Hey Kari =),
vielen vielen dank für deinen ausführlichen kommentar.
schön, dass du dich für den zweiten teil entschieden hast
vieles hab ich mir genau so gedacht, wie du es geschrieben hast.
ja dieses ruhige gebändigte ist beabsichtigt.
auch diesmal wird beobachtet, die erste strophe ist (wie in "augenblicke I") die einleitung,
aber diesmal ist das lyrische ich ruhig, nicht so durchwühlt von emotionen,
es will nur seine beobachtungen schildern und zwar seine eigenen.
es sieht die welt aus "ruhigen wellenbädern". wellen stehen für veränderung, für emotionen
für aufgewühltheit, aber die wellen sind grade ruhig. dh das lyrische ich kann all das folgende
fast neutral beobachten.
und ja nur aus einem blick, das lyrische ich kann nur seine eigene welt beschreiben,
das hast du (und auch das lyrische ich) gut erkannt.
die zweite strophe hast du schön interpretiert.
das kann man, denke ich, so stehen lassen.
Schwimm auf ewig im Moment,
der Welt, aus tausend Blicken,
wenn in Augen Schicksal brennt
und Zeiten uns entzücken.
nein ich will nicht sagen, dass es nur eine welt gibt,
die nur unterschiedlich gesehn wird,
wenn doch oben indirekt steht, dass jeder seine welt hat.
das steht mit absicht so im widerspruch, damit man drüber rätseln kann.
er schwimmt in einem moment der welt (dh es ist seine welt.)
und seine welt besteht aus tausend blicken....
jetzt da könnte man glatt den titel "augenblicke" auch mit einbeziehen
seine welt besteht aus tausend blicken (nämlich augenblicken).
ja und das ist das zentrale, schade, dass du nicht drauf gekommen bist =(.
und es gibt längere und kürzere augenblicke und alle zusammen machen
die welt des lyrischen ichs aus.
wenn ein augenblick sehr negativ ist oder sehr positiv ist, weilt er weitaus länger in einem,
kommt immer wieder hoch, man denkt immer wieder an ihn, wird für den mensch gar zur ewigkeit.
wenn in Augen Schicksal brennt
und Zeiten uns entzücken.
erster teil steht für das negative, zweiter für das positive.
(das "uns" steht übrigens dafür, dass es nicht nur ihm so ergeht. vlt. änder ich das noch durch "mich",
weil ich nich erwarten kann, dass man da draufkommt.)
viele von den augenblicken besuchen uns nur und gehen dann wieder. (strophe 4)
mit ihnen geht aber immer ein teil von uns. (personifikation von "augenblicke")
sonst ist deine interpretation der vierten strophe schon ganz schön.
meinst du da hätte man drauf kommen können?
vielen dank nochmal
lg
onkie