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Lausch ich in mich rein


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Lausch ich in mich rein, kommt es mir in den Sinn,

wie gehetzt und gejagt, ich vom Leben doch bin;

keine Zeit zu verschnaufen, einmal Stille zu stehen,

nur durchzuatmen, nicht das morgen schon sehen.

 

Und so will ich entsagen der täglichen Hast,

der Hektik entkommen, die mich stets erfasst;

Willkommen heißen die himmlische Ruh,

auf Wolken schweben dem Unendlichen zu.

 

Entkommen für immer der Unruh der Welt,

die ein Hamsterrad für mich hat aufgestellt;

die mich heranführt an den rollenden Stein,

mich zwingt ein Rad im Getriebe zu sein.

 

Doch nach dem Aufstehen, einem gutem Essen;

sind die müden Gedanken hinfort und vergessen;

bin ich wieder erstarkt, ein ganz anderer Mann,

geh mit ganz frischem Mut, mein Tageswerk an.

 

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Lieber Kurt

 

In einem Hamsterrad habe ich mich auch bis zur Pension befunden. Dann sind Hast und Eile von mir abgefallen wie ein lästiger Umhang. Nun bin ich Herr der 24 Stunden. Alltägliche Pflichten sind zu erledigen, ansonsten bin ich frei wie ein Vogel. Dir hilft zumindest ein gutes Essen um sich wieder mit Freude dem Tagwerk zu widmen. 
 

LG Herbert 

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Lieber Kurt,

es muss heißen "Lausch in in mich rein, ..."

Dieses "in mich rein" gibt eine Richtung vor: von Außen nach Innen.

Und wenn diese Richtung klar ist, muss es "in mich" heißen.
 

 

Anders wäre es, wenn man sagt:

"Ich lausche in mir und höre dieses und jenes."

Dann gibt es keine Bewegung im Sprachbild,

sondern das Hören findet im Bild statisch statt.

 

Ich kann das leider nicht sprachwissenschaftlich erklären oder bewegen,

ist aber so, behaupte ich mal frech.

Vielleicht kann das ein*e Sprachkundige*r übernehmen.

 

Sauberer klingt übrigens "Lausch ich in mich hinein, ..."

Dann stimmt aber dein Silbenmaß für einen gleichmäßig wellenden

Sprachfluss nicht mehr, das sehe ich ein.

 

 

So. Genug geklugscheißt. Reicht erst mal. Ich hoffe, es stört dich nicht.

 

Ansonsten gut nachvollziehbare Gedanken von dir.

Gefällt mir.

 

Schönen Tag noch,

wünscht der Vogel im Flug.

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Ein sehr gutes Gedicht, lieber Kurt. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und selbst die Last, im Hamsterrad zu laufen, wird ihm irgendwann zur Gewohnheit. Er strebt nach mehr und läuft der Werbung hinterher. Doch was braucht man wirklich, um glücklich und zufrieden zu leben? Die innere Stimme hat es hier richtig erkannt, wir brauchen Ruhe zur Besinnung. Wenn danach alles wieder von vorn losgeht oder so hektisch weitergeht, war die innere Stimme nicht laut genug. Sie mahnt meist, wenn die Gesundheit in Gefahr ist.

Gelassenheit ist da hilfreich, doch diese bringt meist erst das Alter mit sich.

 

Bald ist Wochenende, Zeit zur Besinnung. Liebe Grüße Juls

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