1 - Sterbende Liebe
Beide Enden der Kerze brannten
Meine Liebe zu dir tropfte auf den Boden
wie schmelzendes Wachs
Jede schützende Schicht
von mir einst sorgfältig um meinen Kern gelegt
wurde abgeschält
Der Docht flackerte böse
verbrannte deine zarte Haut
beim Verschlingen meines letzten Gnadengrans
Bis du auf den Knien lagst
als du endlich das Ende erkanntest
das du geschmiedet hattest
Aber Bedauern war fruchtlos
ich über Bedauern, Gnade, Liebe hinweg
Sie alle waren nur noch Schatten
nicht zu erkennen im blutroten Glühen
Die Flammen erstarben
mit verzweifeltem Flackern
Meine Liebe zu dir tötete sich selbst
Ich begrub sie in ungeweihter Erde
2 - Der Spuk
Du kamst zu mir mit Geschenken
Worte der Liebe balancierten auf deinen Lippen
Wie konntest du es wagen?
Deine Worte klopften an meine Stirn
wie chinesische Wassertropfen
Ich erstickte beinahe
am bitteren Geschmack deiner Entschuldigungen
Als ob...
Deine Worte verstopften meinen Mund
wie ein übelriechender Knebel
Eine vertraute Dunkelheit hob erwartungsvoll den Kopf
witterte Gelegenheit
in schwüler Luft
Ein hässliches Gespenst lungerte in meinem Augenwinkel
beinahe hätte ich es nicht erkannt
Es war meine Liebe, erniedrigt und halb verwest
die gekommen war mich heimzusuchen
Ich hätte nach geweihter Erde suchen sollen
und für alle Fälle einen Pfahl in ihr Herz bohren
3 - Der Exorzismus
Die weiße Hexe hatte mir gesagt, was ich tun müsse
Ich war bewaffnet mit einem Stück Schnur, einer Schere
und einem auswendig gelernten Spruch
Hiermit löse ich das Band
Aber meine närrischen Lippen wollten sich nicht öffnen
Ich wandte mich an meinen ältesten Freund
einen Fetzen knisterndes Papier
in meiner Spinnenhandschrift schrieb ich
Du hast meine Liebe zu dir getötet
Aber meine stupide Hand umklammerte den Zettel zu fest
Ich traute mich nicht dich anzusehen
viel weniger noch mit dir zu sprechen
Ich drückte ihn dir einfach in deine ausgestreckte Hand
Ich erkläre mich für frei
Aber mein stures Herz schlug immer noch in meinem Hals
Alles, was blieb, war ein ausgefranstes Stück Schnur
Alles, was zu tun blieb, war es zu zerstören
Durch Feuer, Wasser, Erde, Luft
jagte ich endlich den bösen Geist davon
Beide Enden der Kerze brannten
Meine Liebe zu dir tropfte auf den Boden
wie schmelzendes Wachs
Jede schützende Schicht
von mir einst sorgfältig um meinen Kern gelegt
wurde abgeschält
Der Docht flackerte böse
verbrannte deine zarte Haut
beim Verschlingen meines letzten Gnadengrans
Bis du auf den Knien lagst
als du endlich das Ende erkanntest
das du geschmiedet hattest
Aber Bedauern war fruchtlos
ich über Bedauern, Gnade, Liebe hinweg
Sie alle waren nur noch Schatten
nicht zu erkennen im blutroten Glühen
Die Flammen erstarben
mit verzweifeltem Flackern
Meine Liebe zu dir tötete sich selbst
Ich begrub sie in ungeweihter Erde
2 - Der Spuk
Du kamst zu mir mit Geschenken
Worte der Liebe balancierten auf deinen Lippen
Wie konntest du es wagen?
Deine Worte klopften an meine Stirn
wie chinesische Wassertropfen
Ich erstickte beinahe
am bitteren Geschmack deiner Entschuldigungen
Als ob...
Deine Worte verstopften meinen Mund
wie ein übelriechender Knebel
Eine vertraute Dunkelheit hob erwartungsvoll den Kopf
witterte Gelegenheit
in schwüler Luft
Ein hässliches Gespenst lungerte in meinem Augenwinkel
beinahe hätte ich es nicht erkannt
Es war meine Liebe, erniedrigt und halb verwest
die gekommen war mich heimzusuchen
Ich hätte nach geweihter Erde suchen sollen
und für alle Fälle einen Pfahl in ihr Herz bohren
3 - Der Exorzismus
Die weiße Hexe hatte mir gesagt, was ich tun müsse
Ich war bewaffnet mit einem Stück Schnur, einer Schere
und einem auswendig gelernten Spruch
Hiermit löse ich das Band
Aber meine närrischen Lippen wollten sich nicht öffnen
Ich wandte mich an meinen ältesten Freund
einen Fetzen knisterndes Papier
in meiner Spinnenhandschrift schrieb ich
Du hast meine Liebe zu dir getötet
Aber meine stupide Hand umklammerte den Zettel zu fest
Ich traute mich nicht dich anzusehen
viel weniger noch mit dir zu sprechen
Ich drückte ihn dir einfach in deine ausgestreckte Hand
Ich erkläre mich für frei
Aber mein stures Herz schlug immer noch in meinem Hals
Alles, was blieb, war ein ausgefranstes Stück Schnur
Alles, was zu tun blieb, war es zu zerstören
Durch Feuer, Wasser, Erde, Luft
jagte ich endlich den bösen Geist davon