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unter den bäumen 
hatten die träume ihr licht verscharrt
in einem gärigen haufen bitterer worte 

die nächte waren still geworden 
und die schatten lang

 

ich erinnerte mich
an die langen gespräche
ihr heiteres plätschern 
den glanz der in den blättern hing

 

die blumen blühten 
blühten noch

 

an diesen blick
der abschied nahm 
und ging

 

bearbeitet von Létranger
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unter den bäumen  hatten die träume ihr licht verscharrt in einem gärigen haufen bitterer worte  die nächte waren still geworden  und die schatten lang   ich erinnerte mich an d

Hi @Lina @Liara @Pegasus   freut mich, dass ihr euvh wiederholt mit dem Text beschäftigt habt.   Das Bild in der ersten Strophe ist schon sehr sehr kräftig. Daneben haben es andere

Ja Carlos,   fast jeder Mensch hat wohl auf irgendeine Weise Erfahrungen damit gemacht.   Gruß Lé.

Ein für mich etwas komplexes Gedicht, musste es ein paar Mal lesen bis ich das Gefühl hatte alles verstanden zu haben, aber vielleicht liegt es auch an der Müdigkeit, verzeihe mir lieber @Létranger ich sollte schlafen gehen. Was ich aber noch los werden möchte, dein Gedicht gefällt mir sehr (Gedichte sind ja schließlich da um darüber nachzudenken und nicht gleich die Fakten auf dem Tisch zu haben)!

So für heute bin ich raus, bis morgen...

Lieber Gruß, Lina

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Lieber Lé,

 

dein erster Vers hat mich fast umgehauen. So krasse Bilder und Wortwahl!

Der Rest verliert dagegen ein wenig und kommt beinahe bieder daher, aber insgesamt ein gelungenes Werk.

 

Liebe Grüße

Liara

bearbeitet von Liara
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Hi @Lina @Liara @Pegasus

 

freut mich, dass ihr euvh wiederholt mit dem Text beschäftigt habt.

 

Das Bild in der ersten Strophe ist schon sehr sehr kräftig. Daneben haben es andere Strophen schwer.

 

Meine Intention war es, die sehr verschiedenen Stimmungen und Erinnerungsbilder eines LI zu beschreiben, dass einer schmerzhaften Trennung nachspürt.

Trauer, Wut, Enttäuschung, abgelöst von Erinnerungen an glückliche Tage, in denen sich aber doch vielleicht schon das Ende angekündigt hat ("als der Blick ging").

Als ich den Text im Herbst schrieb, hatte ich keine Scheu vor der Nutzung stereotypisch kitschiger Textpassagen (die Blumen blühten).

 

Wer weiß, wie ich es heute schreiben würde ;-).

 

LG Lé.

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vor 16 Stunden schrieb Létranger:

unter den bäumen 
hatten die träume ihr licht verscharrt
in einem gärigen haufen bitterer worte 

 

 

 

 

diese Verse hier sind immens stark.

Wenn auch sehr traurig,

wie das ganze Gedicht.

 

Ich finde, man:frau darf

vor 11 Minuten schrieb Létranger:

 stereotypisch kitschiger Textpassagen (die Blumen blühten).

 

 


schreiben.

Mich beutelt es immer, wenn ich in Gedichteforen lese, dass eine Beschreibung eines Sonnenunterganges kitschig wäre.
Das kommt mir vor, als würde eineR sich dagegen verwehren, als sentimental angesehen zu werden .. .
 

Dass Sonnenaufgängen bspw. milliardenfach gehuldigt wird in Wort und Bild und Ton , heisst doch noch längstens nicht,dass sie kitschig sind. Sie sind jedesmal wieder zutiefst ergreifend und essentiell berührend. So wie auch - um bei Deinem vermeintlichen Kitsch zu bleiben - jedes Frühjahr tiefe Gefühle erzeugt.
Ich war am Sonntag neben einem blühenden Rapsfeld und anschließend bei den blühenden Apfelbäumen und ....... an diesem unermesslichen Reichtum war absolut nix kitschig ..... .

 

Viele Grüße

 

Sternenherz

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Hi @Sternenherz


ich nutze sog. "abgegriffene Bilder" wenn möglich und wenn ich mich beherrschen kann, dosiert.
Mein Wunsch ist, nicht einfach das zu schreiben, was genau so schon so oft, und teils exzellent, und besser, als ich es je könnte, geschrieben wurde.

 

Darum schreibe ich auch keine Frühlings- oder Herbstgedichte, die die ungebrochene Schönheit der Natur widerspiegeln. Ich weiß, die gibt es so nicht, nur in unserer Sehnsucht.

 

Ich fühle mich als Kind der Zeit. Was ich tun will, ist die Welt durch die Augen dieser Zeit zu sehen (gebrochen, zerbrochen, trotzdem hoffend, dennoch liebend), und sie so zu beschreiben.

 

LG Lé.

 

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Hi Le

 

ich verstehe das - ich schreibe id Regel auch keine lobpreisenden  Gedichte. Nicht mehr.
 

vor 5 Minuten schrieb Létranger:

 

 Was ich tun will, ist die Welt durch die Augen dieser Zeit zu sehen (gebrochen, zerbrochen, trotzdem hoffend, dennoch liebend), und sie so zu beschreiben.

 

 

 


Das ist authentisch und solche Dichtung wirkt und kommt an einem andren "Ort" an, als die Lobpreisungen.

Ich fand in den letzten Tagen sogar eine Schönheit darin (in den Haikus) hässliche Dinge zu beschreiben. Sehr eigenartig fühlte sich dies erst an ....doch echt

Was ich mit meinem letzten Kommentar meinte, ist es , dass es einfach Schönheit gibt und die beschrieben werden darf ....egal wie oft eineR das vorher schon getan hat. Davor schrecke ich nicht zurück.

 

lG Sternenherz

bearbeitet von Sternenherz
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