Version 2
So hatte keiner von uns je getanzt: In harmonisch-rücksichtslosem Flug
schlitterten wir über vereiste Flüsse, ahnten nichts von Eises Trug
Elegant war unser Gleiten, ein Menuett aus purer Faszination
wir achteten nicht der Verdammnis, doch ihr hungriger Rachen gähnte schon
Sie hatte längst unsere Hände ergriffen, unsichtbar im Gegenlicht
drehte sie sich mit im Kreise, doch wir umarmten uns und sahen sie nicht
Bruchstellen ohne Zahl taten sich derweil hinter unseren Rücken auf
wohl hielten wir an und blickten zurück, doch das Schicksal nahm schon seinen Lauf
Seine Saat war tief verwurzelt, uns blieb nur das Pflücken der bitteren Frucht
als wir uns bückten um zu ernten, war es bereits zu spät für uns zur Flucht
Tränenreiche Erkenntnis war alles, was blieb
Unter dem schönsten Eis lauert Wasser, still, dunkel und tief
Version 1
Wir tanzten wie keiner von uns zuvor getanzt hatte
harmonisch, rücksichtslos schlitterten wir über gefrorene Flüsse
das Trügerische des Eises ahnten wir nicht
Wir glitten elegant über die schimmernde Glätte
und hofierten, köderten, verführten einander
den Rachen der Versuchung ahnten wir nicht
Unsichtbar war das Schicksal in unseren Teufelskreis getreten
unbedacht hatten wir es und unseren Untergang umarmt
den Umfang seiner Arme ahnten wir nicht
Als wir endlich anhielten und zurückblickten
sahen wir zahllose Bruchstellen
die Dünne des Eises ahnten wir nicht
Dann ging die Saat des Schicksals auf
weinend, verzweifelt, schauten wir nach unten
und erkannten: unter dem schönsten Eis lauert Wasser
still, dunkel und tief
So hatte keiner von uns je getanzt: In harmonisch-rücksichtslosem Flug
schlitterten wir über vereiste Flüsse, ahnten nichts von Eises Trug
Elegant war unser Gleiten, ein Menuett aus purer Faszination
wir achteten nicht der Verdammnis, doch ihr hungriger Rachen gähnte schon
Sie hatte längst unsere Hände ergriffen, unsichtbar im Gegenlicht
drehte sie sich mit im Kreise, doch wir umarmten uns und sahen sie nicht
Bruchstellen ohne Zahl taten sich derweil hinter unseren Rücken auf
wohl hielten wir an und blickten zurück, doch das Schicksal nahm schon seinen Lauf
Seine Saat war tief verwurzelt, uns blieb nur das Pflücken der bitteren Frucht
als wir uns bückten um zu ernten, war es bereits zu spät für uns zur Flucht
Tränenreiche Erkenntnis war alles, was blieb
Unter dem schönsten Eis lauert Wasser, still, dunkel und tief
Version 1
Wir tanzten wie keiner von uns zuvor getanzt hatte
harmonisch, rücksichtslos schlitterten wir über gefrorene Flüsse
das Trügerische des Eises ahnten wir nicht
Wir glitten elegant über die schimmernde Glätte
und hofierten, köderten, verführten einander
den Rachen der Versuchung ahnten wir nicht
Unsichtbar war das Schicksal in unseren Teufelskreis getreten
unbedacht hatten wir es und unseren Untergang umarmt
den Umfang seiner Arme ahnten wir nicht
Als wir endlich anhielten und zurückblickten
sahen wir zahllose Bruchstellen
die Dünne des Eises ahnten wir nicht
Dann ging die Saat des Schicksals auf
weinend, verzweifelt, schauten wir nach unten
und erkannten: unter dem schönsten Eis lauert Wasser
still, dunkel und tief