Hallo Hypnotising Darkness!
Also das finde ich sehr interessant, dein Gedicht im Vergleich zu deinem Posting im Bücherregal –du hast dich etwas an diesem Gedicht von Rilke orientiert, oder? – sieht man schon am selben Strophenaufbau (Reimschema nicht ganz – sind teilweise nur Assonanzen, aber trotzdem schön) – ähnliche Substantive, Wörter wie „tausend“ übernommen, in anderen Kontext gesetzt… Das hat schon was
Rilke präsentiert sich natürlich um einiges schreibgewandter, aber an ihm können (und wollen) wir uns hier ja auch nicht messen *lächel* Die letzte Strophe gibt zB bei Rilke eindeutig mehr „Dramatik“ her, weil du dich mit diesem langen Satz über die ganze Strophe ziehst und dadurch nur wenig Spannung erzeugst. Um eine regelmäßige Metrik hast du dich gemüht, hat nicht an allen Stellen geklappt, mancher Satzbau hat dem Reim/der Assonanz nachgeben müssen (zB um zu erretten die greisen Kinder). Das soll halt so ungezwungen wie möglich aussehen – auch wenn’s einem manchmal Kopfzerbrechen bereitet
Die Rechtschreibung muss noch etwas korrigiert werden, die Überschrift soll schon „Hoffnungslos…“ heißen, oder? Und da wäre zB noch „Mal“ (groß geschrieben) und „gelähmt“. Trotzdem spricht mich dein Gedicht aber an, besonders „Hoch zieht sich nun der edle Blick zu den weissen, nassen Gittern“, hat es mir angetan. Also Darkness, ich finde dein Experiment auf alle Fälle gelungen, es ist wirklich interessant zu sehen, wie du einzelnen Elemente in ein eigenes Gedicht gepackt hast!
liebe Grüße, Kari
PS:
@Timo: verstehe ich richtig, dass dich auch beim Panther die Form des Gedichts stört? Gerade bei diesem Gedicht wäre es nur höchst nachvollziehbar und logisch, dass ein total strenges Schema/Metrum verwendet und penibel eingehalten wird, um die „Eingesperrtheit“ zu demonstrieren. (er hat ja das Metrum – nur wirkt es bei ihm, so sprachgewandt, eben nicht penibel) Es mag ja richtig sein, dass die gebundene Form am Anfang mehr Schwierigkeiten bereitet, doch ich denke, sie gibt einem besonders anfangs die Möglichkeit, Gedanken besser zu strukturieren und zu lernen, wie man mit Worten arbeiten kann.