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  1. Das Huhn Mathilde (…oder der sexsüchtige Hahn) Das Huhn Mathilde pickt im Garten, wo viele feiste Würmer warten. Hahn Balthasar, genannt der „Wüste“, der hat ganz andere Gelüste. Er möchte in des Baumes Schatten das Huhn Mathilde gern begatten. Doch hat Mathilde, jenes Huhn, zurzeit was Besseres zu tun. Schnell ist das Huhn davongeeilt und hat ´ne Abfuhr prompt erteilt dem Hahn und seinen Sexgedanken und weist ihn schroff in seine Schranken. Der Würmer gibt es nämlich viele, doch haben sie zumeist zum Ziele, vor einem Huhn sich zu verkriechen mit wenig Lust dahin zu siechen. Der Hahn ruft noch: „Du dumme Pute, dann geh ich halt zur fetten Ute, das ist die Gans in Nachbars Garten, sie wird mich sicher schon erwarten.“ Drum wendet sich in aller Ruh Mathilde ihrem Picken zu bis dass der Hofhund, namens Rex, hervortritt aus dem Strauchgewächs, … …was mittig sprießt und ihn frech zwickt, weil es mit Dornen reich bespickt. Er sieht, wie sich das Huhn bemüht und Wurm um Wurm nach oben zieht. Der Hofhund suchte schon seit Wochen auf dem Terrain nach seinem Knochen, da er das Teil, weil er grad satt, dort mittels Loch vergraben hat. Er musste sich recht mühsam schinden, der Knochen war nicht mehr zu finden. Nun hofft er auf das Huhn Mathilde und setzt die Gute schnell ins Bilde. Vielleicht kann sie bei ihrem Walten auch Ausschau nach dem Knochen halten (der irgendwo im Dreck postiert), wenn sich das Huhn nicht zu sehr ziert. „Klar mach ich das“, verspricht Mathilde und sie pickt weiter wie ´ne Wilde. „Doch halt Du mir den Hahn vom Leib, der sucht nur schnöden Zeitvertreib.“ Schon wieder bricht sich jetzt der Hahn durch Nachbars Gartenzaun die Bahn. Man sieht, weil er jetzt hinkend hupft, die Gans, sie hat ihn arg gerupft. Er schleicht ganz listig um das Huhn, um seine Geilheit kundzutun. Doch Rex, Mathildes Bodyguard, hat solches Treiben schon gewahrt. Er schnappt flugs nach des Hahnes Kamm, der Hahn er flüchtet auf den Stamm, der einem Birkenbaum gehört und scheinbar Rettung ihm beschert. Nur war die Birke schon besetzt, ein Eichhorn durch das Blattwerk hetzt. Und da es grade Nüsse kaute, vertreibt`s den Hahn durch grelle Laute. Jetzt sitzt er oben hoch im Wipfel nur noch auf eines Zweigleins Zipfel. Die Story wird nun hier gekürzt, da jäh der Hahn nach unten stürzt. Als er vom Baum zu Boden fällt, ist ihm die Lust am Sex vergällt. So gilt auch hier der alte Hut: „Übermut tut selten gut!“ @Copyright Melda-Sabine Fischer – Näheres zu ihrem Autorenleben siehe Profil
  2. Melda-Sabine Fischer

    Usus

    Usus Es wusste schon der alte Drusus, was üblich ist, das ist auch Usus. Als Feldherr schickt er die Germanen weil´s Usus ist zu ihren Ahnen. ************** Wenn jemand ein Geschäft betreibt, bei dem kein Euro hängen bleibt, dann ist es Usus ob des Trends, man akzeptiert die Insolvenz. Und es ist Usus man stellt klar, dass nichts mehr ist, wie es mal war. Denn ist kein Geld mehr in den Kassen, dann ruft man nicht mehr: „Hoch die Tassen!“ ************** Man sieht im Mai mit bunten Fackeln im Städtchen eine Horde dackeln, die fröhlich Martinslieder singen, das kann nicht rechten Frohsinn bringen. „Das ist nicht Usus!“ ruft Herr Speer, schreit lauthals nach der Feuerwehr. „Nur im November ist dies möglich, im Frühling ist dies unerträglich!“ ************** Die Braut, sie wurde jäh entführt, was ihren Liebsten sehr pikiert. „Das ist doch Usus!“, schreit die Meute, „das tat man früher, so auch heute.“ Der Bräutigam scheint sehr genervt, doch was die Lage noch verschärft, dass was man trinkt muss er bezahlen, so sind auch Ouzos harte Qualen. ************** Der Lehrling muss den Boden putzen, drin sieht mitnichten er ´nen Nutzen, da er was Rechtes lernen will. Doch hält er lieber erst mal still. „Das ist so Usus“, spricht Klaus Wege, er ist Geselle und Kollege. "Was man im 1. Lehrjahr lernt, ist weit vom Bildungsziel entfernt." ************** Miranda, eine Lebedame, die läuft am Straßenrand Reklame für sich und ihre Profession, sie nutzt dazu ein Megaphon. „Das ist nicht Usus!“, ruft Jolanthe, die auch entlang der Straße rannte. „Man wackelt nur mit seinem Po, das was du suchst, weiß man auch so.“ ************** Nicht Usus war auch das Verhalten von schwarz vermummten Diebsgestalten. Sie stürmten in die Bank hinein, dort zahlte jeder etwas ein. Es meinte der Kassierer Gütlich mit wachem Blick und äußerst friedlich: „Ich kann den Auftritt nicht recht glauben, Ihr wolltet mich doch dreist berauben!?“ ************** Im Stammlokal „Zur Schlammlawine“ sitzt oftmals eine Fummeltrine, die nippt dann stets an einem Sekt, doch heute hat sie mich erschreckt. Sie trinkt jetzt plötzlich fünf bis sieben, wo ist die Contenance geblieben? Das ist nicht Usus, was da läuft, weil sich die Trine nun besäuft. ************** Die Bundesbahn fährt heut´ nach Plan, das kommt bei Pendlern sehr gut an. Nur Otto Schulze, der erblasst, er hat doch glatt den Zug verpasst. „Das ist nicht Usus, mit der Bahn, sie kam bisher nie pünktlich an. Drum ließ ich mir noch etwas Zeit, das Ganze grenzt an Dreistigkeit!“ ************** Im Grab rotiert der alte Drusus, denn vieles scheint auch heut` noch Usus. Auch wenn es aus der Gruft ihn treibt, ist´s Usus, dass er dort verbleibt. @Copyright Melda-Sabine Fischer - Näheres zur Verlagsautorin siehe Profil
  3. Melda-Sabine Fischer

    WhatsAppen...

    WhatsAppen… Ich muss wie viele andre Deppen zu jeder Zeit wie blöd WhatsAppen. Und ist mein Akku mal verbraucht, ist es das Nichtstun, was mich schlaucht. Ich könnte mal die Tasten putzen, die leider allzu oft verschmutzen. Zum Fingerwaschen fehlt mir Zeit, bin auch beim Kauen tippbereit. Nach dem Genuss von Seelachs-Brötchen, da wusch ich mir nicht meine Pfötchen, sodass die Tasten übelst litten als fettig sie darüber glitten. Mein Mann schreibt grade aus dem Bad, ob irgendwer sein Shampoo hat: „Ein Manko für die Reinlichkeit, denn fettes Haar birgt Peinlichkeit!“ Auch wenn er per Emoji flucht, hab´ ich das Shampoo nicht gesucht. Per WhatsApp schreibe ich zurück: „Auch fettes Haar hat seinen Schick.“ Die Tochter, 6, die schon WhatsApped, sie hat das Shampoo wohl verschleppt. Sie schreibt vergnügt: „Ich hab´ nix mehr, ich wusch damit den Teddy-Bär.“ Seit unsre Oma WhatsApp nutzt, passiert es öfter, dass sie stutzt, wenn wer per WhatsApp Bilder schickt, auf die sie ungehalten blickt. „Ich kenn den nicht, was will der nur? Doch gab ich jemand in der Kur die Handynummer jüngst in Hessen, nur hab den Namen ich vergessen.“ Als Mitglied von fast 100 Gruppen kann ich nur dann das Chaos wuppen, wenn ständig ich aufs Handy stiere und so den Anschluss nicht verliere. Per WhatsApp fragt Mathilde an, ob ich ihr einmal sagen kann, warum ihr Mann sie stets betrügt und wie sie ihren Frust besiegt. Nur schrieb sie dieses „Im Vertrauen“ in eine Gruppe für die Frauen, die wöchentlich das Kegeln pflegen. Das war natürlich sehr verwegen! In einer Gruppe für Kollegen kann mich der Umstand stets erregen, dass irgendwer ein Filmchen schickt, das man danach mit Smileys spickt. Meist kommt dann solches ungalant, wenn grad das Handy nicht zur Hand. Wenn wer was schickt, dann brummt es tüchtig, man denkt bei sich, vielleicht ist´s wichtig. Das Handy liegt im Nebenraum, was man dort sieht, das glaubt man kaum. Ein Video von Gottfried Spät, das zeigt wie er den Rasen mäht. Man ist von WhatsApp schnell gefangen, so sieht man täglich Menschenschlangen, die wie berauscht aufs Handy spähen und die Gefahren übersehen, … …die auf den Straßen und in Gassen den WhatsApp-Nutzer oft erfassen. Man sieht zum Beispiel plötzlich Sterne beim Rendezvous mit der Laterne, … …die ungeliebt im Wege steht und hindert, dass man weiter geht. Das Handy fliegt, es ist ein Graus, und auch mit WhatsApp ist es aus. Ich denke an die alten Zeiten, kein WhatsApp konnte uns begleiten. Man war durch´s Handy nicht gebunden und konnte frei die Welt erkunden. Drum schalte ich mein Smart-Phone aus und geh´ in die Natur hinaus. Es können nun die andren Deppen per Whats von mir aus weiter Appen. @Copyright Melda-Sabine Fischer für noch nicht erschienenes Buch 7 (BoD-Verlag): "Das Wahre Leben – Bekloppt ist 88"
  4. In der Bank Kommst du hinein in deine Bank ist alles strukturiert und schlank. Du findest alles schnell, mein Freund, man hilft dir gern am Info-Point. Das hört sich schick an, ist modern, man hört doch Anglizismen gern! Viel schlimmer wär’s, sagt man auf Denglisch: „Welcome you Kunde, we quatsch‘ Englisch.“ Vor Jahren noch ging Opa Walter ganz einfach und direkt zum Schalter. Moderner rief ein Bänker-Wesen: „Ach, kommen Sie doch hier zum Tresen!“ So hat halt vieles sich gewandelt, obwohl es sich noch immer handelt um altbekannte Bankgeschäfte, besorgt durch kompetente Kräfte. In meiner Volksbank auf dem Land, da findet man `ne Info-Wand. Dort steht vermerkt in nettem Ton: „Wir bitten hier um Diskretion!“ Die Wand sehr deutlich zu mir spricht: „Bis hierhin darfst Du, weiter nicht! Der Kunde, der vor Dir am Point, wird, wenn du mithörst, nicht Dein Freund!“ Was nützt die Nachricht, wenn pikiert rechts vor mir lauthals lamentiert die Service-Kraft mit einem Kunden, der dort platziert mit seinen Hunden,… …zwei Dackel auf sehr kleinen Füßen, die sind recht unruhig, weil sie müssen. Mit Beinchen, die schon angewinkelt, wird nun die Info-Wand bepinkelt. Ich bleibe fern mit Augenmaß, sonst pinkeln die mich auch noch nass. Derweil erklärt mein Vordermann, dass er zur Zeit nicht zahlen kann. Er zeigt ein Schreiben -irritiert-, aus dem er wütend rezitiert: „Sie sind mit Ihren Monatsraten zweimal in den Verzug geraten!“ Der Kunde links, ein Johann Maut, ist nicht diskret und auch sehr laut. Er will, was das Geschrei beweist, dass man für ihn was überweist: „Da meine Frau sich kürzlich trennte, da fordert sie jetzt Alimente für unsren Buben, unsren Malte, weil sie das Geld für ihn verwalte. Ich bitte Sie, bezahl‘n Sie schnell vierhundert Euro auf der Stell‘ von meinem Konto ganz versiert, bevor sie mich noch mehr traktiert.“ Die Service-Kraft meint: „Bitte sehr, wie ist die IBAN, lieber Herr? Und geben Sie den BIC-Code an, damit ich’s überweisen kann!“ „Die IBAN-Nummer kenn‘ ich nicht“, verärgert er zur Bankfrau spricht. „Und auch der BIC-Code ist mir fremd, wie von der Queen das Unterhemd.“ Am Info-Point der nächste Kunde bin plötzlich ich; aus diesem Grunde nimmt Service-Kraft Elise Pann sich meiner Sache freundlich an. Ich sage ihr mit breitem Grinsen: „Für’s Festgeld hätt‘ ich gern mehr Zinsen!“ „Verehrter Kunde“, sagt Elise, „das ist schlecht möglich bei der Krise,… …die momentan das Land beschleicht, die Zinsstruktur ist aufgeweicht! Für Ihr Vermögen ist Herr Kater der fachlich bessere Berater. Nur, dass er krank zu Hause weilt, ein Zinsschock hat ihn jäh ereilt.“ Schnell hat sie, wie sie’s mir versprochen, ein Vorstandstreffen abgesprochen. Der Vorstand, ein gewisser Pudrig, empfängt mich prompt, doch wirkt er schludrig, denn auf dem Schreibtisch türmt sich auf ein Akten-Berg und obendrauf… …ein Wirrwarr von diversen Zetteln, die festgeklebt um Durchsicht betteln. „Sie hatten“, sagt er, „eine Frage zu Ihrer festen Geldanlage? Mit Zinsen gibt es ein Problem, das ist für Sie nicht angenehm! Der Markt geht wirklich in die Binsen, es ist die Zeit der Niedrigzinsen. Als Vorstand würd‘ ich mich nicht grämen, wenn Sie ´nen Dispokredit nähmen, denn dann versprech‘ ich frank und frei, Sie sind mit 12 Prozent dabei! Auch können Sie bis Allerheiligen sich an `nem Immo-Fond beteiligen: In Dänemark, am Großen Belt, da werden Luxus-Iglus aufgestellt. Die sind gedacht für Indianer und holländische Caravaner. Das bringt Prozente durch die Miete, in etwa 20 als Rendite.“ Mein Blick ist starr und wirkt entgleist, wobei dies wieder mal beweist: „Die Bank hält uns für dumme Kälber, verarschen können wir uns selber!“ Ein Schaudern zieht durch alle Poren, ich habe schon mal Geld verloren mit Hundehütten in Sizilien, die galten auch als Immobilien. Ich reagiere jetzt sehr prompt, auch wenn’s Herrn Pudrig nicht bekommt. Ich spiele Feuerwehr, denn pronto, da lösche ich mit Frust mein Konto. Von der Geschichte die Moral: „Ein Angebot ist dann fatal, wenn es nur einem Partner nützt, der and’re in die Pleite flitzt.“ @Copyright Melda-Sabine Fischer inkl. Bilder für Buch 2 (BoD-Verlag): "Das Wahre Leben – Der Wahnsinn geht weiter"
  5. "Das ist das Letzte!" „Das ist das Letzte!“, schrie the Kid, als er so durch die Pampa ritt. Denn Billy konnte nicht versteh´n, dass nirgendwo ein Baum zu seh´n. Dem Blasendruck muss er sich wehren, kein Baum zu seh´n, sich zu entleeren. Die Öde hat ihn sehr vergrätzt, sodass er schnurstracks weiter hetzt. … Das ist das Letzte!“, ruft Herr Meier, er kaufte sich 10 Bio-Eier. Beim Öffnen muss er dann entdecken, dass dort bereits 5 Küken stecken. Der Umstand geht ihm auf den Keks, nun ist er wieder unterwegs, um das Delikt zu reklamieren und frische Eier heim zu führen. … „Das ist das Letzte!“, rief Herr Probst, „hier liegt ja nur verfaultes Obst.“ Der Chef vom Supermarkt, beklommen: „Dann müssen Sie halt früher kommen!“ Jetzt schmeißt Herr Probst mit dem Gebiss, denn für den Rentner ist gewiss, weil er dem Kauf sich widersetzte wird er behandelt wie „Das Letzte“. … Das ist das Letzte!“, schrie Marie, der letzte Freier nervte sie. Nach einer Runde Peitschenqualen, da wollte er sie nicht bezahlen. Die Domina in schwarzem Leder bezahlte bisher schließlich jeder. Sie war durch ihre strenge Hand bislang bei Sklaven anerkannt. … Das ist das Letzte!“, rief Herr Kahn, der Fahrer einer Straßenbahn. Warum Herr Kahn so lauthals motzt? Ein Fahrgast hat die Bahn bekotzt! Jetzt will der sich noch dünne machen, doch macht Herr Kahn nie halbe Sachen. Er zwingt den Sünder aufzuwischen, was der sich wagte aufzutischen. … Das ist das Letzte!“, schrie Herr Klein, er ist ein Lehrer für Latein. Es ließ der Schüler Kevin Kurz in seiner Stunde einen Furz. Der Furz er dröhnte martialisch und der Gestank war bestialisch. Ein „Tu es porcus!“ hintendrein schreit auch die Klasse auf Latein. … „Das ist das Letzte!“, schrie Frau Bolte, als sie ein Huhn sich holen wollte. Es hatten ihr zwei böse Rangen, das letzte Huhn frech weggefangen. Jetzt isst sie nur das Sauerkraut, dass sie zuweilen schlecht verdaut. Das Spiel der Buben sie verletzte, denn dieses Huhn, das war „Das Letzte“. … „Das ist das Letzte!“, meint Herr Schmand, er hatte längst für sich erkannt, sein Weib, es ist zu liederlich, das Ganze ist ihm widerlich. Mit Pfarrer Hinz treibt sie es bunt, so tat´s des Pfarrers Köchin kund. „Das ist das Letzte!“, sie beklagt, „denn mir hat er sich stets versagt!“ … Der Käpt´n rief: „Das ist das Letzte!“, weil etwas jäh sein Schiff zerfetzte. Er hat den Eisberg überseh´n, drum wird man wohl jetzt baden geh´n. Und auch die Kreuzfahrtgäste schreien: „Das werden wir Dir nie verzeihen!“, als er sich dreist ins Beiboot setzte, denn dieses Boot, es war „Das Letzte“. … Herr Laschet rief: „Das ist das Letzte!“, als er so durch die Gänge hetzte. Die Wahl, sie geht ihm an die Nieren, man will mit ihm nicht koalieren. „Die Grünen“ rufen: „Selber schuld, denn Du verlorst der Wähler Huld!“ Und Friedrich Merz meint von der Seite: „Tja lieber Armin, welche Pleite!“ Nur Mutti Merkel summt ganz leise für sich ´ne kleine Abschiedsweise. „Ich lass die Meinen jetzt allein, mein Abgang wird ‚Das Letzte‘ sein.“ @Copyright Melda-Sabine Fischer für noch nicht erschienenes Buch 7 (BoD-Verlag): "Das Wahre Leben – Bekloppt ist 88"
  6. Tanztee in der „Klause“ „Die Klause“ ist ein Rentnerschuppen, in dem sehr gern die Rentner huppen zu Oldies, die dort unentwegt von einem DJ aufgelegt. „Die Klause“ -ein morbider Laden- die findet man in Baden-Baden. Zur Kur verdammte Badegäste, die feiern hier sehr gerne Feste. Es tanzt den Samba in der Kur Frau Martha Klops mit viel Bravour um vier zum Tanztee in der „Klause“. Sie gönnt sich nicht die kleinste Pause! Den Disco-Fox mit Arnold Liebig, den tanzt sie gern, doch wird der kiebig, wenn sie im auf die Füße steigt, sodass Herr Liebig jählings streikt. Beim Walzer zeigt man gern was geht, wenn man sich auch mal links rum dreht. Nur wär´ es durchaus zu begrüßen, man dreht sich auf stabilen Füßen. Auf High-Heels geht dies nicht sehr gut, weil dann das Gleichgewicht nicht ruht in der korrekten Umlaufbahn, womöglich noch per Affenzahn. Der Wirt der „Klause“, Oskar Gütlich, ist honorabel und gemütlich. Doch ist der Wirt meist sehr erregt, wenn man ihm das Parkett zerlegt. Bei angesagter Damenwahl hat man beim Wählen oft die Qual. Die Männer, die im Halbrund sitzen, die können nicht als Partner nützen. Der Kurgast Heinrich Häberlein hat nämlich rechts ein steifes Bein, das er vor Jahren sich verbogen, als er vom Fenstersims geflogen. Und Amtsrat Kasimir von Schlauch ist tanzbehindert durch den Bauch, den er beim Tango mit sich schiebt. Ein Tanz mit ihm ist nicht beliebt! Auch Josef Wondraczeck hat Makel, sein Mundgeruch birgt ein Debakel. Bei dem Gestank, den er vertreibt, wünscht Frau, dass er im Sitz verbleibt. Um Flatulenzen, die in quälen, da sorgt akut sich August Geelen. Die Wahl zum Tanz erzeugt ein Schwitzen, er bliebe lieber stoisch sitzen. Denn Discjockey hört man jetzt lallen: „Die Technik, sie ist ausgefallen!“ Drum spielt ´ne Kombo, die gern jazzt, sehr heißen Jazz, der alle stresst. Von Satchmo spielt man auch ´nen Swing, doch ist der Swing nicht ganz das Ding von Herbert Krause, der bezeugt, dass er dem Blues sehr zugeneigt. Zum Klammerblues im Schummerschein lässt man sein Ethos Ethos sein. Das Ganze geht dezent von statten, man braucht nur für die Kur ´nen Schatten. Um 18.00 Uhr ist endlich Schluss, der Schatten kriegt noch einen Kuss. Zum nächsten Tanztee, das ist klar, ist die Bagage wieder da. @Copyright Melda-Sabine Fischer für noch nicht erschienenes Buch 7 (BoD-Verlag): "Das Wahre Leben – Bekloppt ist 88"
  7. Schatten der Nacht Es wurde dunkel nach dem Abend, praktisch folgte dann die Nacht, da wuchs auf einmal riesig und erhaben, das was die Sonne tagsüber hatte in klein gebracht. Sichtbar wie eine Silhouette, was sich zumeist am Tag gebar, doch was sich nachts dann derart regte, das war riesengroß und der Nacht sehr nah. Ja hünenhaft, stieg es empor, in ihr, der Nacht, und das bevor die Geisterstunde der Selben schlug, visuell wie Lug und Trug,… …das heißt, man wollte es nicht wahrhaben, doch war es da, man sah es ja, so musste man dann auch erfragen, was es denn nun eigentlich war. Die Antwort war noch etwas offen, es gab kein Gerede und kein Geschwätz, doch durch den nächtlichen Schatten konnte man hoffen,… …es handelte sich um das Nachtschattengewächs. Und die Moral von der Geschicht‘: Erkennst du was im Dunkeln nicht was als großes Dunkel sehr entsetzt, sowie stets und ständig weiterwächst, hab keine Angst, die brauchst du nicht, denn es ist bloß ein Nachtschattengewächs. R. Trefflich am 21. September 2021
  8. Verse ohne Sinn: Frosch im Hals Ich aß zu viel vom Badesalz, jetzt hab´ ich einen Frosch im Hals. Fast wär´ ich an dem Tier erstickt, das war natürlich ungeschickt. Ich seh´ des Nachts vor meinem Fenster nicht selten glotzende Gespenster. Vor Angst hab´ ich ´nen Frosch im Hals, dann ess ich lieber Badesalz! Ein Frosch blieb mir im Halse stecken bei dem Entfernen wilder Hecken. Denn als das Grün verschwunden war, saß nackig dort die Gundula. Die Gundula ist sehr betagt, drum ist sie nicht mehr sehr gefragt. Die Haut wirkt faltig jedenfalls, dem Frosch, dem graust es ebenfalls. Mein Chef, der schreit mit barschem Ton: „Ich kürze Ihnen Ihren Lohn!“ Denn ich schlief ein zur Mittagsschicht, so tat ich meine Arbeit nicht. Es fährt der Schreck mir in die Glieder, ein Frosch lässt sich im Halse nieder. Kein Wort kam über meine Lippen, ich drohte jäh vom Stuhl zu kippen. Den Frosch im Hals kennt Dr. Faust, als er so durch den Vorhang saust. Er hat den Eindruck jäh gewonnen: Das Drama hat noch nicht begonnen! Mephisto meinte: „Welch ein Trampel, der Faust braucht eine grüne Ampel damit er sich des Starts besinnt und immer weiß, wann es beginnt.“ Beim Reiseantritt merkt Frau Schmitt, sie hat ja gar kein Handy mit. Ein Frosch im Hals, der stört sie tüchtig, das Smart-Phone ist ihr lebenswichtig. Am Urlaubsort grad angekommen, hat sie den Koffer hergenommen. Das Handy, es ist nicht zu finden, der Frosch im Hals kann nicht verschwinden. Ein Bischof hält im Dom ´ne Predigt, doch hat sich diese schnell erledigt. Statt Skizzen, die den Text bekunden, hat er den Playboy vorgefunden. Ein Frosch im Hals war der Effekt, den Playboy hat er schnell versteckt. Er krächzt etwas von wahrer Liebe und von dem Laster schnöder Triebe. Ein Landwirt steht vor seiner Kuh, die macht seit langem nicht mehr „Muh“. Ein Rindvieh will sie nicht mehr sein, viel lieber wäre sie ein Schwein. Drum grunzt sie laut, quiekt allenthalben und will auch keine Kälber kalben. Das hat den Landwirt sehr erschreckt, worauf ein Frosch im Hals ihm steckt. Obwohl er seine Milchkuh liebt, die auch als Schwein noch Milch ihm gibt, muss sie zum Schlachthof jedenfalls, nun hat die Kuh den Frosch im Hals. Ein Frosch im Hals ist niemals nützlich, denn stockt der Atem, gilt grundsätzlich, wir sollten Ängste überwinden, statt sich mit ihnen abzufinden. @Copyright Melda-Sabine Fischer für noch nicht erschienenes Buch 7 (BoD-Verlag): "Das Wahre Leben – Bekloppt ist 88"
  9. Das Wirtshaus Die Laus trieb es mit ihrem Lauserich, der Beischlaf war für beide schön und die Laus, sie freute sich über die Befruchtung noch zudem. Und lange dauerte es auch nicht, da legte sie Eier in dichte Haarbüsche, woraus der Brutplatz für Nachwuchs spricht, der Nachwuchs selber waren die Zeugnisse. Und die Moral von der Geschicht‘: Juckt es dich mal in den Haaren, dann zögere bloß nicht, doch raste nicht aus in Schreigebaren, sondern such erst, was da juckt, und findest du’s, wirst du erfahren, wenn ist leicht bräunlich, rund und klein, dann werden es die Zeugnisse sein, und dir wird klar, du bist der Wirt, mit dem der Lausnachwuchs gefördert wird, die Läuse finden so ihr Heim, dein Haar wird dann ihr Wirtshaus sein, und da kehren sie gerne ein! R. Trefflich am 20. September 2021
  10. Walther

    Scheiß! Tach!

    Scheiß! Tach! Der Tach hat an der Tür gebimmelt, Das Brot im Kasten ist verschimmelt, Das Bier im Schrank ist schon gekippt, Die Zigarette weggeschnippt, Das Letztere nur virtuell, Das mit dem Emphysem geht schnell, Jetzt wär‘n schöner Kaffee krass: Die leere Dose macht mich blass.
  11. Melda-Sabine Fischer

    Das letzte Vierteljahr

    Das letzte Vierteljahr Das letzte Vierteljahr bricht an, das Jahresende schleicht heran. Die Blätter von den Bäumen fallen, GROG-schwanger wird man sehr bald lallen. Das Schuhwerk ist jetzt auch viel feuchter. Für leichte Mädchen wird‘s nicht leichter, wenn an den Straßen und Alleen sie frierend nach den Freiern sehen. Der Frösche Liebespiel im Tümpel ist bei dem Wetter auch nicht simpel. Im Mai war das Gequake‘ groß, doch jetzt im Moos ist nichts mehr los. Die Wiese wird noch mal geschnitten; sie hat im Sommer arg gelitten. Die Nacht ist lang, der Tag ist kurz, nach Moder riecht so mancher Furz. Der Regen fällt viel stärker nun. Man kann nicht raus, was soll man tun? Auch hätte man jetzt Zeit für Sex, das denkt sich auch die Dogge Rex. So sitzt man passiv am Kamin, weil man nicht weiß mit sich wohin. Ein Pfeifchen das wird angebrannt, das Kamasutra ist zur Hand. Die Ehefrau mit leichten Macken, will lieber schon die Plätzchen backen, Anstatt im String und schwarzen Straps zu warten auf den geilen Paps. Rundum, die Stimmung, die ist trübe. Es wird wohl nichts mit heißer Liebe. Auch an der Wand den beiden Fliegen scheint heut das Fliegen nicht zu liegen. Man könnt‘ im Keller basteln gehn' und gleich mal nach den Ratten sehn‘, die sich so tummeln nur zum Spaß im Dunkeln hinterm Einweckglas. Der Nachbar Otto brennt schon Trester; er säuft das Zeug meist zu Sylvester. Den saufen auch die Partygäste und Maunz der Kater säuft die Reste. Bald im November naht heran mit Schwert und Pferd ein heil´ger Mann. St. Martin, der herbei geeilt, wie jedes Jahr den Mantel teilt. Den reicht er ruck zuck im Gedränge nem Bettler in der Menschenmenge. Der Bettler murmelt, „das ist gut, doch hätt‘ ich lieber einen Hut!“ Ist Martin dann davon geritten, erscheint schon Nik’laus mit dem Schlitten. Fliegt über Eichen, Birken, Pappeln, nur um in ´nem Kamin zu zappeln. So naht Advent mit großen Schritten, man streut sich Zimt auf seine Fritten. Jetzt weißt du, es ist höchste Zeit: Geschenke-Wahnsinn macht sich breit. Das Christfest steht schon vor der Tür; Ihr Kinderlein….. tönt das Klavier, an dem uns Opa traut begleitet, derweil sich die Verwandtschaft streitet. Das Neue Jahr, so hofft man schließlich, wird besser und nicht so verdrießlich. Das erste Vierteljahr bricht an: „Ob man was besser machen kann?“ © Melda-Sabine Fischer aus ihrem ersten Buch "Das wahre Leben - Total verrückt und doch echt" (erschienen im BoD-Verlag)
  12. Der Kater für Streicheleinheiten Sein Kater, den er gern gestreichelt hat, der war ihm dann mal ausgerissen, wahrscheinlich hatte der das Streicheln satt, und er hätte ihn suchen müssen,… …doch war er fußfaul, und ist‘s bis heute, doch schleppte er sich erstmal los, er schaffte es nur bis zur Kneipe und da lief es dann ganz famos,… …das gelbe Nass, das Bier in Strömen, und ein paar Schnäpse war’n dabei, dann wollt‘ er sich mit jedem versöhnen, er war besoffen und nebenbei,… …auch nicht mehr so gut zu Fuß, dennoch torkelte er nach Haus‘ , dabei kam, was dabei kommen muss, er maß dabei die Straßen aus. Zu Hause schlief er dann gleich ein, ganz fest schlief er und auch traumlos, der nächste Tag kam mit Sonnenschein, er wachte auf und dachte bloß: „Was für ein Schädel, ich bin krank, Kopfschmerz, Übelkeit und Migräne!“ Er hatte alles was man so haben kann, die Saufnachwirkung fletschte die Zähne. Er dachte an das, was gewesen ist, und sah sich nach seinem Kater um, der erstmal nicht herumschlich aber auch nirgendwo lag faul rum. Ein Anderer kam angeschlichen, der sagte ihm: „Mach kein Theater(!)…“ und: „…das könnte weh tun dann, mitnichten,- das sag ich dir als dein Säuferkater!“ „Vergiss das einstige Katzenvieh, nachdenken schmerzt und lohnt sich nicht!“ das dachte er, und sein Säuferkater schrie: „Sitz schön still,- und ich streichel' dich!!!“ Und die Moral von der Geschicht‘: Suchst du nen Kater, dann trinke nicht, auf dem Weg der Suche eben, es könnte ein Fiasko geben, bei dem du einen Kater kriegst, den du nicht kennst aber der mit allen möglichen Wassern gewaschen ist was man an dessen Streicheleinheiten misst, auf die man getrost verzichten kann, also wenn du auf Suche bist, denke daran. R. Trefflich am 17. September 2021
  13. Verschwiegenheit zu jeder Zeit Er wusste was, was er nur wusste und wollte es für sich behalten, doch dann kam sie,- die es auch wissen durfte, die mochte es auch mit verwalten,… …nicht notiert, nur in Gedanken, das immer wieder, wiederholend mochte sie’s fest im Hirn verankern, es lag dort wie auf heißen Kohlen,… …denn es war eine Heimlichkeit, ein Mysterium an Wissen, die dem Hirn ward einverleibt und das sollte nicht jeder wissen. Und damit das auch so bleibt und keiner irgendwas verrät ließen sie sich nach kurzer Zeit, jeder sein eigenes Sprechgerät… …alias die Zunge amputieren, wodurch sie nicht mehr redsam waren, so konnten sie auch im Schlaf nicht irren, nicht im Traum könnte jemand erfahren,… …was ja nur die beiden wussten, diese Verschwiegenheit fanden sie toll so das alle Anderen erkennen mussten,… …es ist alles sehr geheimnisvoll. Und die Moral von der Geschicht‘: Hast du ein Geheimnis sprich darüber nicht, weil es dann stets in dir ist, und schlafe möglichst nur allein, dann kannst du dir sicher sein, das auch keiner dir zuhört, wenn dein Schlafgespräch die Nachtruhe stört, die es gibt für dich beizeiten, und deine Zunge kannst du auch behalten. R. Trefflich am 19. September 20121
  14. Melda-Sabine Fischer

    Es ist mir wurscht!

    Es ist mir wurscht! „Es ist mir wurscht!“, sprach Gott der Herr auf Adams zeterndes Geplärr, „mir reißt der Faden der Geduld, für das, was folgt, trägst Du die Schuld!“ Man beißt nicht gleich in jede Frucht! Die Schlange hat Dich zwar versucht, doch solltest Du doch standhaft bleiben, jetzt muss ich Euch von hier vertreiben. „Das ist mir wurscht!“ schreit Adam kläglich, "im Paradies ist´s eh unmöglich. Man muss stets nackt durch Wiesen krauchen, auch gibt es nirgends was zu rauchen.“ Auch Eva ist der Rausschmiss wurscht, denn sie hat meistens großen Durscht. In Eden gibt`s nur Met zu trinken, dies tat ihr schon seit langem stinken. ………………… Es gibt sehr viele von den Schlingeln, die drücken gern auf fremde Klingeln. Mein Schwager auch, der meist verzückt auf etwa 20 Knöpfe drückt. Drum ist ein Hochhaus stets sein Ziel für sein verrücktes Klingelspiel. Die Mieter sind nicht amüsiert, weil sie das Klingeln enerviert. Der Pianist Karl-Otto Kleist, der findet diese Untat dreist. Er schimpft „Kretin!“ hoch vom Balkon, begießt den Klingler mit Bouillon. „Das ist mir wurscht“, meint prompt mein Schwager, denn er ist klein und etwas hager. Die Suppe ist vorbeigeflossen, das hat Herrn Kleist schon sehr verdrossen. ………………… „Algebra und Integral, die sind mir wurscht und scheißegal!“, schreit in der Klasse Schüler Fritz, er hält die Schule für ´nen Witz. „Wozu brauch ich das Abitur, ich gehe doch zur Müllabfuhr!“ Der Lehrer meint: „Pack Deine Sachen, Du kannst zu Hause Faxen machen!“ Der Vater, ist zu Recht empört, als er von Fritzens Reden hört. „Du hast zu lernen, nimm Dein Buch, denn jede Faulheit ist ein Fluch. Mir ist es wurscht, wenn Du jetzt flennst, da Du den Umstand nicht erkennst, dass dir das Lernen später frommt, weil man durch Bildung weiterkommt. Die Müllabfuhr ist sicher nützlich, doch hat man damit nicht grundsätzlich den Freifahrtschein für guten Lohn, nun mach Dich auf und lerne schon!" ………………… Die Ehefrau ist sehr betroffen, ihr Mann ist wieder mal besoffen. Dem Alkohol stets zugeneigt, hat er so manchen Job vergeigt. Auch pokert er fast jede Nacht, wobei das Glück ihm selten lacht. So hat er stets das Geld verspielt, auf das die Haushaltsführung zielt. „Das ist mir wurscht“, lallt er recht blöde, "zu Hause ist es mir zu öde. Im Wirtshaus, ja da tobt das Leben, drum geh ich lieber einen heben.“ „Mir langt´s“, entrüstet sich sein Weib, „mit Deinem schnöden Zeitvertreib, ich pack die Kinder nebst Gepäck und lass mich scheiden – ich bin weg! Mir ist es wurscht, was aus Dir wird, ich habe mich in Dir geirrt!“ „Auch mir ist´s wurscht“, schreit er im Zorn und greift erneut zur Flasche Korn. ………………… Und Gott, dem Herrn, der alles sieht, ist es nicht wurscht, was so geschieht. „Ach hätte ich doch sehr gelassen, den Mensch den Apfel essen lassen!“ @Copyright Melda-Sabine Fischer für noch nicht erschienenes Buch 7 (BoD-Verlag): "Das Wahre Leben – Bekloppt ist 88"
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