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ausgedacht

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ausgedacht
 
streit
viele worte
jeder hat recht
dabei wollen wir alle
frieden
 
gefühl
stirbt einsam
im eigenen blut
zerschmettert liegt es danieder
gewalt
 
frieden
viele worte
keiner hat recht
und das alles ohne
streit
 
gewalt
stirbt einsam
im eigenen Blut
wenn wir es wollen
gefühl
 
© uloisius 2017
 
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Liebe Jack,
 
vielen Dank für deinen Kommentar
 
"Ich bin einsam. Als Person.
Aber auch meine Kunst ist einsam. Sie führt mir niemanden zu.
Das ist doppelte Einsamkeit."
 
Diese Zeilen die der Maler hinterlassen hat sind echt bitter und berühren mich zutiefst.
Der Mensch ist ein soziales Tier und Einsamkeit ist auf Dauer sehr zermürbend und belastend für uns. Eine der größten Ängste für uns Menschen ist nicht umsonst, die vor der Einsamkeit.
Als Künstler einsam zu sein, kreatives zu schaffen ohne die Aussicht bzw. Möglichkeit sich anschließend über das Kunstwerk mit anderen auszutauschen, ohne das irgendwer aus dem Umfeld großes Interesse an den Kunstwerken zeigt, kein Zuspruch, keine Kritik, kein Applaus ... gar nichts oder nur von dem einen oder anderen hin und wieder ein ganz klein wenig das ist fürwahr eine doppelte Einsamkeit ... sehr traurig ...
 
Übrg. ... sag` bitte nichts gegen röhrende Hirsche, ich finde auch so etwas kann schön sein wenn es denn nicht zu kitschig ist
Aber ich verstehe was du meinst, das "Publikum" interessiert sich wenn überhaupt für "Mainstreamkunst", alles was außerhalb des Mainstreams angesiedelt ist führt ein tristes, karges Dasein, da kann es noch so toll sein.
 
Ich frage mich gerade ob das in anderen Ländern wie Deutschland oder in anderen Kulturen wie der westlichen wirklich anders ist ?
Dieses System macht Kunst halt überschaubarer, es kommt aber vieles unter die Räder dabei was das Publikum aber gerne in Kauf nimmt weil es schier überfordert damit ist sich in diesem Dschungel "Kunst" alleine, ohne einen solchen Kompass zurecht zu finden.
Wenn man nicht Teil dieses Systems ist wird man in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen.
 
p.s. Besteht die Möglichkeit das du ein Bild von dem Maler hier postest, ich interessiere mich dafür und vielleicht bringt ja unsere Konversation hier mich zu seiner Kunst ?
 
Moin Jack,
 
'Jackpot]Von dem o. g. Zettel habe ich erst gestern erfahren schrieb:
Womit ich überhaupt nichs gegen Autodidakten sagen möchte, die mit viel Spaß und Freude daheim an ihren Werken zimmern. - "Jeder Mensch ist ein Künstler", wie Joseph Beuys, einmal ganz richtig bemerkte, aber vorwiegend deshalb, weil er die Kunstakademien begabten Laien öffnen wollte. Auch er glaubte nicht, dass Kunst beliebig sei.
Da gebe ich dir Recht, Kunst ist nicht beliebig. Nicht jeder "Furz" und jedes "Hurz" ist Kunst aber das liegt auch oft im Auge des Betrachters was er persönlich als Kunst empfindet und was nicht, das macht es ja auch gerade so interessant.
Eine Kunst- bzw. Musikakademie hätte ich gerne besucht aber leider war ich in der Schule zu unkonzentriert (heute würde man sagen ich hätte ADS und würde mich mit Ritalin vollstopfen) und habe damals gerade mit ach und krach den Hauptschulabschluss geschafft ... das war es dann mit meine Karriere
Ich kann bis heute keine Noten lesen und auch wenn mir jemand sagt das Lied geht z.B. in A, E und C dann muss ich immer erst hören wie es gespielt wird um zu kapieren was er genau meint ... mit Theorie konnte man mich schon immer jagen ...
Freut mich das du nichts gegen Autodidakten wie mich hast ... ich habe auch nichts gegen Künstler
 
 
'Jackpot]In Zeiten des Internets wird die Welt mit "Künstlern" überschwemmt schrieb:
Ich selbst habe einmal eine Auktion erlebt, auf der ausgezeichnet ausgeführte, erstklassige Gemälde für unter 200 € weggingen. - Ist ein Bild großformatig, hat der Maler Leinwand und Farben wieder heraus und erhält für seine Arbeit ca. schlappe 50 Euronen. Tja. Das stimmt - im Vergleich zu Fußballer-, Model- oder Unternehmensberatereinkommen schon nachdenklich.
Hinzu kommt, dass Künstlern das Kaufmannsgen häufig fehlt und sie sich, falls sie keinen Coach an ihrer Seite haben, viel zu wenig für diesen Bereich interessieren.
Ja, solche Fälle kenne ich auch und das ist wirklich hart aber was kann man daran ändern ? ... nichts nehme ich mal an.
Fußballer, Models und Unternehmensberater sind auch alle dem Markt unterworfen.
Nicht jeder Fußballer und jedes Modell verdienen Millionen, viele müssen auch da ganz kleine Brötchen backen.
Sport und Mode sprechen darüber hinaus ein viel breiteres Publikum an und naturgemäß sind in diesen Bereichen die Futternäpfe der Industrie und der Medien zehlreicher, aber auch dort gilt nur ein kleiner Prozentsatz der Akteure verdient richtig Geld, der Rest schaut in die Röhre.
Fußball, Mode und Kunst, alles funktioniert nach seinen eigenen Gesetzen, will man davon leben kommt der wirtschaftliche Teil dazu und im Markt herrschen für alle die gleichen Gesetze.
Hast du was was alle haben wollen verdienst du Kohle.
Hast du was was keiner will oder alle schon haben verdienst du keins ...
Vielleicht sollte an den Universitäten im Kunstbereich noch ein oder zwei Semester "Wirtschaft" integriert werden, wäre bestimmt kein Fehler
 
 
'Jackpot]Auf der anderen Seite wird in Regelschulen der Kunstunterricht weitgehend vernachlässigt und fällt häufig aus. Und die Erziehung zur Kultur damit flach. Wie in anderen europäischen Ländern mit Künstlern verfahren wird schrieb:
In anderen Gegenden (Beispiel Afrika) genießen sie teilweise hohes Ansehen. - Aber darum geht es mir gar nicht.
Ich verstehe nicht, warum sich die Lebensgrundlage hiesiger Künstlern (und aller anderen Menschen) nicht regeln lässt, beispielsweise durch ein bedingungsloses Grundeinkommen, das sie vor der Scham bewahrte, den Staat um Sozialhilfe anzugehen und ihnen die Freiheit brächte, die sie benötigen.
Aber dies ist ein Thema, das den Rahmen eines Textfadens sprengt.
Wie in meiner Mail an dich bereits erwähnt bin ich ein Verfechter des bedingungslosen Grundeinkommens und einer würdigen Rente für alle Bürger dieses Landes.
Da sind wir durchaus auf einer Linie
Das würde viele Menschen befreien, für mehr Gerechtigkeit sorgen, die Arbeitsbedingungen verbessern und nicht zuletzt den Binnenkonsum ankurbeln ...
Viele der kleinen Parteien fordern das schon lange aber die wählt ja keiner und bis sich diese Einsicht mal bei den "Machtinhabern" durchgesetzt hat wird es, wenn überhaupt noch Jahrzehnte dauern. Die Macht der industriellen Lobby die kein Interesse hat die Arbeitsbedingungen zu verbessern (Kohle) und die Löhne zu erhöhen (noch mal Kohle) ist einfach zu stark. Das werden wir beide wohl nicht mehr erleben.
Unter dem Strich wird sich an der Situation der "großArtigen Künstler" in absehbarer Zeit also nichts ändern.
Bleibt nur das sich die Künstler selbst ändern ... ansonsten sehe ich keinen gangbaren Weg
 
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