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Feedback jeder Art Schattenblume

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Gesät in weicher Erde
tauchtest du auf – wie aus dem Nichts.
Sofort wollt‘ ich über deine Wurzeln wachen,
sichergehen, dass du kannst wachsen,
ganz ungestört und unbehelligt.
Ich gab dir Wasser,
und rückte dich vor allen anderen
immer in das rechte Licht.
Sah dir beim Wachsen zu.

Und du?

Du sprosst mit Feuer in den Blüten,
unbezähmbar, voller Kraft, begannst du dich zu recken.
Ich war mir sicher, du würdest den Himmel berühren,
dich bis zur Sonne strecken.

Doch deine Glut erhellte nicht,
dein Schatten wurde lang und länger.
Dunkelheit - fiel auch auf mich.

Irgendwann wuchsen aus dir Dornen.
Deine Schönheit schnell an Bitterkeit verloren.
Bitter - wurde dein Geruch,
doch hört‘ ich nie auf mich zu bemühen,
meine Hände bluteten bei dem Versuch,
dich zu berühren.
Verloren scheint er jetzt - dein Duft.
So waren wir uns nicht mehr nah.
Da lag was in der Luft.
Doch ich stand noch wie angewurzelt da,
selbst als der Wind sich drehte.
Den frischen Wind nanntest du deinen Feind.
Wo Licht war, sahst du Dunkelheit –
nur Finsternis.
Doch bevor ich’s begriff,
kam der Sturm.
Und du gingst mit ihm.

Die Hände voller Blut rief ich nach dir,
hielt die Erde feucht für dich, für deine Rückkehr.
Doch du trinkst nun aus anderen Quellen.
Und wir? - Sind keine Freunde mehr.

Blut verbindet uns noch immer,
doch meine Hände sind jetzt leer.
Ich sehe dich in fremden Gärten –
doch ich bin kein Gärtner mehr.
 
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