Hallo Perry und danke
Ich war bei der Formulierung sehr am schwanken, als ich das Gedicht schrieb, da mir genau diese beiden Stellen ein Dorn im Auge waren.
Natürlich sollte "Der" im Bezug auf den Plan auf Gott hinweisen, wobei ich ihn bewusst nicht Gott genannt habe, weil meine Vorstellung von Gott ganz sicher nicht dem christlichen, menschenähnlichen Gott nahe kommt.
"Ünschärfe" trifft wohl genau die Intention die dahinter stand. Zumindest im Bezug auf die Interpretation des "gütigen Planes"
Dass durch das "der" und "ihn" Verwirrungen zwischen diesen beiden "Ginkgo" und "Plan" auftreten, war natürlich nicht beabsichtigt. Das muss klar differenzierbar sein. Noch dazu spricht "der" meinem "göttlichen" tatsächlich eine personifizierte Version zu, was mir natürlich selbst hätte missfallen müssen und auch tat. Doch das "es" im Gedicht, sollte den Wind wieder aus den Segeln nehmen und die Interpretationsmöglichkeiten weitläufiger gestalten.
Wie würdest Du es finden statt "Der" "Was" einzusetzen. Das Wort ist zwar phonetisch sehr hart am Anfang des Gedichtes (was der Grund dafür war, dass ich mich für "der" entschieden habe) aber es würde den klareren Bezug nicht auf den Ginkgo, sondern auf den Plan herstellen und vom Gott-mit-weißem-Bart ablenken.
Darauf folgend würde das "ihn" auch nicht mehr auf den Plan, sondern ganz klar auf den Ginkgo bezogen werden.
Das ist meine Empfindung.
Wie siehst Du das?
Im ersten Teil Deines Beitrags komme ich aber nicht ganz mit.
Du äußerst Dich zu den Eigenschaften die dem Ginkgo zugesprochen werden und sagst mir dann, er habe nicht so eine "lebensumspannende Bedeutung" die ich ihm "angeblich" zuspreche? Wie soll ich das bitte verstehen?
Was ist für Dich unter "lebensumspannende Bedeutung" gemeint?
Noch dazu sollte aufgefallen sein, dass der Ginkgo von mir als Symbol des langen Lebens genutzt wird und nicht mehr.
Es stimmt zwar, dass man den Plan vermutlich als Gott interpretiert und der Bezug zum Ginkgo sehr gigantisch wirken könnte, doch im letzten Satz wird alles wieder negiert. Das lange Leben findet, wei alles, seinen Tod.
Und selbst wenn man den Bezug zu Gott zieht frage ich Dich: Was ist es wert es in Gottes Hände zu legen? Was ist es wert ein Gedicht zu schreiben in dem "es" neben und als Resultat des Schöpfers steht?
Hat Gott, falls wir uns jetzt auf den allgemein verstandenen Gott beziehen, nicht alles geschaffen? Sollte nicht ein Stück Mist nicht genauso würdig sein, wie ein Ginkgo oder das, was Du als würdig erachtest, in seinem Namen zu stehen?
Der Ginkgo ist Teil des Gedichtes, weil er als etabliertes Symbol für langes Leben gilt. Mehr spreche ich ihm nicht zu; mache es sogar nichtig, weise darauf hin, dass es vielleicht überbewertet ist.
Den Teil der Kritik finde ich ein bisschen schwabbelig und fix von der Hand geschrieben.
Und eine Frage noch "Weiset sanft auch ihn des SSSSSterbens Bahn" Du hast "Sterbens" groß geschrieben. Schreibt man es hier tatsächlich groß? Wenn ja, dann verstehe ich den Grund gerade noch nicht. Eine Erklärung wäre nett
mfG:
Miauw