Hallo Redmoon,
ich habe mich nicht „vor den Autor geworfen“, sondern lediglich unrichtige Aussagen korrigiert und eine andere Sichtweise dargelegt (was übrigens meine einzige Motivation dabei war). Und die Aussage, dass ein Satz nicht in einem Vers enden SOLL, ist eben keine Äußerung einer Meinung. Eine Meinung äußert man anders. Dann gibt es im Gedicht Enjambements, die Du als solche nicht sehen wolltest, daher der Link mit der Erläuterung aus Wiki (den ich anhand der Forenregeln als Hilfestellungsverweis gesehen hatte, aber sei’s drum). Dass Du das nun als persönliche Beleidung auffasst, ist Deine Sache. Wenn Du weißt, was es ist, wieso hast Du dann so getan, als wären keine vorhanden? Ja, ich verstehe schon, Du wolltest sagen, dass FÜR DICH die im Gedicht gesetzten Enjambements nicht gelten – warum auch immer. Doch bleibt es ein erlaubtes Stilmittel, da gibt’s kein Soll-nicht-sein etc. Ich habe auch dargelegt, warum ich hier gerade keinen Selbstzweck sehe. Und selbst wenn’s nicht inhaltlich begründet wäre, kann man so etwas auch immer melodisch begründen.
Deine Ausführungen, von wegen, Du hättest nichts von „nicht dürfen“ gesagt, sondern von „sollen“ gesprochen, sind letztlich nur Haarspalterei, um Deine Argumentation zu retten. Denn hättest Du einfach eine Meinung darlegen wollen, hättest Du Dinge wie „meiner Ansicht nach“ etc. angefügt. Du hast aber ganz klar formuliert, dass etwas sein soll. Warum stehst Du nicht dazu?
Um Deine Aussage zu retten, führst Du jetzt sogar an, dass die Gedichte großer, anerkannter Dichter, die solche Dinge enthalten, wahrscheinlich schlecht sind („Wenn man eine Weile sucht wird man auch immer schlechte Beispiele großer Namen finden, dies ist kein Geheimnis.“). Na, so kann man auch umgehen, dass man vielleicht im Irrtum ist, oder?! Versteh mich nicht falsch, ich will gar nicht sagen, jedes Werk eines anerkannten Dichters wäre ein Meisterwerk, aber so banal über Stilmittel hinwegzufegen, empfinde ich als bemerkenswert.
Bemerkenswert ist auch folgender Satz:
Ich habe inzwischen mehr als deutlich verstanden, dass du dich in dieser Kritik aus irgendwelchen Gründen persönlich angegriffen gefühlt hast, aus welchen Gründen auch immer, das respektiere ich.
Jetzt gerade ist der Zeitpunkt, wo ich das erste Mal persönlich berührt werde, weil ich so einen Quark lesen muss. Ich war in meinen Ausführungen stets bei der Sache. Welchen Trick versuchst Du hiermit also?! Du wirst nicht einen Satz in den zwei Kommentaren von mir finden, der Deine Behauptung unterstützt. Ich könnte an dieser Stelle auch psychologisieren, aber ich habe keine Lust auf so etwas. Ich habe schon jetzt mehr Zeit dafür aufgewandt als ich eigentlich wollte.
Nebenbei: Ich wollte Dich niemals von irgendeiner (oder gar meiner) Meinung überzeugen. Ich wollte lediglich Deine starren Aussagen in punkto Satzende im Vers korrigieren. Deine Meinung dazu sollst du ja behalten, nur sie eben nicht als mehr als eine Meinung verkaufen (siehe Begriffe wie „sollen“).
Und Rilke in der Hauptsache als „lyrische Prosa“ einzuordnen … Was soll ich dazu noch sagen?!
Und damit bin ich auch raus aus dem Thema. Noch verständlicher kann ich mich nicht machen.
LG
Beteigeuze