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Wärst du die hellen Wege nur gegangen 
durchs Siegestor mit breiter Brust,
die alten Schmugglerpfade nicht,

 

gäbs nicht die zugenarbten Wunden
dort unter deinen Kleidern, 
die Splitter unsichtbar in dir,

 

könnt ich nicht Tränen sehen, wenn du lachst, 
und wie du böse Geister treibst 
mit fahrigen Bewegungen,

 

ich wüsste nicht, ob ich dich mag.

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Wärst du die hellen Wege nur gegangen  durchs Siegestor mit breiter Brust, die alten Schmugglerpfade nicht,   gäbs nicht die zugenarbten Wunden dort unter deinen Kleidern,  die Split

Lieber Lé,   ja, das bedarf keiner vielen Worte im Kommentar! Sehr sensibel wahrgenommen und dargestellt! Wer mag nicht lieber die Menschen mit Ecken und Kanten und all dem Durchgemachten!

Ich trinke mit dir auf das Wohl unsrer Freunde ;-).   Gruß Lé.

Hallo Létranger,

 

deine Verse stellen für mich ein großes Annehmen dar, zugleich steht dieses im Widerspruch mit sich selbst:

LI beschreibt die Wesenheiten von LD, wie es sie wahrnimmt, und drückt aus, dass es das LD genauso und mit all diesen Dingen mag und wertschätzt. Gerade mit den Wunden, mit den nicht ganz leichten Wegen und Eigenheiten.

In etwa: "Wie du auch bist, ich mag dich gerade so".

Und doch scheint der Schlussvers diese Aussage etwas umzukehren.

Wenn LD also nicht so wäre, dann könnte LI nicht sagen, ob es LD noch mögen würde.. also kein Annehmen das bedingungslos wäre.

 

Da dies natürlich sowieso rein hypothetisch ist, da ein Mensch ja eben so ist, wie er ist, rückt dies in der Bedeutung in den Hintergrund. Und die wichtige Aussage scheint zu bleiben, dass LI das LD genau als den Menschen mag, der es ist.

Es ist schön Menschen zu haben, die einem dies hin und wieder sagen und daran erinnern. Dass man nicht anders sein muss, um angenommen zu werden. Sondern gerade so, wie man ist.

Und für eine Freundschaft umso wertvoller.

 

vor 57 Minuten schrieb Létranger:

und wie du böse Geister treibst 

Kleine Idee - wie wäre statt "treibst" ein "jagst"? ---> und wie du böse Geister jagst

 

Liebe Grüße Lichtsammlerin

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Hallo Lichtsammlerin,

 

Ich freue mich, dass du dich so ausführlich mit den Versen beschäftigt hast, und den Text magst.

 

Die beiden Stellen mit denen du dich beschäftigst, sind selbstverständlich offen, und der Leser darf sie so verstehen, wie es für ihn richtig  ist.

Meine persönliche Sicht ist folgende. In dieser Unsicherheit, ob das LI das LD wirklich auch ohne seine Macken und Blessuren mögen würde, ist tatsächlich die bedingungslose Liebe auf den Kopf gestellt. Vielleicht ist es sogar so, dass das LI das LD nur deshalb mag, weil es Macken und Blessuren hat - so wie das LI selbst.

 

Das "treiben" habe ich vorgezogen, weil es vom "vertreiben" abgeleitet wurde (,das rythmisch nicht gepasst hätte). Das "Jagen" versucht ja genau genommen, eine Beute zu erhaschen.

 

LG Lé.

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Hallo & moin Létranger

Dann man Prost euch beiden!

Einen Freund an seiner Seite zu haben, der ihn nicht fallen lässt,

wenn er strauchelt oder schon gefallen ist, sondern ihn auffängt und stützt.

Da kann sich das LI sehr reich beschenkt sehen!

Sehr gerne gelesen!

HG Josina

bearbeitet von Josina
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Hallo Létranger,

 

du scheinst deinem LD unter die Haut zu schauen, Narben unter der Kleidung, Splitter unter im Innern kann es vllt vor Fremden verstecken, aber nicht vor LI.

vor 7 Stunden schrieb Létranger:

könnt ich nicht Tränen sehen, wenn du lachst, 

wow, was für eine schöne Formulierung. Das Lachen scheint einige Anstrengung zu kosten, als müssten alte Wunden "weggedrückt" werden, um das Leben dennoch genießen zu können. Vllt hat LI auch gleiche / ähnliche  Wunden , sonst wüsste es nicht, wie schwer es sein kann, zu lachen. 

 

Und doch lassen Formulierungen wie zugenarbte Wunden unter deinen Kleidern, Splitter unsichtbar in dir, eher auf Traumata schließen als auf Ecken und Kanten.

Ähnlich wie Lichtsammlerin lese ich hier nicht die  bedingungslose Annahme, was ja die Liebe letztendlich ist, sondern mehr ein gemeinsames Aufarbeiten früherer Verletzungen.

So, als würde LD nur wegen seiner Wunden geliebt werden.

 

Trotzdem ein schönes Gedicht das zeigt, dass es sich lohnt, unter die Oberfläche zu schauen, denn dort findet man das, was einen Menschen ausmacht.

 

LG

 

Nina

 

 

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