jahr sing ich drum etwas leiser.“ Leise rieselt der Schnee, mir tut das Steißbein so weh. Im Schneegeriesel bin ich mit dem Schlitten ganz vehement vor die Hauswand geglitten. Kommet Ihr Hirten, Ihr Männer und Frauen! Ich kann diesen Aufruf nur schwerlich verdauen. Bei mir in der Wohnung herrscht sehr große Enge, das gäb´ samt der Schafe ein Riesengedränge. Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen, gar mancher wird plötzlich vor Schreck dann erkennen: Es brennen nicht nur alle Lichter am Baum, auch das Sofa und sämtliche Möbel im Raum. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, die Feuerwehr ist jetzt zum Löschen bereit. Durch Qualm und die Flammen hat man wenig erkannt, weil am Weihnachtsbäumchen die Lichter gebrannt. Der Weihnachtsgesang soll uns trotzdem nicht schocken, drum werden wir weiter das Weihnachtsfest rocken. Wir singen mit Inbrunst, dass es überall schallt: Freut Euch des Lebens, das Christkind kommt bald! @Copyright Melda-Sabine Fischer – Näheres zu ihrem Autorenleben siehe Profil
  7. Nervige Nachbarn Wenn Nachbarn sich nicht gut vertragen, dann kommt’s uns vor wie die 10 Plagen, die damals nervten in Ägypten, als Frau’n für Tutanchamun strippten. Hast Du ein Haus, erfreu‘ Dich dran, doch achte drauf, wenn nebenan Personen wohnen, die gern streiten, dann kann die Ruhe schnell entgleiten. So wohnte Kürbis-Straße 4 Fritz Wohlgemut, der spielt Klavier. In Nummer 6, Professor Krause, der ist Chirurg und Kunstbanause. In Nummer 4, im 1. Stock, da wohnt mit Kleinkind Susi Bock. Im 1. Stock, in Nummer 6, logiert Herr Mai mit Dackel Rex. An sich verliert man keinen Ton bei dieser Kon_ste_lla_tion. Doch spielt Herr Wohlgemut Etüden, bringt es Herrn Krauses Wut zum Sieden. Er klingelt gleich beim Künstler an, ob der nicht leiser klimpern kann. „Das geht schlecht mit dem Instrument, weil laut und leise es nicht kennt“,… …so spricht Herr Wohlgemut zu Krause, “ich mach‘ dafür ´ne Mittagspause, doch dann ab Drei“, so spricht er harsch, „üb‘ ich noch den Radetzky-Marsch!“ Man merkt, die Stimmung die wird kühler: „Ach ja, dann hab‘ ich auch noch Schüler, die dann ab Vier, zum Musizieren, bei mir das Instrument traktieren. Ab fünf Uhr ist dann aber Ruh‘, dann klappe ich den Deckel zu. So halte ich, korrekt und fein, die Hausverordnung locker ein.“ Professor Krause, der zieht ab, er ist genervt und auch recht schlapp. Zur Nachtschicht, hier im Krankenhaus, riss er zehn Blind-Gedärme raus. Nun will er Ruhe, er ist müde, will weder Marsch, noch ´ne Etüde. Jetzt plärrt auch noch das Kleinkind Bock vom Nachbarhaus, im 1. Stock. Auch ärgert er sich ob des Drecks, gefertigt von Herrn Mai‘ens Rex. Der hatte just -man will’s nicht wissen- vor Krauses Haustür hingeschissen. Auch hat Herr Mai es oft vollbracht, herumzuschleichen in der Nacht. Dann hat er zu ´ner dicken Wampe dabei meist eine Taschenlampe. Er leuchtet damit -gar nicht fein- zumeist in fremde Fenster rein. Die Nachbarschaft ist höchst empört, weil dies den Tiefschlaf gröbstens stört. Im Nebenhaus, in Nummer 8, hat sich Herr Schneider aufgemacht, das Dachgeschoss noch zu erweitern, doch kann der Baulärm nicht erheitern. Der Kürbisstrasse -nebendran- hängt noch ein Schrebergarten an. Die Schrebergärtner -unverhohlen-, die lieben es, oft laut zu johlen. Ein lautes Schreien und Gekreische tönt just herüber von Frau Ayshe. Denn als die alte Schmitz gestorben, hat sie das Gartenstück erworben. Es ist meist Eigenart von Türken, sie können selten leise wirken. Die Ayshe schreit nur, wenn sie spricht, als wär‘ sie oben nicht ganz dicht. Gleich nebenan, Parzelle 9, da trinken sich 4 Polen ein, und jeder Wodka hebt die Laune, gleich neben Krauses Gartenzaune. Die Notdurft drückt, die Blase zwickt, Herrn Krauses Grundstück wird beschickt. Dann singen sie, oft prall und breit, die Hymne Polens, strullbereit. „Es ist nicht schön bei mir zu Hause“, so denkt sich Herr Professor Krause. Er ruft bei Anwalt Schulze an, ob der für ihn mal klagen kann. „Professor Krause, was für Sachen, da kann ich leider wenig machen, ich will den Nachbarn trotzdem schreiben, nichts soll am Ende offen bleiben. Ich werde die Parteien bitten, zu achten auf die guten Sitten und Sie, Herr Krause, nicht zu nerven, um Streitereien zu entschärfen. Den Polen, pinkelnd aus Vergnügung, schick ich ´ne rechtliche Verfügung, zu unterlassen, fremd zu strullern, sie soll’n im eignen Garten pullern!“ Ein guter Rat folgt hier zum Schluss: „Vor jedem Ärger und Verdruss ist ein Gespräch ´ne Kleinigkeit, vielleicht erzielt man Einigkeit?" @Copyright Melda-Sabine Fischer – Näheres zu ihrem Autorenleben siehe Profil
  8. Melda-Sabine Fischer

    Ich bin blond

    Ich bin blond So mancher schnöde Macho denkt, mein Intellekt sei ausgerenkt. Nur weil ich blond bin, heißt das nicht, ich sei im Schädel nicht ganz dicht. Man hat mich neulich wissen lassen, bei mir da fehlten manche Tassen, die man platziert als Set im Schrank, mein Denkvermögen sei sehr schlank. Mein Scharfsinn sei wie Entengrütze, er sei zu nichts, rein gar nichts nütze. Mein Fahrstil sei zudem von übel, ich rammte ständig Blumenkübel. Ja, rückwärts Parken geht nicht gut, ich seh´ ja nicht, was sich so tut. Ich höre aber (bin nicht deppert!), wenn es mal vorn, mal hinten scheppert. Nun ja, ich geb‘ den Leuten Recht, ganz ohne Brille seh´ ich schlecht. Sie ist für mich nicht obligat, mit Brille wirkt mein Teint sehr fad. Noch neulich meint mein Freund, der Flegel: „Lackier´ Dir bitte nicht die Nägel, weil Du dann nicht nach vorne schaust und auch den Autositz versaust.“ Von Fußball hab´ ich keinen Schimmer, was Abseits ist, kapier ich nimmer. Und wenn ein Spieler wen wo deckte, die Handlung mich doch sehr erschreckte. Von Politik versteh ich wenig, nur das: Wir haben keinen König! Mir ist die Frage einerlei, wer unser Bundeskanzler sei. So ging es mir noch letzter Tage, ich sagte auf grad diese Frage anlässlich einer Hochzeitsfeier: „Das ist der Herbert Grönemeyer!“ Doch kann so blöd ich gar nicht sein, ich spiele Schach im Schachverein. Auch spiel ich Orgel würdevoll, ich kann’s in Dur und auch in Moll. Obwohl´s bei mir an manchem fehlt, bin ich von Sprachkunst sehr beseelt. Ich spreche fließend Niederrheinisch, Französisch, Englisch und Lateinisch. Jawohl, ich habe Abitur, von dummem Blondchen keine Spur! Dass Blond gleich Blöd, ist ein Klischee, dies ist so falsch wie ein Toupet. Es können mich die ganzen Jecken mit ihrem Vorurteil nicht schrecken. Ich trage schon seit vielen Jahren, die Farbe Blond in braunen Haaren. @Copyright Melda-Sabine Fischer – Näheres zu ihrem Autorenleben siehe Profil
  9. Die Erde ist rund (…und was noch?) Die Erde ist ein runder Ball, bewegt sich sorglos durch das All. Um sich dreht sie sich voller Wonne und dreht sich auch um unsre Sonne. Ganz früher dachte man beileibe, die Erde wäre eine Scheibe. Doch Marco Polo ließ uns wissen, die These sei doch recht beschissen. Er hat die Erde oft umrundet, sodass er schließlich auch bekundet, die Erde sei sehr rund beleibt, es geht nicht, dass man sie „umscheibt“. Drum kann man sie als Kugel feiern, wär´ sie nicht rund, dann tät sie eiern. Mit Schlingern flög´ sie durch das All, wie ein schlecht aufgepumpter Ball. Nun ja, was rund ist, ist nicht länglich, so denkt man sich ganz unverfänglich. Ein rundes Alphorn, allgemein, kann daher auch kein Alphorn sein. Mein Hintern sei jedoch sehr rund, dies tat mir jüngst mein Nachbar kund, der den Tabubezirk missachtet und mich durchs Fenster nackt betrachtet. Nicht nur ein Hintern sondern auch sehr rundlich ist so mancher Bauch. Zuweilen kann man auch erspähen, er flacht sich ab nach jähem Blähen. Den Rosenkohl (und Weißkohl auch) nimmt man meist rundlich in Gebrauch. Es kann jedoch beim Zubereiten die runde Form abrupt entgleiten. Sehr rund ist manchmal auch ein Schädel, nicht nur beim Knaben, auch beim Mädel. Der Kopf gleicht dann der Apfelform, doch dies ist keineswegs abnorm. Ein Eierkopf, als Gegenstück, erzeugt hingegen wenig Glück. Man muss dem Umstand Rechnung zollen: Beim Köpfen kann er sehr schlecht rollen! Den Apfel, der nicht rundlich ist, mitnichten Du als Apfel isst. Dann wissen sogar Kleingehirne, es handelt sich um eine Birne. Ein Topf ist rund, die Pfanne auch (sonst wär´ es ja ein Bratenschlauch). Sehr rund wirkt auch das Mondgesicht, bei Halbmond stimmt das eher nicht. Mit Murmeln spielt so manches Kind, weil diese ja schön rundlich sind. Das Kleinkind lässt die Kugeln kullern und kann vergnügt ins Hös´chen pullern. Ein Sportschuh ist mitnichten rund, man liefe sich die Zehen wund. Die Form ist deshalb stets nur länglich, sie schützt den Fuß dann sehr umfänglich. Sehr rund ist auch so manche Pille sowie das Glas der Lesebrille. Doch kann man auch schon registrieren, dass sie quadratisch funktionieren. Die Köttbullars vom Möbelhaus, die sehen immer rundlich aus. Sind sie das nicht und haben Dellen, dann sind es schnöde Frikadellen. Sehr rund ist auch ein Riesenrad, selbst wenn man keine Riesen hat. Das Zäpfchen, das im Darm entgleitet, ist meistens länglich aufbereitet. Ein Auto bringt Dich gut ans Ziel, sind runde Reifen mit im Spiel. Drum sollst mit platten Pneus am Wagen Du Dich nicht auf die Straße wagen! Ein Gläschen Wein zur Abendstund´, das macht sehr oft den Abend rund. Doch fünf bis sechs sind eine Qual, man sieht was rund ist nur oval. So kann das Runde Dir im Leben viel Harmonie und Freude geben. Doch wird das Leben hart und eckig, dann geht es Dir zuweilen dreckig. @Copyright Melda-Sabine Fischer – Näheres zu ihrem Autorenleben siehe Profil
  10. Bitte mit Sahne! Sehr füllig ist Agathe Klops, sie ähnelt fast schon ihrem Mops, der meist auf ihrem Sofa ruht und auch wie sie fast gar nichts tut. Frau Klops ist 80 schon an Jahren, auch sehr ergraut in ihren Haaren. Sie weiß, was ihr am besten mundet, auch wenn es ihre Hüften rundet. Sie schwärmt für Nussbaiser und Torte (…der Leser findet keine Worte!). Zum Überfluss -was man schon ahnt- wird dann das Ganze noch besahnt. Es fühlt sich auch ihr Blumenkohl nur in der Sahnesoße wohl, und aufgehübscht wird akkurat mit saurer Sahne der Salat. Es kann bei ihr der Sonntagsbraten nur mit viel Sahne gut geraten. Die Soße, die wird angedickt, auch wenn die Miederhose zwickt. Zum Kaffeekränzchen geht Frau Klops einmal pro Woche mit dem Mops, denn im Café von Arthur Glanz gibt es den besten Hefekranz. Mit Irmtraud, Olga und Juliane verzehrt sie diesen gern mit Sahne. Auch der Kaffee wird ungeniert stets mit viel Sahne aufdrapiert. Danach gibt es noch Rentnertanz mit Kirschlikör und Firlefanz. Frau Klops tanzt Mambo sehr versiert, wobei ihr Busen stark vibriert. Die Sahne gärt in ihrem Magen, doch das Gefühl will sie vertagen. Weil eine Blähung ihr entfleucht, hat sie das Tanzlokal verseucht. Ob aller Folgeflatulenzen, versucht man sie jetzt auszugrenzen. Man will sich das nicht bieten lassen, sie möge das Lokal verlassen. Als jüngst der Pfarrer, Gottfried Schon, dem Kirchenvolk zur Kommunion den heil’gen Leib herüber reichte, Agathe „Nur mit Sahne!“ kreischte. Der Pfarrer fand das gar nicht schicklich, verwies Frau Klops dann augenblicklich aus seiner Kirche ohne Segen, dem Mops kam das nicht ungelegen. Und morgen hat sie ´nen Termin, sie will zu ihrem Hausarzt hin. Statt gegen Grippe sie zu impfen, wird der wohl wieder mit ihr schimpfen. Der Doktor fragt stets: „Na, wie geht es, was macht denn Ihre Diabetes? Ne Null-Diät, die würde passen, die Sahne ist dann weg zu lassen!“ Frau Klops, die meistens guten Mutes, fragt sich am Ende des Disputes: Was soll ich denn mit ´ner Diät? Dafür ist es für mich zu spät! Mit 80 ess‘ ich, was mir schmeckt, auch wenn’s mit Sahne zugedeckt. Holt mich der Tod mit dreistem Worte, so kriegt der erstmal Sahnetorte. Dann legt die Sense er beiseite, sein Hol-Auftrag wird schnell zur Pleite, wenn er den Kuchen hat probiert und sich fürs zweite Stück nicht ziert. Ich pack‘ ihm ein den Rest der Torte, er dreht sich um und spricht die Worte: „Dann geh‘ ich mal zu Hedwig Krause, die ist ja hoffentlich zu Hause!?“ Agathe Klops, sie wurde hundert, was niemanden so recht verwundert, denn jedes Jahr hat sie versiert den Tod mit Sahne angeschmiert. @Copyright Melda-Sabine Fischer – Näheres zu ihrem Autorenleben siehe Profil
  11. Melda-Sabine Fischer

    Hundekot

    Hundekot Von der Oder bis zur Neiße, überall liegt Hundescheiße. Sogar am Rhein, beim Rollschuh-Laufen, da türmen sich die Hundehaufen. Mein Schäferhund, Karl-Eberhard, der kackt mal weich und manchmal hart. Das Harte sammelt man flugs ein und steckt es in ´ne Tüte rein. Das Weiche ist oft problematisch und mancher Halter wirkt apathisch, wenn er zu allem Überfluss den Brei vom Gehweg lösen muss. Die Tüten, die sind obligat, wenn man zu Hause Hunde hat. Sie schützen just vor Peinlichkeit und projizieren Reinlichkeit. Karl-Eberhard, dem ist das schnurz, er startet erst mit einem Furz. Dann folgt ein sehr gesundes Koten, auch oftmals dort, wo es verboten. Mein Schäferhund scheißt ungeniert, was mich als Halter sehr pikiert. Das Exkrement stinkt bestialisch, doch freut das Tier sich animalisch. Gehst ins Theater Du im Frack und trägst Du Schuhe, die aus Lack, dann kann ein Rat Dir sicher dienen: „Spar Dir den Tritt in Tellerminen!“ Hast Du das Zeug erstmal am Treter, gibt´s im Theater ein Gezeter. Denn weil es stinkt, infolgedessen hat Goethes Faust den Text vergessen. Im Auto auch ist´s nicht erfreulich, denn Hundekot riecht einfach gräulich. Man kann den Mief nur schwer ertragen, drum kauft man sich ´nen neuen Wagen. Zurück zu meinem Schäferhund, sein Gassi-Trieb scheint ungesund. Schon wieder will er aus dem Haus und drängt mit Macht zur Tür hinaus. Er strebt in Richtung Innenstadt, wo er schon eine Freundin hat. Dort freut sich auf die Gassi-Runde die Boxerdame Kunigunde. Damit das Bummeln sich auch lohne, strebt man in Richtung Einkaufszone. Am Kaufhof denkt die Hundebrut: „Sich zu entleeren tut jetzt gut!“ Man sucht Entspannung für den Darm und dort im Eingang ist es warm. Dann lässt man fallen, was bedrückt, das Eingangsgitter wird bestückt. Der Chef vom Kaufhof ist entsetzt, weil dies das Image sehr verletzt. Mit Wut und einer Wasserspritze entfernt er das, was wenig nütze. Er hasst der Hunde Morgenkot und faselt was von Hausverbot. Ich finde, dass er übertrieb, weil nichts am Gitter kleben blieb. Hast Du ´nen Hund, so denke dran, dass man stets alles säubern kann, was so ein Tier recht unbedacht aus Lebensfreude hingemacht. Man kann sich noch so sehr bemühen, den treuen Haushund zu erziehen. Doch irgendwann ist damit Schluss, besonders, wenn er kacken muss. @Copyright Melda-Sabine Fischer – Näheres zu ihrem Autorenleben siehe Profil
  12. Melda-Sabine Fischer

    Beinahe...

    Beinahe... Beinahe: Das ist meistens nichtig! Nur ganz vollendet scheint es richtig. Was nicht passiert, ist einerlei. „Ein Nichts“, das gibt es kostenfrei. Beinahe wär´ er abgebogen, jetzt hat das Steuer er verzogen. Den Traktor hat er links touchiert und so sein Auto demoliert. Beinahe wurde Lilly schwanger nach wildem Sex auf einem Anger. Nur ließ sie sich von ein, zwei Zecken kurz vor dem Höhepunkt verschrecken. Beinahe hätt´ er mitgedacht in seiner Schule gegen Acht. Doch macht der Deutsch-Test ihn perplex, so gab der Lehrer ihm ´ne sechs. Beinahe wurde ich getraut mit einer Braut, die um sich haut. Doch zeitig habe ich entdeckt, dass wilder Jähzorn in ihr steckt. Beinahe hätt´ ich mich erhoben, um diesen neuen Tag zu loben. Doch war es grad erst fünf vor sieben, drum bin ich noch im Bett geblieben. Beinahe machte ich Karriere, doch kam mir jemand in die Quere. Der zeigte dann am Ballermann, dass er viel besser singen kann. Beinahe hätte ich gewonnen, schnell ist mein Glück jedoch zerronnen. Denn ich vergaß ein Los zu kaufen, ich könnte mir die Haare raufen. Beinahe fiel ich vom Gerüst, man ahnt, wie schmerzhaft dieses ist. Doch hab die Arbeit ich geschwänzt, mein Drang nach Klettern ist begrenzt. Beinahe hätte ich geerbt, die Oma war schon leicht verfärbt. Doch konnte sie sich schnell erholen, jetzt wird es nichts mit ihren Kohlen. Beinahe wär´ ich explodiert, denn man erklärt mir dezidiert, mein Geld, das ich jüngst angelegt, das wäre wie hinweg gefegt. Beinahe hätt´ ich abgenommen, doch kam ein Burger angeschwommen. Der hatte Fritten mit dabei und Weißbierflaschen, zwei bis drei. Beinahe schrieb ich dies Gedicht, doch meine Muse hat die Gicht. Das Blatt Papier hier ich zerknüll und geb´ es nachher in den Müll. @Copyright Melda-Sabine Fischer – Näheres zu ihrem Autorenleben siehe Profil
  13. Melda-Sabine Fischer

    Die Bade-Ente

    Die Bade-Ente Ich ging recht frohgelaunt in Rente und kaufte mir ´ne Bade-Ente. Sie ist aus Plastik und possierlich und ihr Verhalten ist manierlich. Ich taufte sie „Isolde Schmidt“ und nahm sie gleich ins Freibad mit. Der Bademeister rief empört, dass dieses Dings im Becken stört. Die Ente dürfe nicht ins Wasser! Man glaubt es kaum, es kommt noch krasser. Er sperrte meine Wenigkeit und auch „Frau Schmidt“ auf Lebenszeit. Noch neulich saß ich unverfänglich im Seminar für Wirtschaftsenglisch. Im VHS-Kurs neben mir saß auch das Plastik-Ententier. „The duck is nice“, meint der Dozent, „doch hat sie wohl den Fakt verpennt, dass sie your concentration stört.“ Das hat „Frau Schmidt“ doch sehr empört. Jetzt sitzt „Frau Schmidt“ in meiner Wanne, erweckt in mir das Kind im Manne. Wenn sie recht froh im Schaumbad quiekt, sie schnell den Alltagsfrust besiegt. Gleichwohl „nur Wanne“, das ist öde und scheint mir doch auch reichlich blöde. Drum fährt sie jetzt mit mir im Bus, auch dieses führte zum Verdruss. Der Schaffner meinte recht entsetzt: „Der Bus ist heute voll besetzt, das geht doch nicht“, rief er erregt, „dass sie ´nen eignen Platz belegt!“ „Frau Schmidt“ und mich, als schlechten Schluss, warf man aus jenem Linien-Bus. Doch im Café von Oskar Braune, verbesserte sich unsre Laune. Die Jukebox spielte auf zum Tanz, bei Mokka und bei Hefekranz. Ich griff die Ente wie ein Rambo und tanzte mit ihr einen Mambo. Als uns der Ober so erblickte, er gleich nach einem Notarzt schickte. Wir wurden beide einkassiert und in die Psychiatrie bugsiert. In weißer Jacke jetzt gekleidet, sieht nun „Frau Schmidt“ was man erleidet, kauft man sich froh gelaunt zur Rente statt eines Hunds ´ne Bade-Ente. Von der Geschichte die Moral, es gibt wohl Enten reich an Zahl. Doch schaffst Du die aus Plastik an, man Dich für irre halten kann. @Copyright Melda-Sabine Fischer – Näheres zu ihrem Autorenleben siehe Profil
  14. Der Regenfetischist Zu gerne lief er durch den Regen, er wartete vorher förmlich auf’s Nass, das, wenn‘s so vom Himmel kam, mal eben, ihm brachte jede Menge Spaß. Er hörte gerne mal die Tropfen, die in Fülle meistens fielen, und auf seinen Regenschutz klopften, als Regenschirm kannte man diesen. Er fing dann auch mal an mit lachen, wenn manche Menschen sich unterstellten damit sie nicht nass werden und ihre Sachen, also flugs ein Obdach wählten… …bis es dann aufhörte zu regnen. Das nahm er wahr, und lachte dann, doch konnt‘ er sich auch höflich geben, wenn jemand ganz in Eile kam,… …ließ er ihn unter seinen Schirm und ging mit ihm wohin der wollte, der kam somit an, im trocknen Zwirn, und war jener, der sich dankend trollte. Seine hilfreiche Höflichkeit sprach sich rum, das ist doch klar, es freute ihn, weil er zur Regenzeit, dann praktisch stets der Schirmherr war. Und die Moral von der Geschicht‘: Ob es nun regnet oder nicht,… …bist auf Unterstützung du bedacht, hast auch du die Schirmherrschaft, und die sollte man erwägen, weil Hilfe wichtig ist im Leben. R. Trefflich am 7. August 2022
  15. Melda-Sabine Fischer

    Der Mann am Klavier

    Der Mann am Klavier Der Pianist Johannes Kurz, spielt für gewöhnlich jeden Furz. Doch wird ihm Bier zum Spiel verwehrt, dann spielt er jedes Lied verkehrt. Es ist bekannt, er braucht sein Bier, er stellt es immer aufs Klavier, denn nüchtern will er über Tasten nur widerwillig drüber hasten. Johannes Kurz ist Psychopath und auch bekannt als Unsympath. Wer sie missachtet, die Allüren, den lässt er es durch Klimpern spüren. Hat er das erste Stück gespielt, dann fordert er meist ganz gezielt, dass jemand ihm ein Bier ausgibt, dadurch ist Kurz sehr unbeliebt. Zum Beispiel bei der Kaffeetafel der Freifrau Kunigunde Schwafel bewarf er plötzlich -ohne Worte- die Freifrau mit der Erdbeertorte. Nur weil die Gute ihn pikierte und ihm zum Spiel kein Bier servierte. Die Freifrau hat dann ungeniert ihn aus dem Boudoir bugsiert. Ich weiß es noch, es war Silvester, da spielte er in dem Orchester, das an der Oper angestellt, zu "Orpheus in der Unterwelt". Dem Werk -es ist von Offenbach-, dem drohte plötzlich Ungemach, weil Kurz -noch nüchtern- mittendrein, urplötzlich spielte: „Hänschen klein“. Der Dirigent erlitt ´nen Schock und fiel herunter von dem Bock, auf dem den Taktstock er geschwungen. Das Publikum hat mitgesungen! Herr Kurz, er wurde kurzerhand jäh aus dem Opernhaus verbannt. Er spielt nie wieder im Orchester, noch nicht einmal mehr zu Silvester. Jetzt schlägt er sich mit seinem Spiel nur solo durch, verdient nicht viel. Der Gast, der ihm ein Bier ausgibt, ist drum bei Kurz auch sehr beliebt. Noch neulich, im Lokal "Zur Tonne", da spielte er mit Herzenswonne die alten Schinken der Leander, danach gab es ein Durcheinander. Ein Gast, es war Herr Otto Krause, bestellte Kurz in einer Pause ein Glas Holunderblütensaft, Herr Kurz, der hat ihn angeblafft: „Was soll ich denn mit dieser Brühe? Ich gebe mir hier alle Mühe, Sie zu erheitern am Klavier, wenn schon Gesöff, dann bitte Bier!“ Schnell hat man ihm ein Bier bestellt und ihm auf das Klavier gestellt, Johannes Kurz hat sich bedankt und neue Kraft für’s Spiel getankt. Nach rund vier Stunden, 15 Bier, hängt Kurz fast liegend am Klavier. Sein Spiel klingt reichlich atonal, das ist dem Pianist egal. Jüngst fiel in einem Gotteshaus der Organist zum Hochamt aus. Drum hat Herr Kurz zu den Gebeten den Organisten kurz vertreten. Das Halleluja in D-Moll, das spielte Kurz noch würdevoll, doch als der Durst ihn überkam, er sich nicht wie ein Christ benahm. Er pöbelt: „Herr erbarme Dich, spendier´ mir Bier, ich bitte Dich!“ Der Pastor zürnt ob solcher Handlung: „Ich will hier Ruhe, jetzt ist Wandlung!“ Der Küster -lautlos wie ein Elch- serviert Herrn Kurz das Bier im Kelch. Dem Pianist kam das gelegen, er orgelt weiter bis zum Segen. Wenn Musen nur den Künstler küssen, weil sie mit ihm was trinken müssen, verliert das Ganze meine Gunst, dann ist die Kunst im Suff verhunzt. @Copyright Melda-Sabine Fischer – Näheres zu ihrem Autorenleben siehe Profil
  16. Dumm wie Bohnenstroh Mein Neffe Sven ist vierundzwanzig, sein Intellekt ist etwas ranzig. Die Schule hat er eingestellt, weil er nicht viel vom Büffeln hält. Auch hält er nichts von einer Lehre, weil sie das Chillen ihm erschwere. Er liebt´s in Ruhe auszuharren und will entspannt aufs Handy starren. Beim Chatten lässt er sich nicht stören und will auch nichts von Arbeit hören. Trotz Dummheit hat er schnell gecheckt, wie herrlich doch das Nichtstun schmeckt. Stets gut gemeint, mit ernstem Ton spricht die Erzeugerfraktion: „Was wird nur aus Dir Junge bloß, ganz ohne Abschluss, ohne Moos?“ Vom Auszieh´n scheint er nichts zu halten, er wohnt noch heute bei „den Alten“. Der Euro macht ihm keine Qualen, solang die Eltern alles zahlen. Den Minijob, den schmiss er hin, der machte für ihn keinen Sinn. Der Pizzabringdienst tat ihn stressen, drum hat die Fracht er selbst gefressen. Man sieht die Dummheit ihm nicht an, weil Seven sich gut verstellen kann. Doch wenn er dann das Maul aufreißt, er schnell sich als ein Depp erweist. Ihm ist die Frage einerlei, wer unser Bundeskanzler sei. So sprach er jüngst auf einer Feier: „Das ist der Herbert Grönemeyer.“ Auch wenn er dumm wie Bohnenstroh, hält sich der Knabe für ´nen Beau. Er könne jedes Mädel kriegen! Wie kann nur so viel Blödheit siegen? Gleichwohl, er hat jetzt eine „Ische“, die saß im Tanzlokal „Zur Nische“. Sehr knappe Kleidung war ihr Stil, sie grinste dümmlich und debil. Sie hofft, dass Sven die Zeche blecht. Da kennt sie meinen Neffen schlecht! Ganz ohne Job kann er nur stammeln: „Ich geh mal eben Leergut sammeln.“ Nach einer Stunde fünfunddreißig kehrt er zurück, denn Sven war fleißig. Er zahlt mit Pfandgeld für die „Ische“, die saß noch immer in der „Nische“. Dass beide dumm sind - halb so wild! Sie wissen, wie man Wollust stillt. Man kann so blöd sein wie ´ne Qualle, doch kopulieren können alle. Der, dem man Dummheit hat bescheinigt, wird nicht für Bohnenstroh gesteinigt, das ihm aus seinen Ohren schaut, weil niemand es vor Deppen graut. Man sieht, es ist wie oft im Leben, nicht jedem Mensch ist Hirn gegeben. Es sind verkümmert die Talente, doch gibt´s zum Trost die Mindestrente. @Copyright Melda-Sabine Fischer – Näheres zu ihrem Autorenleben siehe Profil
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