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  1. Melda-Sabine Fischer

    Usus

    Usus Es wusste schon der alte Drusus, was üblich ist, das ist auch Usus. Als Feldherr schickt er die Germanen weil´s Usus ist zu ihren Ahnen. ************** Wenn jemand ein Geschäft betreibt, bei dem kein Euro hängen bleibt, dann ist es Usus ob des Trends, man akzeptiert die Insolvenz. Und es ist Usus man stellt klar, dass nichts mehr ist, wie es mal war. Denn ist kein Geld mehr in den Kassen, dann ruft man nicht mehr: „Hoch die Tassen!“ ************** Man sieht im Mai mit bunten Fackeln im Städtchen eine Horde dackeln, die fröhlich Martinslieder singen, das kann nicht rechten Frohsinn bringen. „Das ist nicht Usus!“ ruft Herr Speer, schreit lauthals nach der Feuerwehr. „Nur im November ist dies möglich, im Frühling ist dies unerträglich!“ ************** Die Braut, sie wurde jäh entführt, was ihren Liebsten sehr pikiert. „Das ist doch Usus!“, schreit die Meute, „das tat man früher, so auch heute.“ Der Bräutigam scheint sehr genervt, doch was die Lage noch verschärft, dass was man trinkt muss er bezahlen, so sind auch Ouzos harte Qualen. ************** Der Lehrling muss den Boden putzen, drin sieht mitnichten er ´nen Nutzen, da er was Rechtes lernen will. Doch hält er lieber erst mal still. „Das ist so Usus“, spricht Klaus Wege, er ist Geselle und Kollege. "Was man im 1. Lehrjahr lernt, ist weit vom Bildungsziel entfernt." ************** Miranda, eine Lebedame, die läuft am Straßenrand Reklame für sich und ihre Profession, sie nutzt dazu ein Megaphon. „Das ist nicht Usus!“, ruft Jolanthe, die auch entlang der Straße rannte. „Man wackelt nur mit seinem Po, das was du suchst, weiß man auch so.“ ************** Nicht Usus war auch das Verhalten von schwarz vermummten Diebsgestalten. Sie stürmten in die Bank hinein, dort zahlte jeder etwas ein. Es meinte der Kassierer Gütlich mit wachem Blick und äußerst friedlich: „Ich kann den Auftritt nicht recht glauben, Ihr wolltet mich doch dreist berauben!?“ ************** Im Stammlokal „Zur Schlammlawine“ sitzt oftmals eine Fummeltrine, die nippt dann stets an einem Sekt, doch heute hat sie mich erschreckt. Sie trinkt jetzt plötzlich fünf bis sieben, wo ist die Contenance geblieben? Das ist nicht Usus, was da läuft, weil sich die Trine nun besäuft. ************** Die Bundesbahn fährt heut´ nach Plan, das kommt bei Pendlern sehr gut an. Nur Otto Schulze, der erblasst, er hat doch glatt den Zug verpasst. „Das ist nicht Usus, mit der Bahn, sie kam bisher nie pünktlich an. Drum ließ ich mir noch etwas Zeit, das Ganze grenzt an Dreistigkeit!“ ************** Im Grab rotiert der alte Drusus, denn vieles scheint auch heut` noch Usus. Auch wenn es aus der Gruft ihn treibt, ist´s Usus, dass er dort verbleibt. @Copyright Melda-Sabine Fischer - Näheres zur Verlagsautorin siehe Profil
  2. Die Fehde nach albernem Gerede Es waren mal drei Schlüsselringe, ganz unberührt fast jungfräulich, die waren stetig guter Dinge alberten rum und freuten sich,… …an dem Regal, in dem sie lagen, wo sie rhetorisch am albern waren, bis dann ein Mann kam, in den Laden, der wollte Schlüsselringe haben,… …und der Verkäufer bot sie ihm an. Es waren just nun wohl die Drei, die stets das Albern überkam, der Mann er nahm sie und nebenbei, machte er gleich Schlüssel dran,… …denn waren es ja Schlüsselringe, an Zweien waren je fünf Schlüssel, der Dritte war da guter Dinge er war mit Karabiner mittig drinne. Die mit den Schlüsseln, links und rechts, waren sich wohl sehr uneins, mit dem Mittigen, der sie, ungerecht versehen mit Karabiner, auch noch eint. So machten sie ihm sein Ringleben, durch Ziehen, zur Hölle, völlig klar, mit gespannter Folter, er hielt dagegen, was letztlich wohl der Ringkampf war. Und die Moral von der Geschicht‘, so einfach einspannen lässt man sich nicht, und macht man’s doch, könnte es sein das Neider da sind, die obendrein, dir deinen Status streitig machen, da hat man wirklich nicht gut lachen, denn sowas kann schnell schief auch geh’n, wie es hier oben war zu seh’n, mit Folterei auf Lebenszeit, von der einen nur ein Kampf befreit, und das muss man gewiss nicht haben, denk immer dran, auch bei Wahlen, wähl gut, denk immer nach dabei, dann sparst du dir danach die Folterei, und den Ringkampf dann freilich auch, weil man sowas echt nicht braucht. R. Trefflich
  3. Ralf T.

    Es ist schön

    Es ist schön Es ist wärmend und auch schön das Sonnenlicht und dich zu seh´n. Es ist harmonisch und auch schön deine Silhouette im Sonnenlicht zu seh´n. Es ist passend und auch schön, dir diese Gedanken im Reim zu geben. Es ist gefühlvoll und auch schön, wahrhaft liebendes Erleben, von einst, als Schriftwerk so zu sehen. In Gedanken... R. Trefflich 2008/2021
  4. Ralf T.

    Der Wasserhahn

    Der Wasserhahn Er war der Stolz von seinem Herrn, der wohl ein guter Bauer war, und auch die Hühner hatten ihn gern, im Hühnerstall war er der Star,… …jedes der Hühner fand ihn toll, so das er jedes Huhn könnt‘ nehmen, doch war er leider meistens voll, denn konnte er sich nicht benehmen,… …einfach mit Genuss zu trinken, vom lebenswichtigen kühlem Nass, die Sturztrunksucht mochte stets winken, er nahm das wahr und trank noch was,… …obwohl er gar nicht durstig war, doch war es viel, das kommt gut an, bei den Hühnern, ist ja klar, sie nannten ihn den Wasserhahn,… …der nach dem Trinken immer tropfte, war er richtig voll dann spritzte er, weil er nicht richtig dicht sein mochte, weder im Kopf noch nebenher,… …denn eine leichte Inkontinenz, hatte sich schon eingeschlichen, die Sinne der Kontrolle fremd, so ist das Nass wieder entwichen,… …so ganz auf penetrante Art, was ihm dann hat den Frack versaut, da duftete er auch nicht mehr apart, da gackerten die Hühner vor Ekel laut. Der Bauer nahm das auch wahr dann, den Unfrieden im Hühnerhof, er sah sich das einen Moment an und sprach zu sich:“Es wäre doof… …die sich empören jetzt zu schlachten, außerdem stinken die ja nicht, ich werd dem Stinker den Garaus machen, denn der benimmt sich ja hier nicht!“… …sprach‘s und griff sich den einstigen Stolz, der da stinkend vor ihm stand, das Beil raus, Rübe ab, was solls(!), dann schlug er zu, der Hahn, er sank,… …leblos zu Boden in ein paar Pfützen von Wasser, die da auch noch von ihm war’n, und die mochten ihm nur noch nützen, beim Namen, noch immer Wasserhahn. Und die Moral von der Geschicht‘: Wer mit Genuss trinkt besäuft sich nicht, und hat die Sinne auch immer klar, sogar beim liebäugeln, fürwahr(!), und letztlich kommt man auch gut an, weil man dann noch mitreden kann und wohl merkt wenn die Flüssigkeit einen mal zum Örtchen treibt, so das der feine Zwirn bleibt rein, wie auch der Leumund dann zuweil’n, zu guter Letzt ist man unbeschmutzt, was einem im Leben schon viel nutzt, und das, bis an desgleichen Ende, da gibt’s dann wohl auch keine Wende, denn selbst der Nachruf erschallt rein,… …so schön kann‘s durch Benehmen sein. R. Trefflich am 5. Oktober 2021
  5. Ralf T.

    Das penible Geldinstitut

    Das penible Geldinstitut Er kam zum Einzahlen von Bargeld nun just in dieses Geldinstitut, man sagte ihm es sei von Welt, und anfangs war noch alles gut. Es war normal dort anzustehen, an diesem oder jenen Schalter zum Einzahl’n oder Auszahl’n eben, sehr behilflich die angestellten Finanzverwalter. Dann war er endlich auch mal dran, zum Einzahlen von vielem Baren, es waren Münzen, was man sagen kann, das Resultat vom Kleingeldsparen. Vom Angestellten, bei ihm am Schalter, dacht er erst, der käm' ihm dumm, nach jeder Münze sagte der nur „Weiter…“ und „…aber dreh’n Sie die erst rum!“ Er fühlte sich total veralbert, nach der einstündigen Münzdreherei, doch sah er auch den zeitlichen Wert, er war nämlich fertig und hatte nun frei. Er wollte sich dann noch beschweren, über das zeitraubende Drehen, doch der Einzahlbeleg ließ in leiser werden, er mochte dann doch keine Beschwerde erheben,… …denn auf der Quittung stand auch geschrieben, das dieses Institut stets ein Münzdrehen vorsah, also bei Bareinzahlungen, wie beschrieben,- warum(?),…weil es eine Drehbank war. Und die Moral von der Geschicht‘: Hast du viel Bargeld zögere nicht es auch sofort auszugeben, verwahre dich es anzulegen, denn zu groß ist der Zeitaufwand, noch größer bei einer Drehbank, denn da musst du sehr lang verweil’n, fängst dir Hornhaut an den Fingern ein, vom drehen deiner vielen Münzen, bist berauscht von Münzdrehkünsten, und bei Partner oder Partnerin verlacht, weil Fingerhornhaut niemanden anmacht. R. Trefflich am 27. September 2021
  6. Darkjuls

    Ein Loblied

    Wie lob ich mir das Feine, Schöne welches mir Geist und Seele speist ich preis im höchsten aller Töne was mich in seine Welt mitreißt und hin zu der Romantik führt Gefühle mir zum Tanzen bringt was mich im Herzen tief berührt den Kopf zum Nachdenken verführt was in mir lebt und lang nachschwingt wie lobe ich, was widerklingt Wie lob ich auch das Tiefe, Schwere welches in mir die Neugier weckt sie anfüllt, diese Wissensleere und greifbar macht, was darin steckt ins Reich der Mystik zu entführen die Phantasie zum Kochen bringt wenn man beginnt, es zu erspüren Erstaunen und den Drang zu schüren was der Verstand willens durchdringt wie lobe ich, wenn das gelingt
  7. Ralf T.

    Schatten der Nacht

    Schatten der Nacht Es wurde dunkel nach dem Abend, praktisch folgte dann die Nacht, da wuchs auf einmal riesig und erhaben, das was die Sonne tagsüber hatte in klein gebracht. Sichtbar wie eine Silhouette, was sich zumeist am Tag gebar, doch was sich nachts dann derart regte, das war riesengroß und der Nacht sehr nah. Ja hünenhaft, stieg es empor, in ihr, der Nacht, und das bevor die Geisterstunde der Selben schlug, visuell wie Lug und Trug,… …das heißt, man wollte es nicht wahrhaben, doch war es da, man sah es ja, so musste man dann auch erfragen, was es denn nun eigentlich war. Die Antwort war noch etwas offen, es gab kein Gerede und kein Geschwätz, doch durch den nächtlichen Schatten konnte man hoffen,… …es handelte sich um das Nachtschattengewächs. Und die Moral von der Geschicht‘: Erkennst du was im Dunkeln nicht was als großes Dunkel sehr entsetzt, sowie stets und ständig weiterwächst, hab keine Angst, die brauchst du nicht, denn es ist bloß ein Nachtschattengewächs. R. Trefflich am 21. September 2021
  8. Ralf T.

    Das Wirtshaus

    Das Wirtshaus Die Laus trieb es mit ihrem Lauserich, der Beischlaf war für beide schön und die Laus, sie freute sich über die Befruchtung noch zudem. Und lange dauerte es auch nicht, da legte sie Eier in dichte Haarbüsche, woraus der Brutplatz für Nachwuchs spricht, der Nachwuchs selber waren die Zeugnisse. Und die Moral von der Geschicht‘: Juckt es dich mal in den Haaren, dann zögere bloß nicht, doch raste nicht aus in Schreigebaren, sondern such erst, was da juckt, und findest du’s, wirst du erfahren, wenn ist leicht bräunlich, rund und klein, dann werden es die Zeugnisse sein, und dir wird klar, du bist der Wirt, mit dem der Lausnachwuchs gefördert wird, die Läuse finden so ihr Heim, dein Haar wird dann ihr Wirtshaus sein, und da kehren sie gerne ein! R. Trefflich am 20. September 2021
  9. Der Kater für Streicheleinheiten Sein Kater, den er gern gestreichelt hat, der war ihm dann mal ausgerissen, wahrscheinlich hatte der das Streicheln satt, und er hätte ihn suchen müssen,… …doch war er fußfaul, und ist‘s bis heute, doch schleppte er sich erstmal los, er schaffte es nur bis zur Kneipe und da lief es dann ganz famos,… …das gelbe Nass, das Bier in Strömen, und ein paar Schnäpse war’n dabei, dann wollt‘ er sich mit jedem versöhnen, er war besoffen und nebenbei,… …auch nicht mehr so gut zu Fuß, dennoch torkelte er nach Haus‘ , dabei kam, was dabei kommen muss, er maß dabei die Straßen aus. Zu Hause schlief er dann gleich ein, ganz fest schlief er und auch traumlos, der nächste Tag kam mit Sonnenschein, er wachte auf und dachte bloß: „Was für ein Schädel, ich bin krank, Kopfschmerz, Übelkeit und Migräne!“ Er hatte alles was man so haben kann, die Saufnachwirkung fletschte die Zähne. Er dachte an das, was gewesen ist, und sah sich nach seinem Kater um, der erstmal nicht herumschlich aber auch nirgendwo lag faul rum. Ein Anderer kam angeschlichen, der sagte ihm: „Mach kein Theater(!)…“ und: „…das könnte weh tun dann, mitnichten,- das sag ich dir als dein Säuferkater!“ „Vergiss das einstige Katzenvieh, nachdenken schmerzt und lohnt sich nicht!“ das dachte er, und sein Säuferkater schrie: „Sitz schön still,- und ich streichel' dich!!!“ Und die Moral von der Geschicht‘: Suchst du nen Kater, dann trinke nicht, auf dem Weg der Suche eben, es könnte ein Fiasko geben, bei dem du einen Kater kriegst, den du nicht kennst aber der mit allen möglichen Wassern gewaschen ist was man an dessen Streicheleinheiten misst, auf die man getrost verzichten kann, also wenn du auf Suche bist, denke daran. R. Trefflich am 17. September 2021
  10. Verschwiegenheit zu jeder Zeit Er wusste was, was er nur wusste und wollte es für sich behalten, doch dann kam sie,- die es auch wissen durfte, die mochte es auch mit verwalten,… …nicht notiert, nur in Gedanken, das immer wieder, wiederholend mochte sie’s fest im Hirn verankern, es lag dort wie auf heißen Kohlen,… …denn es war eine Heimlichkeit, ein Mysterium an Wissen, die dem Hirn ward einverleibt und das sollte nicht jeder wissen. Und damit das auch so bleibt und keiner irgendwas verrät ließen sie sich nach kurzer Zeit, jeder sein eigenes Sprechgerät… …alias die Zunge amputieren, wodurch sie nicht mehr redsam waren, so konnten sie auch im Schlaf nicht irren, nicht im Traum könnte jemand erfahren,… …was ja nur die beiden wussten, diese Verschwiegenheit fanden sie toll so das alle Anderen erkennen mussten,… …es ist alles sehr geheimnisvoll. Und die Moral von der Geschicht‘: Hast du ein Geheimnis sprich darüber nicht, weil es dann stets in dir ist, und schlafe möglichst nur allein, dann kannst du dir sicher sein, das auch keiner dir zuhört, wenn dein Schlafgespräch die Nachtruhe stört, die es gibt für dich beizeiten, und deine Zunge kannst du auch behalten. R. Trefflich am 19. September 20121
  11. Ein hilfreiches Computer-Info Er wusste nicht wie er es anstellen sollte, immer wenn er vorm Computer saß, also bestätigen, wenn er was wollte, so fragte er dann nochmal nach,… …bei einem guten, alten Freund, der war ein Informatiker, und dieser hat ihm eingeräumt, was da nun zu machen wär´. Nach seinem Info war er froh, denn jetzt konnte er alles machen, Bestätigen, auch Absätze und so viele andere schöne Sachen,… …er dachte wie schön alles ist, hilfreiche Tasten, die ihm zusagten, doch die Bestätigungstaste sah er als List, und das war dann wohl der Enterhaken. R. Trefflich am 4. September 2021
  12. Kleine Flamme, großes Licht, hör mein Sehnen, das jetzt spricht; Gib mir Wissen, lass mich werden, den Himmel küssen, hier auf Erden, Möchte Deine Wahrheit seh‘n, um den rechten Weg zu geh‘n. Kleine Flamme, großes Licht, sei das Einzige, was zu mir spricht, Denn die Welt, sie scheint von Sinnen, will dem Trugschluss nicht entrinnen. Kleine Flamme, großes Licht, reiß die Masken vom Gesicht, Lass mich schauen was dann ist, möcht verstehen, was Du bist. Denn ich sehe, rein und klar, kleine Flamme, großes Licht: Nur Du bist wahr!
  13. Immer wenn ich traurig bin… Immer, wenn ich traurig bin, dann schreib ich ein Gedicht, das sollte nur recht witzig sein, sonst schreib ich´s lieber nicht. Immer, wenn ich traurig bin, dann nehm´ ich mir ein Buch, doch wenn auch dies sehr traurig ist, brauch ich ein Taschentuch. Immer, wenn ich traurig bin, geh ich in meinen Garten, ich freu mich an der grünen Pracht, auch wenn dort Zecken warten. Immer, wenn ich traurig bin, dann back ich einen Kuchen, gleich ist die Traurigkeit vorbei, das sollten Sie versuchen! Immer, wenn ich traurig bin, geh ich mit meinem Hund, der ist so lustig und fidel, er macht mein Herz gesund. Immer, wenn ich traurig bin, setz ich mich in die Wanne, sitzt auch die Bade-Ente drin, genüsslich ich entspanne. Immer, wenn ich traurig bin, kauf ich mir neue Schuh´, die stell ich in den Schuhschrank rein, die Tür geht nicht mehr zu. Immer, wenn ich traurig bin, dann geh´ ich in den Zoo, doch auch die Tiere, die ich seh´, sind eingesperrt nicht froh. Immer, wenn ich traurig bin, dann lass ich einen Furz und trinke schnell der Gläser drei vom guten Bärenwurz. Immer, wenn ich traurig bin, dann sing ich schmutz´ge Lieder. Und wenn ich dann gesungen hab, hebt sich die Stimmung wieder. Immer, wenn ich traurig bin, bohr ich mir in der Nase, und wenn ich was gefunden hab, dann kriegt es meine Base. Immer, wenn ich traurig bin, treib ich´s mit einem Mann gleich mehrmals auf dem Wasserbett bis dieser nicht mehr kann. Immer, wenn ich traurig bin, koch ich mir allerlei, und wenn ich dann erbrochen hab´, fühl ich mich wieder frei. Immer, wenn ich traurig bin, fahr ich ins Sauerland, doch ist es da noch trauriger, das hab´ ich jetzt erkannt. Immer, wenn ich traurig bin, fahr ich zu meiner Bank, doch wenn ich dann den Saldo seh´, fühl ich mich richtig krank. Immer, wenn ich traurig bin, dann rauche ich ´nen Joint, doch merke ich am nächsten Tag, der Joint war nicht mein Freund. Immer, wenn ich traurig bin, dann ruf ich jemand an, der auch, wie ich, sehr traurig ist, mit dem da heul ich dann. Immer, wenn ich traurig bin, bet´ ich zum lieben Gott, hört er dann nicht mein innig Fleh´n, spielt er zu laut Fagott. Ich will nicht mehr so traurig sein, das muss ich hier gesteh´n. Ich will viel mehr als Humorist, in den Annalen steh´n. @Copyright Melda-Sabine Fischer für noch nicht erschienenes Buch 6 (BoD-Verlag): "Das Wahre Leben - Neue Albernheiten"
  14. Heute zum Welttag der humanitären Hilfe: Ein Schuhkarton für Afrika Es ging ein Mann mal in einen Laden, er wollte ein paar Schuhe haben, und probierte ein Paar gleich an, sie passten wunderbar sodann. Auch gefielen sie ihm gar sehr, sie war´n aus schönem Wildleder, er mochte dieses Schuhe Paar, er kaufte es dann auch fürwahr, ließ es verpacken in einen Karton, und ging damit dann eilig davon. Er nahm den Weg direkt nach Haus, da packte er die Schuhe aus, zog diese dann auch sogleich an, was ihm behagte nun sodann. Er dachte nach über den Preis, nicht billig, Wildleder wie man weiß, dachte an Machart und Konsum, was alles wohl ist dafür zu tun, um solche Schuhe nun zu tragen,…. ….der Weg der Schuhe sozusagen. Auch sah er das Billigste nun davon und das war wohl der Schuhkarton, der da leer auf dem Tisch nun lag, ganz nutzlos, das sei hier gesagt. Die Gedanken an den Schuhkarton, und seine nutzlose Position, verwarf, für´s erste, nun der Mann und schaltete seinen Fernseher an. Per Fernbedienung schaltete er, sehr genervt nun hin und her,… ….“etwas Sinnvolles muß her, was in der Realität mag steh´n , das mag ich gern im TV zu seh´n!“ Das dachte er dann so bei sich, leicht genervt nun sicherlich. Nun während der Programmauswahl, die er so schaltete nun mal, kam er plötzlich zu einem Bericht, der eine eigene Sprache spricht: Mit tiefgründig ernstlicher Natürlichkeit, von Hungersnot, Durst, Krieg und Leid, das alles in einem Bericht ganz klar, was Kinder erleben in Afrika. Dazu noch unterstreichend eben, war dann da wohl auch so zu sehen, wie die Kinder da so leben,… ….und Bilder sah er dazu auch: Kleine Kinder mit dicken Bauch, Kinder die vor Hunger weinten, abgemagert, dünne Beinchen, und Müttern die da hilflos sahen, wie die Kleinen dem Grauen unterlagen, Kinderleid hier das Grauen wiedergibt,.... ....wie immer ein Produkt vom Krieg. Das erschrak den Mann so sehr, mit Tränen im Blick sah er zum Fernseher, da sah er in zwei traurige Kinderaugen, die aus einem großen Kopf so schauen, stumm bittend, fast ein Hilfeschrei, da wurd' im Mann der Gedanke frei, etwas Hilfe nun zu geben,..... ....zu unterstützen so das Leben, dort im fernen Afrika,…. ……wo er die traurigen Augen sah. Sein Blick fiel auf den Schuhkarton, der ja noch nutzlos lag herum, doch wurde dem Mann mit einmal klar, wozu nun dieser nützlich war,…. .....Verpackung für einen guten Zweck, das war als Gedanke nun geweckt und so ging es ihm durch den Sinn, was Platz haben könnt nun darin: Ganz klar nur unverderbliche Sachen, da sie ne lange Reise machen, und alles das was dazu führt, das dies Elend nun gelindert wird, auch vielleicht Frohsinn mag entfachen, dem traurigen Blick entlockt ein Lachen. Man könnt reintun zur Mundhygiene, Zahnputzbecher, Bürste und Zahncreme, das alles original verpackt,…. …. eingeschweißt wie man hier sagt. Spielzeug auch in rauen Mengen, man brauch nichts Einzelnes zu nennen, Hauptsache ohne Batteriebetrieb, und nichts was erinnert an den Krieg. Ne einfache Puppe wäre was, mit ihr macht Kindern spielen Spaß, oder auch ein Teddybär, gibt Gutes für die Sache her, Bauklötzer, vielleicht im LEGO - System, lässt ganz fern den Gedanken aufleben, das man sinnvoll aufbauen kann,.... .....später vielleicht dann das eigene Land. Auch Kinderbücher mit Geschichten, die in Bildern meist berichten, wo nicht zuv iel Text drinnen ist, denn lesen können die Kinder nicht. Papier und Buntstifte in allen Farben, jedem Kind macht´s Freude zu malen, Lineale, Dreiecke dazu sodann, damit das Kind sich auch helfen kann, vielleicht um grade Linien zu ziehen, die Logik beim zeichnen wird nicht gemieden. Etwas zum anzieh´n sollt auch noch mit rein, Tshirt, Hosen, Strümpfe können´s immer sein, Unterwäsche, Handtücher und solche Sachen, die bei uns logisch wohl den Alltag ausmachen, auch Schuhe, das sei hier sehr betont, denn schließlich ist´s ja ein Schuhkarton! Zu Lebensmitteln hier gesagt, man Unverderbliches nehmen mag, ein wenig Süßes auch bestimmt, Bonbons den Kindern stets Freude bringt. Das alles entsprang des Mannes Sinn, er fuhr sogleich zum Kaufhaus hin, kaufte was, um´s zu verschicken, ein gutes Werk, nun wohl inmitten, dieser manchmal schlechten Welt, die oft vom Kriege wird entstellt. Er packt den Schuhkarton sodann, und füllt ihn mit den Sachen an, von jedem etwas wie gesagt,.... .....was den Empfänger freuen mag. Dann fährt er mit dem Schuhkarton, zur humanitären Sammelstation, gibt sein Paket dort freudig ab,…. ……zur großen Reise wie gesagt. Eines Tages sitzt der Mann, wieder vor seinem Fernseher dann, er schaltet wieder hin und her, an den Schuhkarton denkt er nicht mehr, doch plötzlich hat er ein Programm, mit einer Reportage gefunden dann,…. ….wieder etwas ganz Realistisches, was stets sein Interesse weckt. Die Reportage spricht fürwahr, nun denn vom fernen Afrika, einem Flugzeug das dorthin entsandt, im Zeichen von Hilfslieferungen stand. Wohl eine Solidarität obliegt, beim Flugzeug das nun dorthin fliegt, auch landet und was man dann entlädt, die Ladung des Mannes Sinn bewegt, denn kommen Hilfsgüter dort an, die erst gesammelt und dann gesandt. Der Mann gebannt zum Bildschirm sieht, es ist fast wie ein Wiegenlied, seine Augen werden nass, vor Freude, es bewegt ihn was, denn sieht er in ein Kinderlachen, und große Augen die, dies auch machen, was durch die Hilfeleistung kam, zu der er hat mit beigetragen. R. Trefflich am 2007/2021
  15. DavidPessoa

    Der Weg zur Sehnsucht

    Der Weg zur Sehnsucht Was ich fühlte, als ich fiel? Angst. Und Sehnsucht nach Gefühl. Sehnsucht nach Bestand als der Boden meiner Kindheit unter meinen Füßen wankt'. Damals ging ich ehrfürchtig zum Strand. Erstaunt, wie Bohlen mächtig ragten aus dem Meer, als ich an dessen Ufer stand. Anders als daheim, wo die Furcht vor neuen Wegen lähmte Phantasie und Sein. Wie Halme unter Winterstürmen schien mir alles dort zu sein. So ging ich hin, begab mich an des Strandes Säulen. Beständigkeit zog mich dahin. Zum Meer, wo Fels und Stein Jahr für Jahr trotzen Sturm und Gischt. Holz, stark genug für Schiffe zum Aufbruch in ein andres Leben, das so vieles mir verspricht. Doch angefüllt mit Kisten auch, die zu bewegen brauchen mehr als nur ein Leben. Und nun, wo sind sie hin? Stützen meiner Träume, gefällt durch die Gezeiten. Vom Meer umspült und fortgetragen in unbekannte Weiten. Von einem Kind nie hinterfragt. Nie geglaubt sie könnten enden. Das Bild von einst, es stimmt nicht mehr. Der Blick liegt frei, zu frei zum Denken. Doch frei wofür? Umzukehr'n, zurück zu geh'n durch diese alte Tür? Freiheit bedeutet Werden. Statt zu werten muss ich lernen, zu versteh'n. Einen alten Weg das erste Mal – und doch nicht neu zu gehen. Einen Weg, vergessen aus Geschäftigkeit. Gegangen einst von Landschaftsmalern, Beobachtern der Zeit. Entmutigend verwachsen, doch zu wahr, zu echt um ihn zu lassen, um nicht zu folgen, der Anmut seiner Pfade. Die schroffen Klippen, statt zu meiden für ihre unwirtlichen Seiten, viel mehr zu schätzen, ja zu lieben für ihre Einzigartigkeit. Tief empfund'ne Worte, soweit das Auge reicht. Der Weg, er ist so schön, wie konnt' ich ihn nur all die Jahre überseh'n? Das Auge sieht nur, was der Verstand bereit ist zu versteh'n. Deshalb verbarg sich mir die Schönheit dieses Weges nur auf Zeit. Ich gehe weiter. Seh' aufgegeb'ne Schätze, gleich am Wegesrand. Sie sprechen zu mir, still, auf eine neue Weise. Ich fühl' mich angekommen, weil ich so weit weg bin durch die Reise von den Ängsten alter Zeit. Und in den Wogen neuer Bilder entdecke ich das Leben selbst. Kinderträume, Hochgefühle, Phantasie – ja jede Leidenschaft der Seele. Gespürt, sie zu begraben wäre Sünde. Zu lang gedacht, es doch zu müssen. Was immer schon zu mir gehörte – jetzt erst traue ich es mich zu wissen. Sünde ist nicht, zu versteh'n. Nur den Weg nicht als man selbst zu geh'n. DavidPessoa, (2017) 2019
  16. Ralf T.

    Die Selbstbewusste 

    Die Selbstbewusste Sie ging zumeist den eigenen Weg, mit ihrem Willen, um den es auch geht, und davon abzubringen war sie nicht, ihr Lebensweg nahm sie in Pflicht. Die Zeit hatte ihr auch nichts zu sagen, doch mocht' sie sich an selbiger laben, nicht sichtbar alternd, doch immer bereit in einem sichtbares Maß an Zeit. Sie war die, die selten schlief und, wenn sie ging, stets unrund lief, ja, das lag ganz in ihrer Natur, so war sie nun...die Eieruhr. Und die Moral von der Geschicht': Wer eiert der verläuft sich nicht, der geht nur unrund seines Weges, doch ist's egal, weil es der eigene Weg ist, den einem niemand weisen kann, er spricht für dich, denk stets daran, denn du bist Mittelpunkt deines Lebens und deinen Lebensweg kannst nur du selber gehen! R. Trefflich am 6. August 2021
  17. Melda-Sabine Fischer

    Kunst

    Kunst Was mancher Mensch als Kunst betrachtet und auch noch als antik erachtet, mag nicht so alt sein, wie er glaubt. Das Machwerk ist nur sehr verstaubt! Selbst manch ein Fettfleck an der Wand wird fälschlich oft als Kunst erkannt. Sogar ein Nachttopf (ungespült) für mich sich nicht wie Kunst anfühlt. Ein Butterstück in einer Wanne und eine rostbedeckte Kanne, ein Nagel der im Holzbrett steckt, bei mir kein Kunstgefühl erweckt. Die Mütze unsres Dichters Goethe, die man als Kunstwerk mir anböte, sogar Herrn Schillers Woll-Gamaschen, kann nicht als Kunst mich überraschen. Doch was ist Kunst? - Ich weiß es nicht! Vielleicht ein Bild, das mir verspricht, ich könne leicht (bei Licht besehen) den Sinn des Bildes schnell verstehen. Mir scheint Kubismus zu verrückt, der Dadaismus zu entrückt, mich macht der Anblick sehr betroffen, die Künstler waren wohl besoffen. Ich sehe meist in stetem Wechsel nur farbenfrohes Öl-Geklecksel, oft auch am Rand ´nen schwarzen Flatschen, die Maler scheinen gern zu matschen. Es sagt mir diese Kunst nicht viel, die Schmiererei ist nicht mein Stil. So wandle ich auf andren Spuren und suche Kunst in den Skulpturen. Drum laufe ich zum Kunstpalast, der jede Menge Plunder fasst. Die Statuette „Frau im Mieder“ ist mir aus Schamgefühl zuwider. Aus Bronze steht gleich nebendran ein Dings, genannt „Der Jägersmann“. Dem Jäger fehlen beide Beine, wie jagt der so die wilden Schweine? Die Plastik „Nackte Kurtisane“ ist abgedeckt mit einer Plane. Die heb ich an und bin recht platt, weil jenes Weib 4 Brüste hat. Und auch ihr Po scheint mir abnorm, er widersetzt sich jeder Form, die ich bisher von Hintern kannte, worauf ich schaudernd weiter rannte. In Halle 2 stand ein Skelett, dem fehlte jedes Körperfett. Die Schilder, die das Teil umstellten, verwiesen kurz auf „Körperwelten“. Das ist nicht Kunst, das ist recht kläglich, ich fand das Knochendings recht eklig. Das, was als Kunst hier hingestellt, hat mir die Lust an Kunst vergällt. Aus Halle 3 ertönte Lärm, der bringt mir Aufruhr ins Gedärm. Ich sah fünf Mann auf Rohre schlagen, die schienen sich doch sehr zu plagen. Man gab zwei „Heizungsrohr-Konzerte“, was laut an meinen Nerven zerrte. Dies klang mir doch recht atonal, 12-Ton-Musik ist mir ´ne Qual. Mir schoss nur ein Gedanke ein: Dies Stück, das muss von Schönberg sein. Ich denke mir, hier wird die Kunst durch schnöden Krach doch sehr verhunzt. Ich flüchtete zu einer Lesung, doch roch es dort nach Textverwesung. In Halle 4 gab es zu hören: „Gedichte, die das Ohr betören“. Die Werke haben nicht gegriffen, der Dichter wurde ausgepfiffen (zwei Backen sind noch kein Gesicht und was sich reimt, noch kein Gedicht!). In Halle 4 in Raum Null Sieben, hat´s ein Poet sehr arg getrieben. Sein Prosatext, der tut mir kund, das, was er schreibt, scheint nah am Schund. Ich flüchte jetzt ins Stadttheater, dort gibt man heut´ „Der Göttervater“. Doch Zeus sitzt frech in Unterhosen, auf einem Berg Konservendosen. Das Stück, es ist mir zu modern, von wahrer Kunst doch reichlich fern. Drum haste ich schon vor der Pause mit Recht verärgert flugs nach Hause. Ich will noch immer Kunst ergründen, vielleicht ist sie ja doch zu finden. So zog ich wieder mal hinaus und strebte Richtung Opernhaus. Man gibt am Abend „Die Walküre“, ob ich da wohl die Kunst erspüre? Mit Spannung sitze ich im Rang, der Vorhang hebt sich, mir wird bang. Denn schon im Ersten Akt mit Krach das Bühnenbild zusammenbrach. Die Burg „Walhall“ sie war zerfetzt und der Bassist hat sich verletzt. So war es wieder nichts mit Kunst, nun schenke ich von meiner Gunst der „Comedy“ ein kleines Stück, vielleicht schenkt sie mir Kunst zurück. Das Kleinkunstforum unsrer Stadt ein Herz für die Comedians hat. Der Türke Ali sei der Kracher, er garantiere Mega-Lacher. Die Gags, die Ali abgeschossen, die haben mich doch sehr verdrossen. Das schlüpfrige Gesamtpaket ist nichts, was sich als Kunst versteht. Nun streb ich im Entdeckerwahn mit letzter Kraft zur Eislaufbahn. Der Eiskunstlauf, wie jeder weiß, der winkt mit manchem schönen Preis. Ein Eislaufpaar läuft Kür und Pflicht, doch sehen beide leider nicht, wohin sie mit den Kufen gleiten, drum Stürze ihren Lauf begleiten. Das Flutlicht, das ist ausgefallen, man hört den Eislauftrainer lallen: „Wenn Kurzschlüsse die Sicht blockieren, lässt sich die Kunst nicht präsentieren.“ Jetzt geb´ ich meine Suche auf, doch Kunst gibt es bestimmt zu hauf. Bisher kann ich sie nicht ergründen, vielleicht könnt Ihr sie für mich finden! @Copyright Melda-Sabine Fischer für noch nicht erschienenes Buch 6 (BoD-Verlag): "Das Wahre Leben - Neue Albernheiten"
  18. Eine bärenstarke Namensbindung Er war ein zotteliger Vertreter, ein gemütlicher, langsamer, aber naschender Honiganbeter, aus der Familie der Braunbären, der trottete so seines Weges daher. Und da er sich jeden Tag so bewegte, so langsam und trottelig, und kein anderes Tempo zulegte, riefen die anderen, die das störte, ziemlich schnell: „Na nun los, geh Bär!!!“, so das er nur noch „Gebär“ hörte. „Ein cooler Name…“, dachte er sich, „…er vereinigt ihren Wunsch mit meinem Ich!“, und: „Das ist ein Grund stolz drauf zu sein.“ das machte ihn mächtig glücklich und er prägte sich den Namen ein. Als er dann wieder zu Hause war, lief er gleich zu seiner Bärenmama und erzählte ihr von seinem neuen Namen, wobei sie beide das Resultat dann sahen, das sie schließlich die Gebärmutter war, weil sie ihn ja einstmals gebar. Und die Moral von der Geschicht‘: Wenn dein Wesen produktiv ist, was dich freilich anstrengen kann, dann kommt es vielleicht auch gut an, wenn es der Name schon führt an, was du nun einstmals hast getan, ja wenn man’s genau nimmt, adelt es dich, und ganz zum Schluss vergisst du’s nicht, denn nennt man dich stets so beim Namen, der jedem gut sagt, was für dich steht, dann brauchst du keine Bange haben wenn jeder weiß worum es geht,… …und das ebnet auch den Weg, der für gute Infos steht. R. Trefflich am 1. August 2021
  19. Das kommt mir spanisch vor Jüngst war im Feuilleton zu lesen, es sei schon immer so gewesen, dass Mozart, der gern musizierte, niemals nach Schokolade gierte. Die Info kommt mir spanisch vor, weil Mozart schon als Junior, sehr gerne Mozart-Kugeln aß, wenn er an seinem Flügel saß. ---------------------------------- Die Bahn verspricht nach neustem Plan, sie kommt in Zukunft pünktlich an. Jetzt steh´n wir hier am Bahngeleise und warten auf die Weiterreise. Das Ganze mutet spanisch an, denn hier kommt wirklich nichts voran, und von dem Zug ist nichts zu sehen, nach dem wir schon seit Stunden spähen. ---------------------------------- Mein Chef erklärte gestern noch, er schule um und werde Koch. Er möchte nicht mehr Klempner sein und stelle den Betrieb jetzt ein. Das Ganze kommt mir spanisch vor, der kennt nicht mal ein Bratenrohr, noch kann er Eier richtig trennen und lässt sein Essen stets verbrennen. ---------------------------------- Die AfD scheint homophob, sie äußert sich zumeist recht grob. Die Braunen geh´n mir an die Nieren mit stetigem Diskriminieren. Das kommt mir doch recht spanisch vor, denn neulich drang mir an mein Ohr, dass in dem Haufen, an der Spitze, bekanntlich eine Lesbe sitze. ---------------------------------- 10 Euro hatt´ ich gestern noch, jetzt klafft in meinem „Ist“ ein Loch. Der Schein scheint wie hinweggefegt, wo hab´ ich den nur ausgelegt? Ich bin im Schwimmbad wohl gewesen, das waren nur drei Euro Spesen. Nur Spanisch scheint mir jetzt daran: Ich hab´ ´ne fremde Hose an! ---------------------------------- Mir kann es keinen Spaß bereiten, besonders zu Corona-Zeiten, dass mir ein Mensch ins Antlitz hustet und Viren mir entgegen prustet. Es kommt mir auch recht Spanisch vor, dass hierzulande mancher Tor dem Virus freie Bahn gewährt und Impfungen für Quatsch erklärt. ---------------------------------- Ich war noch neulich im Café bestellte Kaffee, kriegte Tee. Statt Sachertorte, wie erwartet, hat man mit Cup-Cake mich missachtet. Mich mutete dies Spanisch an, drum winkte ich den Chef heran. Aus seinen Worten war zu lesen, hier kellnern ausnahmslos Chinesen. ---------------------------------- Ich ging ins Symphoniekonzert, wo man nur spielt und niemals plärrt. Doch stand ein Chor auf einer Bühne und sang etwas von Schuld und Sühne. Sogar ein feister Bariton lag auf ´nem roten Samtfuton. Er sang sehr laut von großer Liebe und dem Entstehen heißer Triebe. Das Ganze kam mir Spanisch vor, wo bin ich hier, ich armer Tor? Doch dann durchfuhr es mich, oh Graus, ich sitze wohl im Opernhaus. ---------------------------------- Mit Auto ging ich auf die Reise, das tu ich oft auf diese Weise. Es blieb mein Wagen plötzlich stehen, der Grund, er war nicht einzusehen. Ich hatte grade vollgetankt, wie kommt es, dass der Motor krankt? Die Tankuhr steht konstant bei null, der Tank ist empty und nicht full. Dies mutet mich sehr Spanisch an, gleichwohl ich mich erinnern kann, ein Bayer mit ´nem Mordsgebiss schrie an der Tanke „Abzapft is!“ ---------------------------------- Ich kaufte ein TV-Gerät, was jetzt bei uns zu Hause steht. Das Fernbedienungsutensil hat keine Tasten, kann nicht viel. Jetzt nehm´ ich die Beschreibung her, die zu verstehen fällt mir schwer. Das Schriftgut, das versteh ich nicht, es scheint der Autor nicht ganz dicht. Das Ganze scheint mir doch sehr Spanisch, ich bin nervös und werde panisch. Doch dann ganz plötzlich, da versteh ich, das Schriftstück ist wohl auf Hebräisch. ---------------------------------- Mein Ehemann, der badet täglich, das war vor Kurzem noch nicht möglich. Er cremt sich jetzt auch sein Gesicht, dies tat vor Wochen er noch nicht. Er wäscht auch öfter jetzt sein Haar, was unlängst noch sehr fettig war. Auch sein Geruch, der wird jetzt krasser bedingt durch Fluten Kölnisch Wasser. Das Ganze kommt mir Spanisch vor, weil er mir doch die Treue schwor. So denk ich mir mit finstrer Miene, mein Mann hat eine Konkubine. Ich habe zwar zuerst geflennt, doch habe ich mich flugs getrennt. Sehr schnell hab´ ich mich neu verliebt, weil es noch andre Männer gibt. Doch hat der Neue nicht viel Zeit, grad sonntags ist er nie bereit, mich hin und wieder zu beglücken und dann mit mir mal früh zu stücken. Das Ganze mutet Spanisch an, worauf ich es nicht lassen kann, sein zweites Hobby zu ergründen. Das ließ sich in der Kirche finden. Er stand als Bischof am Altar, jetzt weiß ich, wo er sonntags war. Der Anblick war für mich ein Graus, drum trat ich aus der Kirche aus. ---------------------------------- Man kann ´nen Reim auf viele Sachen tatsächlich sich nicht wirklich machen. Es bleibt mir Spanisch obsolet, weil man viel hört, doch nichts versteht. @Copyright Melda-Sabine Fischer für noch nicht erschienenes Buch 6 (BoD-Verlag): "Das Wahre Leben - Neue Albernheiten"
  20. Ralf T.

    Der Jahresbeschneider

    Der Jahresbeschneider Es waren Blätter, die er abriss, dann wurd‘ es netter, mit einer Schere an sich, womit er saubere Schnitte machte… …an dem ursprünglich bekanntem Abreißkalender, den er, von Januar bis zum Dezember, täglich mit sauberer Beschneidung bedachte. Durch diesen, sehr symbolischen Akt, fielen die geschnittenen Blätter herab, die Zeit verging es ward schließlich ein ganzer, großer Blätterberg,… …das Jahr lag vor im auf den Boden nur der Pappstumpf war noch oben, worauf die Jahreszahl an sich, das beschnittene Jahr als Info ehrt. Er war froh es geschafft zu haben und das innerhalb von 365 Tagen, Zufriedenheit stand ihm im Gesicht, als er sah auf das Kalendergerippe,… …wie ein König auf seine Unteranen mochte er sich dann auch gebaren, erhobenen Hauptes, stolz und breitbeinig stand er inmitten seiner Zeitabschnitte. Und die Moral von der Geschicht‘: Geht die Langweil mit dir ins Gericht und du weißt nichts anzufangen, mit der Zeit von künftigen Tagen, kauf dir ein Kalenderblatt,… …schneid von ihm die Tage ab, dann wirst du erst einmal zuweil’n ein wichtiger Beschneider sein, zum Zweiten hast du dann zu tun, die Beschneidungskunst lässt dich nicht ruh’n, auch wirst du reich, das wär das Dritte, als König deiner eigenen Zeitabschnitte. R. Trefflich am 27. Juli 2021
  21. Ralf T.

    Das obere Übel

    Das obere Übel Das Übel begann eigentlich oben, er sah die Tauben auf dem First seines Daches, und da fing er an zu toben: „Die kacken alles voll!“ und er wirft,… …mit Schwung, nach ihnen mit Steinen, doch die kamen bei den Tauben nicht an, sie lachten ihn aus, doch nur im Geheimen, aber für ihn hörbar, fingen sie mit gurren an. Er dachte: „Na euch werd' ich,…“ so ging er ins Haus und dann nach oben, „…ihr Kacktauben, euch mach ich fertich!“ und schon war er auf seinem Boden,… …doch als er da die Tür aufmachte, nahmen Mäuse vor ihm Reißaus, und Mäusedreck, der ihn anlachte, gaben ihm dann neue Wut, was ihm den roten Kopf dann brachte, und auch sein Bauchgefühl war nicht so gut,… …nein(!), und auch sein Darm war unter Druck, es war ein Notdurftgefühl, das ihn ermahnte, ja(!), das kannte er nur zu gut, und dann ging wirklich alles Ruck-Zuck, wozu er erst in eine Ecke rannte,… …dort ließ er sein Beinkleid herab, und ließ den besagten Notdurftdruck ab, mit einem langgezogenen, lauten Furz, und freilich mit allem was noch dazugehört, keine Maus, keine Taube hat sich daran gestört,… …ja(!), selbst das bemerkte er, er bekam Einsicht immer mehr und mehr, das es ihm, nun grade eben, nicht besser ging, wie den Tauben und Mäusen, die ohne Klo sind,… …und verständnisvoll sah er zum Mäusedreck, dachte an die Taubenkacke und auch an seine, ganz zuletzt, und dadurch wurde ihm schließlich völlig klar,… …das es eigentlich nur der Dachstuhl war. Und die Moral von der Geschicht‘: Bevor du schimpfst, vergewisser' dich, ob das, was dich macht wutentbrannt, dir selber auch passieren kann,… …und wenn’s so ist, sei lieber still, weil keiner Gemecker haben will, und wenn doch, dann sei der weise Sprecher, rate zu einer Ziege, denn die kann das besser,… …also meckern, und das bei Tag und Nacht, das ist natürlich und bei denen auch angebracht. R. Trefflich am 23. Juli 2021
  22. Windreiter

    Not macht erfinderisch

    Wer vor einer großen Herausforderung steht, wird sehnsüchtig suchen, nach einem möglichen Weg. Emsig wird nun in Bereichen gedacht, über die man sich sonst niemals Gedanken macht. Selbst alte Freunde und Bekannte werden jetzt konsultiert, die der Herausgeforderte - ohne Sorgen - hat stets ignoriert. Doch die Not sie zwingt uns über uns hinauszuwachsen, und lässt die alten Regeln, wie Seifenblasen zerplatzen. Und siehe da, man glaubt es kaum, fangen Ideen an, zu keimen im Raum. Letztlich findet der Leidende mit Mühe einen Weg, so dass das Leben auch für ihn wieder weitergeht. Doch ist es nicht wundersam, dass der Mensch erst das Leiden braucht, bevor er in einen Ozean aus Potentialen und Antworten taucht?
  23. Einst wahrhaftige Liebe Ich sah in schöne große Augen, ein schönes Lächeln im Gesicht, glückliche Blicke, mit und ohne Staunen, einen Mund, der mit vollen Lippen küsst. Ich fühlte zarte, weiche Haut, die rein und ohne Makel ist, von jemanden, der mir war sehr vertraut, eine Frau, was meine Zuneigung betrifft. Ich spüre eine starke Kraft, welche Unmut ganz zunichte hat gemacht, was mich inniglich hat sehr reich bestückt und was ich ansah als Lebensglück. Ich sah natürliche Wahrhaftigkeit, die Zukunft einer Zweisamkeit, die Bahnen unser beider Leben, als gemeinsamen Weg zu gehen. Ich war gefangen, gab mich hin, der Liebe und in dem schönen Sinn, der aus unseren Gefühlen brach, einst wahrhaftige Liebe, die mich ansprach. R. Trefflich 2008 / 2021
  24. Ralf T.

    Pfusch bei der Kreuzigung

    Pfusch bei der Kreuzigung Aufs Kreuz gelegt und festgehalten, ein Laie kam, kein Zimmermann, ein „Aua, Aua..“ unentwegt mochte dann die Ruhe spalten, als jener mit dem Hämmern begann. Er sah in weit aufgerissene Augen und in ein schmerzverzehrtes Gesicht: Dann: „Guck wo du hinkloppst,… …Mensch, sowas macht man nicht!“ Er sah und mochte seinen Augen nicht trauen,… …er hatte alles falsch angesetzt, und den Delinquenten der Kreuzigung, nun bei der selbigen auch noch peinlich verletzt, denn sein Hämmern war sehr miserabel,… …er zerklopfte ihm den Fingernagel. Und die Moral von der Geschicht‘: Ganz egal, wo du auch immer bist, man sollte schon beizeiten zusehen, das immer ein Fachmann ist zugegen, bei Tadel, Folter, Hinrichtung… …oder auch nur bei einer Kreuzigung, denn schleicht sich dabei ein Laie ein, ist es nicht echt und könnte schmerzlich sein! R. Trefflich am 18. Juli 2021
  25. Wird’s weniger - wird’s mehr Brauchst du den vollen Umfang von Etwas nicht mehr verringere ihn und du hast dann davon natürlich weniger. Und brauchst du noch mehr, im beschriebenen Sinne, nicht, wiederhole das Verringern und sei gewiss… …viel weniger spricht dich dann im Ganzen an, da ist dein Tun schon mal nicht vertan,… …und verringerst du das alles noch sehr viel mehr, hast du durch das "sehr viel mehr"… …natürlich auch sehr viel weniger. Verringerst du das noch Vorhandene dann vielleicht noch weiter, weil du einmal dabei bist, recht froh und heiter, wird das Wenige noch weniger,… …zum Schluss hast du dann gar nichts mehr! Und die Moral von der Geschicht‘ das hier nun als Paradoxon spricht: Verringerst zu viel, also das sehr, und willst praktisch immer weniger, nimmt das, was vorhanden, rapide ab, was dir ja sicher sehr lieb sein mag, weil du es letztlich ja so wolltest, doch was du bedenken solltest, wenn es wird immer weniger, zeigt es die Verringerung bis zur der Schlusskund‘ so von immer weniger bis zu gar nichts mehr, aber am Ende steht dann das Wort… …“mehr“! R. Trefflich am 13. Juli 2021
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