Erklär mir nicht den Krieg, mein Freund,
verfang dich nicht in kalter Logik
mit der dir Galle überschäumt
idiotisch und mit dreistem Trick.
Nimm wahr den Menschen, der noch träumt
von Frieden und dem frohen Kick,
der mit der Lüge jetzt aufräumt,
beweist des Lebens fein Geschick.
Erklär mir jene Liebe froh,
nach der du suchst und wohl noch strebst,
sonst brennt dein Haus bald lichterloh,
weil du nicht wirklich sinnig lebst.
Du würdest dich dem Tode weihen,
dem Ende, ohne Sinn und Herz,
vermissen würdest du Verzeihen
und auch den witzigen Freude-Scherz.
Erklär mir nicht den Krieg, du Held,
ich hörte deine Leidenswehen,
die dir die andre, böse Welt
hat früh schon für dich ausersehen.
Erklär mir also lieber Liebe,
denn darin spürt der Sinn sich tief,
und darin auch die Freude bliebe,
das Glück, das ewig uns berief.
Erklär, mein Freund, mir nicht den Krieg,
erklär mir keine wilden Sachen,
denn Frieden ist der einzige Sieg,
den kein Krieg kann je machen.