Zwischen Feinstaub und Motoren
ward ein Heiland uns geboren
(wie vor langen Zeiten schon
uns entsandt ein Gottessohn)!
Doch wer sah ihn in den Massen,
in den Schatten schmaler Gassen,
wenn im Grau der Städte blass
er sich schleppte – regennass –
zum Bürojob und die Tropfen
eisig auf den Boden klopften?
Seine Tränen: tief ein See!
Und sein schiefes Kreuz tat weh!
Zwischen U-Bahn und Bordellen
lag der Heiland eng in Schellen,
da der Lohn nicht satt gemacht.
So in einer Frühlingsnacht
wollt mit Tütchen und Tabletten
er sein tristes Leben retten,
sie verkaufen für das Gold
einer Münze – ach, so hold –,
die verholfen hätt' zum Segen,
doch Verrat schlug ihm entgegen:
Er saß ein für Tag und Jahr,
lechzt' nach Himmel – blau und klar.
Zwischen Stein und Eisenstangen
wollten sie den Heiland fangen,
der von allen unerkannt
ob der Menschheit ausgebrannt.
Und als alle Lichter gingen,
weckten ihn die Messerklingen,
dass die letzte Lebensglut
ausgelöscht von zähem Blut.
Niemand hörte seine Schreie,
nicht ein Laut drang in das Freie,
um zu künden von der Not
seinem Vater und vom Tod.
Zwischen Edelstahl und Leichen
musste bald der Heiland weichen,
den man aus dem Sack geholt
und im Ofen rasch verkohlt,
um der Erde ihn zu schenken
ohne Abschied und Gedenken.
Niemand stand an seinem Grab,
dem man keinen Namen gab.
– – Nur ein Rabe wacht am Hügel,
geißelnd sich die Engelsflügel.
O er weint ein Tränenmeer,
denn er weiß, das Grab ist leer.
ward ein Heiland uns geboren
(wie vor langen Zeiten schon
uns entsandt ein Gottessohn)!
Doch wer sah ihn in den Massen,
in den Schatten schmaler Gassen,
wenn im Grau der Städte blass
er sich schleppte – regennass –
zum Bürojob und die Tropfen
eisig auf den Boden klopften?
Seine Tränen: tief ein See!
Und sein schiefes Kreuz tat weh!
Zwischen U-Bahn und Bordellen
lag der Heiland eng in Schellen,
da der Lohn nicht satt gemacht.
So in einer Frühlingsnacht
wollt mit Tütchen und Tabletten
er sein tristes Leben retten,
sie verkaufen für das Gold
einer Münze – ach, so hold –,
die verholfen hätt' zum Segen,
doch Verrat schlug ihm entgegen:
Er saß ein für Tag und Jahr,
lechzt' nach Himmel – blau und klar.
Zwischen Stein und Eisenstangen
wollten sie den Heiland fangen,
der von allen unerkannt
ob der Menschheit ausgebrannt.
Und als alle Lichter gingen,
weckten ihn die Messerklingen,
dass die letzte Lebensglut
ausgelöscht von zähem Blut.
Niemand hörte seine Schreie,
nicht ein Laut drang in das Freie,
um zu künden von der Not
seinem Vater und vom Tod.
Zwischen Edelstahl und Leichen
musste bald der Heiland weichen,
den man aus dem Sack geholt
und im Ofen rasch verkohlt,
um der Erde ihn zu schenken
ohne Abschied und Gedenken.
Niemand stand an seinem Grab,
dem man keinen Namen gab.
– – Nur ein Rabe wacht am Hügel,
geißelnd sich die Engelsflügel.
O er weint ein Tränenmeer,
denn er weiß, das Grab ist leer.